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Opposition in Ägypten: Die zweifelhafte Bruderschaft 16. Februar 2011

Filed under: Moslembrüder — Knecht Christi @ 01:55

Die ägyptische Opposition sitzt in den Startlöchern, um die Macht von Mubarak zu übernehmen.

Mit dabei ist die Muslimbruderschaft. In Deutschland wird sie mit Argwohn beobachtet. Sie haben sich an die Spitze des Widerstandes gestellt, sie haben Mohamed ElBaradei ihre Unterstützung zugesichert, und sie versprechen ein Ägypten der Demokratie: Die Muslimbruderschaft, mächtigste oppositionelle Kraft des Landes.

 

Vor einiger Zeit klangen ihre Ziele allerdings noch ganz anders, wie ein Blick auf die arabischsprachige Internetseite der Muslimbruderschaft vom 30. Oktober 2009 zeigt. Da heißt es ganz unumwunden: „Wir, die Muslimbruderschaft, haben eine klar umrissene Mission. Diese Mission besteht in dem Bemühen, gemeinsam den Gesetzen Allahs Geltung zu verschaffen.“ Erfüllt werden könne das durch den Aufbau eines muslimischen Staates, der „die Welt durch die Lehren und das Recht des Islams glücklich macht“. Ist die Zeit jetzt reif für einen solchen Gottesstaat der Muslimbrüder? Tatsächlich scheint es, dass sich das einstmals säkulare Ägypten der Religion zuwendet. Viele Ägypter setzen der als repressiv empfundenen Gegenwart eine Rückbesinnung auf den Islam entgegen.

 

Ein Muslimbruder schwärmt für die „Todesindustrie“: „Derzeit geben sich die Muslime eher gemäßigt“, meint Brent Scowcroft, ein ehemaliger Sicherheitsberater mehrerer republikanischer Präsidenten mit Blick auf die Muslimbrüder. Doch auch im Iran habe es damals „einige Zeit gedauert“, bis die Islamisten ihr wahres Gesicht zeigten, warnt er. Wie dieses wahre Gesicht der Muslimbruderschaft aussieht, beschreibt ein Aufsatz, den ihr Gründer Hassan Al-Banna 1928 unter dem Titel „Die Todesindustrie“ unters Volk brachte. Der Hamburger Publizist und Politikwissenschaftler Matthias Küntzel zitiert aus dem Traktat: „Derjenigen Nation, welche die Industrie des Todes perfektioniert und die weiß, wie man edel stirbt, gibt Gott ein stolzes Leben auf dieser Welt und ewige Gunst in dem Leben, das noch kommt“.

 

Ob sich die Muslimbrüder nun als mögliche Beteiligte einer neuen ägyptischen Regierung von dem distanzieren, was sie in der Vergangenheit „gepredigt“ haben? Sicher ist nur, dass sie gelernt haben, ihre Ideologie mit viel Geschick weltweit zu verbreiten. Längst haben sie in mehr als 70 Ländern ein Netz aus verschiedenen Gruppierungen geknüpft, bei dem kaum noch zu durchschauen ist, wer mit wem verbunden ist und welche radikalislamistischen Ansichten wem zuzurechnen sind. Im jüngsten Verfassungsschutzbericht Hessens heißt es beispielsweise: „Auch Al-Qaida wurde maßgeblich von früheren Muslimbrüdern mit aufgebaut und übernahm Teile des Gedankengutes der Muslimbrüder.“ In Deutschland sind die Muslimbrüder mit geschätzten 1300 Mitgliedern aktiv. Doch die Zahl der Anhänger ihrer Ideologie ist ungleich höher.

 

Kamelfatwa in Hessen: Im jüngsten Bundesverfassungsschutzbericht nutzen die Anhänger der Muslimbrüder in Deutschland eine Vielzahl „Islamischer Zentren“ für ihre Aktivitäten. Sie sind laut den Verfassungsschützern in mehr als 30 Städten aktiv. Nach einem Bericht des Innenministeriums Nordrhein-Westfalens von 2006, dessen Erkenntnisse noch immer Gültigkeit haben, kann als nationale deutsche Repräsentantin der Muslimbrüder die „Islamische Gemeinschaft Deutschland“ (IGD) betrachtet werden, die ihren Hauptsitz in München hat. Die IGD wiederum hat durch persönliche Kontakte von Funktionären und gemeinsame Projekte Beziehungen sowohl zu extremistischen Organisationen arabischstämmiger als auch türkischstämmiger Muslime. 1989 sei die IGD als Gründungsmitglied an der Bildung der „Föderation islamischer Organisationen in Europa“ beteiligt gewesen, die sich in ihrem Programm ausdrücklich auf den Gründer der Muslimbruderschaft, Hassan Al-Banna beziehe.

 

Die schillernde Figur der Bewegung: Vorsitzender der IGD war bis 2010 Ibrahim El-Zayat, ein in Deutschland lebender ägyptischer Geschäftsmann, dessen umfangreiche Immobiliengeschäfte höchst erfolgreich sind, der weltgewandt ist und westlich orientiert scheint. El-Zayat bestreitet indes heftig, irgend etwas mit den Muslimbrüdern zu tun zu haben. Zu spüren bekam das auch die heutige Bundesfamilienministerin Christina Schröder, die ihn in diese Ecke gestellt hatte. El-Zayat klagte gegen sie – und verlor den Rechtsstreit.

 

Ebenfalls eine schillernde Gestalt ist Amir Z.. Er hat, was das Leben in der Bundesrepublik Deutschland angeht, ganz klare Vorstellungen. Der Syrer, der 2003 von Deutschland nach Österreich umsiedelte, sagt von sich selbst, er sei offiziell kein Mitglied, vertrete aber das Gedankengut der Muslimbrüder. Der jetzt 46-Jährige machte mit einem von ihm erstellten islamischen Rechtsgutachten, von sich Reden. In der sogenannten Kamel-Fatwa ging es um die Frage, ob in Hessen lebende volljährige muslimische Oberstufenschülerinnen zu einer geplanten zweiwöchigen Klassenfahrt nach Spanien mitfahren dürfen. Zaidan lehnte das ab, weil laut Mohammed, dem Propheten, eine Frau die Entfernung einer Tages- und Nachtreise nicht ohne die Begleitung eines männlichen Verwandten zurücklegen dürfe. Z. erklärte, gemäß der grundgesetzlich verankerten Religionsfreiheit seien die Schülerinnen deshalb von der Klassenfahrt freizustellen.

 

Vielleicht hat der Sprecher des Auswärtigen Amtes in Berlin, Andreas Peschke, an solche Sätze gedacht, als er zu den jüngsten Entwicklungen in Ägypten erklärte, die Voraussetzung für Gespräche mit Vertretern der Protestbewegung in Ägypten sei die „begründete Einschätzung“, dass die Gesprächspartner ein aufrichtiges Interesse an einer demokratischen und freiheitlichen Entwicklung hätten.

{Quelle: Stern.de – Von Manuela Pfohl – Ägypten – Zwischen Chaos und Neuanfang}

 

3 Responses to “Opposition in Ägypten: Die zweifelhafte Bruderschaft”

  1. Johannes Says:

    Es muss davon ausgegangen werden, dass die Muslimbrüder sowohl zum Zentralrat der Muslime in Deutschland (ZMD) sowie zur Milli Görüs enge Verbindungen haben. Der erste Vorsitzende des ZMD war der Araber Nadeem Elias. Dessen Nachfolger Axel “Ayyub” Köhler und jetzt Aiman Abdullah (=Diener oder Sklave Allahs) Mazyek (Deutsch-Syrer) sind zugleich auch Mitglieder in der Deutsch-Arabischen-Gesellschaft und in der FDP. Auffällig übrigens, dass sich dort viele FDP-Mitglieder tummeln. Und wer erinnert sich nicht auch an den Absturz des früheren Vorsitzenden Jürgen Wilhelm Möllemann, der einen regen Waffenhandel in die arabische Region förderte.
    Immer wieder zu erwähnen ist auch der frühere deutsche Botschafter in Algerien und Marokko, der promovierte Jurist Wilfried “Murad” Hofmann, der unseren demokratischen Rechtsstaat trotz Konversion zum Islam (1980) noch bis 1994 unter Genscher und Kinkel vertreten durfte. Desgleichen sind auch etliche weitere ehemalige deutsche Botschafter in arabischen Ländern in beiden Organisationen vertreten. So gründete “Scheich” Bashir Dultz aus Königsberg (!) die Muslim Liga Bonn. Dafür ehrte ihn der Bonner Bürgermeister Joisten 2008 mit dem Bundesverdienstkreuz und lobte sein jahrzehntelanges Engagement für ein Miteinander der “abrahamitischen Religionen”!

    Besonders Dr. Hofmann vertritt eine harte Linie der Islamisierung Deutschlands und stellt Koran und Scharia über unser Grundgesetz und über unsere freiheitlich-demokratische Ordnung, die als “unislamisches System” abgelehnt und bekämpft wird. Das kann man schwarz auf weiß in seinen Büchern “Islam” und “Islam als Alternative” nachlesen. Trotzdem wird der neue Vorsitzende des ZMD, Mazyek, nicht müde, sich verbal zum Grundgesetz zu bekennen. Warum dieser “Taqiyya-Mann” immer wieder in Talkshows eingeladen wird, ist dem Kenner der Materie ein Rätsel. Aber ARD/GEZ und Zweites/GEZ wissen schon warum.

  2. Johannes Says:

    In seinen wohl wichtigsten Büchern „Der Islam als Alternative“ (München 1992) und „Islam“ (München 2002) schreibt der frühere deutsche Botschafter in Algerien und Marokko, Dr. Wilfried „Murad“ Hofmann: „Die gesamte Rechtsordnung wird am Koran als oberstem Grundgesetz (=Schari´a, d. Verf.) ausgerichtet. Der Muslim hat das Wort Allahs so, wie er es vorfindet, anzunehmen, ohne in philosophischer Hybris nach dem Wie zu fragen. Ich bin Fundamentalist in dem Sinne, dass ich in der Ausübung meines Glaubens auf die Fundamente des Islam zurückgehe, nämlich auf den Text des Koran und auf die Überlieferung des Propheten und seiner unmittelbar ersten Generation an Gefährten“ (=Hadith, d. Verf.). Muhammad als „Siegel der Propheten“ sieht Hofmann auch politisch als Vorbild („Islam als Alternative“). In „Islam“ ergänzt er: Nach seiner Auffassung ist islamischer Glaube, der nicht den Koran in seiner arabischen Ursprache für die wortwörtlich offenbarte Botschaft Allahs hält, unmöglich: „Satz für Satz, Wort für Wort Sein (Allahs) herabgekommenes Wort, Seine unmittelbare, Sprache gewordene Mitteilung. … Die Anerkennung des Korans als Allahs Wort ist für den Muslim konstitutiv. Wer dies nicht glaubt, ist kein Muslim.“ Von diesem Verständnis her sind für Hofmann „alle wahren Muslime notwendig Fundamentalisten“. Er zeigt sich beeindruckt von den Koranschulen, in denen die Schüler nichts anderes als den Koran auswendig lernen. Nach seiner Ansicht enthält der Koran keine Aussagen, die gesicherten naturwissenschaftlichen Erkenntnissen widersprächen. (Koran, Diederichs kompakt, München 2002, S. 12 – zitiert in Wikipedia „Murad Wilfried Hofmann“). Im Rückblick auf den Besuch einer renommierten Koranschule im südlichen Sudan schreibt er: „Bei meinem Besuch durfte ich beliebige Schüler zum Vortrag beliebiger Teile des Korans auffordern. Jeder schnurrte den verlangten Text fehlerlos herunter. Man geht dort davon aus, dass es im aufnahmebereiten jungen Alter das Wichtigste ist, zunächst den Koran-Text zu memorieren. Ihn verstehen zu lernen ist eine lebenslange, endlose Aufgabe.“ (ebd. S. 105f)

    In den beiden vorgenannten Büchern beschreibt Hofmann den Aufbau eines islamischen Staates: Das Oberhaupt eines solchen Staates müsse ein Muslim sein, ein „amir“ oder Kalif. Der Islam sei Staatsreligion. Die Regierung müsse sich entsprechend dem Prinzip der Schura (Beratung) mit dem Volk abstimmen. Eine Volkssouveränität gebe es aber nicht, da die islamische Regierung Vollstrecker der Schari´a im weitesten Sinne sei und die Gesetzgebung mit der Schari´a als oberster Verfassungsnorm übereinstimmen müsse. In diesem System bleiben religiöse Minderheiten weiterhin Dhimmis, solange sie nicht (muslimische) Staatsbürger werden wollen. Sie zahlen „lediglich eine Kopfsteuer und sind von der Wehrpflicht befreit“ („Islam als Alternative“, S. 73, 77 u. 105). Hofmann geht sogar auf Einzelheiten ein. So ist die Hundehaltung als „unhygienisch“ abzulehnen („Islam“ S. 75). Das islamische Minderheitenrecht bezeichnet Hofmann als „das liberalste Statut für Andersgläubige, … das die Welt bis heute gesehen oder normiert hat“ (Webseite des ZMD http://www.zentralrat.de vom 30.8.2004)

    Für seine Bemühungen, dem Islam in Deutschland den Weg zu bereiten, erhielt Hofmann 2008 das Bundesverdienstkreuz.

  3. Marcel Müller Says:

    Tja. Ich habe mich, nach reiflicher überlegung, nachdem ich mich so entzetzt habe, über die Berichte, die ich hier gelesen habe, mich als Christlicher Fund. zu bezeichnen. Ich war immer ein sehr friedlicher Mensch. Ja, ich habe, wie Jesus sagte: wenn Dich einer schlägt ( Wange ) so halte auch die andere hin. Nun, mit dem ist jetzt Schluss! Ich werde mich jetzt als Krieger Gottes bezeichnen! Ich werde mit ( ALLEN ) MITTELN, versuchen, diesem Sch………………… Islam die Stirn zu bieten! Sie können ohne weiteres meine E-mail adresse veröffentlichen! Gruss, der neue Krieger Gottes.


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