kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Gewalt gegen ausländische Journalisten in Kairo nimmt zu 4. Februar 2011

Filed under: Aktuelle Nachrichten — Knecht Christi @ 15:42

Die Aggressionen gegen ausländische Medienvertreter in der ägyptischen Hauptstadt Kairo haben sich ausgeweitet.

 

Zahlreiche Fernsehanstalten, darunter die deutschen Sender ARD und ZDF, sowie Zeitungsredaktionen aus aller Welt berichteten von gewaltsamen Übergriffen auf Journalisten und Festnahmen von Mitarbeitern. Europäische Spitzenpolitiker und die US-Regierung zeigten sich besorgt.

 

Der ZDF-Korrespondent Dietmar Ossenberg sagte in der „heute“-Sendung, sein Team sei von „marodierenden Banden“ bedroht und „beim Drehen behindert“ worden. In Kairo werde „versucht, Berichterstattung mit aller Gewalt zu unterdrücken.“ Ossenberg sagte, er habe zusammen mit seinen Mitarbeitern in der deutschen Botschaft Zuflucht gesucht. Der etwa ein Kilometer lange Fußweg dorthin sei „das Schlimmste“ gewesen, was er „je mitgemacht“ habe.

 

Auch sein ARD-Kollege Jörg Armbruster floh mit seinem Team in die Botschaft. „Die Mubarak-Anhänger verfolgen Journalisten bis ins Hotel“, sagte er in einer „Brennpunkt“-Sendung. Journalisten würden geschlagen und von Mitgliedern des ägyptischen Geheimdienstes unter Druck gesetzt. Nachdem die Zerstörung des Studios gedroht habe und auch das Hotel nicht mehr sicher gewesen sei, hätten sich die ARD-Mitarbeiter zur Flucht in die Botschaft entschieden.

 

Die griechische Nachrichtenagentur Ana berichtete, ein Zeitungskorrespondent und ein Fotograf aus Griechenland seien von regierungskritischen Demonstranten verletzt worden. Der türkischen Nachrichtenagentur Anadolu zufolge wurden ein Fernsehjournalist des türkischen Senders TRT und ein türkischer Zeitungsfotograf bei den Protesten auf dem Tahrir-Platz von Regierungsanhängern verprügelt. Beiden Teams sei die Ausrüstung gestohlen worden.

 

Nach Angaben des polnischen Fernsehsenders TVP nahm die ägyptische Polizei drei seiner Mitarbeiter vorübergehend fest. Ein Korrespondent, ein Kameramann und ein Tontechniker seien verhört und später wieder freigelassen worden, hieß es. Auch jeweils drei Journalisten der französischen Kanäle TF1 und France 24 wurden nach Informationen der beiden Sender festgenommen. Der Verbleib eines Korrespondenten des deutsch-französischen Fernsehsenders Arte war unklar.

 

Mehrere europäische Staats- und Regierungschefs zeigten sich über die Lage besorgt. „Angriffe auf Journalisten sind völlig inakzeptabel“, erklärte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) gemeinsam mit Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy, dem britischen Premierminister David Cameron, Italiens Regierungschef Silvio Berlusconi und Spaniens Ministerpräsident José Luis Rodriguez Zapatero. Auch die US-Regierung nannte die Übergriffe auf Medienvertreter „völlig inakzeptabel“ {Quelle: www.de.news.yahoo.com}

 

 

 

Mob macht Hatz auf Journalisten

 

Die Situation für Berichterstatter in Ägypten wird immer brenzliger. Reporter werden verprügelt, der wütende Mob macht ausländische Journalisten für die Situation im Land verantwortlich. Das ZDF erwägt, seine Reporter abzuziehen.

 

Ausländische Reporter geraten bei den blutigen Protesten auf den Straßen zwischen die Fronten und werden verfolgt, angegriffen und festgenommen. Einige wurden verletzt und mussten in Krankenhäusern behandelt werden. Vom Regime wird die Berichterstattung ausländischer Medien für die Unruhen im Land verantwortlich gemacht. Die Situation werde dramatischer, sagte der ZDF-Chefredakteur Peter Frey. Das ZDF überlege, das in Kairo arbeitende Team aus Sicherheitsgründen zu reduzieren. Der niederländische Sender Fox hat sich bereits zurückgezogen. Der ZDF-Büroleiter Dietmar Ossenberg war während des „heute-journals“ am Mittwochabend von einem Laserstrahl fokussiert worden. „Als nächstes hätte der Schuss folgen können“, sagte Frey. Die ARD hat bereits ihr Studio geräumt, Korrespondent Jörg Armbruster berichtet von anderen Orten aus.

 

Racheakte aus dem Mubarak-Lager? Der ZDF-Chefredakteur sprach von gezielten Angriffen auf Journalisten aus den Reihen der Mubarak-Fraktion. Die Bedrohungen nähmen zu, den Kollegen werde Ausrüstung abgenommen, Kassetten würden entwendet. Dem Fernsehteam des Senders n-tv wurde ebenfalls zeitweise die Ausrüstung weggenommen. Eine für das ZDF arbeitende Journalistin wurde 20 Stunden lang in einem Hochsicherheitsgefängnis festgehalten.

Die Journalisten-Vereinigung Reporter ohne Grenzen (ROG) berichtete, auch Polizisten gehörten zu den Tätern. „Diese Angriffe scheinen Racheakte gegen internationale Medien zu sein, die die Forderungen der Demonstranten nach einem Rücktritt Mubaraks übermitteln“, sagte ROG-Generalsekretär Jean-François Julliard.

 

Vor laufender Kamera: Ein CNN-Reporter wurde mit seinem Team vor laufender Kamera von Straßenkämpfern angegriffen. Die Gruppe versuchte sich unter einem Hagel von Faustschlägen in Sicherheit zu bringen und wurde von einem aufgebrachten Mob über mehrere Straßenzüge verfolgt. Anhänger Husni Mubaraks verletzten einen griechischen Journalisten und Fotografen mit einem Messer und schlugen ihn mit Knüppeln. Regimeanhänger riefen: „Mubarak ist nicht ein Problem. Du bist eins!“ Einem Korrespondenten des deutsch-französischen Fernsehsenders Arte wurden bei einer Kontrolle durch das Militär sein französischer Pass und sein Mobiltelefon abgenommen. Er habe daraufhin noch einmal in Paris anrufen dürfen, sei jedoch seither verschwunden, teilte der Sender mit. Sein in einiger Entfernung wartender Fahrer gab demnach an, er habe den Journalisten nach der Abfahrt eines Armeepanzers nicht mehr gesehen.

 

Ein Reporter eines schwedischen Fernsehsenders ist in Kairo verschwunden und möglicherweise entführt worden. Wie sein Sender in Stockholm mitteilte, meldete sich am Handy des Korrespondenten ein arabisch sprechender Mann und sagte: „Euer Mann ist bei der Armee. Wenn ihr Hurensöhne ihn zurückhaben wollt, müsst ihr kommen und ihn euch holen.“ Danach habe es keinen Kontakt mehr mit dem Reporter gegeben.

Die belgische Tageszeitung „Le Soir“ teilte mit, sie habe weiterhin keinen Kontakt zu ihrem am Mittwoch festgenommenen Korrespondenten Serge Dumont. Er war nach Angaben der Zeitung verprügelt worden, als er über eine Demonstration von Regierungsanhängern berichten wollte, und an Soldaten übergeben worden. Auch Journalisten aus Israel und Schweden waren am Mittwoch zwischen die Fronten geraten.

 

Angriffe aus dem Oppositionslager: Auch von Oppositionsseite sollen Journalisten angegriffen worden sein. Die griechische Nachrichtenagentur Ana berichtete, ein Zeitungskorrespondent und ein Fotograf aus Griechenland seien von regierungskritischen Demonstranten verletzt worden. Diese hätten sie mit Baseballschlägern angegriffen und ihrer technischen Ausrüstung beraubt. Offiziere der ägyptischen Armee hätten den Korrespondenten daraufhin in eine Klinik gebracht.

 

Das Weiße Haus verurteilte die „systematischen“ Angriffe auf Journalisten. Regierungssprecher Robert Gibbs verlangte die Freilassung aller festgenommenen Reporter. „Angriffe auf Journalisten sind völlig inakzeptabel“, erklärte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) gemeinsam mit Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy, dem britischen Premierminister David Cameron, Italiens Regeirungschef Silvio Berlusconi und dem spanischen Ministerpräsidenten José Luis Rodriguez Zapatero. Der Deutsche Journalisten-Verband betonte, die Journalisten vor Ort dürften an ihrer Berichterstattung nicht gehindert werden. „Journalisten sind kein Freiwild“, sagte der Bundesvorsitzende Michael Konken. {Quelle: www.focus.de}

 

 

 

ARD-Reporter flüchten aus ihrem Studio in Kairo

 

Die Angriffe auf Journalisten in Ägypten häufen sich. Auch das Team der ARD muss sein unsicher gewordenes Studio verlassen – berichtet aber weiter. Das ARD-Reporterteam wird den Krisenherd Ägypten vorerst nicht verlassen. Das sagte ein Sprecher des zuständigen Südwestrundfunks (SWR) am Freitag. Korrespondent Jörg Armbruster, sein Kollege Alexander Stenzel, ein Kameramann und ein kleines lokales Team hätten die Nacht im Ramses-Hilton-Hotel in Kairo verbracht und seien am Freitag auf die Suche nach einem Quartier in einer sicheren Gegend in der ägyptischen Hauptstadt gegangen.

 

Das ARD-Studio habe sich, so der SWR-Sprecher weiter, als gefährlicher Ort erwiesen, nachdem dort in das benachbarte Quartier des Senders al-Arabija Schlägertrupps eingedrungen seien. Auch das Hotel wurde als unsicherer Platz eingestuft, weil sich auch dort die Hinweise darauf verdichtet hätten, Schlägertrupps hätten die Hotelleitung unter Druck setzen wollen.

 

ZDF-Reporter Dietmar Ossenberg, der mit seiner Mannschaft das Studio zwei Tage zuvor verlassen hatte, hatte bereits am Donnerstag Schutz in der deutschen Botschaft gefunden. Über seinen weiteren Verbleib lagen zunächst keine Angaben vor, auch nicht, ob er weiter im Land bleiben werde. Auch im Fall Armbruster wollte der SWR nicht ausschließen, dass er und seine Leute möglicherweise Schutz in der Botschaft finden könnten. Am Donnerstag hatten sich die Chefredakteure von ARD aktuell, Kai Gniffke, und vom ZDF, Peter Frey, gegen Vorwürfe zur Wehr setzen müssen, ihre Sender berichteten nicht ausreichend über die Vorgänge in Ägypten. Frey betonte dabei, dass an allererster Stelle die Sicherheit der Kollegen stehe.

 

Das ZDF teilte am Freitag mit, dass der ZDFinfokanal und die Online-Seite von heute.de ab sofort in Teilen das laufende Programm des Nachrichtensenders al-Arabija übernehmen. Die Entwicklung der Ereignisse in Kairo und anderen Brennpunkten im Nahen Osten würden von einem Team von Reportern und Dolmetschern des ZDF kommentiert und im Dialog mit Experten eingeordnet. Der ZDFinfokanal ist digital über DVB-T, Satellit und Kabel zu empfangen.

 

Militär droht damit, Ausrüstung zu konfiszieren

Die Arbeitsbedingungen von Journalisten am Tahrir-Platz im Zentrum der ägyptischen Hauptstadt werden zunehmend schlechter. Kurz vor Beginn des Freitagsgebets wurden Pressevertreter in einem anliegenden Hotel aufgefordert, nicht von den Balkonen aus zu filmen oder zu fotografieren. Das Militär werde von jedem, der dagegen verstoße, die Ausrüstung konfiszieren, hieß es nach Augenzeugenberichten in der Durchsage weiter.

 

Seit Tagen berichten zahlreiche Korrespondenten aus aller Welt, oft von den umliegenden Hotels aus, über die Massenproteste gegen Präsident Husni Mubarak sowie über die gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Befürwortern und Gegnern des Herrschers, der seit 30 Jahren an der Macht ist. Am Donnerstag waren bereits Dutzende ausländische Journalisten festgenommen worden, es gab zahlreiche Attacken von Regierungsbefürwortern auf Reporter und Fotografen. Das Weiße Haus verurteilte die „systematischen“ Angriffe auf Journalisten, die die Bilder der ägyptischen Proteste in die Welt tragen.

 

Der Korrespondent des amerikanischen Senders Fox News, Greg Palkot, und Videojournalist Olaf Wiig sind nach Berichten mehrerer amerikanischer Medien von Mubarak-Anhängern zusammengeschlagen worden. Die beisen flüchteten vor fliegenden Molotow-Cocktails und gerieten in eine Gruppe von Menschen. Sie wurden so schlimm verprügelt, dass sie über Nacht im Krankenhaus bleiben mussten. Inzwischen sind sie wieder entlassen worden.

 

15 Stunden lang verhört

Drei Journalisten des französischen Privatsenders TF1 sind 15 Stunden lang festgehalten und verhört worden, meist mit verbundenen Augen. Nach ihrer Freilassung in der Nacht zu Freitag gehe es ihnen aber gut, sagte TF1-Informationschefin Catherine Nayl. Bewaffnete Männer in Zivil hatten das Fernsehteam am Donnerstagmorgen in Kairo festgenommen und an einen unbekannten Ort gebracht. TF1 werde seine acht Journalisten trotz des Zwischenfalls nicht aus Ägypten abziehen, aber vorsichtiger in der Berichterstattung über die Proteste gegen Präsident Husni Mubarak sein, kündigte Nayl an. Ebenfalls am Donnerstag waren weitere französische Fernsehjournalisten sowie ein Reporter der Zeitung „Le Figaro“ festgenommen worden, die aber nach wenigen Stunden wieder freikamen. Außenministerin Michèle Alliot-Marie verurteilte die „nicht hinnehmbaren Zwischenfälle“.

Das Büro von al-Dschasira in Kairo ist nach Angaben des arabischen Fernsehsenders von einer „Bande von Dieben“ gestürmt und verwüstet worden. Es sei Feuer gelegt und Ausrüstung beschädigt worden. Der Sender sprach von einem Versuch des Regimes von Mubarak oder seiner Anhänger, Al Dschasira an einer Berichterstattung über die Proteste in Ägypten zu hindern. Auch die Website werde seit Beginn der Proteste am 25. Januar ständig von Hackern angegriffen, hieß es. Die ägyptischen Behörden hatten in der vergangenen Woche das Büro schließen lassen, die Arbeitsgenehmigungen für Al-Dschasira-Reporter wurden zurückgezogen, und mehrere von ihnen zeitweise festgenommen. Das ägyptische Kabinett hat die Armee nach eigenen Angaben inzwischen angewiesen, ausländische Journalisten bei deren Arbeit zu unterstützen. {Quelle: www.welt.de}

 

One Response to “Gewalt gegen ausländische Journalisten in Kairo nimmt zu”

  1. Master of Says:

    Was machen unsere MS-Medien?
    Dem Satan in den Arsch kriechen.
    Ich tripp ab!


Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s