kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

„Wir brauchen Offenheit gegenüber Flüchtlingen“ 18. Februar 2011

Filed under: Reportagen — Knecht Christi @ 16:57

 Widerspricht der Bundesregierung: Der hessen-nassauische Kirchenpräsident Volker Jung wirbt für die Aufnahme tunesischer Flüchtlinge in Deutschland. 

 

Tausende von Tunesiern befinden sich zurzeit auf der italienischen Insel Lampedusa. Eine humanitäre Katastrophe droht, während sich die EU-Länder über eine mögliche Aufnahme der Flüchtlinge streiten. Deutschland dürfe nicht die Augen vor der akuten Not der Menschen verschließen, sagt der Vorsitzende der EKD-Kammer für Migration und Integration, Volker Jung (51). In einem Gespräch mit evangelisch.de wirbt der hessen-nassauische Kirchenpräsident zugleich für eine „echte Willkommenskultur“ gegenüber Migranten und kritisiert die mangelnde Flüchtlingspolitik der Europäischen Union.

 

Herr Kirchenpräsident, Europa steht vor der Frage: Was lässt sich angesichts der verzweifelten Lage der tunesischen Flüchtlinge auf Lampedusa tun?

Jung: Ganz einfach: helfen. Die Not ernst nehmen und lindern, wie es auch die Bibel beim Umgang mit Flüchtlingen immer wieder einfordert. In der aktuellen Situation ist natürlich Europa gefragt. Es wäre nötig, da eine gute Aufnahmepolitik hinzubekommen. Ich halte insgesamt die Situation an den europäischen Außengrenzen für ausgesprochen schwierig. Was nun passiert, zeigt erneut, wie dringend erforderlich eine europaweite Abstimmung ist, wie man Flüchtlinge aufnehmen und wie man sie verteilen kann. In diesem Fall wünsche ich mir auch von der Bundesrepublik eine Bereitschaft zur humanitären Hilfe.

 

War es nicht absehbar, dass diese Flüchtlingskrise passieren würde?
Jung: Natürlich ist man hinterher immer schlauer. Man hätte auch denken können, dass die friedliche Revolution die Menschen voller Hoffnung im eigenen Land hält. Nun zeigt sich aber, dass Freiheit auch gestaltet werden muss und mit dem Umbruch nicht automatisch alle Probleme im Land gelöst sind.

 

Bundeskanzlerin Merkel sagt ganz klar: keine Flüchtlinge nach Deutschland.

Jung: Ich glaube, dass man in dieser besonderen Situation schlicht und ergreifend Offenheit und Humanität zeigen muss. Natürlich geht das nicht unbegrenzt. Aber dass man in dieser speziellen Notsituation sagt: Wir sind bereit, Flüchtlinge aufzunehmen – das würde ich mir doch sehr wünschen. Das wäre übrigens auch ein solidarischer Beitrag Deutschlands zu dieser Revolution.

 

Positionieren sich in Deutschland die politischen Lager auf Kosten der Flüchtlinge? Ist es eine realistische Position, den Leuten in ihren Herkunftsländern helfen zu wollen, wie sie die CDU zurzeit vertritt?

Jung: Ja, als eine von vielen Maßnahmen ist das denkbar. Es ist sicher nötig und gut, dazu beizutragen, dass in dieser Umbruchsituation die Lebensbedingungen verbessert werden. Man kann auf der anderen Seite trotzdem die Augen nicht vor der akuten Not der Flüchtlinge verschließen, die jetzt um Aufnahme in Europa bitten. Ihnen gegenüber ist eine gewisse Offenheit angesagt, gerade auch um eine eventuelle Unterstützung im Herkunftsland glaubwürdig machen zu können.

 

Auf Lampedusa suchen 5.000 Menschen Einlass in die EU. Laut Innenministerium haben im vergangenen Jahr 41.332 Menschen in Deutschland erstmals Asyl beantragt. Ist die Angstmentalität „Hilfe, es kommen wieder Ausländer“ von den Zahlen her zu rechtfertigen?

Jung: Sicher, man muss immer bedenken, welche Hilfe können wir leisten, was ist möglich und wo liegen unsere Grenzen. Aber gerade diese besondere Situation des Umbruchs stellt auch uns vor besondere Herausforderungen. Wenn wir diesen Flüchtlingen auf Lampedusa helfen, kann Europa damit zeigen, welche humanitären Werte eine Demokratie ausmachen und wie man das einlösen kann. Nach meiner Einschätzung gibt es in Deutschland und Europa grundsätzlich genügend Kraft und Kapazitäten, Flüchtlinge aufzunehmen.

 

Aus Sicht von Kritikern betreibt Europa schon seit etlichen Jahren eine Abschottungspolitik gerade gegenüber Afrika. Teilen Sie diese Einschätzung?

Jung: Ich teile sie bis zu einem gewissen Grad, ja. Die Situation an den europäischen Außengrenzen halte ich für hochproblematisch. Benötigt wird eine gesamteuropäisch abgestimmte Flüchtlings- und Asylpolitik. Eine generelle, grundsätzliche Abschottung ist ganz klar kritikwürdig, ebenso wie der Ruf nach einem Frontex-Einsatz vor Lampedusa, der am Ende dazu dienen soll, Schutzsuchende zurückzudrängen.

 

Von verschiedenen Seiten wird eine europäische Quotenregelung zur Aufnahme von Flüchtlingen ins Spiel gebracht. Halten Sie das für einen gangbaren Weg?

Jung: Das ist eine Möglichkeit. Ob es die beste ist, müssen Überlegungen der politischen Vernunft zeigen. Allerdings stehen gerade europäische Binnenländer wie Deutschland in der Pflicht, die Lasten der EU-Mitgliedstaaten an den Außengrenzen auf geeignete und effektive Weise mitzutragen. Deshalb engagieren sich die Kirchen auch hierzulande gegen die so genannte Dublin II-Verordnung, mit der Flüchtlinge nur in dem Land einen Asylantrag stellen können, in welchen sie zum ersten Mal europäischen Boden betreten haben. Entscheidend ist am Ende, dass die Staatengemeinschaft einen sinnvollen Weg findet.

 

Im Fall Tunesien und Lampedusa geht es erst einmal darum, den Flüchtlingen temporäre Hilfe zu bieten – Essen, Unterkunft, medizinische Versorgung. Aber wie geht es dann weiter? Wie schaffen wir es, Menschen, die aus Not oder gefühltem Druck hierher kommen, so einzubinden, dass sie sich hier wohlfühlen?

Jung: Eine Grundvoraussetzung, die ich mir wünsche, ist, dass wir in Deutschland eine echte Willkommenskultur entwickeln, sowohl für Flüchtlinge als auch für dauerhafte Zuwanderer. Daran fehlt es meines Erachtens. Wir brauchen eine Offenheit, die souverän und gelassen mit dem Phänomen der Zuwanderung umgeht und darin nicht zuallererst eine Belastung sieht, sondern einen menschlichen Gewinn und eine Bereicherung in der kulturellen Vielfalt, die einem Land auch gut tut. Es sind ja zumeist junge Leute, die sich vom Leben etwas versprechen, die aufbrechen und etwas erreichen wollen. Zu leicht wird bei der Debatte übersehen, dass es nicht nur Zuwanderung gibt, sondern auch Abwanderung. Viele der tunesischen Flüchtlinge werden gar nicht dauerhaft bleiben, sondern ziehen weiter oder kehren in ihre Heimat zurück, um beim Aufbau eines neuen Tunesien mitzuwirken. Andere werden aus guten Gründen bleiben wollen und ihre Energie und ihre Fähigkeiten darauf verwenden, sich hier bei uns eine Existenz aufzubauen – wenn wir sie denn lassen. Unser Land braucht solche motivierten jungen Menschen, das sollte nicht vergessen werden.

{Quelle: www.evangelisch.de – Die Fragen stellten Hanno Terbuyken und Bernd Buchner}

 

Ein Kommentar von Herrn Kemmer

Jung: Die Not ernst nehmen und lindern, wie es auch die Bibel beim Umgang mit Flüchtlingen immer wieder einfordert.
Ja, da wo Not ist, ist Hilfe angezeigt. Keiner dieser Männer, die nach Lampedusa kommen, sieht unterernährt aus, alle sind praktisch in Tunesien arbeitslos, nicht mehr und nicht weniger. Es sind Wirtschaftsflüchtlinge. Echte Flüchtlinge, die politisch verfolgt worden wären, wie das ja unter einem Diktator zu erwarten gewesen wäre, wären zu anderer Zeit geflohen und nicht gerade dann, wenn Tunesien Aufbauhilfe gebrauchen kann. Darum zielt in Europa das Asylrecht auf die Verfolgung und die echte Not von echten Flüchtlingen ab. Soll nunmehr ganz Afrika nach Europa kommen? Hier scheint eine negative Steuerung der Ereignisse vorzuliegen. Wirtschaftliche Not, die nicht tödlich ist, kann kein Asylgrund sein. Jesus meinte mit der Nächstenliebe die existentielle Hilfe für Menschen, die sich nicht mehr selbst helfen können. Hilfe vor Ort wäre eine überlegenswerte politische Strategie.

 

Jung: Sicher, man muss immer bedenken, welche Hilfe können wir leisten, was ist möglich und wo liegen unsere Grenzen.
Ja, wo liegen unsere Grenzen?

 
a) Ich muss zunächst einmal wissen, mit wem wir es hier zu tun haben. Können, da es sich ja vorwiegend um junge Männer handelt,  Terroristen und/oder Kriminelle, die vor den tunesischen Behörden flüchten, unter ihnen sein? Dieses Wissen dient europäischen Sicherheitsinteressen. Das darf nicht außer Acht gelassen werden.

b) Ist die Arbeitslosigkeit und die Altersstruktur in Europa nicht ebenfalls ein Faß ohne Boden, was die Sozialtransferzahlungen angeht? Sind die jungen Männer aus Nordafrika alle gewillt, sich hier in Europa aus eigenem Antrieb, sich dieser Gesellschaft anpassend, ihren Lebensunterhalt zu verdienen und die Frage muss erlaubt sein, warum können sie dies nicht in ihrem Heimatland? Weil es dort keine oder nur minimalste Transferleistungen gibt?

c) Sind diese jungen Männer alle so gut ausgebildet, dass sie in dem hiesigen ohnehin nicht oder kaum vorhandenen Arbeitsmarkt eingegliedert werden können?

d) Oder werden diese jungen Männer nur deshalb gebraucht, weil unsere Integrationsindustrie bestehend aus vom Staat gut bezahlten Psychologen, Soziologen, Pychiatern, Sozialarbeitern, Streetworkern und Bewährungshelfern Nachschub braucht? Das wird auf Dauer jedoch dem wirtschaftlichen Überleben Europas nicht dienlich sein.

 

Der letzte Absatz des Interviews ist leider an Realitätsferne kaum noch zu überbieten. Gerade noch haben Cameron, Sarkozy und selbst unsere Kanzleuse Merkel Multikulti als politisch gescheitert erklärt, nicht ohne Grund, sollen doch jetzt wieder Flüchtlinge aller Art aus dem so problematischen muslimischen Kulturkreis ungehindert Einlass finden. Bereicherungen gibt es ohne Zweifel von denjenigen Muslimen, die sich hier integrieren wollen und sich auch integriert haben. Die Kriminalität gerade ausländischer Jugendlicher aus dem muslimischen Kulturkreis ist signifikant höher als bei anderen, weil das Gehorsams- und das Ungläubigen-Dreifaltigkeitschristen-Juden-Ungläubigkeitsprinzip als Höllenbewohner noch heute gilt, gefördert von Koranschulen und Moscheegemeineden. Das hat kulturell negative Auswirkungen auf den Umgang mit Ungläubigen.  Was ist daran bereichernd? Die selbst nach außen hin durch zunehmendes Kopftuchärgernis präsente Parallelgesellschaften einiger muslimischer Gemeinden sprechen nicht für eine Bereicherung, eher für die Förderung von Monokultur, nämlich ausschließlich der islamischen. No-Go-Areas für Nichtmuslime überall in Europa, insbesondere in Frankreich und Großbritannien sprechen eine beredte Sprache. Die extreme Moscheebauwut der muslimischen Gemeinden lässt nicht nur positive Stimmungen in der europäischen Stammbevölkerung wachsen. Die ständigen Vorwürfe, dass Europa und Deutschland nicht genug für Integration für unsere muslimischen Mitbürger getan haben und tun, tragen nicht gerade zur Vertrauensbildung für diese muslimischen Vertretungen und Verbände bei. Geben USA und Kanada oder Neuseeland soviel für Integrationsleistungen aus wie Deutschland? Mitnichten! Sie erwarten totale Eigeninitiative des Einzelnen. Die ständigen Forderungen nach Sonderregelungen für Muslime an Schulen und Wirtschaft der aufnehmenden Gesellschaft sind nur noch nervig und stellen weiß Gott keine Bereicherung, vielmehr eine extreme Belastung der vielbeschworenen kulurellen Vielfalt dar.

 

Ich kann also feststellen, dass nur solche Einwanderer in ihre muslimischen und andere Heimatländer zurückkehren, die hier erfolgreich durch unser gut funktionierendes Schul-, Uni- und Ausbildungssystem gegangen sind und als Experten in die Heimat zurückkehren, wo sie einfach bessere berufliche Chancen haben als hier, wo junge Leute einfach weniger Startmöglichkeiten auf einen festen versicherungspflichtigen Arbeitsplatz haben, weil die älteren Arbeitnehmer und Angestellten immer länger im Berufsleben verbleiben müssen. Die jungen Leute werden hier nur mit Praktika und bestenfalls mit Zeitverträgen hingehalten.

 

Menschen, die es beruflich und schulisch nicht geschafft haben und das sind im muslimischen Kulturkreis halt mehr als in übrigen Kulturkreisen, kehren mit Sicherheit nicht in die Heimat zurück. Dort gibt es schließlich das Hartz-IV-Element nicht. Machen wir uns da einmal nichts vor.

 

Fazit:  Echte Flüchtlinge, die die Kriterien der Asylgesetzgebung erfüllen, müssen unbedingt hierher kommen dürfen. Wenn sie abgelehnt werden würden, würden wir das Gebot der Nächstenliebe pervertieren.  Reine Wirtschaftsflüchtlinge unterliegen nicht  oder nur bedingt dem Gebot der Nächstenliebe, da diese für diese Art von Flüchtlingen nicht unbedingt erforderlich ist, es sei denn, sie seien behindert oder sonstwie eingeschränkt. Hier müssen wir aufpassen, dass nicht alles ausgenutzt werden soll, was ausgenutzt werden kann.

 

Ich kann Kirchenvertretern nur raten, endlich einmal die  Sichtweise der rosaroten Brillenansicht hinsichtlich der Flüchtlingsprobleme, die im Grunde keine sind, aufzugeben und sich den politischen, aber auch den religiösen Realitäten zu stellen. Denn die Nächstenliebe darf nicht missbraucht werden. Nächstenliebe bedeutet nicht, Menschen, insbesondere junge Menschen zu unselbstständigen Transferleistungsempfängern zu degradieren. Das wird letztlich ihrem Selbstwertgefühl nicht gerecht und frustet mächtig,  so dass wieder Grund zu erhöhter Kriminalität entsteht, da ja die Ungläubigen nichts für Muslime übrig haben; ein ewiger Kreislauf. 

 

3 Responses to “„Wir brauchen Offenheit gegenüber Flüchtlingen“”

  1. bazillus Says:

    Ich denke, wir machen den jungen Leuten der arabischen Welt einfach völlig illusorische Hoffnungen, wenn wir jetzt beginnen, alle möglichen Wirtschaftsflüchtlinge nach Europa einzulassen. Wir versündigen uns nicht nur hier in Europa, sondern auch an den Menschen der arabischen Welt, die meinen, dass hier (und das ausgerechnet bei den Ungläubigen) das Land ist, in dem Milch und Honig fließen. Mit Hartz IV fließen diese Dinge für sie auch, aber je mehr hier hineinkommen, desto mehr wird es unserer Wirtschaft an den Kragen gehen.

    Wir können nur das auszahlen, was wir verdient und erarbeitet haben. Wenn dieses Gleichgewicht einseitig zugunsten der Sozialausgaben gewichtet wird, kann es nur in wirtschaftlichem Chaos enden.

    Nordeuropa kennt wie kein anderer Kontinent eine solche Politik der sozialen Auffangsysteme. Es kann aber nicht angehen, dass Nordeuropa das Sozialamt der Welt sein kann.

  2. anonym Says:

    Die Geschichte zeigt, das der Islam sich nirgendswo integrieren kann, für Kriminalität bekannt sind, für derer Christenhass und Christenausrottung vielen nicht unbekannt ist.

  3. Walter Says:

    Ich kann nicht verstehen das Muslime C Wirtschaftsflüchtlinge) gerade in Länder der Schweinefleischfresser flüchten wollen?

    Geht doch alle zu euren Freunden nach Saudiarabien, dort gibt es Arbeit gute Bezahlung und die islamischen Gesetze kennt ihr doch!

    Wenn ihr da dann jemanden totprügelt, dann wartet Ali mit dem Schwert!

    Und das ist dann auch gut so!!!


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