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Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Viele Bibeltexte jugendgefährdend: Auf Index setzen! 24. Januar 2011

Filed under: Reportagen — Knecht Christi @ 11:14

Evangelischer ‚Theologe‘ meint: Die Bibel habe einen jugendgefährdenden Inhalt. Sie laufe an hunderten Stellen mit ihren ‚menschen- und lebensfeindlichen Aussagen‘ den Menschenrechten zuwider

 

Berlin (kath.net/idea): Ein evangelischer Theologe möchte Passagen der Bibel von der Bundesfamilienministerin auf den Index für jugendgefährdende Schriften setzen lassen. Die Begründung: An hunderten Stellen laufe die Bibel mit ihren „menschen- und lebensfeindlichen Aussagen“ den Menschenrechten zuwider. Wie der Pastor und Politologe Hartwig Hohnsbein (Göttingen) in einem Vortrag zum Thema „Einfluss und Aktivitäten fundamentalistisch-christlicher selbsternannter Lebensschutzorganisationen“ am 12. Januar im Roten Rathaus in Berlin sagte, machten vor allem viele Evangelikale die Bibel zur alleinigen Grundlage ihres Handelns. Im 17. Jahrhundert seien Hexenprozesse mit der Bibel gerechtfertigt worden. Heute gingen Evangelikale mit der Bibel gegen Homosexuelle und Abtreibungen vor.

 

ProChrist-Unterstützer sollen Mandat zurückgeben: Vor allem die radikalen Abtreibungsgegner kämen immer stärker an die Öffentlichkeit, wie etwa der „Marsch für das Leben“ zeige, bei dem Christen jedes Jahr mit 1.000 Holzkreuzen durch Berlin ziehen. Die Kreuze sollen daran erinnern, dass in Deutschland pro Werktag etwa 1.000 Kinder im Mutterleib getötet werden. Weltweit gewönnen die Evangelikalen an Bedeutung, so Hohnsbein. So repräsentiere die Weltweite Evangelische Allianz eine halbe Milliarde Christen. Hohnsbein forderte vor den rund 150 Teilnehmern der Veranstaltung, dass alle Bundestagsabgeordneten, die evangelikal geprägte Veranstaltungen wie etwa Pro-Christ unterstützten, ihr Mandat zurückgeben sollten. Außerdem rief er dazu auf, das wöchentlich erscheinende Nachrichtenmagazin idea-Spektrum zu lesen, um über die Aktivitäten der Evangelikalen informiert zu sein.

 

Kommentar von Herrn Kemmer

 

Ich finde es schon bald tragisch-köstlich, aber auch makaber, wenn Theologen gleich welcher Couleur sich über die Bibel echauffieren, deren Inhalt, wie jeder Religionsschüler weiß, nicht als wortwörtlich diktiertes Wort Gottes gilt im Gegensatz zum Koran, sondern als von Gott inspiriertes und von menschlichen Autoren niedergeschriebenes Werk, welche aus ihrer persönlichen Sicht die Dinge zwischen Gott und dem Volk Israels ehrlich und nicht verlogen beschrieben haben. Diese heutigen theologischen Nestbeschmutzer wissen nur zu gut, dass seriöse Theologie niemals den von Gott im AT geforderten Mord an Menschen wie z. B. an den Midianitern, eine Volksgruppe, die es heute meines Wissens nicht mehr gibt, gutheißen würde, auch nicht die Evangelikalen. Es gilt wohl allgemein als theologischer Konsens, dass das AT aus dem Lichte archaischer Zeiten gesehen werden muss, in denen sich das kleine Volk der Juden massiv mit ihrem Ein-Gott-Glauben aus dem Schmelztiegel verschiedener Viel-Götter-Glaubens-Arten abnabeln und hervorheben musste, um glaubwürdig und glaubenskräftig dazustehen. Dass zu dieser Zeit Mord und Totschlag im allgemeinen Lebens- und Überlebenskampf relativ häufiger an der Tagesordnung war als in der zivilisierten Welt heute kann angenommen werden. Stammesfehden waren wohl häufig Alltag. Da half wohl halt nur ein Gott, der ein klares Ja und Nein und noch klarere Regeln, die auch vor Mord und Totschlag und der Todesstrafe nicht zurückschreckten, die somit auch nicht dem heutigen Menschenrechtsstandard genügen können, erließ.

 

Warum sich dieser dubiose Theologe ausgerechnet die Menschen der Lebensrechtsbewegung für seine völlig unqualifizierte Kritik aussucht, wird mir wohl immer verschlossen bleiben. Wer Abtreibung als Mord ansieht, ist natürlich in bester biblischer Gesellschaft, denn auch Jesus wurde bereits im Mutterleib von Elisabeth durch Wirken und Erfüllung durch den Heiligen Geist angemessen geehrt mit den Worten: „Du bist gebenedeit unter den Frauen, und gebenedeit ist die FRUCHT DEINES LEIBES, JESUS. Woher wird mir die Gnade, dass die Mutter meines (ungeborenen) HERRN zu mit kommt? Denn siehe, sobald Dein Gruß an mein Ohr klag, frohlockte das Kind vor Freude in meinem Schoße (gemeint ist hier der ungeborene Johannes der Täufer) Selig, usw.“. Diesen Worten ging ein freudiges „Frohlocken“ des ungeborenen Jesus voraus. Diese Bibelstelle ist m. E. die Wichtigste gegen die Abtreibung eines jeden Kindes. Die beiden Großen Jesus und Johannes wurden bereits im Mutterleib geehrt. Sie wurden als vollwertige ehrenwerte Menschen angesehen. Wenn dies bei Jesus und Johannes möglich ist, ist dies dringend geboten bei jedem Kind.

 

Wenn ein Theologe die Straffreiheit der Abtreibung als gegeben akzeptiert und vielleicht sogar fordert und somit das „Erlaubtsein“ der Abtreibung hilft, in das Bewusstsein der Menschen einzupflanzen, dann soll er sich sein Lehrgeld zurückgeben lassen, dann hätte er auch „erlaubt“, Jesus abtreiben zu lassen. Maria als lediger Mutter wäre dann – primitiv-irdisch gesehen – Vieles erspart geblieben. Dann hat er weder Gottes (An)Gebote noch den Menschen noch die Schöpfung in ihrer ganzen Dimension verstanden. Da es hier um nichts anderes geht als um die Bewahrung von Menschenleben und um die Bewertung von Gleichwertigkeit von ungeborenen und geborenen Menschen, kann die Bibel nicht nur als weise Richtschnur dienen, sondern muss als absolutes Menschenrechtsgebot im Sinne der göttlichen Gebote verstanden werden. Kein Mensch hat das Recht, einen anderen auch ungeborenen Menschen zu töten. Du sollst nicht töten gilt auch für jeden Menschen in jedem Entwicklungsstatium. Auch dieses Denken stellt einen moralischen Defekt dar, den dieser Theologe wohl bereits verinnerlicht hat. Wenn er den Mord an Abtreibungsärzten verurteilt hätte, hätte ich ihn noch verstehen können. Aber die Demo zu kritisieren, Holzkreuze durch die Landschaft zu tragen, um an die Tötung (für mich Mord) von dergleichen Anzahl Ungeborener zu erinnern, ist für einen christlichen Theologen nur noch beschämend.

 

Hat sich der Heilige Geist von diesem Theologen abgewandt? Anstatt sich dem Lebensrecht Ungeborener zu widmen und sich für dieses Recht weltweit einzusetzen, will er Bibelverse eliminieren.

 

Dieser Theologe ist sich nicht zu schade, die Bibel zu verunstalten, sieht jedoch großzügig über die vielen menschenrechtsverletzenden Verse des Islam hinweg. Da dieses Werk von allen gläubigen und religionstreuen Muslimen als das wörtliche diktierte Wort ihres Gottes angesehen wird, sollte dieser Theologe einmal fordern, dass die diskriminierenden und Ungläubigen-Tötungs-Verse und Frau-Schlag-Verse endlich einmal verboten werden. Denn diese Worte gelten für alle Zeiten wahrlich menschenrechtsverletzend ausdrücklich gegen Juden und Dreifaltigkeitschristen. Diese hat es damals gegeben und es gibt sie heute ganz im Gegensatz zu den ermordeten Midianitern, die nur weichen sollten, damit die Juden in ihr von Gott verheißenes gelobtes Land kommen konnten, was mit Sicherheit nicht göttlicher Befehl war, auch wenn es im AT so dokumentiert ist. Und weil es Juden und Dreifaltigkeitschristen noch heute gibt, gelten die Ausgrenzungs- und Diskriminierungs- bis hin zu Tötungsversen des Koran bis heute.

 

An dieses Kaliber traut sich kein (in diesem Fall unchristlicher) Theologe, die gegen die eigene Glaubensgrundlage so mutig angehen, sich jedoch an die wahren problematischen ungeistigen „wortwörtlichen“ Ergüsse eines Gottes aus der Wüste zur Zeit des vollkommenen Propheten aus Feigheit und Angst vor Morddrohungen nicht heranwagen. Dass dieser Theologe damit so ganz nebenbei insbesondere das Judentum beleidigt, welches durch Interpretation sich von diesen „Worten Gottes“ schon lange gelöst hat, sieht er offensichtlich nicht.

 

Ich rege einen in meinen Augen weisen Kompromiss an: Die Christen (nicht die Juden) eliminieren die diskriminierenden Worte der Bibel, wenn der Islam seinerseits diese bis in die heutige Zeit hinein so brutal und fatal wirkenden satanischen Verse gegen Ungläubige, Juden und Christen sowie gegen die rechtliche Ungleichstellung der Frau aus dem Koran eliminiert. Damit kann ich leben.

 

Dann wäre nämlich die Zeit der Religionskriege, der Unterwerfung und Unterdrückung, der Selbstmordattentate, der Diskriminierungen, der Bombenanschläge, der Frauenunterdrückung, der Schutzverträge, des irrationalen Überlegenheitsherrenmenschendenkens gegenüber Ungläubigen, der Ehrenmorde, der Kinderehen, der Minutenehen, der Polygamie, also des legalen Ehebruchs, der Sklaverei, des desolaten Ehrbegriffes endgültig für alle Zeiten vorbei.

 

5 Responses to “Viele Bibeltexte jugendgefährdend: Auf Index setzen!”

  1. Janchen Says:

    Ich glaube, wir geben solchen Leuten soviel Ehre, indem wir diesen Quatsch dikutieren und dadurch verbreiten…..

    Der Mann war bis 1991 Pfarrer – halt ein Irrlehrer, wie sie beschrieben werden…. Leider finde ich keine Kontaktadresse… rrrrr

  2. Walter Says:

    Wer die Heilige Schrift angreift, greift den Inspirator Gott persönlich an!
    Der Herr wacht über sein Wort!
    Die Rache ist mein, spricht der Herr.!!!!

    Armer Theologe, wenn er nicht die Gnade der Buße bekommt wird er sich noch wundern, wenn er diese Welt verläßt und vor seinem Schöpfer steht!!!!

  3. virginia Says:

    „Ich rege einen in meinen Augen weisen Kompromiss an: Die Christen (nicht die Juden) eliminieren die diskriminierenden Worte der Bibel, wenn der Islam seinerseits diese bis in die heutige Zeit hinein so brutal und fatal wirkenden satanischen Verse gegen Ungläubige, Juden und Christen sowie gegen die rechtliche Ungleichstellung der Frau aus dem Koran eliminiert. Damit kann ich leben.“

    Kompromisse machen? Auf keinem Fall. Gott läßt nichts einfach verhandeln! SEINE Wahrheit bleibt, und wer damit spielen will rutscht den glitschigen Bahn ab, genau so wie Pastor Hohnsbein! Es fängt immer so „harmlos“ an.

    Dies ist auf jedem Fall für uns Christen eine erschütternder Bericht.

    • Frederik Says:

      Virginia,dass passt gut dazu..

      .Es fängt immer so „harmlos“ an.

      und endet im Chaos,….

      Der wahre Weg geht über ein Seil, das nicht in der Höhe gespannt ist, sondern knapp über dem Boden. Es scheint mehr bestimmt stolpern zu machen, als begangen zu werden.

      Geradezu verlockend wäre der Weg, wenn er etwas Bedeutendes, Seltenes darstellt in den Augen der Menschen und hoch oben vor ihren bewundernden Blicken sich vollzöge; wenn die neue geheimnisvolle Wirklichkeit, die zu finden der Mensch ausgezogen ist, sich ihm als elastisch tragende Unterlage an den Fuß schmiegen würde; wenn der Mensch in jedem Augenblick und bei jedem Ereignis wüsste: Dies ist die Herausforderung, die Prüfung, hier muss ich mich bewähren; wenn ein Absturz und Scheitern ihm den Ruhm eines heldemütigen Märtyrers einbrächte, dessen Herz sich dem Anruf nicht entziehen konnte, aber an der Ungunst der Verhältnisse und der Schwerkraftwirkung zerbrach.

      Viele beginnen ihren Weg in dieser Meinung und glauben, sie wären auf dem Weg zur neuen Wirklichkeit, wenn sich alles so abspielt, wie sie es erwarten. Doch die neue Wirklichkeit ist anders. (S.33) […]

      Niemals vermag der Mensch das Ziel dieses Weges überhaupt klar ins Auge zu fassen; denn es entzieht sich dem Fasssungsvermögen des Bewusstseins. Stets wird er von Unvorhergesehenem überrascht, und die Prüfungen bestehen gerade in denjenigen Kleinigkeiten und alltäglichen Situationen, die er als zu trivial übersieht, bei denen er sich gar nicht bewusst wird, dass sie die Herausforderung sein könnten. Seine Fähigkeiten, auf die er so stolz ist und die er so gern einsetzt, nützen ihm nichts, er kommt duch sie nicht voran. Die neue Wirklichkeit zeigt sich darin, dass sie sich allen hochgestimmten Erwartungen gegenüber querlegt – und glücklich derjenige, der überhaupt zu stolpern vermag (viele umgehen das Seil mit instinktiver Geschicklichkeit) und dem das Stolpern tatsächlich zum Anlass wird einer anderen Realität Aufmerksamkeit zu schenken. (

  4. Frederik Says:

    Fasssungsvermögen des Bewusstseins.

    Stets wird er von Unvorhergesehenem überrascht, und die Prüfungen bestehen gerade in denjenigen Kleinigkeiten und alltäglichen Situationen.

    Wo das böse teuflische lauert,wo Liebe und Vergebung versagt,weil das Böse eindringen kann,wo Liebe verloren geht…


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