kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Ben Ali, Mubarak – und jetzt Gaddafi? 16. Februar 2011

Filed under: Aktuelle Nachrichten — Knecht Christi @ 13:57

In den Nachbarländern Tunesien und Ägypten haben Massenproteste bereits zur Absetzung der Regierungen geführt. Nun erheben sich auch die Menschen in Libyen und protestieren gegen das Regime von Revolutionsführer Gaddafi.

 

Die Protestbewegung gegen autoritäre Regime in der arabischen Welt hat nun auch Libyen erfasst: Mehrere hundert Menschen gingen in der Hauptstadt Tripolis auf die Straße, um den Rücktritt der Regierung von Revolutionsführer Muammar el Gaddafi zu fordern. Auch in Bengasi, der zweitgrößten Stadt des nordafrikanischen Staates, kam es zu Demonstrationen. Das berichtet die BBC.

 

Auslöser war offenbar die Festnahme eines Regierungskritikers. Nach unbestätigten Angaben machten etwa 2000 Menschen ihrem Unmut über die Verhaftung des Oppositionellen Luft. Die Demonstranten sollen Steine auf die Polizei geworfen haben. Die Beamten gingen demnach ihrerseits mit Wasserwerfern, Tränengas und Gummigeschossen gegen die Aufständischen vor. Später beteiligten sich auch Regierungsanhänger an den gewaltsamen Auseinandersetzungen. 14 Menschen sollen verletzt worden sein.

 

In der von Gaddafis Sohn Seif al-Islam gegründeten Zeitung Qurina wurden die Demonstranten als „Saboteure“ bezeichnet. Im Internet tauchten gleichzeitig Amateurvideos auf, in denen Hunderte Männer und Frauen zu sehen sind, die rufen: „Das Volk will den Sturz des Regimes“ und „Gaddafi, raus, raus!“.

 

Im sozialen Netzwerk Facebook gibt es zudem einen Aufruf zu Großdemonstrationen in allen libyschen Städten an diesem Donnerstag. Die Kundgebungen sollen an die Ereignisse des 17. Februar 2006 erinnern. Damals war eine Demonstration gegen eine Mohammed-Karikatur in eine Protestaktion gegen die libysche Führung mit Toten und Verletzten ausgeartet. Massenbewegungen haben seit Anfang des Jahres die Regime in Tunesien und Ägypten gestürzt. Demonstrationen gegen Regierungen gab es zudem im Jemen, in Jordanien und Bahrain.

 

Gaddafi kam bereits 1969 durch einen Militärputsch an die Macht in Libyen. Seit 1979 ist er nicht mehr offizielles Staatsoberhaupt – doch der mittlerweile 68-Jährige bestimmt immer noch weitgehend allein die Geschicke des Landes. Verfassungsmäßig ist Libyen seit Gaddafis Machtergreifung ein basisdemokratischer Staat auf Grundlage des Islam. {Quelle: www.sueddeutsche.de}

 

 

Protest in Libyen

Regimetreue Demonstranten im Fernsehen – Freilassung von Gefangenen angekündigt

 

In der ostlibyschen Hafenstadt Bengasi ist es zu Protesten gekommen. Auslöser war die Verhaftung eines regimekritischen Anwalts. Für heute Mittwoch wird die Freilassung von über 100 politischen Gefangenen angekündigt.

 

An der Demonstration in Bengasi hätten sich bis zu 2000 Menschen beteiligt, berichtete der britische Sender BBC am Mittwoch unter Berufung auf Augenzeugen. Eine unabhängige Bestätigung für die Berichte gebe es nicht. Die Proteste seien durch die Festnahme eines regierungskritischen Anwalts ausgelöst worden. Der Anwalt, Fathi Terbil, sei später wieder freigekommen, die Proteste hätten aber angedauert.

Terbil ist laut BBC der Anwalt von Angehörigen von Gefangenen, die nach offiziell nicht bestätigten Angaben 1996 bei Unruhen im Gefängnis von Abu Salim bei Tripoli umkamen. Angeblich hatte er den Angehörigen am Dienstag über einen Brand in dem Gefängnis berichtet und sie zu Protesten aufgefordert.

Augenzeugen in Bengazi berichteten laut BBC, die Demonstranten hätten Steine auf Polizisten geworfen. Die Sicherheitskräfte hätten Wasserwerfer, Tränengas und Gummigeschosse eingesetzt. 14 Personen seien verletzt worden, unter ihnen 10 Polizisten, berichtete Reuters unter Berufung auf das Online-Portal der privaten libyschen Zeitung «Kuryna». Nach diesem Bericht waren die Demonstranten mit Molotow-Cocktails bewaffnet; sie hätten Autos angezündet.
 

Die Demonstranten Bengasi hätten den Rücktritt der Regierung von Ministerpräsident Bagdadi al-Mahmudi gefordert, wurde gemeldet. Das Staatsfernsehen habe dann aber Bilder von mehreren hundert Leuten gezeigt, die in Bengazi auf die Strasse gegangen seien, um ihre Unterstützung für die Regierung zu bekunden. Überall im Land habe es solche Demonstrationen gegeben, berichtete das libysche Staatsfernsehen laut Reuters. Ansonsten gab es laut BBC keine offizielle Stellungnahme zum Protest in Bengazi.

Auf Youtube sind zwei Videos zu sehen, welche einen kleinen Auflauf zu nächtlicher Stunde von demonstrierenden Männern an einer Strasse zeigt. Sie skandieren Parolen und recken Tafeln in die Höhe. Das eine Video hat den Titel «Protests in Benghazi Libya», das andere heisst «Libya protests into the night». Beide sind datiert vom 15. Februar. Nach dem Sturz der Präsidenten in Tunesien und Ägypten ist es auch in anderen Ländern der Region zu Protesten gekommen, unter anderem in Algerien, Jemen, Bahrain und Iran.

 

Freilassung politischer Gefangener angekündigt: 

Nach einer neuesten Meldung sollen am Mittwoch in Libyen 110 Gefangene aus dem Gefängnis von Abu Salim freigelassen werden, die der verbotenen Organisation «Libysche islamische Kampfgruppe» angehörten. Das berichtet Reuters im englischsprachigen Dienst, unter Berufung auf einen namentlich nicht genannten Menschenrechtsaktivisten. Schon früher wurden mehrere hundert Mitglieder dieser Organisation freigelassen, nachdem sie der Anwendung von Gewalt abgeschworen hatten. {Quelle: www.nzz.ch}

 

http://www.youtube.com/watch?v=vLN_67URZcw&feature=player_embedded

http://www.youtube.com/watch?v=zFJ3fnqSl7Q&feature=player_embedded

 

 

Zahlreiche Menschen auf der Straße

Proteste gegen Regierung nun auch in Libyen

 

Die Protestbewegung gegen autoritäre Regime in der arabischen Welt hat erstmals Libyen erfasst. In der Stadt Bengasi, wo viele Gegner von Staatschef Muammar al-Gaddafi leben, wurden bei Zusammenstößen 14 Menschen verletzt. Das berichtete die Zeitung „Qurina“, die von Gaddafis Sohn Seif al-Islam gegründet worden war. Die Demonstranten wurden in dem Artikel als „Saboteure“ bezeichnet. Nach übereinstimmenden Medienberichten setzte die Polizei Tränengas, Wasserwerfer und Gummigeschosse gegen die Demonstranten ein, von denen einige offenbar mit Molotow-Cocktails bewaffnet gewesen sein sollen. Laut der Internet-Zeitung „Kurina“ sollen sie außerdem mit Steinen geworfen und Autos angezündet haben.

 

Die Unruhen seien demnach von der Festnahme des Menschrechtsaktivisten Fethi Tarbel entfacht worden. Tarbel hatte mit den Angehörigen von Insassen des Abu-Salim-Gefängnisses Kontakt, in dem Regierungsgegner und islamistische Extremisten gefangen gehalten wurden. 1996 waren dort bei gewalttätigen Auseinandersetzungen 1000 Häftlinge erschossen worden. Als ein mögliches Zugeständnis an die Demonstranten werde Libyen 110 Mitglieder einer verbotenen Extremistengruppe im Laufe des Tages freilassen, sagte ein Menschenrechtsaktivist.

 

Gaddafis Anhänger und Gegner auf den Straßen von Tripolis:

Mittlerweile gehen in mehreren Städten Libyens Demonstranten auf die Straße. Sie fordern den Rücktritt der Regierung von Ministerpräsident Bagdadi al Mahmudi. Gegen Revolutionsführer Muammar Gaddafi richteten sich Augenzeugen zufolge die Proteste offenbar nicht. Das libysche Fernsehen übertrug am frühen Morgen live, wie Demonstranten Fahnen und Fotos von Gaddafi schwenkten und den Revolutionsführer priesen. Wie zuvor bei den Protestbewegungen in Tunesien und Ägypten nutzten die Demonstranten soziale Netzwerke wie Facebook, um zu einem Protesttag für morgen aufzurufen. Die Europäische Union forderte Libyen auf, das Recht der Bevölkerung auf freie Meinungsäußerung zu gewährleisten. Die libyschen Behörden müssten den Protestierenden Gehör schenken und „jegliche Gewalt vermeiden“, sagte die Sprecherin der EU-Außenbeauftragten Catherine Ashton in Brüssel.

 

Lage angespannt – erneute Proteste in Bahrain:

Derweil spitzt sich im Golfstaat Bahrain die Lage nach dem Tod zweier Demonstranten weiter zu. Tausende Menschen halten seit Dienstag den zentralen Platz in der Hauptstadt Manama besetzt. Trotz scharfer Sicherheitsvorkehrungen schlossen sich zahlreiche Menschen am Morgen einer Trauerfeier für einen Demonstranten an, der tags zuvor bei Zusammenstößen mit der Polizei getötet worden war. Auch am Montag war bereits ein Demonstrant getötet worden. Mindestens 25 Menschen wurden bei diesem Polizeieinsatz von Tränengas und Gummigeschossen verletzt.

 

Verletzte bei Protesten im Jemen:

Auch aus dem Jemen werden den vierten Tag in Folge Unruhen gemeldet. Gegner und Anhänger von Präsident Ali Abdullah Saleh lieferten sich Straßenschlachten, bei denen meherere Menschen verletzt wurden. Wie ein AFP-Reporter berichtete, ereigneten sich die Zusammenstöße, als sich regierungskritische Demonstranten von der Universität in der Hauptstadt Sanaa auf den Weg zu einem Platz nahe dem Präsidentenpalast machten. Der Marsch wurde von hunderten Anhängern Salehs attackiert, die mit Steinen, Knüppeln und Messern bewaffnet waren. In Sanaa protestierten zudem hunderte Richter für eine Unabhängigkeit der Justiz.

{Quelle: www.tagesschau.de}

 

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