kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Tagebuch eines ungeborenen Babys 5. Februar 2011

Filed under: Stopp Abtreibung — Knecht Christi @ 00:31

5. Oktober: Heute begann mein Leben. Meine Eltern wissen es noch nicht, aber ich bin schon da. Ich werde ein Mädchen sein – mit blondem Haar und blauen Augen. Alle meine Anlagen sind schon festgelegt, auch dass ich eine Schwäche für Blumen haben werde.
19. Oktober: Manche sagen, ich sei noch gar keine richtige Person, sondern nur meine Mutter existiert. Aber ich bin eine richtige Person, genauso wie ein kleiner Brotkrümel eben Brot ist. Meine Mutter existiert. Ich auch.
23. Oktober: Jetzt öffnet sich schon mein Mund. In ungefähr einem Jahr werde ich lachen und sprechen können. Ich weiß, was mein erstes Wort sein wird: MAMA.
25. Oktober: Mein Herz hat heute zu schlagen begonnen. Von jetzt an wird es für den Rest meines Lebens schlagen, ohne jemals inne zu halten, etwa um auszuruhen. Und nach vielen Jahren wird es einmal stillstehen, und dann werde ich sterben.
2. November: Jeden Tag wachse ich etwas. Meine Arme und Beine nehmen Gestalt an. Aber es wird noch lange dauern, bis ich mich auf diese kleinen Beine stellen und in die Arme meiner Mutter laufen kann, bis ich mit diesen kleinen Armen Blumen pflücken und meinen Vater umarmen kann.
12. November: An meinen Händen bilden sich winzige Finger. Wie klein sie sind! Ich werde damit einmal meiner Mutter übers Haar streichen können.
20. November: Erst heute hat der Arzt meiner Mutter gesagt, dass ich unter ihrem Herzen lebe. O wie glücklich sie doch sein muss! Bist du glücklich Mama???

25. November: Mama und Papa denken sich jetzt wahrscheinlich einen Namen für mich aus. Aber die wissen ja gar nicht, dass ich ein kleines Mädchen bin. Ich möchte gern Susi heißen. Ach, ich bin schon so groß geworden!
10. Dezember: Mein Haar fängt an zu wachsen. Es ist weich und glänzt so schön. Was für Haare die Mama wohl hat?
13. Dezember: Ich kann schon bald sehen. Es ist dunkel um mich herum. Wenn Mama mich zur Welt bringt, werde ich lauter Sonnenschein und Blumen sehen. Aber am liebsten möchte ich meine Mama sehen. Wie siehst du wohl aus, Mama?

24. Dezember: Ob Mama wohl die Flüstertöne meines Herzens hört? Manche Kinder kommen krank zur Welt. Aber mein Herz ist stark und gesund. Es schlägt so gleichmäßig: bum-bum, bum-bum. Mama, du wirst eine gesunde kleine Tochter haben!
28. Dezember: Heute hat mich meine Mutter umgebracht! Sie hat mich umgebracht!

 

Liebe Mami, jetzt bin ich im Himmel und sitze auf Jesu Schoß. Er liebt mich und ist mir ganz nah. Ich wäre so gerne Dein kleines Mädchen gewesen und verstehe eigentlich nicht so richtig, was passiert ist. Ich war so aufgeregt als ich feststellte, dass ich zu existieren begann. Ich befand mich in einem dunkeln, aber wohligen Raum. Ich merkte, dass ich Finger und Zehen hatte. Ich war schon ziemlich weit entwickelt, wenn auch noch nicht bereit, meine Umgebung zu verlassen. Die meiste Zeit verbrachte ich damit, nachzudenken und zu schlafen. Schon zu Anfang fühlte ich mich ganz tief mit dir verbunden… Manchmal hörte ich Dich weinen und ich habe mit dir geweint. Manchmal hast du geschrieen oder sehr laut gesprochen und dann geweint. Und ich hörte, wie Papa zurück schrie. Ich war traurig und hoffte, es würde dir bald besser gehen. Ich habe mich gefragt, warum du soviel weinen musstest. Einmal hast du den ganzen Tag geweint. Es tat mir in der Seele weh. Ich konnte mir nicht vorstellen, was dich so unglücklich machte.

 

An genau diesem Tag passierte etwas ganz schreckliches. Ein gemeines Monster kam in diesen warmen, bequemen Ort, an dem ich mich befand. Ich hatte schreckliche Angst und begann zu schreien, aber es kam kein Laut über meine Lippen. Das Monster kam immer näher und näher und ich schrie immer wieder: „Mami, Mami, hilf mir bitte, hilf mir!“ Entsetzliche Angst war alles, was ich fühlte. Ich schrie und schrie bis ich nicht mehr konnte. Dann riss das Monster mir den Arm aus. Es tat so weh, ein unbeschreiblicher Schmerz. Und es hörte gar nicht auf. Oh wie ich bettelte, es möge aufhören! Voller Entsetzen schrie ich, als das unerbittliche Monster mir ein Bein ausriss. Trotz unsäglicher Schmerzen wusste ich, dass ich im Sterben lag. Ich wusste, dass ich nie dein Gesicht sehen oder von dir hören würde, wie sehr du mich liebst. Ich wollte alle deine Tränen versiegen lassen und hatte so viele Pläne, dich glücklich zu machen – nun konnte ich das nicht mehr, meine Träume wurden zerschlagen. Obwohl ich schreckliche Schmerzen und Angst hatte, spürte ich vor allem mein herz brechen. Mehr als andere wollte ich deine Tochter sein.

 

Doch nun war es vergebens, denn ich starb qualvoll! 

 

Ich konnte nur ahnen, was für schlimme Dinge sie dir angetan hatten. Bevor ich ging, wollte ich dir sagen, dass ich dich liebe, aber ich kannte die Worte nicht, die du verstehen konntest. Und bald darauf hatte ich auch nicht mehr den Atem um sie auszusprechen. Ich war tot!

Ich fühlte, wie ich in die Höhe stieg. Ich wurde von einem riesigen Engel zu einem großen, wunderschönen Ort hinaufgetragen. Ich weinte noch immer, aber der körperliche Schmerz war verschwunden. Ein Engel brachte mich zu Jesus und setzte mich auf seinen Schoß. Jesus sagte mir, dass er mich liebt und dass Gott mein Vater ist. Da war ich glücklich. Ich fragte ihn, was denn dieses Ding war, das mich getötet hatte. Er antwortete: „Abtreibung.“ Dann meinte er noch “Es tut mir so leid, mein Kind, denn ich weiß, wie sich das anfühlt.“ Ich weiß nicht was Abtreibung ist. Vermutlich ist das der Name des Monsters.

 

Ich schreibe, um dir zu sagen, dass ich dich liebe und wie gerne ich dein kleines Mädchen gewesen wäre. Ich habe mit aller Kraft versucht, zu leben. Ich wollte leben. Den Willen hatte ich, aber ich konnte nicht, das Monster war zu stark. Es war unmöglich zu leben. Ich wollte nur, dass du weißt, dass ich es versucht habe, bei dir zu bleiben. Ich wollte nicht sterben! Also, Mami, bitt hüte dich vor diesem Monster Abtreibung. Mami, ich liebe dich und ich will auf keinen Fall, dass du die selben Schmerzen durchmachen musst wie ich.

Bitte pass auf dich auf! In Liebe dein Baby.

 

6 Responses to “Tagebuch eines ungeborenen Babys”

  1. Wolf Says:

    Das ist mit Abstand das beste, daß ich gegen Abtreibung je gelesen habe. „Tagebuch Eines Ungeborenen Babys“ sollte schon in den Schulen zur Pflichtlektüre gehören. Ich denke mal, daß sich viele Mädchen auf den richten Weg gegen den leichtfertigen Umgang mit ungeborenen Leben bringen ließen.
    Meine Bitte, verbreiten Sie den Artikel „Tagebuch Eines Ungeborenen Babys“, überall wo Sie die Möglichkeit dazu haben!!! Vielleicht lässt sich ja doch noch etwas an der verrohten karriereorietierten Gender-Gesellschaft ( der Frau Ursula von der Leyen ) retten.

  2. Cajus Pupus Says:

    Warum Mami?

    Ich ging zu einer Party, Mami, und dachte an deine Worte.
    Du hattest mich gebeten, nicht zu trinken und so trank ich keinen Alkohol.
    Ich fühlte mich ganz stolz, Mami, genauso, wie du es vorhergesagt hattest.

    Ich habe vor dem Fahren nichts getrunken. Mami… auch wenn die anderen sich mokierten.
    Ich weiß, dass es richtig war, Mami und dass du immer recht hast.

    Die Party geht langsam zu Ende, Mami und alle fahren weg.
    Als ich in mein Auto stieg, Mami, wusste ich, dass ich heil nach Hause kommen würde: Auf Grund deiner Erziehung – so verantwortungsvoll und fein.

    Ich fuhr langsam an, Mami, und bog in die Strasse ein.
    Aber der andere Fahrer sah mich nicht und sein Wagen traf mich mit voller Wucht.

    Als ich auf dem Bürgersteig lag, Mami, hörte ich den Polizisten sagen, der andere sei betrunken.
    Und ich bin die jenige, die dafür büßen muss.
    Ich liege hier im Sterben, Mami, ach bitte, komm schnell…..

    Wie konnte mir das passieren?
    Mein Leben zerplatzt wie ein Luftballon. Ringsum ist alles voll Blut, Mami. Das meiste ist von mir……

    Ich höre den Arzt sagen, Mami, dass es keine Hilfe mehr für mich gibt!

    Ich wollte dir nur sagen, Mami, ich schwöre es, ich habe wirklich nichts getrunken.
    Es waren die anderen, Mami, die haben wahrscheinlich nicht nachgedacht.
    Er war wahrscheinlich auf der gleichen Party wie ich, Mami.
    Der einzige Unterschied ist nur:

    Er hat getrunken und ich werde sterben!

    Warum trinken die Menschen, Mami?
    Es kann das ganze Leben ruinieren!

    Ich habe jetzt starke Schmerzen, wie Messerstiche so scharf.
    Der Mann, der mich angefahren hat, Mami, läuft herum, und ich liege hier im Sterben…
    Er guckt nur dumm.

    Sag meinem Bruder, dass er nicht weinen soll, Mami.
    Und Papi soll tapfer sein!.
    Und wenn ich im Himmel bin, Mami, schreibt „Papis Mädchen“ auf meinem Grabstein.

    Jemand hätte es ihm sagen sollen, Mami, nicht trinken und dann fahren!
    Wenn man ihm das gesagt hätte, Mami, würde ich noch leben!

    Mein Atem wird kürzer, Mami. Ich habe Angst.
    Bitt, weine nicht um mich, Mami.
    Du warst immer da, wenn ich dich brauchte.

    Ich habe nur noch eine letzte Frage, Mami, bevor ich von hier fortgehe:

    Ich habe nicht vor dem Fahren getrunken! Warum bin ich die jenige, die sterben muss???

  3. Sandra Says:

    wie kann man sowas nur machen ??? das ist unvorstellbar wie manche leute das ihren babys nur antun können =(

    • Wolf Says:

      @ Sandra

      Ja Sandra, da hast Du vollkommen Recht. Ich denke mal, daß Menschen die soetwas tun können einfach viel zu egoistisch sind und ihren Platz in der heutigen Spaßgesellschaft nicht räumen wollen, um einem kleinen hilfebedürftigen neuen Leben ihre ganze Aufmerksamkeit zu geben.
      „Tagebuch eines ungeborenen Babys“ sollte man in den Schulen allen jungen Mädchen ab einem gewissen Alter zur Pflichtlektüre machen. Vielleicht kann man auf diese Weise der gefühlsmäßigen Verrohung entgegenwirken und die jungen Mädchen auf ihre Polle als fürsorgliche mutter vorbereiten. Denn Mutter sein ist das großartigste und wichtigste. Leider wird es hier bei uns viel zu wenig gewürdigt und sogar erschwert, siehe Gender Mainstreaming und seine Auswirkungen. Ein Buchtipp zu diesem Thema von mir: Verstaatlichung der Erziehung-Auf dem Weg zum neuen Gender- Menschen von Gabriele Kuby (Christliche Schriftstellerin )

  4. Engelchen Says:

    Mir treibt dieser Bericht Tränen in die Augen :-(,ja es sollten mal die Frauen und Mädchen lesen wo gerade an sowas denken,natürlich gibt es Situtationen wo schwer sind für eine schwangere aber man kann immer noch an eine Adoption denken,ich habe ja einen erwachsenen Sohn aber auch wenn es damals nicht möglich gewesen wäre mit einem Kind hätte ich nie eine Abtreibung gemacht,ich will jetzt nicht die Frauen verurteilen wo das gemacht haben,natürlich ist es nicht einfach wenn man zbs.auch nicht gesund ist oder auch wenn man drogenabhängig ist,ja es ist sehr schwierig dann aber auch dafür würde es eine Lösung geben aber nicht die Abtreibung.
    liebe Grüße von Engelchen

    • Wolf Says:

      @ Engelchen

      Mir geht es beim Lesen dieses Berichts genauso. Beim ersten Lesen mußte ich ehrlich gesagt eine Pause zwischendurch machen, um mit dem was ich las und meiner Gefühlswelt erstmal wieder klar zu kommen. So wie der Bericht geschrieben ist, müßte eigentlich die „härteste Seele“ Mitgefühl entwickeln. Gerade deshalb ist der Bericht als Vorbeugung gegen allzu leichtfertigen Umgang mit ungeborenen Leben bestens geeignet.
      Auch ganz liebe Grüße von mir


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