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Mor Gabriel unterliegt im Rechtsstreit 1. Februar 2011

Filed under: Christenverfolgung,Islamische Schandtaten — Knecht Christi @ 01:04

Der Oberste Gerichtshof der Türkei hat Ländereien des christlichen Klosters “Mor Gabriel” in Südostanatolien dem türkischen Staat zugesprochen. Die Unionsfraktion im Deutschen Bundestag sieht darin ein “Sinnbild für die Verdrängung des Christentums”.

 

Wie der Stiftungsvorsitzende des Klosters, Kuryakos Ergün am Donnerstag mitteilte, entschieden die Richter in Ankara in dem bereits seit Jahren andauernden Rechtsstreit um die Länderreien nun zugunsten des türkischen Schatzamtes. Details seien noch unklar, das Kloster warte auf den offiziellen Bescheid, meldet die Katholische Nachrichtenagentur (KNA).

Das Kloster “Mor Gabriel” war bereits im vierten Jahrhundert gegründet worden. Mit der Klage hatte das türkische Schatzamt seinen angeblichen Anspruch auf einige Felder in der Umgebung des Klosters durchsetzen wollen.

 

Die Klage wurde im Juni 2009 von einem Gericht in der südosttürkischen Stadt Midyat zurückgewiesen und ging daraufhin an das Berufungsgericht in Ankara. “Verdrängung des Christentums aus der Türkei” Die CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag äußerte sich am Freitag besorgt über das Urteil. Ute Granold, Sprecherin des Stephanuskreises für Religionsfreiheit, bezeichnete die Gerichtsentscheidung als einen “schweren Schlag für das Kloster”.

 

Immer wieder habe sich das Kloster gegen Versuche wehren müssen, seinen Grundbesitz zu enteignen. Es sei zu befürchten, “daß es sich bei dem nun gesprochenen Urteil um den Beginn einer Entwicklung handelt, die das Kloster in seiner Existenz bedroht”, so Granold. Granold wies darauf hin, daß auch der aktuelle Fortschrittsbericht der EU-Kommission auf “eklatante Mängel im Bereich der Religionsfreiheit” hingewiesen hat. Die Existenz der christlichen Gemeinschaft in der Türkei sei zum Beispiel auch dadurch bedroht, daß es nicht erlaubt sei, “ihren Nachwuchs an Geistlichen auszubilden und auch Unterricht in der Sprache der Minderheiten zu erteilen”.

 

Die Sprecherin der Unionsfraktion für Menschenrechte, Erika Steinbach, sieht die Situation des Klosters als “geradezu symbolisch für die schwierige Lage der Christen in der Türkei”. Auch wenn das Urteil noch nicht rechtskräftig sei, so bedeute es einen “schweren Rückschlag für die Christen in der Türkei und läßt für die Zukunft wenig Gutes erwarten”. Steinbach weiter in einer Pressemeldung: “Sinnbildhaft steht der Entzug von Grund und Boden des Klosters ‘Mor Gabriel’ für die Verdrängung des Christentums in der Türkei.” Die Streitigkeiten zwischen dem Kloster, seinen Nachbardörfern und türkischen Behörden um seine Grundstücksgrenzen begann vor drei Jahren im Zuge von Landvermessungsarbeiten zur Erstellung von Grundbüchern nach den Vorgaben der Europäischen Union. In einigen Verfahren wurde für, in anderen gegen das Kloster entschieden. {Quelle: www.katholisches.info}

 

 

Fraktionen fordern Schutz des Klosters Mor Gabriel in der Türkei

 

Die Bundestagsfraktionen fordern die Bundesregierung in drei Anträgen auf, sich gegenüber der türkischen Regierung für den Schutz des Klosters Mor Gabriel in Südostanatolien einzusetzen. Die fast gleichlautenden Anträge der Linksfraktion (16/12848), der Grünen (16/12867), sowie der gemeinsame Antrag von CDU/CSU, SPD und FDP (16/12866) betonen, das 1.600 Jahre alte Kloster sichere das kulturelle Erbe der syrisch-orthodoxen Christinnen und Christen und stelle heute das geistliche und kulturelle Zentrum Syrisch-Orthodoxer in Südostanatolien dar. Eine Verschlechterung jeglicher Rahmenbedingungen für die Existenz des Klosters würde nach Ansicht der Abgeordneten den Fortbestand dieser Kultur akut gefährden.

 

Hintergrund sind drei Gerichtsverfahren, in denen das Kloster Mor Gabriel sich derzeit befindet. In einem Verfahren beanspruchen angrenzende Dörfer sowie das Schatzamt des Distrikts Midyat große Teile des Klosterlandes. Das Kloster selbst klagt zudem in zwei Verfahren gegen eine Mitte 2008 durchgeführte Katastererfassung, durch die seine Besitzungen stark beschnitten wurden. Die Linke sowie die Koalitionsfraktionen und die FDP betonen in ihren Anträgen, es müsse davon ausgegangen werden, »dass die gegnerischen Parteien jeweils eine Schließung des Klosters beabsichtigen beziehungsweise das Ziel verfolgen, das klösterliche Leben zukünftig unmöglich zu machen«. Alle Antragsteller verweisen aber darauf, dass sich Vertreterinnen des Bundestagsausschusses für Kultur und Medien am 27. Februar 2008 ein Bild von der »akuten Gefährdung« des Klosters machen konnten. Die Abgeordneten seien sich nach dem Besuch in der Prognose einig, dass ein Prozessende zu Ungunsten des Klosters »weitreichende Einschnitte in die syrisch-orthodoxe Kultur bis hin zur akuten Existenzgefährdung nach sich ziehen würde«. {Quelle: www.theoblog.de}

 

2 Responses to “Mor Gabriel unterliegt im Rechtsstreit”

  1. bazillus Says:

    Was wollen wir denn von dem Islam türkischer Prägung erwarten? Die stärkste Partei der Türkei unter Vorsitz des Islamisten Erdogan lässt das Land immer weiter zu den Wurzeln des Islams abgleiten. Da wird so ein alter Kloster doch diesem Islamisierungsprozess nicht im Weg stehen, zumal die Christen in diesem Lande eh so gut wie ausgestorben sind.

    Christen können bald nur noch als Ausstellungsstücke im Museum besucht werden, für die die Besucher noch Eintritt bezahlen müssen, um sich über sie lustig zu machen. Aber genau diese Zustände wollen unsere Eliten und Kirchen des deutschsprachigen Raumes ja auch Österreich und Deutschland. Sie rollen dem Islam türkischer Prägung den roten Teppich mit eingebauten Girlanden aus. Der EU-Beitritt der Türkei wird seine eigenen Gesetzlichkeiten in die EU mit sich bringen.

    Glaubt hier im Leserkreis auch nur eine Person daran, dass sich die Türkei als EU-Mitglied an die Beschlüsse dieser EU-Waschlappen halten wird? Dafür ist die Türkei viel zu stolz und unbeugsam, um sich diesen Vorgaben der EU-Luschen zu beugen. Die Türkei in der EU wird dieser Organisation des „Christenclubs“, wie die Vertreter dieses Landes die EU völlig fälschlicherweise nennen (Christen sind in Europa im Norden höchstens noch 5 – 10 %, im Süden möglicherweise mehr), ihren Stempel aufdrücken und sie mit ihren islamischen Forderungen erpressen. Wer will von diesen Hanseln da widersprechen? Etwa Schulz und Co.?

    Nur noch eine extreme Wirtschaftskrise wird die EU noch auf den Boden der Tatsachen aufprallen lassen.

  2. bazillus Says:

    Nachtrag: Ich wünsche mir diese Wirtschaftskrise nicht, da diese mit bürgerkriegsähnlichen Zuständen verbunden sein wird. Nicht, dass ich da falsch verstanden werde.


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