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Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Ausgangssperre für Kairo verhängt 28. Januar 2011

Filed under: Aktuelle Nachrichten — Knecht Christi @ 17:52

Die ägyptischen Behörden haben am Freitag eine Ausgangssperre für Kairo und zwei weitere Städte verhängt. Wie das ägyptische Staatsfernsehen berichtete, soll die Ausgangssperre für den Zeitraum zwischen 18.00 Uhr und 07.00 Uhr (Ortszeit) gelten.

 

Derweil geht die Polizei in aller Härte gegen neue Massenproteste vor. Zehntausende Menschen demonstrierten am Freitagmittag in den wichtigsten Städten des Landes gegen die Regierung von Präsident Husni Mubarak. In Kairo feuerten Soldaten laut Augenzeugen Schüsse in die Luft, um die Menschen im Stadtzentrum auseinanderzutreiben. Die Polizei setzte Wasserwerfer und Tränengas ein. UN-Generalsekretär Ban Ki Moon rief in Davos zum sofortigen Ende der Gewalt auf. Friedensnobelpreisträger Mohammed el Baradei, der sich an die Spitze der Demonstranten setzen will, wurde am Mittag offenbar zunächst festgesetzt. Nach einem Bericht des Fernsehsenders Al Dschasira hinderten ihn Ordnungskräfte nach dem Freitagsgebet in Kairo am Verlassen einer Moschee. Auch vor dem Präsidentenpalast in Heliopolis versammelten sich Demonstranten, wie der Sender Al-Arabiya meldete. Präsident Mubarak hielt sich zu dem Zeitpunkt aber vermutlich nicht dort auf. Die ägyptische Polizei soll vor Beginn der Großdemonstrationen aufgefordert worden sein, notfalls auch zur Waffe greifen.

 

„Die Polizei hat klare Anweisungen erhalten, jede Demonstration zu verhindern und notfalls auch direkt auf mögliche Demonstranten zu schießen“, hieß es aus Sicherheitskreisen. Auf den großen Plätzen von Kairo standen gepanzerte Truppentransporter, in den Nebenstraßen zahlreiche Polizeiwagen. Die ägyptische Regierung schaltete nach dem Internet auch Mobilfunknetze ab, um die massiven Proteste einzudämmen. Sicherheitskräfte nahmen zahlreiche Oppositionelle fest, darunter nach Angaben aus Sicherheitskreisen 25 führende Mitglieder der islamistischen Muslimbruderschaft. Die offiziell verbotene Muslimbruderschaft hatte ihre Anhänger nach tagelanger Zurückhaltung aufgerufen, sich den Protesten anzuschließen. Al Dschasira meldete, auch in der südlichen Provinz Minia habe es Proteste gegeben. Bei Protesten in der Hafenstadt Alexandria sei es zu Zusammenstößen zwischen Demonstranten und der Polizei gekommen. An die Spitze der Protestbewegung will sich el Baradei stellen, der am Donnerstagabend nach Kairo zurückgekehrt war. Der frühere Direktor der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA hat sich bereits als Chef einer Übergangsregierung angeboten. Er hatte im Frühjahr 2010 eine Allianz verschiedener Oppositionsgruppen geschmiedet und dabei auch die Muslimbrüder einbezogen.

 

Die ägyptischen Telekommunikationsfirmen sollen in einer geheimen Krisensitzung beschlossen haben, im Falle einer Eskalation der Proteste an diesem Freitag alle Kommunikationskanäle zu kappen, wie die unabhängige ägyptische Tageszeitung „Al-Shorouk“ berichtete. Nach Angaben des britischen Telekom-Konzerns Vodafone wurden alle Mobilfunk-Betreiber in Ägypten angewiesen worden, den Betrieb in ausgewählten Regionen einzustellen. Textnachrichten konnten nicht mehr versendet werden. Webseiten wie Twitter, Facebook und der Email-Dienst von Google waren vollständig blockiert. Auch die Server für Webseiten der ägyptischen Regierung und der US-Botschaft in Kairo waren laut CNN offenkundig unterbrochen. Das Auswärtige Amt in Berlin versicherte, man stehe trotzdem weiterhin in engem Kontakt mit der deutschen Botschaft in Kairo. Mehrere deutsche Reiseveranstalter strichen ihre Ausflüge nach Kairo. Die Bundesregierung unterstützt die Forderung nach mehr Demokratie in Ägypten. Es gebe eine Reihe von Defiziten in dem arabischen Land, kritisierte der stellvertretende Regierungssprecher Christoph Steegmans in Berlin. Außenminister Guido Westerwelle (FDP) forderte die ägyptische Regierung zum Gewaltverzicht auf. UN-Generalsekretär Ban Ki Moon erklärte in Davos, die Meinungsfreiheit müsse gewahrt, Gewalt unbedingt vermieden werden. {Quelle: http://www.stuttgarter-zeitung.de}

 

Ägypter setzen ElBaradei unter Hausarrest


Die ägyptischen Behörden haben Friedensnobelpreisträger Mohamed ElBaradei unter Hausarrest gesetzt. Das verlautete am Freitag aus Kreisen der Sicherheitskräfte. ElBaradei hatte sich zuvor den Protesten Zehntausender Menschen in Kairo gegen die Herrschaft von Staatspräsident Husni Mubarak angeschlossen. Die Polizei ging gegen ihn und seine Anhänger mit Wasserwerfern und Schlagstöcken vor.

Der frühere Leiter der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) war erst am Donnerstag in seine Heimat zurückgekehrt. Von Wasserwerfern getroffen, suchte ElBaradei Zuflucht in einer Moschee. Sie wurde dann von Hunderten Polizisten belagert. In umliegenden Straßen feuerten die Beamten Tränengas ab, so dass niemand die Moschee verlassen konnte. Internet und Mobilfunkverbindungen waren unterbrochen.

{Quelle: http://www.hersfelder-zeitung.de – Schauen Sie das Video und die vielen Bilder an}

 

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