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Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Selbstmordattentat: 35 Tote im Moskauer Flughafen 24. Januar 2011

Filed under: Aktuelle Nachrichten — Knecht Christi @ 22:15

Medwedew: Sicherheitsvorkehrungen zu lax

Ein Selbstmordattentäter hat auf dem Moskauer Flughafen Domodedowo 35 Menschen mit in den Tod gerissen und 130 verletzt. Er sprengte sich in der internationalen Ankunftshalle in die Luft. Kremlchef Medwedew kritisierte laxe Sicherheitsbedingungen.

 

Derzeit wird nach drei Männern aus dem Nordkaukasus gefahndet, berichtet ZDF-Russlandkorrespondentin Anne Gellinek. „Es herrschten chaotische Zustände, die Halle war vernebelt, es gab wenige Helfer, die die Verletzten versorgen konnten.“ Laut Augenzeugenberichten soll der Selbstmordattentäter gerufen haben „Ich bring Euch alle um“.

 

Kreml: Sicherheitsvorkehrungen zu lax: Die Belege dafür, dass bei dem Anschlag tatsächlich Rebellen aus dem Nordkaukasus am Werk waren, sind nach Aussagen der ZDF-Reporterin „sehr dünn“. Allerdings wurden in den vergangenen Jahren einige Anschläge tatsächlich von Kaukasiern verübt. Von dem Attentäter soll der Kopf gefunden worden sei, laut den Ermittlern soll er arabisch aussehen und zwischen 30 und 35 Jahren alt sein.

 

Der Kremlchef ordnete unterdessen auf dem Moskauer Flughafen Domododewo und für die Verkehrsknotenpunkte im ganzen Land Alarmbereitschaft an. Auf Flughäfen und Bahnhöfen gelte von sofort an die erhöhte Sicherheitsstufe, sagte Medwedew im Staatsfernsehen. „Nach den uns vorliegenden vorläufigen Informationen war es ein Terrorangriff“, sagte Medwedew. Zugleich kritisierte er, dass offenbar zu laxe Sicherheitsvorkehrungen zu dem Anschlag geführt hätten.

 

Furcht vor Folge-Anschlägen: Anne Gellinek sieht diese Vorkehrungen als Zeichen dafür, dass Russland weitere Anschläge befürchtet. Gellinek: „Offenbar ist die Furcht der russischen Behörden sehr groß.“ Es ist der dritte Anschlag mit vielen Toten auf das russische Verkehrsnetz in wenig mehr als einem Jahr. Laut Gellinek soll es schon seit Wochen Hinweise darauf gegeben haben, dass Selbstmordattentäter die Moskauer Flughäfen im Visier hätten.

 

Wie das Netz auf das Attentat reagiert: „Es riecht nach Rauch hier. Bisher wurden keine Ansagen über Lautsprecher gemacht“, twittern Augenzeugen Minuten nach der Katastrophe, berichtet Guardian.co.uk. Die Meldung von dem verheerenden Anschlag in Moskau verbreitet sich in Sekundenschnelle über den Kurznachrichtendienst Twitter. Wenig später taucht das erste Amateurvideo bei Youtube auf – Rauch, verstreutes Gepäck, offenbar tote Menschen. Der Passagier Stanislav Grigoryev stellt mehrere Handyvideos online, die herumeilende Rettungskräfte – und das offenbar ruhige Treiben in anderen Teilen der Flughafenhalle zeigen. Sekündlich laufen Kondolenztweets ein. „Mein Mitgefühl ist bei den Opfern und den Familien des Horrors vom Moskauer Flughafen“, schreibt der Sänger Chris de Burgh. Und auch die Ursachen-Suche hat längst begonnen. So klagt der russische Twitter-Nutzer „Pepotchkiy“ über angeblich laxe Sicherheitsvorkehrungen am Flughafen Domodedowo: „Jeder kann rein, ohne kontrolliert zu werden“. Meldungen machen die Runde, dass Taxifahrer die Notlage ausnutzten und bis zu 700 Dollar für Fahrten ins Stadtzentrum verlangten.

 

Die Behörden bestätigten nach Angaben der Agentur Interfax, dass die Detonation eine Sprengkraft von mindestens sieben Kilogramm TNT gehabt habe. Die Explosion ereignete sich gegen 14.30 Uhr MEZ. Beobachter berichten von grauenhaften Szenen „Es gab eine Explosion. Dann habe ich einen Polizisten gesehen, der mit Körperteilen und Blut bedeckt war“, sagte ein Augenzeuge dem Radiosender Russkaja Sluschba Nowostei. Der Beamte habe nur geschrien: „Ich habe überlebt, ich habe überlebt.“

 

Panische Flucht: Die Staatsagentur Ria Nowosti schildert Szenen wie aus einem Horrorfilm. Die Explosion habe das zweite Stockwerk des Flughafens stark zerstört, Gepäckwagen seien grotesk ineinander verflochten, der Boden sei übersät von Blutlachen. Alles sei von Staub überdeckt. Drehtüren am Ausgang sowie Fenster seien von panisch fliehenden Menschen zerdrückt worden.

„Menschen schrien und liefen um ihr Leben“, erzählt Sergej Lawotschkin über Telefon dem Staatsfernsehen. „Es war ein riesiges Gewimmel.“ Besonders heimtückisch: Der Sprengsatz sei mit Metallteilen gefüllt gewesen, sagt ein Ermittler. „In den Körpern vieler Opfer stecken Nägel und Schrauben“, berichtet ein Arzt. „Wir suchen drei Verdächtige“, sagte ein namentlich nicht genannter Ermittler der Agentur Itar-Tass. „Die Männer sind auf dem Video einer Überwachungskamera zu sehen, wie sie die Kontrollen umgehen.“

Bei einem Doppelanschlag im März 2010 waren 39 Menschen in der Moskauer Metro getötet worden, mehr als 60 weitere wurden verletzt. Im Dezember 2009 waren bei einer Attacke auf einen Hochgeschwindigkeitszug zwischen Moskau und Sankt Petersburg 26 Menschen ums Leben gekommen. Tschetschenische Rebellen übernahmen damals die Verantwortung für die Tat.

 

Frankfurt: Sicherheitsmaßnahmen normal: Nach dem Terroranschlag gibt es bislang keine Hinweise auf deutsche Opfer. Eine Sprecherin des Auswärtigen Amtes sagte, es gebe noch keine verlässlichen Angaben zur Herkunft der Toten und Verletzten. Mitarbeiter der deutschen Botschaft seien aber bereits am Flughafen und im Kontakt mit den russischen Behörden. Die russische Nachrichtenagentur Interfax meldete am Abend, unter den Verletzten sei eine Deutsche. Sie berief sich auf Aussagen von Medizinern.

Unter den Opfern sind auch Bürger der Europäischen Union. Ein britischer Staatsbürger sei tot geborgen worden, teilten die russischen Behörden mit. Die Herkunft weiterer ausländischer Todesopfer war zunächst unklar. Außerdem wurden mindestens ein Italiener und ein Franzose sowie eine Slowakin verletzt, teilte das Gesundheitsministerium nach Angaben der Agentur Interfax mit.

 

Außenminister Guido Westerwelle (FDP) verurteilte den Anschlag. „Dieser barbarische Akt ist durch nichts zu rechtfertigen“, erklärte Westerwelle in Berlin. „Wir empfinden tiefes Mitgefühl mit den Angehörigen und Freunden der Opfer.“ Der Frankfurter Flughafen verschärft seine Sicherheitsmaßnahmen zunächst nicht. „Erst wenn wir zu einer Bewertung der Geschehnisse in Moskau gekommen sind, prüfen wir, ob Maßnahmen zum Beispiel auch in Frankfurt ergriffen werden müssen“, sagte ein Bundespolizei-Sprecher.

 

Der Flughafen Domodedowo in Moskau: Der internationale Flughafen Domodedowo ist der modernste und größte Airport der russischen Hauptstadt Moskau. Im Jahr 2009 wurden hier 18,7 Millionen Passagiere abgefertigt. Nach Angaben der Eigentümer-Gruppe East Line wird Domodedowo im Osten der Zehn-Millionen-Metropole gegenwärtig von 77 Airlines angeflogen, 36 davon sind ausländische Fluggesellschaften. Dazu gehören auch die deutschen Gesellschaft Air Berlin und Lufthansa.

 

Außerdem gibt es in Moskau die beiden anderen internationalen Flughäfen Scheremetjewo und Wnukowo. In den vergangenen Jahren wechselten mehrere internationale Airlines zu dem komplett renovierten Airport Domodedowo. Beim Service hat der Flughafen positive Akzente im ansonsten weiterhin sehr passagier-unfreundlichen russischen Luftverkehr gesetzt. Wie bei den beiden anderen Flughäfen gibt es eine Direktanbindung per Schnellzug, mit der Reisende die Moskauer Innenstadt in 40 Minuten erreichen können.

 

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2 Responses to “Selbstmordattentat: 35 Tote im Moskauer Flughafen”

  1. bazillus Says:

    Herr Mazyek würde sagen: Das hat nichts mit dem islam zu tun.

    Leider ist festzustellen, dass immer nur Muslime Selbstmordattentate begehen. Selbst die roten Socken sind zu feige, sich selbst mit in die Luft zu sprengen, wenn sie Bomben legen oder Attentate ausführen. Selbstmordattentäter sind eindeutig eine Sprache von Muslimen. Sie kämpfen mit Gut und Blut gegen Ungläubige ganz im Auftrag ihres Gottes, weil sie davon überzeugt sind und überzeugt werden, dass sie nach der Tat schnurstracks in den islamischen Himmel aufsteigen. Die islamische Verehrung von Selbstmordattentäter, die von ihren Familien, Freunden und Bekannten wie Heilige verehrt werden und als Märtyrer für den Kampf gegen die Ungläubigen angesehen werden, lässt junge muslimischen Menschen in diesen Wahnsinn treiben. Sie machen dies feige und hinterhältig. Der Hinterhalt ist jedoch Kampfstrategie des Korans. Sie siegen oder fallen. Selbstmord ist zwar im islam verboten. Aber ein Attentäter, der den Selbstmord als Kampfmittel benutzt, um viele Ungläubige mit in den Tod zu reißen, ist als Kriegshandlung zu werten.

    Herr Mazyek komme uns da nicht mit semantischen Wortspielchen. Es kommt immer auf die usprünglich in diesem Falle ungeistige Handlung an, die vorliegt, wenn Menschen zu solchen Untaten in islamischen Camps gedrillt werden. Diese Menschen sind die Soldaten des Gottes des Koran, die völlig unter Befehl Allahs stehend, diese Untaten als gehorsamste Befehlsempfänger gern durchführen.

    Wer die Welt so schön schwarz-weiß in Gläubige und Ungläubige und in das Haus des Friedens und in das des Krieges einteilt, welches bekämpft werden muss, wie der Koran, Gewalt legitimiert, Hass und Rache selbst im Gebet gegen Ungläubige einsetzen darf und den Kämpfern den Direktmarsch zu himmlischen 72 Weintrauben oder Jungfrauen verspricht, der muss sich nicht wundern, wenn solche Menschen diese Verbrechen begehen.

    Liebe Muslime, Eurem Propheten und Eurem Gott würde ein „mea culpa, mea culpa, ein mea maxima culpa“ gut anstehen , was sinngemäß lautet: Durch meine Schuld, durch meine Schuld, durch meine große Schuld“.
    Etwas Selbstkritik würde Eurer Religion gut anstehen. Es ist im Islam eben wenig Gold, was glänzt.

  2. Hajo Says:

    Völlig richtig und überzeugend, was „bazillus“ zu den grauenhaften und menschenverachtenden Selbstmordattentaten sagt – sie kommen aus der Todesideologie Islam – auch wenn Aiman Mazyek (für mich kein „Herr“) und andere Apologeten, Schönredner und Dialügbeflissene zehnmal beteuern, das habe mit dieser Ideologie nichts zu tun.
    So widerlich und scheußlich diese Verbrechen auch sind und durch nichts zu rechtfertigen (schon gar nicht durch irgenwelche Suren aus diesem abartigen satanischen Werk namens Koran) muss ich doch ironisch fragen, ob auf moslemische Attentäterinnen auch Wonnen und Freuden im Paradies warten in Gestalt von 72 knackigen Jungmännern. Mir ist davon nichts bekannt. Das wäre dann ein weiterer und eigentlich überflüssiger Beweis für die Frauenfeindlichkeit des Islam …


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