kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Höxteraner helfen Terroropfern 8. Februar 2011

Filed under: Aktuelle Nachrichten,Koptenverfolgung — Knecht Christi @ 01:52

Langsam können Mary Gabra und Magdy Yousef (von links) wieder lächeln. Jetzt sind sie in der Obhut des Teams von Chefarzt Dr. Heiner Gellhaus (3. von links). Diakon Dr. Minas Seif (rechts) hat das Geschwisterpaar von Alexandria nach Höxter begleitet. Sie sind nur knapp der Hölle des Neujahrsanschlags von Alexandria entkommen. Doch jetzt haben Yousef Magdy und Mary Gabra wieder Grund zur Hoffnung. Mediziner des Höxteraner Krankenhauses nehmen sich ihrer Verletzungen an.  

 
 
Die Ereignisse der Silvesternacht verfolgen die beiden Terroropfer noch immer. Um 20 Minuten nach Mitternacht war vor der Al-Kiddissine-Kirche eine Autobombe mit 100 Kilogramm Sprengstoff detoniert und hatte 24 Personen getötet. 97 Personen wurden verletzt. Darunter das Geschwisterpaar Mary und Yousef. „Wir waren seit dem Abend in der Kirche, wie wir es an Silvester immer tun“, sagt die 41-jährige Mary Gabra leise im Gespräch mit dem WESTFALEN-BLATT. Vier Familienmitglieder seien dabei gewesen.

 

Ihr Bruder und drei Angehörige seiner Familie gehörten auch dazu. Bis auf einen seien alle verletzt worden. Zusammen mit etwa 4000 weiteren koptischen Christen hatten die Familien den Jahreswechsel mit Gebeten und Gesang begrüßt. Doch das stille, friedliche Fest wurde binnen Sekunden zur Hölle. Der Diakon der Silvestermesse, Dr. Seif Minas, schildert: „Die Gläubigen sangen, als ein unglaublicher Knall die Fenster im Altarraum sprengte“. Viele seien dorthin gelaufen, aus Sorge, das Allerheiligste sei zerstört. „Doch dann hörten wir die Schreie von draußen“. 

 

Einige Menschen waren bereits dabei gewesen, die Kirche zu verlassen, als der brutale Anschlag geschah. Darunter die beiden Familien. „Es war ein grausames Bild“, erinnert sich Magdy Yousef. „Finger, Unterschenkel, Körper lagen weit verstreut herum. Überall war Blut“. Schwester und Familie habe er aus den Augen verloren. Dann wurde er besinnungslos.

 

„Yousef Magdy und Mary Gabra sind schwer verletzt worden“, sagt Dr. Heiner Gellhaus. Er ist Chef-Unfallchirurg des St.-Ansgar-Krankenhauses und betreut die Anschlagsopfer. Samstagnacht sind sie nach langem Flug und Transport von Frankfurt aus in Höxter angekommen. Hier werden sie jetzt von den Medizinern ehrenamtlich versorgt. 

 

Splitter hätten großen Schaden im Bauchraum des 53-jährigen Yousef angerichtet, sagt Gellhaus. Die Füße seien verletzt, die Wunden seien entzündet. Yousefs Schwester erlitt einen komplizierten Bruch des Schienenbeins. Ihre Füße seien zertrümmert. Aber: „Die Erstversorgung in Alexandria war sehr gut. Wir kümmern uns jetzt um die weitere Therapie“. Operationen und der Kampf gegen die Entzündungen stünden an. „Wenn alles gut geht, können sie in etwa drei Wochen entlassen werden“, schätzt Gellhaus.

 
Das Krankenhaus hat die Verletzten auf Bitten von Bischof Damian aufgenommen. Bischof Damian ist Oberhaupt der koptisch-orthodoxen Kirche in Deutschland und hatte nach dem Anschlag international Unterstützung für die verletzten Christen mobilisiert. „Wir sind überaus dankbar für die schnelle und unbürokratische Hilfe aus Höxter“, sagt er. Das hiesige Krankenhaus sei deutschlandweit die erste Einrichtung gewesen, die Hilfe zugesichert habe. Mittlerweile würden zehn Patienten in Deutschland und zwei in Österreich versorgt.

 

Für Yousef Magdy und Mary Gabra beginnt jetzt die Zeit der Genesung. Fortschritt sei schon zu erkennen, sagt Bischof Damian. „Sie blühen auf und sind voller Hoffnung, auf Dauer wieder eine gute Lebensqualität zu bekommen“. Doch nach der Heilung der körperlichen Wunden müsse auch die Seele heilen. „Das wird länger dauern“. {Quelle: www.westfalen-blatt.de – Von Andreas Moseke} 

 

Wir  werfen uns nieder vor dem Herrn dankend, dass die Terroropfern aus Alexandria  den Transport nach Deutschland überstanden haben. Wir danken die Verwaltung, die Ärzte und die Pflegepersonal des St. Ansgar Krankenhauses zu Höxter für alles. Das Westfalenblatt hat eine gute Arbeit geleistet. Für die Solidaritaet, für die Unterstützung und für die Hilfsbereitschaft der ehrenvollen Deutschen Freunden sagen wir vergelt´s Gott. 

Anba Damian, Generalbischof der Koptisch-Orthodoxen Kirche Deutschland

 

Dear All

 The attached is the account number for anybody who would like to donate, for the Alexandria church victims, for treatment, artificial equipment, etc… Please copy to all those you know who would like to donate. Thanks for your generosity.

 

Spendenkonto für die Behandlung, der Opfer des Bombenanschlags von Alexandria am 1.1.2011, in Münchner Kliniken 

Name:   St. Mina Kirche

Kontonr:  155 977 12

BLZ:   743 200 73

Bank:     HVB Landshut

Verw.-zweck:  Alexandria-Opfer 

IBAN:  DE37743200730015597712

SWIFT: HYVEDEMM433

 

One Response to “Höxteraner helfen Terroropfern”

  1. almani2000 Says:

    sehr gute Aktion für die Menschen!


Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s