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Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Türken sind keine Ruhrpolen – Muslime keine Hugenotten 22. Januar 2011

Filed under: Reportagen — Knecht Christi @ 01:19

Kemal und Kowalski“: Kritische Nachbereitung der Ausstellungsreihe „Fremde im Revier“  in NRW
Wie mit verfälschter  Geschichte aktuelle Tagespolitik gemacht wird

 

Deutschland ist ein Einwanderungsland. Als Weltrekordhalter in Sachen Nachbarländer im Herzen von Europa war das schon immer so. Fakt ist auch, daß  es in der Deutschen Geschichte immer wieder dramatischen Bevölkerungsveränderungen und Verschiebungen gab.  Allein während des 30jährigen Krieges und des Pfälzischen Erbfolgekrieges wurde ein Drittel der Deutschen Bevölkerung ausgelöscht, und durch Einwanderer, Hugenotten, Wallonen, Niederländer, Schweizer, Tiroler, Norditaliener usw. ersetzt. Manche Kleinstädte im Rheinland und der Pfalz hatten erst zu Beginn der Industralisierung Anfang des 19. Jahrhunderts ihre Einwohnerzahl des 17. Jahrhunderts wieder erreicht. Heute hat fast jeder Fünfte in Deutschland ausländische Wurzeln. Wir sind ein buntes Völkchen. Würden nicht einige „Multikultur“ mit „muslimischer Monokultur“ verwechseln, könnten wir uns alle beruhigt zurücklehnen und in eine friedliche bunte Zukunft blicken.

 

In der augenblicklichen Debatte um „Integration“ und „Migration“ werden gerne die „Ruhrpolen“ mit Einwanderern aus  islamischen Ländern gleichgesetzt. Interessanter Weise wird bei der Debatte, die viel näher liegende „Gastarbeitergeneration“, die als Beispiel für gelungene Integration gelten kann, von den linken Eliten vollkommen tot geschwiegen.

 

Wie im ideologisch eingefärbten Kulturbetrieb üblich, schafft man zunächst zwei Begriffe, in die man das Völkchen hineinsteckt. Die erste Frage lautet. Sind Ruhrpolen überhaupt Migranten?  Nein. Sie sind strenggenommen nicht einmal Gastarbeiter, sondern preußische, später deutsche Staatsbürger polnischer Herkunft, allerdings unterprivilegiert und kulturell unterdrückt, die sich aus wirtschaftlichen Gründen ab 1870 im Revier ansiedelten.
Nach dem gleichen Muster, wie Bürger aus der DDR ihre abgewickelten und geschrumpften Industriezentren verließen um im Rhein-Main-Gebiet oder NRW einen neuen Start zu wagen.

 

Strenggenommen hatten sie den gleichen völkerrechtlichen Status wie Elsässer, Lothringer oder Korsen, die durch Kriege und Eroberungen zu Franzosen geworden waren. Die „Ruhrpolen“ waren also durch politische Ereignisse – in diesem Fall die polnische Teilung – zu Preußen und später zu Deutschen geworden. Sie gehörten damit zu einer Nationalen Minderheit ähnlich wie die Dänen in Schleswig, die Sorben in Sachsen, die Mähren und Polen in Oberschlesien und die Kaschuben in Pommern und Ostpreußen. Ein Großteil der Ruhrpolen kam übrigens aus Oberschlesien, das bereits seit dem Mittelalter zum Reich Habsburg gehörte, ehe es an Preußen fiel – also nie dem Mutterland unterstand.  Ihr Zuzug ins Ruhrgebiet ist also in erster Linie eine Arbeitskräfte Wanderbewegung gewesen, wie sie im Zuge der Industralisierung überall in Europa stattgefunden hat. Im gleichen Zeitraum strömten auch Sizilianer nach Norditalien und slawische und ungarische Umlandbewohner in die Habsburgische Metropole Wien.

 

Überall wo diese fremden Arbeiter auftauchten, gab es mehr oder weniger Spannungen, prallten unterschiedliche Wertvorstellungen und Familientraditionen aufeinander. Aber auch die schlechte Bezahlung der Neuankömmlinge spielten dabei eine entscheidende Rolle.  Die Konflikte waren im Ruhrgebiet also in erster Linie ethnisch-sozialer,  und  erst in zweiter Linie religiöser Art. Die Polen waren Katholiken, ein großer Teil der Ruhrgebietbewohner evangelisch. Es gab aber auch katholische „Ureinwohner“ vor allem rund um Essen in dessen Familien die Ruhrpolen schließlich hinein heirateten. 1920 gerieten die Ruhrpolen bedingt durch die Ereignisse des 1. Weltkrieges politisch unter Druck.  Zwei Drittel wanderte wieder aus dem Ruhrgebiet aus. Ein Drittel zog nach Nordfrankreich, um dort als „Zuckeresser“ unter dem Druck des Französischen Bildungssystems den Rest ihrer Identität zu verlieren, ein Drittel zog in den nach 150 Jahren wieder neu gegründeten polnischen Staat. Das letzte Drittel der Ruhrpolen blieb im Revier, wo sie sich – wie es immer abfällig auf diversen Webseiten heißt – „assimilierten“.

 

Allein dieser historische Aufriß zeigt, wie wenig die Geschichte der Ruhrpolen in der heutigen Integrationsdebatte als Vergleich hinzugezogen werden kann. In den neu gebauten katholischen Kirchen des Ruhrgebietes beteten auch „Deutsche Ureinwohner“. Und sicherlich hat von deren Kanzeln niemand zum Kampf gegen Andersgläubige, in diesem Fall Protestanten aufgerufen. Einziger Reibungspunkt blieb die Polnische und Deutsche Identität.
Im Zeitalter zunehmender nationalistischer  Spannungen mit Pogromen in der Türkei (Massenmord an den Armeniern) rassistischen Ausschreitungen in den USA, faschistischen Bewegungen in Italien und Spanien usw. ein globales Problem, wenngleich Deutschland sich dabei  als unrühmlicher Rekordhalter in Sachen nationalistischer Massenmord profilierte.

 

Wenn das „Museum für Kunst und Kulturgeschichte“ in Dortmund unter der famosen Überschrift „Kemal und Kowalski – Ruhrpolen in der Medienöffentlichkeit“ Unterzeile: „Modell für die heutige Migrationsgesellschaft?“ zu einem Vortrag eingeladen hat, so offenbarten die Macher sofort ihren Hintergedanken. Kemal ist ein türkischer, Kowalski ein polnischer Name. Hier sollte eine Brücke zwischen zwei Volksgruppen geschlagen werden, die unterschiedlicher nicht sein können. Abgesehen davon, daß die Polen am 12. September 1683 Wien von den Türkischen Belagerern befreiten und katholischer sind als der Papst erlaubt, bestehen auch hinsichtlich ihrer familiären Strukturen gravierende Unterschiede. Die türkische Familie ist patriarchalisch, die polnische Familie mehr matriarchalisch orientiert.

 

Diese beiden Völker in einen Sack zu stopfen ist historische Idiotie, hinter der jedoch System steckt. Nämlich die erschreckende islamische Ghettoisierung des Ruhrgebietes – Beispiel Duisburg Marxloh – zu rechtfertigen. Daß die Ruhrpolen auf Grund der nationalistischen Spannungen nach dem 1. Weltkrieg aus Deutschland heraus gemobt wurden, ist ein trauriger und auch beschämender Tatbestand. Diese nicht zuletzt unter dem Druck der Alliierten zu Stande gekommene Situation – Stichwort Ruhrgebietsbesetzung und Ausbeutung der Zechen durch Französische Truppen – auf die heutige Zeit und auch noch auf den Umgang mit „Migranten“ zu übertragen ist beinah infam. Daß sich neun Städte im Ruhrgebiet 2010 an der Ausstellung „Fremde im Revier“ beteiligt haben zeigt, mit welcher gründlichen Skrupellosigkeit Geschichte verfälscht und umgeschrieben werden soll.

 

Noch weniger wie Ruhrpolen können Hugenotten als Vorläufer islamischer Migranten herangezogen werden.  Dies wird in Ermangelung erst genannter Volksgruppe gerne in Hessen gemacht, nach Berlin und Brandenburg Hauptansiedlungsgebiet protestantischer, französischer Glaubensflüchtlinge. Bei der Einweihung der Ahmadiyya Moschee in Usingen prunkte die Frankfurter Neue Presse mit der Überschrift „So neu wie einst die Hugenottenkirche“ Der Unterschied zwischen  Hugenotten und Muslimen braucht dem Leser kaum erklärt zu werden: Hugenotten sind Glaubensflüchtlinge, die als geistige Eliten und hervorragende Fachkräfte  maßgeblich am Aufbau eines modernen Deutschlands beteiligt waren. Einwanderer mit fundamentalistischer islamischer Prägung, stammen aus Ländern, die selbst Christen verfolgen und genau das zerstören wollen, was Hugenotten aufgebaut haben.  Eine freie bürgerliche Gesellschaft, zu der Meinungsfreiheit aber auch Achtung und Toleranz zählt.  Jene Toleranz, die heute wie ein umgedrehtes Schwert dazu dient die Intoleranz von Islamisten als Teil einer „Migrationsgesellschaft“ zu akzeptieren. Die Toleranz ist damit zum Harakiri- Instrument einer ganzen Gesellschaft geworden. Die bewußte Geschichtsverfälschung oben genannter Ausstellungen  ist ein Mosaikstein auf dem Weg in eine „Andere Gesellschaft“ und sie zeigt wie Kräfte des Kulturbetriebes  als 5. Kolonnen eine schleichende islamistische Machtübernahme  vorbereiten. Interessanter Weise werden die echten Glaubensflüchtlinge der heutigen Zeit Kopten, Aramäer, Armenier, Iranische Christen, die hundert Prozent mit den Hugenotten vergleichbar wären,  von den Medien und erst recht vom Kulturbetrieb so gut wie totgeschwiegen.

 

Klaus Lelek

 

4 Responses to “Türken sind keine Ruhrpolen – Muslime keine Hugenotten”

  1. bazillus Says:

    Zur jetzigen Einwanderungsdebatte und der These, dass Deutschland ein Einwanderungsland sei ist noch hinzuzufügen, die Politik des Familienzuzuges und des Asyls Deutschland leztlich vor ungewollte vollendete Tatsachen gestellt hat. Deutschland ist noch heute kein Einwanderungsland im Sinne von USA, Kanada, Neuseeland und Australien.

    Wer will denn als ausgebildeter und qualifizierter ausländischer Mensch ausgerechnet nach Deutschland kommen, wo er doch die Hälfte seines erwirtschafteten Einkommens bei minimaler jährlicher Lohnerhöhung an Steuern und Abgaben abgenommen bekommt, die deutsche Sprache lernen muss, wenn er mit dieser seiner Qualifikation auch in anderen Ländern Fuß fassen kann, in denen diese Abgabenlast nicht in dem Maße auf ihn zukommt und seine ohnehin schon vorhandenen Englischkenntnisse nicht erweiern muss. Selbst die qualifizierten türkischen Einwanderer kehren Deutschland den Rücken, um woanders Karriere zu machen.

    Uns wurde die Einwanderung seitens der Politik und der political correctness insbesondere von unqualifizierten Menschen aufoktroyiert. Aber das wäre alles nicht einmal so schlimm, wenn sich diese Menschen, meistens Flüchtlinge aus muslimischen Ländern, sich hier anpassen wüden. Und es hat den Anschein, je weiter die Generation von der ersten sich entfernt, umso weniger wollen sie sich anpassen.

    Deshalb ist bei Muslimen immer zu unterscheiden zwischen denen, die sich hier gern integrieren und in der Regel säkular denken und denen, die dies eben nicht wollen, die Einheimische, wozu auch integrierte Muslime und andere Einwanderer zählen, als minderwertig und dekadent lebend ansehen und sich selbst, weil religiöse Muslime, eben als die besseren Menschen, denen selbstverständlich der Lebensunterhalt zu finanzieren ist, denen wie selbstverständlich auch noch so irrationale Sonderrechte zuzugestehen sind und einfach keinen Kontakt mit der einheimischen Bevölkerung haben wollen, sich nicht für kulturelle Angelegenheiten des Einwanderungslandes auch nur einen Deut interessieren.

    Deshalb ist Deutschland schon von der geistigen Gegebenheiten oder von der Idee her auch heute noch kein Einwanderungsland. Weil die C-Parteien ihre eigene christliche Kultur verraten, haben sie sich dann der Meinung, dass D. ein Einwanderungsland sei, angeschlossen. Es ist sozial-, finanz- und wirtschaftspolitisch auf Dauer ungesund, Menschen aus dem Ausland hier sich ansiedeln zu lassen, die ausschließlich von Transferleistungen des Staates leben und keine Aussicht bieten, dass dieser Zustand sich je ändert.

    Souveräne Einwanderungsländer schieben diese Menschen kaltlächelnd ab, was auch den Einwanderern von vornherein klargemacht wurde.

    Diese meine Einstellung ist nicht unchristlich. Sie ist zutiefst christlich. Die Nächstenliebe richtet sich zunächst einmal an alle, die in Not geraten und mit Hilfe wieder auf die Füße kommen wollen und ihren LEbensunterhalt selbst verdienen wollen. Es gibt hier aber Menschen, die a) mit falschen Angaben (z. B. mehr Kinder als vorhanden, falschen Altersangaben), mit b) gefälschten Papieren und c) aus rein wirtschaftlichen Gründen hier einwandern und auf Kosten anderer ein besseres, weil von anderen finanziertes Leben erwarten. Sie machen sich ohne Rücksicht auf die wirtschaftliche Lage dieses Landes breit und ziehen die gesamte Wirtschaft nach unten, so dass die zahlenden Mitglieder immer höhere Abgaben zu leisten haben, sei es an Steuern, Krankenkassenbeiträgen, Versicherungsleistungen usw. zu tragen haben.

    Das nenn ich dann „aufgezwungenes“ Einwanderungsland, dessen gesellschaftliche Zustände sich nach einem durchaus im Bereich des Möglichen herauskristallisierenden Zusammenbruch der Finanz- und Wirtschaftspolitik in ein gefährliches Pulverfass verwandeln kann. Das Schlimmste daran ist, dass sich bei diesen eingewanderten Menschen ein Anspruchsdenken breit gemacht hat, welches einfach nur dreist, ausnutzend und zum Fürchten ist.

  2. bazillus Says:

    Klarstellen möchte ich noch:
    Selbstverständlich gibt es hier auch religiös denkende Muslime, die hier ihrer Arbeit nachgehen und Deutschland nicht durch ihre Integrationsverweigerungseinstellung schädigen. Auch sie sind mir jedenfalls herzlich willkommen.

  3. Johannes Says:

    an bazillus:

    Ein „religiös denkender Muslim“ kann niemals die freiheitlich-demokratische Gesellschaftsordnung akzeptieren! Der Islam ist eine verbrecherische Ideologie, die dem einzelnen keine Freiheit lässt, nicht einmal das Denken ist frei. Deshalb muss der Islam gekennzeichnet werden als eine Ideologie wie Kommunismus und Nationalsozialismus, die sich ausdrücklich gegen die persönliche wie auch gesellschaftliche Freiheit wendet.

    Auch der „religiös denkende Muslime“ folgt einer „Religion“, die demjenigenn den Tod androht, der sich von ihr abwendet (Apostasie). Das hat mit der jüdisch-christlich geprägten Kultur des Abendlandes nichts mehr zu tun. Auch wer den Islam nur innerlich bejaht wird sich niemals aktiv für Freiheit und Demokratie einsetzen.

    Wer wie ein Muslim leben will, kann nur glücklich (?) werden in Anatolien und Arabien, nicht aber hier!

  4. odamae Says:

    @ bazillus: ausgerechnet Kanada als Vergleich für Einwanderungsländer aufzuzählen ist schon komisch.

    In Kanada müssen die Einwanderer erst einmal Geld hinterlegen, ausreichende Sprachkenntnisse und ein Jobangebot nachweisen, bevor sie überhaupt reinkommen. Nach Deutschland kommen leider Ungelernte, weil sie scharf auf unser Transfersystem sind. Erst wenn unsere Politiker zurückrudern und den Quatsch mit hartz4 lassen und die Einwanderungsregelungen ändern, kommen wir wieder auf ein normales Maß.


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