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Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Abtreibung, Prostitution und Planned-Parenthood 11. Februar 2011

Filed under: Stopp Abtreibung — Knecht Christi @ 16:47

Eine heimliche Video-Dokumentation über Planned-Parenthood-Abtreibungsangebot für eine angeblich 14-jährige Prostituierte löst helle Empörung aus

 
New Jersey (kath.net/eb): Eine neu bei YouTube eingestellte, heimlich aufgenommene Videodokumentation über ein Beratungsgespräch von Zuhältern mit einer Planned-Parenthood-Beraterin über Kontrazeptiva, Gesundheitsvorsorge und Abtreibungsmöglichkeiten für Mädchen im Alter von 13 bis 14 Jahren löst in den USA große Empörung aus.

 

Lila Rose, eine 21-jährige Aktivistin für das Leben, begleitete mit einer versteckten Kamera ein junges Paar in ein Abtreibungszentrum von New Jersey und deckte unerlaubte Abtreibungspraktiken an Minderjährigen der durch die Pro-Abtreibungs-Organisation Planned Parenthood auf. Ihr Video erschien am 2.2.2011 auf YouTube und löste einen Aufschrei der Empörung bei den amerikanischen Pro Life Bewegungen aus.

 

Das Paar gab an, es wolle Kontrazeptiva und Schwangerschaftstests für 13- bis 14-jährige (!) Mädchen, die bei ihm als Prostituierte arbeiten. Sofort bot die Klinik-Mitarbeiterin ihre kritiklose Hilfe an. Sie riet den (fingierten) Zuhältern, die Mädchen anzuweisen, nicht viel zu reden und vor allem über ihr Alter zu lügen. Einen Personalausweis bräuchten sie nicht, und wenn sie kein Englisch oder Spanisch könnten, wäre das auch kein Problem. Verhütungsmittel könnte man über die Abtreibungsklink sehr günstig bekommen, und wenn sich herausstelle, dass die jungen Damen schwanger sind, wäre auch eine Abtreibung kein Problem. Wann sie wieder als Prostituierte „arbeiten“ könnten, wollten die „fiktiven Zuhälter“ noch wissen, worauf sie die Antwort bekamen, nach ca. 14 Tagen. Die Planned- Parenthood-Mitarbeiterin riet, nach einem Eingriff könnten die jungen Damen „Kunden“ einwerben. Die Planned-Parenthood-Klinik wusste genau, dass sie Minderjährigen so einen Dienst nicht anbieten dürfen.

 

Ein Planned-Parenthood Vertreter betonte gegenüber CNN, dass die Abtreibung in den USA ein Verfassungsrecht auch für minderjährige Frauen sei. Er bezeichnete Lebensrechtler als radikale Untergrundorganisation, die diese „Gesundheitsfürsorge“ den Frauen verweigern wolle. Planned Parenthood leiste gute Arbeit. Abtreibung sei erlaubt, die Mitarbeiterin hätte allerdings stutzig werden müssen, dass Vierzehnjährig zur Prositution herangezogen werden.

 

Als bekannt wurde, dass die Staatsanwaltschaft von New Jersey sich des Falles annahm, stellte man die Mitarbeiterin von Planned Parenthood als auf eigene Faust handelnde Person dar und betonte, dass ihr Handeln in keiner Weise den Praktiken von Planned Parenthood entspräche. Die Mitarbeiterin wurde sofort entlassen.

 
Kongressangehörige und Anwälte fordern jetzt, die 360 (und mehr) Millionen Dollars an Steuergeldern, die Planned Parenthood pro Jahr bekommt „einzufrieren“. David Bereit der Direktor der US Organisation „40 Tage für das Leben“ ist schockiert. „Wer weiss, was sich in den andern 820 Planned Parenthood Kliniken abspielt?“ Er kann sich nicht vorstellen, dass irgendein Vater seine Tochter Planned Parenthood anvertraut.

 

Schätzungsweise 70 % der Teilnehmer des Marsches waren unter 21 Jahre alt, was viel über die Zukunft des Lebensschutzes in den Staaten aussagt
Ein kath.net-Korrespondentenbericht von Bernhard Rohrmoser / New York City

 

Washington D.C.(kath.net) Am 22. Januar 1973 fällte der Oberste Gerichtshof der Vereinigten Staaten von Amerika im Fall Jane Roe gegen den Staatsanwalt von Texas (Henry Wade) eine Grundsatzentscheidung für die Abtreibung. Dadurch wurde die Abtreibung in den Vereinigten Staaten legalisiert. Seither findet jedes Jahr in Washington DC im Jänner der Marsch für das Leben statt. So auch dieses Jahr.

 

Etwa 250.000 Menschen aus allen Teilen der USA marschierten dieses Jahr am Kapitol vorbei zum Obersten Gerichtshof der Vereinigten Staaten. Anschließend konnten die Teilnehmer ihren jeweiligen Kongressabgeordneten besuchen, um sich persönliche für den Lebensschutz einzusetzen. Zuvor fand eine Kundgebung an der National Mall mit Reden statt und rund um den Marsch gab es noch einige Veranstaltungen. Ziel des Marsches ist der Schutz des Lebens von der Empfängnis bis zum Tod durch jeden Menschen und den Staat. Dies schließt u.a. die Rücknahme der Legalisierung der Abtreibung, den Stopp der Finanzierung von Abtreibungsorganisationen durch den Amerikanischen Staat sowie das Ende deren Unterstützung durch Barack Obama ein. Die größte dieser Organisationen in den Vereinigten Staaten ist Planned Parenthood. Sie finanziert sich u.a. in wesentlichem Ausmaß durch den Amerikanischen Staat sowie durch die Stiftung von Melinda und Bill Gates, die ihrerseits massiv von Warren Buffet finanziell unterstützt wird.

 

Die größte treibende Kraft hinter dem Marsch für das Leben ist die Katholische Kirche und deren Lebensschutzprogramme, die u.a. aus dem Beten vor Abtreibungseinrichtungen und auch aus der Beratung von Müttern dort besteht (sogenanntes „sidewalk counselling“). Allerdings fanden sich im Protestzug auch hie und da andere, kleinere Gruppierungen wie „Anglikaner für das Leben“, „Orthodoxe Christen für das Leben“, etc. Die Argumentation für den Lebensschutz stützt sich v.a. auf das Naturrecht, die Bibel und die Unabhängigkeitserklärung der Vereinigten Staaten, die angibt, dass der Mensch von seinem Schöpfer mit unveräußerlichen Rechten ausgestattet worden ist. Noch vor dem Recht auf Freiheit nennt sie das Recht auf Leben.

 

Schätzungsweise 70 % der Teilnehmer des Marsches waren unter 21 Jahre alt, was viel über die Zukunft des Lebensschutzes in den Staaten aussagt. Im Protestzug fand sich eine Vielzahl von Jugendgruppen, Schülern aus Katholischen Schulen, Studierenden an Katholischen Universitäten sowie eine auffallend-hohe Zahl von Priestern und Ordensleuten. Im Unterschied zum deutschen Sprachraum war besonders herausstechend, dass mehrere Bischöfe im Protestzug mit ihren Priestern und Seminaristen marschierten. Der Protestzug war insgesamt eine bunte Mischung aus Transparenten, Sprechchören, Rosenkranzbeten und Singen.

 

Besonders auffallend war eine Gruppe von Frauen und Männern, die eines ihrer Kinder abgetrieben hatten. Sie trugen Transparente mit der Aufschrift „Ich bereue meine Abtreibung“ oder „Ich bedaure meine verlorene Vaterschaft“. Andere Slogans lauteten „Ich liebe Babys, und du?“, „Für das Leben!“, „Verteidige das Leben!“ oder „Bete, um die Abtreibung zu beenden!“. Zudem trugen viele Gruppierungen Transparente, die meist u.a. aussagten, wer sie sind (z.B. Priesterseminar St. Joseph pro life). Viele Teilnehmende trugen Fahnen der Vereinigten Staaten, des Vatikan, ihrer Diözese oder Gruppierung.

 

Auch manche Kreuze waren zu sehen. Insgesamt war die Atmosphäre des Zuges durch die vielen, begeisterten Jugendlichen unglaublich positiv, gelöst und voll von Inspiration und Überzeugung. Der Glaube und das Ideal des Lebensschutzes wurden durch diese vielen Zeugnisse spürbar. Die Länge des Protestzuges war schier unübersehbar. Der Protestmarsch wurde von EWTN übertragen und an einer Stelle gab es eine kleine Kundgebung vor den Bildern von abgetriebenen Kindern.

 

Auch wurden verschiedene Flugblätter und Broschüren verteilt. Ich persönlich bekam das „Gebet eine abgetriebenen Babys“ in die Hand sowie eine Broschüre der „American Society for the Defense of Tradition, Family and Property“. Darin wird auf prägnante Weise der Zusammenhang zwischen Sozialismus und Abtreibung dargelegt. Demnach besteht Sozialismus darin die persönliche Verantwortung des Menschen an den Staat (oder Organisationen) zu delegieren, wie dies u.a. bei der Abtreibung der Fall ist: Handlungen werden (vermeintlich) ihrer Konsequenzen beraubt. Angesichts ineffizienter, teurer Sozialsysteme, der Überalterung der Gesellschaften und der zu oft übermächtigen Rolle des Staates in vielen Bereichen (z.B. Kindererziehung) sollten wir in Europa verstärkt über die Auswirkungen des Sozialismus als Weltanschauung nachdenken. Jane Roe, durch deren Fall 1973 die Abtreibung legalisiert wurde, änderte ihre Meinung und sie ist heute im Lebensschutz aktiv.

 

Schauen Sie sich bitte auf kathTube: Mehrere Videos vom Pro-Life-Marsch in Washington – Das schockierende Originalvideo über Planned-Parenthood

 

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