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Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Antisemitismus: Die Liebe zum inneren „Nazipapa“ 2. Februar 2011

Filed under: Reportagen — Knecht Christi @ 01:00

Nachrichten aus der psychologischen Provinz der sogenannten 68er-Generation

 

Immer wieder steht man vor dem gleichen, rätselhaften Phänomen. Dieselben Leute, die Stolpersteine versenken, als linke Pfarrer Mahnmale einweihen, als grüne Deutsch und Geschichtslehrer Heimatbücher über die ermordeten Juden ihrer Stadt schreiben, und beim Aufmarsch gegen Neonazis sogar S-Bahn-Schienen blockieren, unterstützen lautstark die PLO und Hamas und beschimpfen den real existierenden Staat Israel als zionistischen  Hort brutaler Unterdrückung. Licht ins Dunkle könnte da eine tiefe psychologische Untersuchung dieses im wahrsten Sinne des Wortes „schizuiden“ Verhaltens bringen.

 

Begeben wir uns also auf die Couch, schließen die Augen und denken an die Kindheit zurück. Unsere Väter waren für uns die größten. Sie reparierten die Modelleisenbahn, bauten Ritterburgen aus Pappmasche,  kletterten mit uns auf hohe, vergletscherte Berge, lasen uns vor dem Einschlafen Märchen vor, und mancher durfte sogar von Papas Schoß aus – stolz wie Oskar – einen LKW lenken.  Aber was ist, wenn diese Väter Nazis waren? Oder noch viel schlimmer, Kriegsverbrecher?

Vor dieser Frage stand in den 60ziger Jahren  eine ganze Generation. Die Jahrgänge zwischen 1952 und 1960 waren nicht so stark davon betroffen. Deren Väter waren meist „Etappenhasen“. Was nicht heißt, daß sie als junge Menschen nicht auch begeisterte Nazis waren, aber sie waren eben „Verführte“, mitgerissen von der NS-Propaganda, der sie sich als Kinder und Jugendliche bei der Hitlerjugend nicht entziehen konnten.  
 

Anders dagegen die Väter der Jahrgänge 1942-1952, also jene die man auch zum Hauptkern der 68ziger Bewegung zählen kann. Deren Väter, die man auch als „verlorene Generation“ (Ausdruck von Klaus Mann) bezeichnet, hatten Hitler zur Macht verholfen. Viele von Ihnen waren als frühe NSDAP-Mitglieder von Anfang an dabei, hatten sich als SA-Leute mit Kommunisten Straßenschlachten geliefert. Waren im Krieg mindestens Feldwebel, Offizier oder gar SS-Obersturmführer.  Sie waren also zu hundert Prozent Täter, obwohl sie sich fast alle nach dem Krieg als Opfer fühlten.

 

Irgendwann kam für so ziemlich jeden von uns der Tag, an dem  wir unseren Vater fragten: „Papa, was hast du zwischen 1933 und 1945 gemacht?“ So unterschiedlich unsere Väter waren, so unterschiedlich fielen auch die Antworten aus. Am leichtesten kamen noch die Etappenhasen davon, aber manche gerieten ganz schön ist schwitzen. Redeten sich um Kopf um Kragen. Auf die Frage „Hast du viele Leute erschossen?“ bekam man meist die Antwort: „Weiß nicht, mein Junge, die waren alle so weit weg!“ Aber es kam noch schlimmer.

 

Bis 1965 lagen wir alle hinsichtlich Holocaust im Dornröschenschlaf. In den 50ziger Jahren besaß nicht einmal jede fünfte Familie in Deutschland einen Fernseher, und wenn, dann liefen dort die herzzerreißenden Nachkriegsschmonzetten mit Heinz Rühmann, Theo Lingen, Peter Alexander usw. Später lachten wir über Heinz Erhard usw. Deutschland gleich Wirtschaftswunderland. Eine wahre Bilderbuchidylle regiert von der Puppenstadt Bonn. Damals 130 000 Einwohner. 

 
Irgendwann kamen sie dann endlich, die Bilder ausgemergelter Körper, die Bilder von Auschwitz und Dachau mit ihren Leichenbergen. Viel zu spät kamen sie. Fast zeitgleich mit den ersten Bildern vom mörderischen Krieg in Vietnam. Der zweite Schock. Die meisten der Leute, die das zu verantworten hatten, lebten noch mitten unter uns. Bekleideten sogar hohe Ämter.  Der freundliche Bundespräsident Lübke beispielsweise, dessen genuschelte Reden Sternstunden der Fernsehunterhaltung waren – „Meine Damen und Herren. Liebe Neger..“ –  hatte als Architekt „Baracken“ entworfen, die vermutlich auch im KZ zum Einsatz kamen. Andere Prominente hatten  als Richter in den letzten Stunden des Krieges Todesurteile gefällt.

  
Ein ganzes Land, so stellten wir alle fest, wird mehr oder weniger von ehemaligen Nazis regiert. Das löste einen regelrechten „Kollektiven Schock“ aus und bildete zumindest in Deutschland einen entscheidenden Faktor bei den linken Studentenprotesten.

 

Doch nun geschah etwas Seltsames. Die gleichen Leute, die sich voller Widerwillen von ihren Nazivätern abwandten und Deutschland als „Naziland“ verachteten – im Film über die RAF ist das gut nachzuvollziehen – wandten sich plötzlich der PLO und anderen radikalen Palästinenserorganisationen zu, unterstützten und verherrlichten sogar deren Terror gegen Israel. Riefen zum Boykott israelischer Wahren auf. „Kein Obst aus Israel“ lautete die Parole.  Plötzlich war  der Staat Israel, der ja eigentlich die logische Konsequenz  von Auschwitz war, selbst zum Faschistenland geworden.  Was war geschehen?

 

Wir liegen immer noch auf der Couch! Nichts ist schlimmer für ein Kind, wenn es die Liebe der Eltern verliert. Auch wenn man erwachsen ist und in linken „Selbsterfahrungsgruppen“ und Psycho-WG s völlig autonom, und selbst bestimmt und vor allem selbstherrlich über sein „ICH ES und ÜBERICH“ schwadroniert, die „Inneren Eltern“ und in diesem Fall der „Nazivater“ begleiten einen wie einen Schatten. Man kann diesen Schatten verdrängen, worin gerade Linke Weltmeister sind, aber die Gespenster der Vergangenheit holen einen immer wieder ein.

 
Mit ihrem „Antisemitismus“, der sich vor allem im Haß auf Israel äußert, haben es die linken Eliten geschafft sich wieder mit ihrem Nazivater zu versöhnen. Dazu haben sie in ihrem Hirn zwei Kammer geschaffen. In der einen Kammer liegen 6 Millionen tote Juden, über die man herzzerreißende Klagen anstimmen kann. Und mitten hinein steckt man den „bösen Nazipapa“, der „unfähig war zu trauern“. Daß ein Jude, diesen Satz erfunden hat, macht die Sache noch abstruser.  

   
In die andere Kammer steckt man die bösen Zionisten und viele arme Palästinenser, samt Arafat,  denen die bösen Zionisten das Land geraubt haben, und die man dafür eigentlich in die Luft jagen müßte. Und mitten hinein steckt man den „lieben Nazivater“, den Helden aus der frühen Kindheit, der jetzt sanft den zum Kleinkind mutierten  linken Oberlehrer ins Ohr flüstert. „Siehst du jetzt mein Junge. Nun weißt du auch warum ich damals in die SS gegangen bin. Die Juden waren schon immer schlimme Finger. Und deshalb sind sie auch immer verfolgt worden“ (der letzte Satz ist übrigens O.T. von dem Sohn eines hohen Wehrmachtsoffizier Jahrgang 1947. Ein Satz der mich damals aus den Socken haute, heute nicht mehr, weil ich ihn jetzt besser verstehe).

 
Gibt es eine bessere innere Familienzusammenführung?

 
Das fatale Ergebnis dieser Schizuidität heißt: Nur ein Toter Jude ist ein guter Jude. Über den kann man trauern und Stolpersteine versenken und sich den x. Film über ein KZ ansehen.  Nur ein vernichteter Staat Israel ist ein guter Staat Israel, denn er ist ja das eigentliche Hindernis für einen großen islamistischen Palästinenserstaat. In dem man zwar Schwule an Baukränen aufhängt und Leute foltert, aber egal, Hauptsache „Ein freies Palästina“.  Das perverse an dieser Formel ist das Endergebnis: TOD. VERNICHTUNG ALLER  JUDEN! Bis hin zur unverhohlenen Sympathie für die Leute,  die dies planen (Siehe QQ-Artikel zur ZEIT).

  
Das Problem an diesem Wahnsinn ist, daß er vererbt werden kann und inzwischen schon auf die Enkel der „Naziopas“ übergegangen ist, die als Antifa-SA ihre 68ziger Väter noch toppen wollen. Also eine reizende Familienzusammenführung im Zeichen von Faschismus, Rotgrün und Neo-Stalinismus.
Das zweite Problem: Während Depressive als einsame Rufer und Mahner in der Wüste sich aufreiben und verzweifelt gegen diesen Wahnsinn wie gegen Windmühlen kämpfen, erklimmen die Schizuiden die Karriereleiter  in Politik, Medien und Wirtschaft usw. Diese Leute zum Psychologen zu schicken macht wenig Sinn, denn sie fühlen sich gesund. Nur wer sich krank fühlt braucht eine Therapie. So war das schon immer. 

 

Nicht umsonst waren die mächtigsten Männer der Weltgeschichte, unter ihnen viele Massenmörder, ausnahmslos schizuide Psychopathen, die ihre Verbrechen immer abgestritten haben.  Erst wenn die Welt in Scherben liegt, erinnert man sich an die unbequemen Mahner. Aber dann ist es meistens zu spät.

Klaus Lelek

 

3 Responses to “Antisemitismus: Die Liebe zum inneren „Nazipapa“”

  1. Katharina Says:

    Es heißt schizOid – nicht schizUid

    bitte verbessern.

  2. Walter Says:

    Weiß einer eventuell, warum die Orthodoxen Juden den Staat Israel ablehnen??

    Sie sind keine Antisemiten!!!

  3. bazillus Says:

    Ich nehme an, dass die orthodoxen Juden den Staat Israel in der jetzigen Form ablehnen, weil dieser Staat nicht ihr Judentum vertritt, sondern zu säkular daherkommt. Das ist kein Wissen, sondern nur eine Ahnung.

    Machen wir uns nichts vor. Der Autor hat Recht. Juden können machen, was sie wollen. Sie ziehen immer die Verliererkarte. Kein Volk auf Erden ist bisher so verfolgt worden wie gerade die Juden.

    Leider von den Christen, die sie – völlig widersinnig – als Gottesmörder ansahen und dabei übersahen, dass Jesus selbst Jude war und wie Maria, die Apostel usw. die größten Heiligen der Kirchen noch heute sind und nicht die Juden Jesus gekreuzigt haben, sondern die Römer. Eine Handvoll Juden der Bibel, die Jesus den Römern ausgeliefert hatten, reichte aus, um ein ganzes Volk zu diskreditieren. Ja, sie haben Jesus eben nicht als den Messias ansehen können, weil sie andere Erwartungen an diese identifationsfigur hatten, nämlich die militärische Befreiung ihrer Gefangenschaft. Kann man es ihnen wirklich verübeln. Jesus als der Sohn Gottes hätte die Macht gehabt, sich den Römern zu entziehen, hat er aber nicht. Darum sind die Juden und die Römer schuldlos. Jesus hat ihnen im Übrigen am Kreuz verziehen. Aber nicht die Christen. Sie brauchten wohl offensichtlich ein Feindbild, wie grausam verblendet.

    Die Christen waren nicht genug. Es kam der Islam, der ironischerweise insbesondere das AT geistig-religiös für ihr Traktat Koran „geplündert“ hat und es den Juden nie verzieh, sich dem Islam verweigert zu haben. Sie wurden sogar noch schlimmer verfolgt als Christen.

    Selbst meine Tante ist in ihrem Glauben immer noch irgendwie in dieser Weise geprägt. Juden sind die Weltverschwörer, die die MAcht an sich reißen wollen, weil sie immer die reichsten aller REichen sind. Sie vergisst hier aber eines: Juden in Deutschland durften im Mittelalter nicht Handwerker, nicht Bauer sein, durften diese Berufe nicht ausführen. Was sollten sie machen? Bänker und Händler. Und schon hatten die Juden ihren Ruf weg. Das zusammen mit dem Vorurteil, „Gottesmörder“ zu sein, verpasste ihnen diesen zweifelhaften Ruf, völlig zu Unrecht. Unrecht haben die europäischen und islamsichen Gesellschaften begangen.

    Dann kam das unselige 3. Reich, bei dem der Judenhass förmlich den Höhepunkt erreichte. Das Ergebnis war israel. Nun hatten die Juden endlich einmal in der Neuzeit einen eigenen Staat und den auch noch an den Stätten ihrer Ur-Väter. Der Erfolg: Anfeindungen durch islamische Nachbarn von vornherein. Der junge Staat wieder in der Opferrolle. Und jetzt passiert etwas Perfides. Jeder souveräne Staat darf sich verteidigen. Israael nicht. Sie wurden zum Täter und in Deutschland scheint man froh zu sein, etwas von der eigenen Schuld zurückzuüberweisen. Diesem Staat wird nicht zugebilligt, sich verteidigen zu dürfen. Den Juden des Staates Israel werden so viele Beschränkungen in ihren Verteidigungshandlungen auferlegt, dass ein Feldzug gegen Nachbarstaaten, die 8 Jahre lang Kassamraketen auf israel ungestraft abfeuern konnten und dies von den USA und EU nicht angeprangert wurde, als völlig überzogen und völlig indiskutabel angesehen wird.

    Israel muss es sich offensichtlich gefallen lassen, sich von allen Nachbarn angreifen zu lassen ohne dass ihm erlaubt wird, zu reagieren. Selbstverständlich müssen wir nicht mit allen Enscheidungen israelischer Politik einverstanden sein. Aber die politsche Großwetterlage ist dort eindeutig.

    Ohne den Islam wäre dort schon längst Frieden.

    Israel räumt Gaza. Antwort Beschuss aus Gaza. Eindeutiger geht es nicht mehr und trotzdem haben die Palis eine bessere Lobby als Israel.
    Israel ist zz. der einzige echte demokratische Staat. Er wird jedoch von USA und EU fallen gelassen wie eine heiße Kartoffel.

    USA wurde 11/9 angegriffen. Die USA riefen einen Feldzug gegen den Terrorismus aus und befindet sich seitdem auf Terroristenjagd zusammen mit den Alliierten in Afghanistan. Das ist alles ok.
    Wenn Israel dasgleiche macht ist das überzogen, menschenrechtsverletzend und fürchterlich. Denn Juden dürfen sich ja nichdt wehren. Das ist ja auch neu in der Menschheitsgeschichte. ja, Juden wehren sich, m. E. endlich mit Recht.


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