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Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Massenproteste auch im Jemen 29. Januar 2011

Filed under: Aktuelle Nachrichten — Knecht Christi @ 12:59

Zehntausende Menschen haben am Donnerstag im Jemen demonstriert und den Sturz von Präsident Ali Abdullah Saleh gefordert. Angeführt wurden die Proteste in Sanaa von Mitgliedern der Opposition und Jugendaktivisten.

27. Januar 2011 In der jemenitischen Hauptstadt Sanaa haben am Donnerstag Tausende Demonstranten einen Regierungswechsel verlangt. An der Universität versammelten sich 10.000 Menschen, weitere 6000 Demonstranten zogen andernorts durch die Straßen der Stadt. Die Menschen forderten in Sprechchören die Ablösung von Präsident Ali Abdullah Saleh, bessere Lebensbedingungen, eine Ende der Korruption und der sozialen Ungleichheit. Rund 100 Angehörige der Sicherheitskräfte wurden im Bankenviertel in Sanaa zusammengezogen. Die Kundgebungen verliefen friedlich.

„Nein zur Mandatserneuerung, Nein zur Erbnachfolge“ und „die Stunde des Wandels ist gekommen“, rief die Menge in Sanaa, die dem Demonstrationsaufruf eines Oppositionsbündnisses gefolgt war, dem auch islamistische Gruppierungen angehören. Nach Angaben der Organisatoren gab es vier getrennte Kundgebungen, um die Polizei zu zerstreuen. Die Regierungspartei organisierte als Gegengewicht zu den Oppositionsprotesten ebenfalls vier Kundgebungen, die tausende Menschen anzogen. Nach ersten Berichten blieben die Demonstrationen friedlich.

Am Montag war nach einem Tag in Haft die islamistische Journalistin Tawakul Karman freigelassen worden, die in der Woche zuvor Proteste gegen die Regierung organisiert hatte. Vor Hunderten Demonstranten in Sanaa hatte sie sofort weitere Kundgebungen angekündigt. „Wir werden diesen Kampf und die Jasmin-Revolution fortsetzen, bis zur Absetzung dieses korrupten Systems, das den Reichtum der Jemeniten geplündert hat“, rief sie.

 

Wichtiger Verbündeter Washingtons: Präsident Saleh ist ein wichtiger Verbündeter in dem von den Vereinigten Staaten ausgerufenen globalen Kampf gegen den Terrorismus. Er regiert das Land, das mit hoher Arbeitslosigkeit und schwindenden Öl- und Wasserreserven zu kämpfen hat, seit nahezu 32 Jahren. Fast die Hälfte der 23 Millionen Einwohner lebt von weniger als zwei Dollar am Tag, ein Drittel leidet Hunger.

Im Parlament wird derzeit trotz des Protests der Opposition eine Änderung der Verfassung diskutiert, die Saleh eine Präsidentschaft auf Lebenszeit sichern könnte. Die Opposition wirft Saleh zudem vor, die Macht an seinen ältesten Sohn Ahmed übergeben zu wollen. Dieser ist Chef der Republikanischen Garde, der Eliteeinheit der Armee. In einer am Sonntagabend vom Fernsehen übertragenen Rede wies der Staatschef die Vorwürfe zurück. „Wir sind eine Republik und ich bin gegen die Übertragung der Macht“, sagte Saleh. Im Jemen sind für den 27. April Parlamentswahlen angesetzt. {Quelle: www.faz.net}

 

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