kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Ein Titel für Mubaraks graue Eminenz 31. Januar 2011

Filed under: Aktuelle Nachrichten — Knecht Christi @ 02:47

In den dreißig Jahren seiner Herrschaft hat Ägyptens Präsident nie offiziell einen Stellvertreter gehabt. Doch die Rolle hatte Omar Suleiman schon lange inne. Zwar ist er kein Mann der Armee. Doch er passt in ihr neues Drehbuch.

 

Vier Tage lang hatte Husni Mubarak geschwiegen. Dann, sehr spät am Freitagabend, blickte der ägyptische Staatspräsident, abgemagert und matt, in die Kamera des abgedunkelten Raums, in dem das Staatsfernsehen seine Ansprache aufzeichnete. Mubarak äußerte Verständnis für die „legitimen Erwartungen“ der Demonstranten. Wieder einmal stellte er Reformen in Aussicht. Und wieder einmal zeigte er sich am Ende aber doch uneinsichtig. „Ich oder das Chaos“, lautete seine Botschaft. Auf den Straßen erntete er Hohn dafür. Selbst die Ausgangssperre, die Mubarak unter ernsten Drohungen verhängt hatte, nahmen die Demonstranten nicht ernst. Der Staatspräsident strahlt keine Autorität mehr aus. (more…)

 

Proteste vor ägyptischer Botschaft in Berlin

Filed under: Aktuelle Nachrichten — Knecht Christi @ 02:36

Ägyptische Demonstranten in Berlin fordern Mubarak-Rücktritt

 

In Berlin haben am Wochenende bei mehreren Demonstrationen Hunderte Menschen ihre Solidarität mit der Freiheitsbewegung in Ägypten bekundet. Am Sonntag versammelten sich nach Veranstalterangaben 250 Menschen am Potsdamer Platz in Mitte, um im Anschluss zur ägyptischen Botschaft in die Stauffenbergstraße am Tiergarten zu ziehen.

 

Die in Deutschland lebenden Ägypter waren aus dem gesamten Bundesgebiet angereist, eine größere Gruppe aus Leipzig. Auf Transparenten forderten sie den Rücktritt des ägyptischen Staatschefs Husni Mubarak und die Freilassung aller politischen Gefangenen. Zugleich gedachten sie mit einer Schweigeminute der Opfer der Proteste seit dem 25. Januar in ihrer Heimat. Mit Erlaubnis der Polizei hätten sie später zu Ehren der Toten Blumen vor den Toren der Botschaft niedergelegt, berichtete Mitorganisator Walid Abd El Gawad nach der Abschlusskundgebung. (more…)

 

Hamed Abdel-Samad im Gespräch: Hier demonstriert keine islamische Sekte

Filed under: Reportagen — Knecht Christi @ 02:23

Der in Ägypten geborene Politikwissenschaftler Hamed Abdel-Samad hat schon als Jugendlicher gegen das dortige Regime demonstriert. Als die Unruhen ausbrachen, flog er sofort nach Kairo. Er spricht über eine Generation, die anders leben will.

 

Herr Abdel-Samad, seit wann sind Sie in Kairo, und wie geht es Ihnen?

Ich bin am Donnerstagmittag angekommen und habe am Freitag an den Großdemonstrationen teilgenommen. In den Nebenstraßen, die zum Tahrir-Platz führen, wo die Demonstration stattfinden sollte, waren wir stundenlang eingekesselt zwischen Polizeieinheiten, die uns ununterbrochen mit Tränengas beschossen haben. Auch Schlägerbanden und Polizisten in Zivil waren unterwegs. Im Getümmel wurde mir ein Finger gebrochen, und wie viele habe auch ich eine Rauchvergiftung erlitten, aber es geht schon wieder. Schließlich haben wir es geschafft, doch zum Tahrir-Platz zu gelangen. Plötzlich, am frühen Freitagabend, verschwand die Polizei ohne Ankündigung, der Platz gehörte uns sozusagen allein.

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Das letzte Aufbäumen eines Diktators

Filed under: Aktuelle Nachrichten — Knecht Christi @ 02:09

Lange galt Ägypten als stabiler Vorbild-Staat im Nahen Osten. Der Preis dafür war eine harte Diktatur. Jetzt ist der Wandel möglich.

 

Ägypten bricht zusammen. In knapp einer Woche verwandelte sich der arabische Musterschüler in punkto Stabilität in ein brodelndes Chaos. Sechs Tage ringt das Volk nun schon mit seinem verhassten Pharao, der sich stur und starr an seinen Thron klammert. 30 Jahre umnebelt vom Weihrauchdunst seiner Höflinge, vermag der greise Diktator nicht mehr zu begreifen, dass seine Zeit abgelaufen ist. Stattdessen agiert Hosni Mubarak als Todesengel am Nil, der lieber alles mit sich in den Abgrund reißt, als sein Volk wieder freizugeben. Seine Polizei schießt auf die mutigen Demonstranten, tausende seiner Berufsschläger aus der Staatssicherheit ziehen plündernd durch Geschäfte und Wohnungen.

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Mubarak will nicht weichen

Filed under: Aktuelle Nachrichten — Knecht Christi @ 01:50

Mubarak klammert sich an die Macht, und Ägypten kommt nicht zur Ruhe. Die Opposition gibt sich mit den Versprechungen des Präsidenten nicht zufrieden. Und der Westen zeigt sich besorgt und dringt auf Reformen.

 

Am fünften Tag der Massenproteste in Ägypten ist der Druck auf Präsident Husni Mubarak im In- und Ausland gestiegen. Trotz der Ernennung eines Vizepräsidenten und eines neuen Regierungschefs gingen die Demonstrationen am Samstag (29.01.2011) weiter, seit Freitag kamen nach vorliegenden Berichten etwa 100 Menschen bei den Zusammenstößen ums Leben. Am Samstag wurden allein zwölf Tote aus der Stadt Beni Sueif gemeldet, die etwa 140 Kilometer von der Hauptstadt Kairo entfernt liegt. Drei Menschen starben jeweils in Kairo und Rafah, fünf weitere in Ismailija. (more…)

 

Kloster des Heiligen Antonius Saafarana restauriert 30. Januar 2011

Filed under: Heilige der koptischen Kirche — Knecht Christi @ 04:54

Ältestes christliches Kloster aufwändig restauriert

 

In Saafarana (am roten Meer) befindet sich das wohl älteste christliche Kloster der Welt, welches im 4 Jahrhundert entstand und dem Heiligen Antonius geweiht ist. Es wurde eine Summe von 10,5 Millionen Euro aufgebracht, um acht Jahre lang dieses alte Bauwerk zu restaurieren und somit weiter erhalten zu können. Man will darstellen, wie Ägypten sich um seine Gedenkstätten kümmere, so Zahi Hawass. Hawass ist der leitende Archäologe des Projekts und Leiter der ägyptischen Altertumsbehörde. Das Sankt Antonius Kloster Saafarana kann mit Reisegruppen erreicht und besucht werden und ist immer noch ein aktiver Ort des Glaubens und Lebens.

 

Der Heilige Antonius erreichte ein Alter von 105 Jahren, als er im Jahre 356 nach Christus in Saafarana starb. Er führte ein zurückgezogenes Leben als Eremit in einer Höhle am Berg. Dort verbrachte er sein gesamtes Leben. Besucher empfing der Heilige nicht, auch wenn seine sich Anhänger am Fuß des Berges versammelten- er verbot ihnen den Aufenthalt. Eben dort, wo einst die Anhänger des Heiligen das Verweilen untersagt wurde, steht heute das Kloster, welches auf Ägyptisch Deir El-Kedis Antonius heißt.

 

Weniger als 10 Mönche lebten zugleich im Sankt Antonius Kloster Saafarana und unterhielten das Kloster für eine sehr lange Zeit, bis ab dem Jahre 1971 mehr junge Mönche in das alte Kloster zogen, welches im Zuge dessen erweitert wurde. Koptische Christen wünschen, im Sankt Antonius Kloster zu leben und somit bedurfte es immer mehr Raum. In der Abgeschiedenheit der Wüste suchen nun um die 80 Mönche innere Einkehr und die Nähe zu Gott. Über dem Grab des Heiligen Antonius wurde die Antoniuskirche errichtet und man kann an den Wänden der Kirche Malereien aus dem 13. bis 16. Jahrhundert sehen. (more…)

 

Das Vermächtnis des Propheten

Filed under: Pater Zakaria & co. — Knecht Christi @ 04:11

Dschihad, Dhimmi und sūrat(u) Al-Tawbah:5 u. 29 (9:5 u. 29) 

Von Dr. Thomas Tartsch
In Erinnerung an den im Juli 2010 verstorbenen Orientalisten Dr. Rainer Glagow

 

1. Einführung: Der Dschihad wurde und wird seit über 1400 Jahren religiös legitimiert und auf Grundlage juristischer Ausarbeitungen des jus ad bellum und des jus in bello der islamischen Rechtsschulen geführt.

Dieses Grundwissen sollte gerade in der Orientalistik und Islamwissenschaft bekannt sein, wird aber im Rahmen der zunehmenden Politisierung dieses Fachgebietes immer mehr vor dem Hintergrund des Zwanges zur politischen Korrektheit und der Angst um die eigene Karriere und der Bewilligung von Forschungsgeldern von einem Islambild einer idyllischen Symbiose von sexueller Imagination (Harem) und Folklore (Dampfbad) verdrängt.

 

Das Ergebnis dieses wissenschaftlichen Zerfallprozesses sieht man in Deutschland in Gestalt der HAMAS hofierenden „Nahostexperten“ und der islamwissen­schaftlichen Märchentante, die als persische Reinkarnation von Scheherazade das iranische Regime bis zur Stufe des geistigen Komas schönredet. Andere Auswüchse sind die in den letzten Jahren in Nordrhein-Westfalen und Berlin, mit finanzieller Unterstützung des jeweiligen Landes und unter Mitarbeit einer einschlägig bekannten islamischen Religionspädagogin (NRW) und eines einschlägig bekannten Islamwissenschaftlers (Berlin), erstellten Handreichungen für Lehrer im Umgang mit muslimischen Schülern. Lehrkräfte werden so zu Handlangern der Einführung schariatischer Grundsätze, wie der rigiden Geschlechtertrennung an Schulen, durch verordnete Toleranz gegenüber dem Kopftuch, getrennten Sport- und dem Burkini im Schwimmunterricht, degradiert. (more…)