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Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Christen in Iran: Die Glaubensdiebe 22. Januar 2011

Filed under: Christenverfolgung,Islamische Schandtaten — Knecht Christi @ 02:21

Viele Iraner fühlen sich zum Christentum hingezogen. Doch für die Herrscher in Iran ist die Apostasie, der Abfall vom Islam, ein schweres Vergehen. So entwickelt sich eine Untergrundreligion für Iraner, die konvertieren wollen.

 

20. Januar 2011 In der politischen Sphäre Irans herrscht nach wie vor die Gewalt. Für manche derjenigen, die um ihres Seelenfriedens willen moralischer Grundsätze bedürfen, sind christliche Lehren, die Selbstbeherrschung, Toleranz und Friedfertigkeit bekräftigen, außerordentlich ansprechend. Im islamischen Strafrecht steht auf Apostasie, das heißt Abfall vom Islam, die Todesstrafe. Insofern ist das Christentum für Muslime ein verbotenes Thema.

 

Allerdings gibt es in Iran für jede verbotene Angelegenheit geheime Orte. Verbotene Bücher findet man in den Hinterzimmern der Buchhandlungen, und Satellitenschüsseln werden in abgelegenen Abstellräumen außerhalb der Stadt gelagert. Für Alkoholika kann jeder abgedeckte Bereich als Versteck dienen, seien es die Kofferräume der Autos oder die großen Kühlschränke der Restaurants. Allerdings gibt es auch hier eine Ausnahme: Prostituierte kann man tatsächlich an jeder Straßenecke finden. Nur enthüllen sie ihre wahre Identität einzig ihren Kunden. Im Zuge dieser Entwicklung haben wir mittlerweile Untergrund-Diskos, Untergrund-Musik und sogar Untergrund-Kirchen in Iran!

 

Christenverfolgung: Tatsächlich haben iranische Regimeangehörige in den vergangenen Monaten von einem Netzwerk von Untergrundkirchen berichtet. In Iran entgeht nichts dem wachsamen Auge der Obrigkeit, jede unabhängige Aktivität ist verdächtig, sogar die Anbetung Gottes.

Seit Weihnachten hat es in der Islamischen Republik eine Welle der Verhaftungen von Christen gegeben. Berichten zufolge sind das Hauptziel dieser Verhaftungen evangelikale Christen, die nach Angaben der Behörden ihre Aktivitäten neuerdings verstärkt haben. Die Verantwortlichen haben betont, dass die Umtriebe dieser Evangelikalen auch in anderen Ländern des Nahen Ostens Probleme heraufbeschworen haben. In amtlichen Verlautbarungen bezeichnen sie diese als „zionistische Christen“ und als korrupte Bewegung, die von den Vereinigten Staaten und Großbritannien unterstützt werde, weswegen sie als leuchtendes Beispiel für die „kulturelle Invasion des Feindes“ gilt. Die Festgenommenen sind meist konvertierte Muslime oder Christen, die versucht haben, Muslime zur Konversion zu ermutigen.

 

Keine Bibel: Ein iranischer Pastor, der außerhalb Irans lebt, reagierte auf diese Festnahmen folgendermaßen: „Die Menschen suchen uns auf und erklären, dass sie an kirchlichen Zeremonien teilnehmen oder sich sogar taufen lassen wollen, um zum Christentum überzutreten.“ Ein anderer Pfarrer sagte: „Es ist unsere Pflicht, die Heilige Schrift allen zu verkünden.“ Um die Menschenrechtsorganisationen zu entwaffnen, die berichten, in Iran gebe es keine Gesinnungsfreiheit, haben die staatlichen Propagandaorgane jene, die in der Stadt Hamadan im Westen Irans verhaftet wurden, als „Glaubensdiebe“ verleumdet. Iranische Christen berichten, sie hätten kein Recht auf Besitz und Mitnahme der Bibel – ein Buch, das es nirgendwo im Land zu kaufen gibt. Einige von ihnen haben nach der Freilassung ausgesagt, dass sie während ihrer Inhaftierung versprechen mussten, an keiner kirchlichen Zeremonie mehr teilzunehmen. Außerdem mussten sich manche Kirchenvorsteher verpflichten, Muslimen den Zutritt zur Kirche zu verweigern.

 

 

Ermordete Pastoren: Schon vor zwei Jahren hatte eine Verhaftungswelle in Schiras die Christen in Iran verängstigt. Man hatte zwei von ihnen in einem Park festgenommen und sie nach Abschluss des Verhörs wegen Apostasie angeklagt; wenige Wochen später waren zehn weitere christliche Konvertiten in derselben Stadt unter einem vergleichbaren Vorwand verhaftet worden. Das Bemerkenswerte daran ist, dass der Vorwurf der Apostasie stets von anderen Anschuldigungen wie Propaganda gegen das Regime und Verunglimpfung der Obrigkeiten begleitet wird. Im selben Jahr war ein weiterer Christ in Maschhad inhaftiert worden, dessen Vater man zwanzig Jahre zuvor aufgrund eines vergleichbaren Vergehens in derselben Stadt hingerichtet hatte, obwohl gegen ihn nie förmlich Anklage erhoben worden war.

 

Es mag den Anschein haben, als seien nach den Bahai und Derwischen in den vergangenen Jahren nunmehr die Christen an der Reihe, derlei Vorfälle haben jedoch eine längere Geschichte: Anfang 1994 wurde ein Pastor, der im Rat der protestantischen Kirchen tätig war, nach Erduldung einer neunjährigen Haftstrafe und genau zu dem Zeitpunkt, als man ihn wegen Apostasie zum Tode verurteilt hatte, aufgrund internationalen Drucks und ohne Angabe von Gründen plötzlich aus der Haft entlassen. Ungefähr zur selben Zeit verschwand der Leiter der Gotteskirchen (Dschama’at Rabbani) Irans, der die internationalen Proteste organisiert hatte. Nur wenige Tage später fand man seinen Leichnam; er war erstochen worden. Wenige Monate später wurde außerdem ein anderer Pastor, der Leiter des protestantischen Pastorenrats Irans war, im Haus eines Unbekannten erschossen. Bei der Durchsuchung der Wohnung entdeckten die Beamten in der Tiefkühltruhe die Leiche des ersten Pastors, jenes Mannes, der neun Jahre seines Lebens im Gefängnis verbracht hatte.

 

Keine Religionsfreiheit: Der vom Fernsehen ausgestrahlte Prozess gegen drei junge Frauen, die man dieser Morde beschuldigte, überzeugte die iranischen Christen nicht, obwohl man alle drei zum Tode verurteilte. Im Verlauf späterer Enthüllungen zu mehreren Morden, die im Herbst 1998 an Intellektuellen und Andersdenkenden verübt worden waren, kamen Beobachter zu dem Ergebnis, dass die eigentlichen Mörder der Pastoren andere Personen waren, die dieselben Geheimdienstagenten damit beauftragt hatten.

 

Fromme Muslime sind überzeugt, wenn die Botschaft ihres Glaubens nach Überwindung der Hindernisse, die die Feinde Gottes errichten, an die Ohren der nach Wahrheit dürstenden Menschen gelangt, so würden diese in Scharen ihre eigene Religion aufgeben und sich dem Islam zuwenden. Tatsächlich gibt es für die islamische Obrigkeit Irans keine größere Niederlage als jene, dass die Bevölkerung sich in ihrem unumschränkten Herrschaftsgebiet einer anderen Religion zuwendet.

 

„Ich werde für Iran beten“: In Iran haben Hauskirchen Konjunktur. Diese Entwicklung resultiert aus der Verwirrung der Jugendlichen, die die Wahrheit des Islams mit der Wahrheit der Herrschenden gleichsetzen und sich deshalb entschließen, anderen Glaubensrichtungen beizutreten. Liberale Muslime, die sich nach reformierten Prinzipien definieren, beschuldigen die herrschenden Dogmatiker, dass ihre Vorgehensweise zur massenhaften Abwendung der Bevölkerung, insbesondere der Jugend,von der Religion geführt hat.

Der koreanische Pastor Lee, der neunzehn Jahre für die koreanische Kirche in der Islamischen Republik tätig war und fließend Persisch spricht, hat kürzlich erklärt: „Ich werde für Iran beten.“ {Quelle: http://www.faz.net – Von Amir Hassan Cheheltan}

 

 

Amir Hassan Cheheltan wurde 1956 in Teheran geboren.

Sein neuer Roman erscheint im August im C.H. Beck Verlag in deutscher Übersetzung.

Aus dem Persischen von Susanne Baghestani.

 

4 Responses to “Christen in Iran: Die Glaubensdiebe”

  1. Maria Fellner Says:

    Auch ich bete dass das Licht des Glaubens unsere iranischen Geschwister erleuchte und zum Glauben an Jesus Christus hinführe!

  2. Hajo Says:

    Immer wieder wird die unwissende und gutgläubige Öffentlichkeit von den Moslems mit jener irreführenden Koransure eingelullt und getäuscht, im Glauben gebe es keinen Zwang, was heißen soll, im und unterm Islam gebe es Religionsfreiheit.
    Dies ist eine der übelsten und hinterhältigsten Lügen des Korans – neben zahllosen anderen. Weshalb nur nimmt die Mehrheit unserer Medien- und Kirchenvertreter, Politiker usw. nicht die Koranstellen zur Kenntnis, die ein völlig anderes Verhalten gegenüber „Ungläubigen“ verlangen? Und weshab wird die unübersehbare zum Teil brutale Christenverfolgung in vielen islamischen Ländern nicht mehr thematisiert?

  3. Johannes Says:

    Aber der „evangelische Bischof“ von Bayern, Friedrich, fühlt sich zum Islam hingezogen und kritisiert heftig jede Kritik am Islam. Über die Opfer der Koptischen Kirche in Alexandria verlor er kein einziges Wort. Den nachfolgenden Beitrag brachte „idea-Spektrum“:

    21.01.2011
    Bischof Friedrich sieht „grassierende Islamfeindlichkeit“

    Der Leitende Bischof der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD), Landesbischof Johannes Friedrich, weist den Vorwurf zurück, „der Islam“ strebe nach Weltherrschaft.
    Mailand (idea) – Christen sollen gegen „die in Europa grassierende Islamfeindlichkeit“ eintreten. Dazu hat der Leitende Bischof der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD), Landesbischof Johannes Friedrich (München), aufgerufen.

    Er sprach am 20. Januar in Mailand bei einem Interkulturellen Abend über den religiösen und kulturellen Pluralismus als Herausforderung für den sozialen Zusammenhalt in Europa. Wie Friedrich sagte, formiere sich seit einigen Jahren in Deutschland unter der Überschrift „Islamkritik“ eine neue Islamfeindlichkeit. Sie organisiere sich rund um Internetportale wie „Politically incorrect“ oder „Achse des Guten“ und äußere sich unentwegt in Briefen an Politiker und Kirchenleute sowie in Demonstrationen. Diese Islamgegner unterstellten Muslimen, sie würden zur Erreichung ihrer Ziele bedenkenlos lügen und ihre Mitmenschen täuschen. Friedrich: „Damit ist echter Dialog – sei er nun interkulturell oder interreligiös – sinnlos.“ Außerdem werde behauptet, der Islam strebe nach Weltherrschaft. Auch wenn man dies bei einzelnen islamistischen Vertretern zu spüren meine, für „den Islam“ treffe das nicht zu, so der Bischof. Er vermutet, „dass Islamfeindlichkeit letztlich eine Angst vor dem Unbekannten ist“. So habe 2009 in der Schweiz vor allem die Landbevölkerung für das Verbot des Minarettbaus gestimmt, obwohl man dort Islam und Muslime nur vom Hörensagen kenne. Friedrich zufolge erfordert das Zusammenleben in einer pluralistischen Welt, die eigene Identität zu klären: „Unklare Identität aber, religiöse und kulturelle Verunsicherung, führt zu Abstoßungsreaktionen, möglicherweise auch zu Fremdenfeindlichkeit und Islamophobie.“

    Auf Wahrheitsanspruch nicht verzichten

    Den interreligiösen Dialog bezeichnete Friedrich als Dienst am Frieden und am Zusammenhalt in der Gesellschaft. Der ureigene Beitrag der Christen zum Zusammenleben im Pluralismus bestehe darin, dass sie ihre eigene religiöse Identität immer neu bestimmten. Dabei dürften sie nicht auf den Wahrheitsanspruch des eigenen Glaubens verzichten. Es komme zugleich darauf an, den anderen Religionen „unpolemisch, freundlich, offen und dialogisch“ gegenüberzutreten. Hier liege wohl der Schlüssel, wie man in Europa der Herausforderung des religiösen und kulturellen Pluralismus begegnen könne: „Wer um die eigene christliche Identität weiß, in seiner Tradition verwurzelt ist und die Vielfalt des Christentums aus eigener Anschauung kennt, kann auch offen sein für das Andere, mitunter Fremde anderer Religionen.“ Friedrich führt mit einer lutherischen Delegation ökumenische Gespräche in Mailand und Rom. Für den 24. Januar ist eine Privataudienz bei Papst Benedikt XVI. vorgesehen.

    • Walter Says:

      Er sollte ein Mann Gottes sein, laut Heiliger Schrift!

      Nun müßte er den Islam seitens der heiligen Schrift beurteilen!
      Warum?

      Weil es die Sichtweise des wahren Gottes ist!

      Galater 1 vers 8


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