kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Mubarak und die Moslembrüder bekriegen sich 3. Februar 2011

Filed under: Moslembrüder — Knecht Christi @ 04:21

Jeder vernünftiger Ägypter kann niemals mit solchen Szenen in allen Bundesländern zufrieden sein, welche die ganze Welt gesehen hat. Denn es ist im Endeffekt unser Land und alle Ägypter sind doch unsere Geschwister. Wo kommt diese Brutalität her? Warum wird alles kurz und klein geschlagen? Wer steckt hinter diesen schändlichen Taten? Leider nur zwei Parteien bekriegen sich und der Rest wird entweder manipuliert oder instrumentalisiert.

 

Mubarak und die Moslembrüder führen momentan ganz klipp und klar einen brutalen Kampf. Auf jeden Fall sitzt Mubaraks Regime am längeren Hebel, was aber die Moslembrüder zur Kenntnis nehmen, aber die meisten Ägypter unter dem Vorwand des Islam für blöd verkaufen.

 

Mubaraks Regime sitzt fest im Sattel und wird von allen Staaten der Welt unterstützt, welche es nur vor den Kameras mahnen und kritisieren. Denn sein Regime stellt ein „Firewall“ um die ganze Region dar. Sowohl Israel, Amerika und Europa wollen keine islamische Übermacht, weil sie ganz genau wissen, dass Islam keineswegs Frieden bedeutet. Daher darf Mubarak zum Schein weitere acht Monate an der Macht bleiben. Und wie jeder weiß, was während der langen acht Monaten passieren wird. Omar Sulaiman wird vielleicht übernehmen, aber es ist nicht ausgeschlossen, dass Gamal Mubarak kandidieren wird. Sulaiman sowie Hussein Tantawy, Befehlshaber der Armee, und der neue Dracula im Innenministerium Mahmud Wagdy sorgen dafür, dass die NDP (National Demokratisch Partei) wie seit 1952 an der Macht bleibt. Die oppositionellen Parteien sind leider voller Judas und weder organisiert noch vereint. Nur die Moslembrüder sind organisiert und haben viele Anhänger der hypnotisierten Ägypter hinter sich, was sie überaus gefährlich macht. Darum müssen sie außer Gefecht gesetzt werden, was sie aber mit allen Mitteln zu verhindern versuchen. Es heißt also: Krieg!

 

Mubaraks Regime zwang das Volk dazu, klein beizugeben. Am Wochenende öffneten sich alle Gefängnisse Ägyptens. Laut der Äußerung des neuen Premiers Ahmad Schafik sind über 17,000 hochgefährliche Häftlinge ausgebrochen. Gestern telefonierte ich mit einem Moslem aus Port Said, der mir erzählte: „Ich mache mir Sorgen um meine Frau und drei Kinder. In unserer Stadt wurden viele Frauen und Mädchen von den ausgebrochenen Sträflingen vergewaltigt. Überall hört man von Überfällen und Plünderungen. Die Soldaten und die vielen Panzer und LKWs schauen untätig zu. Die Polizei ist wie vom Erdboden verschluckt“. Die restlichen Freunde und Bekannten aus allen Städten erzählen dasselbe, welche ihre Familien in Ägypten wieder seit drei Tagen anrufen können. Das alles war nur ein abgekartetes Spiel!

 

Das Regime wollte dem Volk beweisen, dass es auf das Regime angewiesen ist. Die zornigen Demos wurden viele Tage vor dem 25. Januar angekündigt. Denken Sie, dass in so einem Land wie Ägypten mit dem besten Geheimdienst der Welt keine Sicherheitsvorkehrungen getroffen wurden? Denken Sie etwa, dass das beste Regime in der Region nicht mit dem Unfang der Demos gerechnet hätte? Keineswegs! Dann warum ließ das Regime das alles zu?

 

Die Räuberhöhle musste ausgeräuchert werden! Alle Räuber und Schlangen gehörten raus. In aller Ruhe und trotz der Proteste wurde in Praxis umgesetzt, was seit langem vorgesehen war. Mubarak kandidiert nicht mehr. Omar Sulaiman, der sowieso die Fäden seit langen Jahren zieht, wird zu seinem Vize, damit er vorübergehend übernimmt und dann an Gamal Mubarak weitergibt. Die Armee unter Tantawy und die Polizei unter Wagdy sorgen für die bombensichere Übergabe. Dabei streckt das Regime Mubaraks jedem mit dem Segen der mächtigen Staaten die Zunge heraus. So nach dem Motto: Stellt euch doch auf den Kopf.

 

Am Dienstag wurde damit begonnen, die angeblichen Anhänger Mubaraks auf die Straßen zu schicken. Die ägyptischen Kanäle singen andere Töne als die arabischen Nachrichtensender wie Al-Jazeera, Al-Arabiya oder Al-Hora, die von den arabischen Ländern benutzt werden, um Mubaraks Regime heimzuzahlen, was es ihnen antat. Bald werde ich über die Wikileaks-Dokumente diesbezüglich berichten. Und gestern sah so aus, als ob die Gegner und die Anhänger sich die Köpfe einschlagen würden. Der Schein trügt und die naiven Medien der ganzen Welt berichteten über das, was sie sahen, ohne sich die Mühe zu geben, zwischen den Zeilen zu lesen. Manche trauten sich nicht, das laut vorzulesen, weil sie sich und ihre Länder nicht mit dem rachsüchtigen Regime anlegen wollten. Fakt aber ist, dass Mubaraks Regime die Ganoven und ausgebrochenen Häftlinge gegen den Rest der Demonstranten anheuerten.

 

Die Bilder hat doch jeder gesehen. Ich brauche sie nicht zu erwähnen. Aber was heißt hier den Rest der Demonstranten? Ja, das sind die Ägypter, denen es nicht gelungen ist, nach Hause wie die anderen zu gehen, weil die Armee und die Polizei sie umzingelten und ihnen den Weg versperrten, damit sie den Preis für ihren Ungehorsam zahlen. Sie ließen sich solche Flöhe von den Moslembrüdern setzen. Die Moslembrüder haben sie auch nicht im Stich gelassen. Damit sie weiter Steine schleudern und sich verprügeln lassen, erhielt jeder 200 Pfund auf die Hand. Decken, Essen und Getränke wurden auch verteilt. Das sind leider entweder die Gekauften oder die Hypnotisierten. Die vernünftigen Ägypter sind seit längst zu Hause und halten sich an die Ausgangssperre, ab 15 Uhr bis 7 Uhr. Vernünftig sind sie, weil sie ihre Regierung in- und auswendig und das wahre und garstige Gesicht der Moslembrüder kennen.

 

Das Regime Mubarak beabsichtigt mit diesen Gefechten, der ganzen Welt zu zeigen, wie gefährlich die Moslembrüder sind. Und sie sind auch so doof und geben ihm die Chance auf einem silbernen Tablett. Ihre Funktionäre und Hintermänner wie Youssef Elkaradawy hetzen weiter gegen das Regime Mubarak. Überall sieht  und liest man ihre Aufrufe, Mubarak zum Verzicht auf die Macht zu zwingen. Währenddessen werden viele von ihnen inhaftiert.

 

Khaled Saleh auf Alhayat

Als Beweis für das, was ich sage, erwähne ich bloß, was Khaled Saleh, Chefredakteur der ägyptischen Zeitung Aljom Alsabaä auf dem Sender Alhayat mit Amr Adib und Rola Kharsa sagte: „Einige Leser schickten der Zeitung Bilder von Bussen, die von dem Bundesland Dakahlia nach Kairo kamen. In den Bussen saßen Anhänger Mubaraks und auf den Bildern sieht man die Cola-Flaschen mit dem Molotowcocktail. Sie wurden von Funktionären der NDP angeheuert. Diese Bilder und viele Dokumente werde ich bald veröffentlichen“.

 

In wenigen Tagen wird alles wieder beim Alten sein und die Moslembrüder bleiben eine verbotene Terrorgruppe wie seit 1954, als sie Gamal Abd Elnasser in Manschya (Alexandria) umbringen wollten. Die nächsten Tage und Monate werden beweisen, wer Recht hat und behält.

 

ZDF spezial: Volksaufstand in Ägypten

http://www.youtube.com/watch?v=JRU1PTLnF3I&feature=related

 

One Response to “Mubarak und die Moslembrüder bekriegen sich”

  1. almani2000 Says:

    Ok, ich gebe Ihnen Recht, dass die Medien getäuscht werden sollten und Mubarak seine Schläger geschickt hat. Aber alles wegen der durchgeknallten Moslembrüder? Das ist etwas zu kurz gesprungen.

    Denn dieser Protest der letzten Tage ging von vielen Schichten der ägyptischen Bevölkerung aus. Und nur weil der „Westen“ sich wie immer „diplomatisch zurück gehalten“ hat, ist das ägyptische Volk nicht zum Zuge gekommen. Wahrscheinlich wären sie das auch sowieso nicht, aber immerhin hätte die Welt gesehen, was da läuft.

    Viele in Europa sind überrascht, was ihre politischen Führer da jahrzehntelang in Nordafrika und dem Nahen Osten unterstützt haben. Und alles wegen wirtschaftlicher und strategischer Interessen. Menschenrechte kamen erst viel später, Berichte von Amnesty International wurden ignoriert, Berichte über verfolgte Minderheiten ebenso, Folter, Mord und Totschlag gab es für die europäischen Politiker nicht. Das Geld der Diktatoren lag gut bei europäischen Banken, Ben Ali und Co haben hunderte von Milliarden Dollar angehäuft. Würde man das Geld etwas gerechter verteilen, oder noch besser, hätte man es bereits in der Vergangenheit besser verteilt, wäre vieles besser gelaufen!

    Aber das hätte den Interessen der Mächtigen in Europa widersprochen. Letztendlich sind die hier auch nicht viel besser! Aber bitte nicht alles auf die Moslembrüder reduzieren, dass ist nun wirklich zu einfach!


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