kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Mubarak tritt doch nicht zurück 11. Februar 2011

Filed under: Aktuelle Nachrichten — Knecht Christi @ 01:58

Nach wochenlangen Protesten mehrten sich in Ägypten die Berichte über einen bevorstehenden Rücktritt von Präsident Husni Mubarak. In einer Fernsehansprache wandte er sich an das ägyptische Volk. Nachfolgend ein Live-Ticker mit den jüngsten Entwicklungen.

 

http://www.christian-dogma.com/vb/showthread.php?t=73595

 

00.04 Uhr – Kurz nach Mitternacht ist die Situation unübersichtlich. Für das Volk auf der Straße in Kairo ist Mubarak weiter Präsident, selbst wenn er weniger Macht hat als vorher. Aber die Tatsache, dass er noch da ist, wird die Proteste weiter anheizen. Wir beenden den Live-Ticker an dieser Stelle.

23.54 Uhr – In verschiedenen TV-Sendern werden Demonstranten in Kairo befragt. Sie haben Mubaraks Rede anders verstanden als der ägyptische Botschafter in den USA. Mubaraks Ankündigungen seien nicht genug gewesen. Alle Äußerungen sind aber gemäßigt: Keine Rede von Gewalt und Angriffen. Aber sie wollen am Freitag wiederkommen.

 

23.39 Uhr – Der Botschafter in den USA, Sameh Shoukry, bringt es auf eine einfache Formel. Mubarak sei der offizielle Präsident Ägyptens, aber die Entscheidungen treffe jetzt der Vize-Präsident Suleiman.

 

23.34 Uhr – Bei CNN berichtet der ägyptische Botschafter in den USA, dass Präsident Mubarak alle Macht an den Vize-Präsidenten weitergegeben habe. Auf mehrfache Nachfrage des Reporters sagt er immer wieder: Mubarak hat die Macht abgegeben. So weit er wisse, sei Mubarak weiter in Ägypten. Allerdings gibt der Botschafter später zu, er habe nur das Manuskript der Rede, aber die Rede nicht gesehen.

 
23.20 Uhr – US-Präsident Obama hat sich noch immer nicht zur Rede von Mubarak geäußert. Er habe die Ansprache an Bord des Flugzeugs Air Force One verfolgt, berichten mehrere TV-Sender. Jetzt berate er sich mit seinen Experten. Diese Ansprache sei nicht genug gewesen, heißt es aus dem Kreise der Berater – aber noch schweigt der Präsident, der ein wichtiger Unterstützer von Mubarak ist.

23.15 Uhr – Der TV-Sender CNN beschäftigt sich mit der Frage, wer jetzt in Ägypten die Macht hat. Mubarak hat zwar angekündigt, Macht an seinen Vize-Präsidenten abzugeben, aber arabische Dolmetscher stellen klar, dass er nicht seine ganze Macht abgeben will. Rätselraten, was Mubarak wohl konkret gemeint hat.

 

23.05 Uhr – Antonia Rados analysiert für NTV die Lage in Kairo. Sie sieht die Armee als den entscheidenden Faktor für die weitere Entwicklung. Suleimann habe mit seiner Rede die Demonstranten tief beleidigt, in dem er sie mit kindischen Jugendlichen verglichen habe. Damit treffe er die Ägypter ins Herz. Die Ankündigungen von Mubarak und Suleimann seien nicht ausreichend: Die wichtigsten Forderungen werden nicht erfüllt. 

 

22.49 Uhr – Außenminister Guido Westerwelle hat auf die aktuellen Ereignisse reagiert. Die Rede habe keine neuen Perspektiven aufgezeigt, „sie war nicht der erhoffte Schritt nach vorn“, er in New York. Er fürchte, dass die Rede in Ägypten keine befriedende Wirkung entfalten werde. „Die Sorgen der internationalen Staatengemeinschaft und auch der Bundesregierung sind nach dieser Rede eher größer als kleiner geworden“, sagte Westerwelle.

 

22.46 Uhr – Die TV Sender BBC, CNN und NTV berichten einheitlich aus Kairo. Trotz aller Enttäuschung bleiben die Demonstranten friedlich, heißt es bei den Korrespondenten. Zwar hätten die Demonstranten mit Schuhen geworden – im arabischen Raum ein Zeichen großer Missbilligung – aber sie suchen keine Gewalt. Wenn dieser Machtwechsel friedlich bleibt, sind die Ägypter Anwärter auf den nächsten Friedensnobelpreis.

 

22.44 Uhr – Die Rede vom Suleimann weist den Vize-Präsidenten nicht als Mann der Reformen aus. Er wiederholt im Wesentlichen die Ausführungen von Mubarak. Mit dieser Ansprache dürfte er sein Ansehen im Volk eingebüßt haben. Aber noch immer fehlt ein großer Gegenpart. Die Demonstranten haben noch keinen Kandidaten für die Nachfolge Mubaraks.

22.40 Uhr – Der ägyptische Vize-Präsident spricht im Fernsehen. Er fordert die Bevölkerung auf, wieder zur Normalität zurückzukehren. Er appelliert an die Jugend nicht den Falschmeldungen aus den ausländischen TV-Sendern zu folgen. Die Machthaber hatten immer wieder ausländische Kreise als Quelle der Demonstrationen genannt.

 

22.30 Uhr – Korrespondenten vor Ort berichten von der Enttäuschung in der großen Demonstration in Kairo. Viele Demonstranten bewegen sich zum Gebäude des ägyptischen Fernsehens. Noch ist die Stimmung friedlich, aber eine Prognose ist schwieirig

22.18 Uhr – Mubarak scheint die Menschen provoziert zu haben. Es besteht die Gefahr, dass die Stimmung auf dem großen Platz kippt.

22.15 Uhr – Korrespondenten berichten, die Menschen auf dem Tharir-Platz reagieren mit Wut und Enttäuschung.

22.03 Uhr – Mit einem „Friede sei mit Euch“ beendet Mubarak seine Ansprache.

22.02 Uhr – „Ich werde bis zum Ende meine Verantwortung wahrnehmen“, erklärt der Präsident. Das Land werde er nicht verlassen, sondern auch in Ägypten begraben werden.

22.01 Uhr – „Wir werden die eigene Identität Ägyptens in die Waagschale werfen“, sagt er bezüglich der langen Geschichte Ägyptens. Mubarak wendet sich an die verschiedenen Schichten, Altersklassen und Religionen und setzt auf die Einheit. „Ägypten wird ewig leben“, erklärt er.

 

22.00 Uhr – „Ich habe dem Vize-Präsidenten sehr viele Befugnisse übertragen, er wird auch dafür sorgen, dass Ägypten aus dieser Krise herauskommt“, sagt Mubarak und appeliert an die Treue des ägyptischen Volkes. Er setze auf den Dialog, so der Präsident.

21.59 Uhr – Mubarak erklärt, er habe nie einem Diktat von außen nachgegeben und hart für den Frieden in Ägypten gearbeitet. „Ich glaube, die Mehrheit der Ägypter weiß sehr wohl, wer Husni Mubarak ist“, sagt er.

21.58 Uhr – Der Präsident appeliert, das normale Leben wieder aufzunehmen.

21. 57 Uhr – „Die Priorität ist es, das Vertrauen unter den Ägyptern wiederherzustellen, in unsere Wirtschaft und in unseren Ruf“, sagt Mubarak. Er warnt davor, dass die Wirtschaft Schaden nimmt, denn das würde dem Land schaden. Wer Veränderungen möchte, müsse das berücksichtigen. Es gehe nicht um ihn, sondern um alle Ägypter. Sie seien alle in einem Boot und dürften nicht miteinander streiten, so der Präsident.

 

21.56 Uhr – Mubarak möchte also zunächst Präsident bleiben, verzichtet aber auf die Wiederwahl. Den Ausnahmezustand möchte er aufheben.

21.54 Uhr – „Ich bin der Präsident“, sagt Mubarak bestimmt und erklärt anhand von Gesetzes-Artikeln, welche Macht er besitzt und welche Paragraphen geändert werden sollen. Er sagt, er sei bereit, weitere Bestimmungen der Verfassungen zu ändern. Damit sollen die Art der Präsidentschaft geändert werden und freie Wahlen garantiert werden.

 

21.52 Uhr – Der Präsident spricht von einem Ausschuss, der Änderungen der Verfassungen erarbeiten wird. Ein Ausschuss soll die Versprechen umsetzen, die er vor sich und dem Volk gegeben habe. Für die Ausschüsse möchte er renommierte Persönlichkeiten von allgmeiner Anerkennung in Ägypten einsetzen.

21.50 Uhr – „Ich stehe zu der Verantwortung für die Interessen des Volkes“, sagt Mubarak in seiner Ansprache. Er kündigt freie und offene Wahlen an, die stattfinden sollen. Das Versprechen habe er vor Gott und vor dem Heimatland gegeben.

 

21.49 Uhr – Mubarak sagt, Fehler gehörten in jedem politischen System dazu. Doch man müsse Fehler anerkennen und sie wieder gut machen. Er sagt: „Ich reagiere auf eure Forderungen, aber ich bin auch beschämt.“ Ausländischem Druck möchte er nicht weichen, erklärt er.

21.47 Uhr – Mubarak kündigt an, auf die Forderungen der Menschen einzugehen. „Das ist eine Forderung, die nicht zurückgenommen werden kann“, sagt er.

21.44 Uhr – Mubarak beginnt seine Ansprache.

21.35 Uhr – Der ägyptische Informationsminister Al-Fiki ist zurückgetreten. Er hatte im Laufe des Abends mehrfach den bevorstehenden Rücktritt Mubaraks dementiert.

21.30 Uhr – Der TV-Sender Al Arabiya berichtet unter Berufung auf Kreise, dass Mubarak die Amtsgeschäfte seinem Stellvertreter Suleiman überträgt.

21.29 Uhr – Die Rede von Präsident Mubarak war für 21 Uhr deutscher Zeit angekündigt. Doch bislang warten die Menschen auf dem Tharir-Platz auf den Präsidenten.

21.04 Uhr – Dennoch haben viele Menschen Angst davor, dass das Militär eingreifen könnte.

21.03 Uhr – Die Menschen auf dem Tharir-Platz verlangen in Sprechchören weiter nach dem Rücktritt Mubaraks.

20.45 Uhr – US-Präsident Obama soll sauer auf seine Geheimdienstchefs sein, weil die USA von den aktuellen Ereignissen überrascht wurden.

20.43 Uhr – Ein TV-Sender meldet, Mubarak habe Kairo schon verlassen, seine Rede sei bereits im Palast aufgezeichnet worden. Bestätigungen dafür gibt es natürlich keine.

20.18 Uhr – Außenminister Ahmed Abul-Gheit warnt vor einem Eingreifen der Armee. Er räumte ein, dass in Ägypten eine „neue Ära“ beginne. Müsse die Armee eingreifen, könnte es zu einer „gefährlichen Situation“ kommen, so der Minister.

20.12 Uhr – Ein Regierungssprecher kündigt an, Mubarak werde sich um 22.00 Uhr Ortszeit (21.00 Uhr MEZ) an das Volk wenden.

19.57 Uhr – Die Menschen auf dem Tahrir-Platz in Ägypten jubeln ununterbrochen. So laut wie heute hätten sie bislang noch nicht ihre Parolen skandiert, sagt der Korrespondent von CNN.

19.52 Uhr – US-Präsident Barack Obama spricht von einer historischen Moment.  „Wir werden Zeugen, wie sich Geschichte entfaltet“, sagte er in Marquette im US-Staat Michigan.

19.05 Uhr – Das staatliche ägyptische Fernsehen hat am Donnerstagabend das Informationsministerium mit den Angaben zitiert, Präsident Husni Mubarak werde nicht zurücktreten.

18.49 Uhr – Die Menschen auf dem Tahrir-Platz rufen: „Nieder mit Mubarak“.

18.13 Uhr – Mubarak trifft sich dem staatlichen Fernsehen zufolge in Kairo mit seinem Stellvertreter Omar Suleiman.

18.04 Uhr – Ein führendes Mitglied der oppositionellen Muslimbrüder zeigt sich besorgt über Entwicklung. Es „sieht aus wie ein Militärputsch“.

17.30 Uhr – Das staatliche Fernsehen berichtet, Mubarak werde am Donnerstagabend von seinem Palast in Kairo aus zur Nation sprechen.

17.16 Uhr – Der Chef der ägyptischen Regierungspartei, Hossam Badrawi, erklärt im britischen Sender BBC, es wäre richtig, wenn Mubarak beiseitetrete. Er erwarte, dass der Präsident noch am Donnerstag von seinem Amt zurücktrete.

17.02 Uhr – Mubarak ist nach einem Bericht des Fernsehsenders Al-Arabija zusammen mit dem Stabschef der Armee in den Ferienort Scharm El-Scheich gereist.

{Quelle; www.rp-online.de}

 

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