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Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Ägyptens Regierung zeigt Härte 3. Februar 2011

Filed under: Aktuelle Nachrichten — Knecht Christi @ 16:51

Nach den wütenden Protesten zehntausender Ägypter droht die Regierung jetzt, mit aller Härte gegen Demonstranten und Organisatoren vorzugehen. Reiseveranstalter in der Region erhöhen ihre Sicherheitsvorkehrungen.

 

Ein Sprecher des Innenministeriums erklärte am Mittwoch: „Es wird niemandem erlaubt werden, Aufruhr zu schüren, Protestversammlungen abzuhalten oder Demonstrationen zu organisieren. Sollte sich jemand nicht daran halten, dann werden sofort die gesetzlichen Maßnahmen eingeleitet und Ermittlungen gegen die Teilnehmer aufgenommen.“

Wie schon am Vortag säumten in Kairo auch am Mittwoch wieder Dutzende Polizei-Mannschaftswagen die Straßen. In Ägypten gilt seit 1981 der Ausnahmezustand. Großdemonstrationen werden von der Polizei normalerweise rasch beendet.

In der Nacht war es in Kairo und mehreren Provinzstädten aber zu gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und der Polizei gekommen. In der Stadt Suez starben zwei Demonstranten. In Kairo kam ein Polizist ums Leben. Die Polizisten hatten nach Mitternacht den Befehl erhalten, rund 10.000 Demonstranten zu vertreiben, die sich auf dem zentralen Tahrir-Platz versammelt hatten. Dabei setzten sie unter anderem Tränengas und Wasserwerfer ein.

 

Auf die inhaltlichen Forderungen der Demonstranten, die verschiedenen politischen Gruppierungen angehören, ging die Regierung nicht ein. Die Demonstranten hatten höhere Löhne und Meinungsfreiheit gefordert. Sie protestierten gegen die in den Behörden weit verbreitete Korruption. Einige von ihnen forderten auch den Rücktritt von Präsident Husni Mubarak. Die Anführer der heftigsten Proteste lassen sich bisher nicht einschüchtern. Am Mittwoch riefen sie zu neuen Versammlungen auf. „Geht nicht zur Arbeit, geht nicht in die Schule. Lasst uns alle Hand in Hand für unser Ägypten auf die Straße gehen“, schrieb ein Aktivist auf Facebook. „Wir werden Millionen sein“, hieß es. Das Sozial-Netzwerk spielte eine Schlüsselrolle bei der Organisation der Proteste.

Deutsche Reiseveranstalter in der Region haben ihre Sicherheitsvorkehrungen erhöht. Die Anbieter würden derzeit ihr Ausflugsprogramm an die Lage im Land anpassen, sagte eine Sprecherin des Deutschen Reiseverbands (DRV) am Mittwoch in Berlin. So würden derzeit Ausflüge nach Kairo abgesagt, wenn dort eine Demonstration bevorstünde. Die Reiseveranstalter reagierten mit ihren Vorkehrungen auf eine Empfehlung des Auswärtigen Amtes. Dieses hatte aufgrund der landesweiten Unruhen in Ägypten am Mittwoch seinen Sicherheitshinweis für das Land aktualisiert. Darin wird Reisenden „dringend empfohlen, Menschenansammlungen und Demonstrationen weiträumig zu meiden“. Pläne für Rückhol-Aktionen von Ägypten-Urlaubern gebe es derzeit jedoch nicht, sagte die DRV-Sprecherin weiter. Das Auswärtige Amt habe für Ägypten keine grundlegende Neueinschätzung der Lage vorgenommen, die eine Rückholung rechtfertige.

 

Israel besorgt

Israel schaut mit großer Sorge auf die politische Entwicklung sowohl in Ägypten als auch im Libanon. Offiziell hüllte sich die Regierung am Mittwoch in Schweigen. „Wir kommentieren nicht. Wir verfolgen die Ereignisse sehr genau“, sagte der Sprecher des israelischen Außenministeriums Jigal Palmor in Jerusalem. Dafür räumten die israelischen Zeitungen den blutigen Protesten gegen den ägyptischen Präsidenten Husni Mubarak und der Ernennung von Ministerpräsident Nadschib Mikati im Libanon großen Raum ein. Der Milliardär war mit Unterstützung der pro-iranischen Hisballah, einem Erzfeind Israels, Regierungschef geworden.

„Ein Erdbeben hat die Region erschüttert. Es erreichte eine Acht auf der Richterskala im Norden und eine Drei im Nil-Land“, schrieb die auflagenstärkste israelische Tageszeitung „Israel Hajom“. „Der Libanon ist gefallen und Ägypten steht vor dem Test“, titelte das Blatt. Es zitierte auch einen namentlich nicht genannten Vertreter der Streitkräfte mit den Worten, dass Israel die Situation mit „sieben Augen“ verfolge. Die Alarmbereitschaft sei erhöht worden, aber es seien keine Truppen in den Norden abkommandiert worden. „Die Menschen in Israel sollten sich daran gewöhnen, dass wir jetzt eine gemeinsame Grenze mit dem Iran im Norden haben“, kommentierte die Tageszeitung „Jediot Achronot“. Die Tageszeitung „Jerusalem Post“ zitierte einen Regierungsmitarbeiter mit den Worten, dass der Libanon jetzt auf der Überholspur dabei sei, ein iranischer Satellit unter Kontrolle der Hisbollah zu werden. Dies habe weitreichende strategische Auswirkungen.

Die Entwicklung in Ägypten sehen die Kommentatoren noch nicht so dramatisch wie im Libanon. „Ägypten ist weder Libanon noch Tunesien“, zitiert die Tageszeitung „Maariv“ einen Regierungsmitarbeiter. Die ägyptische Führung erlaube den Demonstranten, Dampf abzulassen, solange dies unter Aufsicht geschehe. Die „Jediot Achronot“ schreibt, dass die ägyptischen Sicherheitskräfte Erfahrung hätten, Demonstrationen zu unterdrücken. Es gebe deshalb keinen Grund für eine Warnung vor Reisen nach Ägypten. {www.fr-online.de}

 

One Response to “Ägyptens Regierung zeigt Härte”

  1. Jörg Says:

    (AINA) — News of a massacre of two Christian Coptic families by Islamists just emerged from Upper Egypt with the return of the Internet connections after a week of Internet blackout by the Egyptian regime. The massacre took place on Sunday, January 30 at 3 PM in the village of Sharona near Maghagha, Minya province. Two Islamists groups, aided by the Muslim neighbors, descended on the roof of houses owned by Copts, killing eleven Copts, including children, and seriously injuring four others.

    Anba Agathon, Bishop of Maghagha, told Coptic activist Dr. Mona Roman in a televised interview on Al-Karma TV that the killers are their neighbors, who seized the opportunity of the mayhem prevailing in Egypt and the absence of police protection to slaughter the Copts. He said that he visited today the four injured Copts, who escaped death despite being shot, at Maghagha General Hospital and they told him that they recognized the main attackers as they come from the same village of Sharona. They gave the Bishop details of what happened.

    „The two families were staying in their homes with their doors locked when suddenly the Islamists descended on them,“ said Bishop Agathon, „killing eleven and leaving for dead four other family members. In addition, they looted everything that was in the two Coptic houses, including money, furniture and electrical equipment. They also looted livestock and grain.“

    According to the Bishop the first group was led by Islamist Ibrahim Hamdy Ibrahim, who was joined by a gang of masked assailants. They accessed the roof of the house of Copt Joseph Waheeb Massoud through the roof of his Muslim neighbor Mahgoub el Khawaled. The armed men killed Joseph, his wife Samah, his 15-year old daughter Christine and 8-year-old son Fady Youssef

    Another Islamist group led by Yasser Essam Khaled and several masked men simultaneously accessed the house of Copt Saleeb Ayad Mayez through the roof of his Muslim neighbor Mohamad Hussein el Khawaed. The Islamist shot dead Saleeb, his wife Zakia, his 4-year-old son Joseph, 3-year-old daughter Justina, his 23-year-old sister Amgad, mother Zakia and Ms. Saniora Fahim.

    The police in Minya were called and they transferred the bodies in ambulances to Maghagha Hospital.

    The Bishop denied any vendetta between the Copts and the Muslims. He called on the police to arrest the Islamist perpetrators immediately, as everyone knows they are the neighbors of the victims. He said „The massacre has nothing to do with the mayhem in Egypt, but the murderers took advantage of the lack of police protection and thought they could commit their crime and no one would notice.“

    Coptic activist Dr. Hanna Hanna views the Mubarak era with its policy of impunity to be the cause of why Copts are targeted. „Why have those Islamists chosen those two Coptic families and not Muslim ones to slaughter and rob? I believe it is because they know that with Copts they can literally get away with murder.“

    By Mary Abdelmassih

    http://www.aina.org/


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