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Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Und dann hat´s Bumm gemacht: Warum uns die Revolutionen in Nordafrika teuer zu stehen kommen werden 11. Februar 2011

Filed under: Reportagen — Knecht Christi @ 01:30
Das saudische Team 2011

Das saudische Team 2011

Als der Londoner Economist am 29. Dezember 2010 für das Jahr 2011 den schlimmsten Nahost-Krieg aller Zeiten prognostizierte, da war die Öffentlichkeit mit der Weltwirtschaftskrise, dem Euro und politischem Kleinkrieg beschäftigt. Seit vielen Monaten schon bewegt sich der Nahe Osten vom Friedensprozess unmerklich in Richtung Kriegsprozess. Die Großdemonstrationen und revolutionären Bestrebungen im Nahen Osten beschleunigen diesen Prozess nur noch. Alle Beteiligten wollen offenkundig Krieg. Doch schon vor diesem kommenden großen Nahost-Krieg werden wir nun erst einmal Flüchtlingsströme aus dem Nahen Osten bekommen. Das sagt kein Rechtsextremist, sondern NATO-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen.

 

Millionen Menschen in aller Welt freuen sich über die anhaltenden Demonstrationen gegen Diktatoren in arabischen Ländern. Die wenigen, die derzeit mahnend ihre Stimmen erheben, erscheinen da als üble Spielverderber. Völlig unaufgeregt hat NATO-Generaklsekretär Anders Fogh Rasmussen gerade erst in Brüssel mitgeteilt, dass auf Europa wohl nun erst einmal Flüchtlingsströme aus dem Nahen Osten zukommen werden. Vor allem die illegale Migration wird gewaltig zunehmen.

 

Völlig unabhängig davon, ob in Ländern wie Ägypten nun künftig demokratische oder diktatorische Zustände herrschen werden, wird eine jede neue Regierung die Wünsche und Sehnsüchte der Heerscharen junger Ägypter keinesfalls auch nur ansatzweise erfüllen können: Mehr als 75.000 junge Ägypter kommen (wegen der hohen Geburtenrate) derzeit Monat für Monat (!) neu auf den Arbeitsmarkt. Selbst, wenn man alle älteren Angestellten sofort entlassen und durch junge arbeitslose Ägypter ersetzen würde, reichte das nicht aus, um alle unzufriedenen Jugendlichen mit einem Arbeitsplatz glücklich zu machen. Vier junge Ägypter kommen derzeit auf einen Arbeitsplatz! Und die Lage wird von Tag zu Tag schlimmer und nicht etwa besser. Der Soziologieprofessor Gunnar Heinsohn spricht vom »großen Töten«, das in Ländern wie Ägypten zwangsläufig bald kommen wird.

 

Die aus dem Nahen Osten in den EU-Staaten erwarteten Flüchtlinge treffen hier vor unseren Haustüren auf eine Lage, die wirtschaftlich gesehen nicht anders ist als in ihren Heimatländern. Die revolutionäre Stimmung, die viele derzeit in Europa noch an den Fernsehschirmen bejubeln, steht dann direkt vor unseren Haustüren. Denn von Mai 2011 an kommen ja – wie wir gerade erst beschrieben haben, auch mehr als eine Millionen Polen, Spanier und andere Bürger nach Zentraleuropa, die beispielsweise die deutsche Bundesregierung zum Verlassen ihrer Heimatländer aufgefordert hat, weil wir angeblich unbedingt mehr Arbeitskräfte brauchen.

 

Parallel zu dieser Entwicklung wird dummerweise die Eurokrise zurückkehren. Und die Banken werden weitere Milliardenverluste einfahren. Am Rande sei erwähnt, dass deutsche Banken allein in Ägypten gerade mit Ausfällen in Höhe von 2,5 Milliarden Dollar, also 1,8 Milliarden Euro rechnen. Aber das stört natürlich niemanden – es zahlt ja dann der Steuerzahler, also SIE!

 

Unterdessen hat der Proteststurm in der arabischen Welt auch den Irak erreicht – auch dort begehren nun Demonstranten bei Massenprotesten gegen die (prowestliche) Regierung auf. Überall haben die Demonstrationen die gleichen Ursachen: Massen von arbeitslosen jungen Männern, die keine Zukunft haben. Früher haben Regierungen solche Probleme ganz einfach gelöst: Man hat die jungen Männer in Kriegen aufeinander gehetzt. Was also wird nun im Nahen Osten geschehen?

 

Schon am 13. Januar 2011 (vor den arabischen Revolutionen und Massenprotesten) haben die Amerikaner mit israelischen Generälen über einen möglichen neuen Nahost-Krieg gesprochen. Es ging um die Frage, wie Israel auf die Stationierung einer immer größeren Zahl von Raketen im Gaza-Streifen und im Libanon reagieren soll, deren Zahl inzwischen auf mehr als 50.000 geschätzt wird. Einen Tag zuvor hatte der israelische Militärsender IDF Radio die Bevölkerung mit der Ansprache eines Generals auf die erwartete große Zahl getöteter Zivilisten beim absehbaren nächsten Nahost-Krieg vorbereitet. Die Amerikaner drängten die Israelis bei den geheimen Gesprächen noch auf militärische Zurückhaltung.

 

Völlig unabhängig davon, ob man als Beobachter nun auf der Seite Israels oder anderer Staaten steht, ist es eine nicht zu leugnende Tatsache, dass sich die Hizbullah im Libanon und auch die Palästinenser seit Langem schon auf einen neuen Krieg vorbereiten. Ein neuer Libanon-Krieg – darin sind sich die Beobachter einig – würde dieses Mal den ganzen Nahen Osten zu einem militärischen Pulverfass machen und die Bevölkerungen aller nun unruhigen Nahost-Staaten mit einbeziehen. Der Londoner Economist hat am 29. Dezember 2010 für dieses Jahr den schlimmsten Nahost-Krieg aller Zeiten prognostiziert. Wenn er tatsächlich kommt, werden europäische Banken mehr als nur einige Milliarden in Nahost verlieren. Viele junge Männer werden ihr Leben verlieren. Und noch mehr werden Zuflucht in Europa suchen.

 

Auf der anderen Seite würde es aber auch viele »Gewinner« geben: Die amerikanische Regierung könnte (für eine ganze Zeit) von ihrem drohenden Staatsbankrott ablenken, die Europäer von den in der EU bevorstehenden Staatsbankrotten und die arabischen Diktatoren von der Unzufriedenheit der arbeitslosen Bevölkerungsmassen. Und die Israelis hätten eine Handhabe, um gegen Zehntausende auf ihr Land gerichtete Raketen im Libanon und Gaza-Streifen vorzugehen. Wessen Interessen werden sich also in den nächsten Monaten durchsetzen? Egal, wie es ausgeht: Am Ende werden wir alle (wieder einmal) einen hohen Preis dafür bezahlen müssen.

 

Sie glauben das alles nicht? Vielleicht schauen Sie einmal kurz in italienischen Zeitungen nach. In Süditalien kommen gerade viele Flüchtlinge aus Nordafrika mit Booten an, die nun politisches Asyl in Europa beantragen und behaupten, Gefolgsleute gestürzter oder bedrängter Diktatoren zu sein. Die müssen wir doch schließlich jetzt auch alle aufnehmen, oder? 

{Quelle: http://info.kopp-verlag.de – von Udo Ulfkotte}

 

4 Responses to “Und dann hat´s Bumm gemacht: Warum uns die Revolutionen in Nordafrika teuer zu stehen kommen werden”

  1. bazillus Says:

    Ich glaube nicht, dass Herr Ulfkotte in diesem Fall Unrecht hat. Er sieht leider wohl klarer im Gegensatz zu unseren Friede-Freude-Eierkuchen-Politik-Dhimmis. All die Fakten, die er nennt, stimmen.

    Wer eine sehr junge Bevölkerung hat im Lichte der Überbevölkerung besehen, hat Probleme, diese in Arbeit und Brot zu halten. Hunger, soziale Verelendung und extreme soziale Probleme tragen zu einer Radikalisierung der menschlichen Seelen bei. Früher, da hat Ulfkotte Recht, gab es Krieg, wenn es viele unzufriedene junge Kerle gab. Ist das noch heute so? Ich glaube, dass sich der Mensch seit Adam und Eva zwar in Technik und Bildung sehr zu seinem Vorteil verändert hat, jedoch nicht in seinen Charakteren. Noch immer bestimmt der Selbsterhaltungstrieb den Egoismus des Menschen mehr oder weniger, was ja auch irdisch natürlich ist. Jedes Geschöpf hat den Selbsterhaltungstrieb mit auf die irdische Reise mitbekommen.

    Es ist eben nicht sinnvoll, ein Kind nach dem anderen in die Welt zu setzen ohne diese Kinder ernähren zu können, ihnen eine menschenwürdigen Platz zum Leben bieten zu können. Das ist die Crux. Dazu noch der gerade in islamischen Ländern grassierende Ungeist der Frauenunterdrückung. Dieser begünstigt das Gebären überpropozionaler Anzahl von Kindern, die alle Gottes Geschöpfe sind, leider aber in eine Ideologie hineingeboren werden, die Gewalt als legitimes Mittel der Auseinandersetzung ansieht. Da wird es dann gefährlich. Kriegsideologie, von einigen Fatwen angeheizt, wird als legitim betrachtet. Alles läuft auf einen Krieg hinaus. Wenn er auf Dauer ausbleiben sollte, würde es mich wundern.

    Wir können nur noch beten, dass sich dieser Krieg nicht wieder zu einem Weltkrieg ausweitet. Der Mensch ist offensichtlich doch nicht so lernfähig wie gemeinhin angenommen wird. Die Waffensysteme, die der Mensch entwickelt hat sind in der Lage Millionenfaches Leid anzurichten. Eine Horrorvision, die sich hier auftut. Hier tritt es offen zutage, dass der islam halt nicht das hält, was er verspricht, nämlich den Frieden.

    Und vorab: Israel ist nicht schuld, wenn es zu einem Krieg kommen sollte, um jedem jüdischen Antisemitismus zuvor zu kommen. Seine Nachbarn wollen Juden töten. Sie sehnen den Endkampf herbei, bei dem jeder Stein und jeder Baum verrät, dass sich hinter ihm ein Jude verstecke und doch bitte jemand kommen möge, die ihn tötet. Hamasverfassung. Nur zur Erinnerung!!!

  2. Melechesh Says:

    Israel muss mit allem Nachdruck unterstützt werden – wenn nicht, verliert nicht nur der Westen sondern die ganze Westlich-Christliche Zivilisation.

    Die gierigen Raubtier -kapitalisten, die mit den Saudis speien, genauso wie di linken, „propalästinensichen“ Steinwerfer – alle.

    Der kleine Staat Israel ist nicht nur das letzte Bollwerk gegen die Barbarei – es ist auch der letzte wirklich „Westliche“ Staat – ein Staat in dem es den Arabern, besser geht als in allen anderen Muslimischen Ländern, ein Staat in dem die Christen keinen „Schutzstatus“ sondern Bürgerrechte genießen … ein Staat der selbstbewusst genug ist, die einseitige und unberechtigte Kritik zu ertragen und trotz der ständigen Bedrohung demokratisch ist.

    Wenn dieses Land untergeht werden die Islamischen Heerschaare über Europa herfallen.

  3. Johannes Says:

    Israel wird nicht untergehen, weil der HERR Seinem Volk ewigen Bestand zugesichert hat (s. Jer 31,35ff). Aber die Christen – nicht die Kirche, die sich schon gegen Israel entschieden hat – müssen sich entscheiden, auf welcher Seite sie stehen wollen.

    In Römer 9-11 hat der Apostel Paulus eindrücklich das Verhältnis von Juden und Heidenchristen beschrieben: „Wenn aber nun einige von den Zweigen ausgebrochen wurden (Juden, die sich von Gott abgewandt hatten) und du, der du ein wilder Ölzweig (=Heidenchristen) warst, in den Ölbaum (=das jüdische Gottesvolk, Israel) eingepfropft worden bist und teilbekommen hast an der Wurzel und dem Saft des Ölbaums, so rühme dich nicht gegenüber den (ausgebrochenen) Zweigen. Rühmst du dich aber, so sollst du wissen, dass nicht du die Wurzel (=Israel) trägst, sondern die Wurzel trägt dich“ (Röm 11,17+18).

    Die arabischen „Palästinenser“ wurden erst 1964 von dem Ägypter und Terroristen Arafat als Volk erfunden. Es gab in der Geschichte nie einen Staat „Palästina“. Ein solcher wird auch weder von der PLO noch von der HAMAS angestrebt (siehe deren jeweilige Charta von 1964 und 1988). Aber es wird die Zerstörung Israels angestrebt und danach die Vereinigung dieses Gebietes mit der arabischen Nation. Jerusalem wurde von den Arabern erst nach dem verlorenen 6-Tage-Krieg zur angeblich drittheiligsten Stätte des Islam erhoben, obwohl weder davor noch danach irgendeine wichtige islamische Führungsperson Jerusalem besuchte. Warum auch! Nach den neuesten Forschungsergebnissen der Archäologen waren der heutige Felsendom wie auch die al-Aqsa Moschee auf dem Tempelberg ohne Zweifel Kirchen, die der oströmische Kaiser Justinian erbauen ließ und die erst lange nach Muhammads Tod – falls es ihn als historische Person überhaupt gab – zu Moscheen entweiht wurden.

    Und noch ein Letztes: wäre den „Palästinensern“ ein eigener Staat neben Jordanien, dem eigentlichen „Palästinenserstaat“, so wichtig gewesen, hätte ein solcher vor 1967 entstehen können, und die Welt hätte nichts dagegen gehabt.

  4. Johannes Says:

    Der schlimmste Nahost-Krieg ist uns vom HERRN selbst durch den Propheten Sacharja vor 2.600 Jahren und für das Ende der Zeiten angekündigt:

    „Dies ist die Last, die der HERR ankündigt.
    Von Israel spricht der HERR, der den Himmel ausbreitet und die Erde gründet und den Odem des Menschen in ihm macht:
    Siehe, ICH will Jerusalem zum Taumelbecher zurichten für alle Völker ringumher … Zur selben Zeit will ich Jerusalem machen zum Laststein für alle Völker. Alle, die ihn wegheben wollen, sollen sich daran wund reißen; denn es werden sich alle Völker auf Erden (!) gegen Jerusalem versammeln.
    Zu der Zeit, spricht der HERR, will ich alle Rosse scheu und ihre Reiter irre machen, aber über das Haus Juda will ich meine Augen offen halten und alle Rosse der Völker mit Blindheit plagen. … Zu der Zeit will ich die Fürsten Judas machen zum Feuerbecken mitten im Holz und zur Fackel im Stroh, dass sie verzehren zur Rechten und zur Linken alle Völker ringsumher. Aber Jerusalem soll auch fernerhin bleiben an seinem Ort. … Und zu der Zeit werde ICH darauf bedacht sein, alle Heiden zu vertilgen, die gegen Jerusalem gezogen sind.
    Aber über das Haus David und über die Bürger Jerusalems will ICH ausgießen den Geist der Gnade und des Gebets. Und sie werden MICH ansehen, den sie durchbohrt haben, und sie werden um ihn klagen, wie man klagt um ein einziges Kind, und werden sich um ihn betrüben, wie man sich betrübt um den Erstgeborenen“ (Sach 12, 1ff).

    Bitte, einmal das ganze kurze Buch des Sacharja lesen, steht doch dort auch etwas über die Heiden, die sich dem HERRN in dieser letzten Zeit zuwenden:

    „So werden viele Völker, Heiden in Scharen kommen, den HERRN ZEBAOTH in Jerusalem zu suchen und den HERRN anzuflehen. So spricht der HERR ZEBAOTH: Zu der Zeit werden zehn Männer aus allen Sprachen der Heiden e i n e n jüdischen Mann beim Zipfel seines Gewandes ergreifen und sagen: Wir wollen mit euch gehen, denn wir hören, dass GOTT mit euch ist“ (Sach 8,22f)).


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