kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Der Kampf um die ägyptischen Freiheit 31. Januar 2011

Filed under: Aktuelle Nachrichten — Knecht Christi @ 23:59

“Allahu Akbar” und “Nieder mit Amerika”

 

Die Ägypter sind schon seit über einer Woche auf der Straße. Sie haben der Polizei getrotzt, sie haben das Ausgangsverbot missachtet und gingen jeden Tag, um zu kämpfen: „für die Freiheit“, „gegen die Korruption“, für die Vertreibung Mubaraks und anderen Zielen: Die Frage ist, was nach Mubarak kommen soll.

 

Unter den Demonstranten am Tahrir-Platz, dem Platz der Befreiung, sind Hunderte, Tausende Männer mit langen schwarzen Bärten. Sie gehören zur „Muslim-Bruderschaft“ und wollen keine Demokratie, sie wollen aus Ägypten einen Gottesstaat machen. „Allahu akbar!“, rufen sie – Gott ist groß. Natürlich ist es ein Aufstand für die Freiheit in Ägypten. Aber gleichzeitig bricht sich hier der Hass gegen den Westen Bahn, gegen Amerika und Israel.

 

„Wir brauchen eine Regierung, die Israel bekämpft“, sagen viele Menschen. „Israel ist unser Feind.“ Andere sagen: „Obama ist ein Hund und ein Lügner.“ Die Menschen fragen uns mit grimmigen Blicken, ob wir Amerikaner oder Israelis sind. Es liegen nicht nur Freiheitsdrang und Hoffnung in der Stimmung dieser Tage, sondern auch Hass und Wut auf den Westen.

 

Nachts verwandelt sich Kairo in eine albtraumhafte, gesetzlose Betonwüste. Ein Kaufmann aus dem Viertel Heliopolis erzählt uns: „Wir haben uns bewaffnet, weil uns sonst niemand mehr vor den Plünderern schützt. Letzte Nacht sind sie von Haus zu Haus gezogen. Sie haben Kisten vor die Türen gestellt und gesagt: ‚Werft da alles rein, was wertvoll ist. Sonst zünden wir euer Haus an!’“

 

Bildzeitung: Und es gibt auch einige, deren Kampfparolen „Nieder mit Amerika“ heißen: Erste „Nieder-mit-Amerika“-Rufe. Die Menschen lassen sich auch nicht vertreiben, als kurz vor 16 Uhr Kampfjets im Tiefflug über den Platz düsen. Kaum einer verlässt den Platz, die Menschen bleiben, über sie kreist erst ein Hubschrauber der Präsidentengarde, dann ein olivgrüner des Militärs. Als eine Stunde später die Sonne untergeht, fangen rund hundert Demonstranten an, sich zum Gebet niederzuknien. Als der Vorprediger „Allahu Akbar“ anstimmt, dröhnt die Antwort über den Platz. Auch als er dann „Nieder mit Amerika“ ruft – ein bisher ungehörter Slogan – stimmen die Menschen mit ein. Die Zustimmung ist deutlich lauter, als für Mohamed El Baradei, der eine Stunde später eine kurze Rede hält.

 

Financial Times Deutschland: Natürlich gingen die jungen Studenten, die vielen Menschen auf die Straße für edle Ziele wie Freiheit und ein besseres Leben. Aber mal ganz im ernst – die deutschen Zeitungen können nur das sagen, was die hiesigen Propagandisten von ihnen erwarten.

 

Langsam aber werden die anständigeren, die schächeren unter diesen „Demonstranten“ müde. Und die Straße gehört dann denjenigen, die sie beherrschen können. Die Anständigen müssen auch zu Hause bleiben, um ihre Familien und Häuser zu schützen. Die Straße überbleibt den Mächtigen. Und nach einer Zeit wird das Volk bereitwillig und gern die Muslimbruderschaft als „Retter“ begrüßen und bejubeln. Denn man wird auch noch den Teufel lieben, wenn der Teufel die Ordnung wieder herstellt. Egal wie blutig die Ordnung sein wird. Und dann erst werden die Journalisten Europas anfangen, um Ägypten zu weinen.

 

 

Ägypten verhaftet angeblich 6 Journalisten der Al Jazeera

 

Das ägyptische Militär hat angeblich 6 Journalisten der Al Jazeera, des berühmten Sprachrohrs des islamischen Terrorismus, festgenommen:

13.36 Uhr: Al Jazeera berichtet, dass sechs ihrer Journalisten von Armeeangehörigen verhaftet wurden. Eine Maßnahme des Regimes, um kritische Berichterstattung im Keim zu ersticken. Der Fernsehsender war bereits am Vortag geschlossen worden. Die Meldung über die Festnahme kam über den Blog der Al Jazeera.

 

TT-Com: Man sollte jedoch mit solchen Meldungen sehr vorsichtig umgehen, denn die Journalisten aller Länder halten zusammen und verbreiten als Multiplikatoren sehr gern sofort und ungeprüft solche Nachrichten.

In den Meldungen der Al-Jazeera werden diese Angaben derzeit von Minute zur Minute korrigiert. Fast sieht es aus, als ob es um ein klägliches Mißverständnis bei den Journalisten und Bloggern handelt: 6 Leute wurden verhaftet, nicht das ganze Team. Wir haben immer noch Al-Qaida-Journalisten da draußen auf der Straße http://aje.me/ajelive . Das tweetete Al-Jazeera soeben aus Kairo. Diese Leute suchen dort womöglich die Auseinandersetzung mit den Behörden, damit sie nachher die Stimmung in den internationalen Medien einpeitschen können.

Irgendwie kann ich mir die Frage nicht verkneiffen: Stellt euch nur vor, in Deutschland läuft ein ähnlicher Aufstand – vielleicht der Aufstand der Grünen Parkschützer und Atomkraftgegner und ihrer Journalistenfreunden. Und die Sicheheitskräfte nehmen 6 Journalisten fest. Wer wären die Favoriten auf eurer Liste? Oder zumindest von welcher Zeitung? Vielleicht vom TV? Laßt ruhig eurer Phantasie freien Lauf {Quelle: kybelines Europäische Werte}

 

3 Responses to “Der Kampf um die ägyptischen Freiheit”

  1. Cajus Pupus Says:

    >Die Frage ist, was nach Mubarak kommen soll.<

    Die ultimative Waffe:

    Claudia Fatima Roth!

  2. almani2000 Says:

    Was ich in den letzten Tagen, die ich quasi 24 h entweder im Internet, am Telefon oder vor dem TV verbracht habe, am meisten kritisieren möchte, ist die Tatsache, dass alle großten TV-Kanäle, wie BBC, CNN, France 24, ABC, Al Jazeera etc. ausführlich und intensiv über die Vorgänge in Ägypten seit dem 25.Januar berichtet haben.

    Nur das deutsche Fernsehen nicht: weder die öffentlich rechtlichen noch die sog. Nachrichtensender wie N24 oder NTV hielten das Thema für wichtig. Z.B. am Samstagnachmittag, als es in Ägypten bereits brannte, kamen auf unseren TOP-Nachrichtensendungen nur die Standardprogramme für Jäger und Sammler.
    Einfach ein Schande, armes Deutschland!


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