kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Brandanschlag auf Synagoge in Tunesien 2. Februar 2011

Filed under: Islamischer Terror — Knecht Christi @ 01:13

Auf eine Synagoge in Tunesien ist in der vergangenen Nacht ein Brandanschlag verübt worden. Der Anschlag wurde im Süden Tunesiens, in der Nähe der Stadt Gabès verübt. Unweit des Tatortes befanden sich zwar Polizeibeamte, dennoch konnten die Brandstifter unbekannt entkommen.

 

Verbrannt sind unter anderem die kostbaren, handschriftlichen Torahrollen der Synagoge. Der Vizepräsident der jüdischen Gemeinde in Tunesien, M. Khalifa Atoun, bestätigt den Anschlag, will aber noch keine Aussagen über die möglichen Täter und ihre Motive nennen. In den vergangenen Tagen gab es verstärkt Anschläge auf öffentliche Gebäude, radikale Islamisten verstärkten aber auch ihre antisemitischen Aktivitäten und ihre Drohungen gegen Juden und jüdische Einrichtungen in Tunesien. Neben demokratischen Kräften, sind es vor allem islamistische Kräfte, die versuchen in das Machtvakuum in Tunesien einzudringen und ihrem Ziel, eine islamistische Republik zu errichten, näher zu kommen {Quelle: Israel heute}

 

Christen hoffen auf mehr Freiheit

 

„Betet, dass wir künftig ungestraft über unseren Glauben sprechen dürfen“

 

Tunesische Christen bitten weiterhin um Gebet für einen friedlichen Ausgang der Regierungsneubildung und für eine Beruhigung der äußerst angespannten Lage auf den Straßen. Vor allem in der Hauptstadt Tunis demonstrieren zahlreiche Menschen vor dem Regierungssitz. Einheimische äußerten besorgt, dass die Protestaktionen für Demokratie und Freiheit weiter eskalieren könnten. Auch sei für sie unsicher, wie sich für Christen ein möglicher Wechsel von einem bislang autoritär geführten Land – in dem der Islam Staatsreligion ist – hin zu einer Demokratie, in der Andersdenkende eine Stimme haben, auswirken werde. Derzeit rangiert Tunesien auf dem aktuellen Weltverfolgungsindex von Open Doors auf Platz 37 in der Liste von 50 Ländern, in denen Christen am stärksten verfolgt werden.

 

Neben Juden bilden Christen in Tunesien eine verschwindend kleine Minderheit. Der überwiegende Teil der schätzungsweise 22.800 Christen sind Ausländer. Ein tunesischer Christ fragt: „Was wird sich künftig für uns ändern? Unter Präsident Ben Ali war die Situation nicht gut, doch hatten wir ein gewisses Maß an Freiheit, unseren Glauben zu praktizieren. Bitte betet, dass wir künftig noch mehr Freiheit bekommen und ungestraft mit Muslimen über unseren Glauben sprechen dürfen“. Als Unterzeichner der einschlägigen internationalen Menschenrechtsverträge hat sich Tunesien verpflichtet, das Recht auf Religionswechsel sowie die Weitergabe von Glaubensinhalten zu gewähren.

 

Weitergabe des Evangeliums an Muslime verboten: Die Mehrheit der 10,2 Millionen Einwohner Tunesiens sind Muslime. Obwohl der Islam Staatsreligion ist, galt Tunesien bislang als tolerant gegenüber Christen. Die Verfassung schützt die Gewissensfreiheit und die freie Religionsausübung auch für andere Glaubensrichtungen, solange die öffentliche Ordnung nicht gestört wird. Zwar steht der Wechsel vom Islam zu einer anderen Religion gesetzlich nicht unter Strafe, noch ist er offiziell untersagt (Gewissensfreiheit): Doch einem Muslim das Evangelium weiterzusagen, gilt als Bekehrungsversuch – sogenannter Proselytismus – und ist verboten.

 

Druck auf Konvertiten: Die katholische Kirche ist anerkannt und unterhält eigene Kirchengebäude, darunter die Kathedrale in Tunis. Doch hat keine protestantische Kirche seit der Unabhängigkeit des Landes 1956 den Status einer anerkannten Glaubensgruppe erhalten, womit protestantische Christen faktisch in die Illegalität gedrängt werden. Ohne Anerkennung sind Christen gezwungen, sich in Privaträumen oder –häusern zu versammeln. Konvertiten aus dem Islam stoßen wegen ihres Glaubenswechsels auf Schwierigkeiten vonseiten ihrer Familie, finden keine Arbeitsstelle oder werden leicht gekündigt. Seit 2007 stehen tunesische Christen muslimischer Herkunft unter erhöhtem Druck. Ausländische Christen werden verstärkt überprüft. Diese vermuten, dass ihre Telefone überwacht werden. Pastoren ausländischer Gemeinden werden beobachtet und die Einfuhr christlicher Bücher, vor allem auf Arabisch, wird behindert. {Quelle: Open Doors Deutschland}

 

Tunesischer Islamistenführer aus dem Exil zurückgekehrt

 

Nach 22 Jahren in Großbritannien ist Rachid Ghannouchi nach Tunis gereist. Sollte es dort zu Wahlen kommen, will er mit seiner Partei teilnehmen. Frauenrechtler fürchten den strengen Islamisten. Tunesische Islamistenführer Rachid Ghannouchi ist nach 22 Jahren im britischen Exil in seine Heimat zurückgekehrt. Bei seiner Ankunft auf dem Flughafen von Tunis wurde Ghannouchi am Sonntag von hunderten begeisterten Anhängern empfangen, wie Reporter der Nachrichtenagentur AFP berichteten.

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Ghannouchi flog am Vormittag mit einer British-Airways-Maschine vom Flughafen London-Gatwick ab. Der 69-Jährige wurde von seiner Tochter Soumaya Ghannouchi, von 30 Unterstützern seiner gemäßigt islamistischen Partei sowie von Journalisten begleitet. Am Flughafen von Tunis feierten hunderte Anhänger seine Rückkehr, darunter auch einer der Mitgründer der Partei, Abdel Fattah Mourou. „Es ist eine große Freude für uns, unseren Kameraden in Empfang zu nehmen“, sagte er. „Das wird zu einer Normalisierung der Situation unserer Bewegung führen, die keine Rechte hat.“ Einige Dutzend Anhänger der Laizisten demonstrierten in der Ankunftshalle gegen den islamischen Fundamentalismus. {Quelle: www.zeit.de}

 

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