kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Kopten Hollands protestieren vor dem europäischen Parlament in Brüssel 29. Januar 2011

Filed under: Koptenverfolgung — Knecht Christi @ 12:12

Die koptisch-holländische Organisation wird am 01. Februar 2011 mit anderen koptischen Organisationen, Vereinen und Menschenrechtlern vor dem europäischen Parlament in Brüssel protestieren. Währenddessen treffen sich einige Kopten aus allen Ländern Europas in dem Parlament mit mehreren EU-Parlamentariern. Dabei legen die Repräsentanten der koptischen Organisationen in den verschiedenen Ländern Europas alles (Bilder, Videos und Dokumente) vor, was zweifellos beweist, dass die Lage sich immer mehr zuspitzt und verschlechtert. Sie protestieren gegen die religiös motivierten Angriffe gegen die Kopten und ihre Heiligtümer.

 

Die koptisch-holländische Organisation ermutigt die Kopten in Holland und im ganzen Europa mit den Worten: „Beteilige dich daran und gib deine Stimme ab – Verlange nach deinem weggenommenen Recht – Äußere couragiert deine Meinung – Das Schweigen fördert mehr Angriffe – Vergiss weder das Land deiner Vorfahren noch das Blut der Märtyrer“. Man möge sich folgende Infos zur Kenntnis nehmen und sie weiterleiten: info@copts.nl
= Amsterdam: Um 8:30 vor dem Victoria Hotel im Zentrum
= Etracht: Um 9:30 vor der koptischen Kirche
= Den Haag: Um 9:30 vor der koptischen Kirche
= Eindhoven: Um 10:00 vor der koptischen Kirche

 

Wort des Vorsitzenden der koptisch-holländischen Organisation Bahaa Ramzy

 

Zweifelsohne darf man nicht mehr die furchterregende Zunahme der religiös motivierten Angriffe gegen die Kopten in Ägypten verschweigen. Zu Beginn des letzten Jahres wurden am Heiligabend vor der Kathedrale zu Naag Hamady sechs Kopten erschossen. Im November desselben Jahres stoppten die Sicherheitsbehörden den Bau der Kirche in Talibya (Omrania – Giza). Als die Kopten friedlich vor der Kirche protestierten, wurde auf sie geschossen, was dazu führte, dass mindestens drei Kopten ums Leben kamen, Dutzende schwer verletzt und Hunderte inhaftiert wurden. Die inhaftierten Kopten wurden gefoltert und lange eingesperrt. Das Jahr endete mit dem erschütternden Massaker in Alexandria, wo mindestens 24 Kopten ums Leben kamen (am 24. Januar erlag Samuel Michael in London seinen Verletzungen) und über 90 schwer verletzt (einige werden im Ausland behandelt, wo sie sich Operationen unterzogen). 

 

Es ist mehr als glasklar geworden, dass die Drahtzieher dieser Massaker die Kopten in die Enge treiben und verängstigen wollen, damit sie Ägypten gezwungen verlassen. Sie vergessen aber dabei, dass wir die Ursprungsbewohner Ägyptens sind, und dass die Mächte der Untergrund unsere Kirche nicht besiegen werden, egal wie hoch das Opfer sein mag.

 

Während die verheerenden Massaker und Angriffe nie abgerissen haben, gehen die anderen Verbrechen an den Kopten weiter. Die minderjährigen Koptinnen werden verführt, entführt und zwangsislamisiert. Das Christentum wird systematisch virtuell und in der Öffentlichkeit herabgewürdigt. Viele Kopten werden grundlos gefeuert. Die koptischen Firmen, Läden und Produkte werden boykotiert. Das Motto wird verbreitet: „Kauf bei den Kopten nicht ein und verkaufe ihnen auch nichts“. Im Alltag wird ein Kopte wegen seines Glaubens benachteiligt.

 

Wir haben mit einem methodischen Genozid und ausgearbeiteten Terror zu tun, die sich gegen die Kopten Ägyptens richten. Die ägyptische Regierung ignoriert bzw. lässt die grassierende Verfolgung und evidente Diskriminierung zu. Die Sicherheitsapparate verbünden sich mit den Drahtziehern und deren Attentätern. Und am schlimmsten sind die Medien, die nicht nur die Ereignisse totschweigen, sondern auch die Fakten und Wahrheiten verdrehen.

Der religiöse Fanatismus gegen die Kopten in Ägypten wird nicht von einer bestimmten Gruppe bzw. Schicht ausgeübt, sondern von allen Moslems Ägyptens. Er beginnt auf den Straßen, wird in den islamisierten Schulen gesät, durch die Medien verbreitet, in den Moscheen gepredigt und durch das Regime Mubarak gerechtfertigt; durch die verschiedenen Apparate: Justiz, Polizei und Behörden. Somit werden die Kopten regelrecht eingekesselt.

 

Darum müssen wir aufstehen und gegen dieses Unrecht mit allen gesetzmäßigen Mitteln kämpfen. Das Maß läuft längst über, alle roten Linien wurden überschritten und die Herzen bluten. Darum lassen wir die ganze Welt zu unserem Zeuge werden. Wo wir im eigenen Land auf taube Ohren und getarnten Bestien stoßen, wenden wir uns an die internationale Gesellschaft.

 

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