kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Bistümer: Sprunghafter Anstieg von Kirchenaustritten 16. Januar 2011

Filed under: Kirche — Knecht Christi @ 17:40

Vorwort einer Leserin aus Deutschland: {Nicht nur das Christentum müssen wir bewahren, auch die Kirchen müssen wieder gefüllt werden. Was nützt uns das Christentum mit lauter Christen, die nur auf dem Papier stehen und die Pfarrer in wenigen Jahren von der Kanzel oder dem Altar vor leeren Bänken predigen? Unsere Jugend in der Kirche ist die Zukunft und die müssen wir bei der Stange halten, damit sie uns nicht auch noch davonläuft. Hier sind alle gefordert, sowohl die Eltern als auch die Seelsorger. Was meinst Sie dazu?

 

Ich kann mich auch noch gut an die Ölkrise in den 70-er Jahren erinnern. Autofahrverbot am Sonntag. Toll! Das war eine feine Sache. Ca. 8 km sind wir da alle in die Kirche gelaufen und hatten richtig viel Platz auf der Straße. Nur die Milchautos sind gefahren. Sie glauben nicht, aber das hat richtig viel Spaß gemacht. Und ein Zusammenhalt war da, an dem es heute ziemlich mangelt. Haben wir eigentlich auf der Welt nur noch lauter „alte Knacker“ (Ben Ali, 75 – Foued Mbazaa, 77 – Mubarak, 82 usw.) als Staatsmänner?  Kein Wunder, dass nichts mehr funktioniert. Lauter Gruftis oder Scheintote! Wo bleiben eigentlich die jungen Leute? Die wirklich guten und intelligenten Leute findest Du woanders, aber nicht in der Politik. Und wenn ein Politiker mal gut ist, dann steigt er aus der Politik aus und geht in die freie Wirtschaft wie Joschka Fischer oder Schröder.

Ich seh schon, egal welches Land, wir alle haben ganz schlechte Politiker, einschließlich Deutschland. Wirklich rumort es doch gerade überall, ob in Tunesien, Libanon, Elfenbeinküste usw.}

 

Mainz – Die Kirche in Rheinland-Pfalz leidet unter teils massivem Mitgliederschwund – bei den Katholiken werden als ein möglicher Grund die Missbrauchsfälle angenommen.

 

Wie eine dpa-Umfrage ergab, zeigt sich bei all den Bistümern, die Zahlen vorliegen haben, dass sich in diesem Jahr mehr Gläubige als im Vorjahr von der Kirche abgewandt haben. So traten im Bistum TRIER bis Ende November 7029 Menschen aus der katholischen Kirche aus – gut 50 Prozent mehr als im gesamten Vorjahr (2009: 4583), wie das Bistum mitteilte. Aber auch die Evangelische Kirche im Rheinland (EKiR) klagt über schwindende Mitgliederzahlen.

 

Im Bistum Trier war die Austrittswelle in den Monaten März, April und Mai am stärksten, in denen die Kirche wegen des Missbrauchsskandal viele Schlagzeilen machte. Die meisten Austritte gab es bei den 40- bis 50-Jährigen mit rund 30 Prozent. Jeweils fast 20 Prozent machten die Altersgruppen der 30- bis 40-Jährigen sowie der 20- bis 30-Jährigen aus. Das Bistum Trier, in dem rund 1,5 Millionen Katholiken leben, umfasst die ehemaligen Regierungsbezirke Trier und Koblenz sowie weite Teile des Saarlandes.

 

Von den ausgetretenen Katholiken haben rund 2800 ihren Wohnsitz im Saarland, gut 4200 kommen aus Rheinland-Pfalz. Unter den Städten weist Saarbrücken mit 576 Austritten den höchsten Wert aus, gefolgt von Trier (391) und Koblenz (326). 2008 hatten rund 4400 Menschen im Bistum Trier der katholischen Kirche den Rücken gewandt, 2007 waren es noch 3500.

Auch im Bistum SPEYER ist die Zahl der Kirchenaustritte in diesem Jahr spürbar gestiegen. Waren es im vergangenen Jahr rund 3800 Austritte, so geht das Bistum in diesem Jahr von etwa 4300 Austritten aus. Ein Sprecher führte das auf die Debatte um die Missbrauchsfälle in der katholischen Kirche zurück. So sei die Zahl der Austritte in den Monaten März und April, als das Thema stark in den Medien war, doppelt so hoch gewesen als im Vorjahr. Das Bistum zählt den Angaben zufolge rund 575.000 Mitglieder.

Aus dem Bistum MAINZ waren indes noch keine Zahlen zu erfahren. Diese lägen erst im neuen Jahr vor, hieß es. Auch das Erzbistum Köln, das bis nach Rheinland-Pfalz reinreicht, hatte noch keine Zahlen parat.

Aber auch die Evangelische Kirche im Rheinland (EKiR) hat seit Jahren mit Mitgliederschwund zu kämpfen. „Das Verhältnis von Ein- zu Austritten pendelt zwischen 1:2 und 1:3“, sagte Kirchensprecher Jens- Peter Iven. Insgesamt hatte die rheinische Kirche zu Jahresbeginn noch 2,82 Millionen Mitglieder, gut 378.000 davon in Rheinland-Pfalz. Im Vorjahr wurden knapp 790 Kircheneintritte im Land gezählt, zeitgleich verließen hier rund 1440 Menschen die EKiR. Das entspreche in etwa dem Gesamttrend der Kirche, die sich in den Grenzen der ehemaligen preußischen Rheinprovinz über Teile von Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen, Hessen sowie auf das Saarland erstreckt. {www.rhein-zeitung.de}

 

Den Kirchen laufen ihre Schäfchen weg

 

Hersfeld-Rotenburg: Die Kirchenbänke lichten sich: 6300 Gläubige verloren die beiden großen christlichen Kirchen im Kreis in den vergangenen fünf Jahren – das sind etwa 1260 jährlich. Besonders dramatisch schrumpften die Mitgliederzahlen der katholischen Kirche im Kreis: in fünf Jahren um fast neun Prozent. 72 Prozent der Kreisbewohner sind Mitglied einer christlichen Kirche.

 

Die Vertreter beider Kirchen sind sich einig: Den demografischen Wandel sehen sie als Hauptursache für den Mitgliederschwund: Die Pfarrer halten mehr Beerdigungs- als Taufgottesdienste. 80 Prozent des Schwunds, so Ulrich Brill, Dekan in Bad Hersfeld, seien „der rückläufigen demografischen Entwicklung geschuldet“. Doch auch die Gretchenfrage verneinen die Menschen im Kreis häufiger als zuvor: „Einen markanten Anstieg von Austritten im Jahr 2010“ verzeichnet Hermann Eimer, Direktor des Amtsgerichts Bad Hersfeld. Etwa 20 Prozent mehr Mitglieder als 2009 kehrten den Kirchen den Rücken.

 

Die bewusste Abwendung von der Institution katholische Kirche sei unter anderem Folge des Missbrauchsskandals: „Wir haben ein schreckliches Jahr hinter uns“, sagt Bernhard Schiller, Moderator des Kirchenkreises. Dass die meisten seiner Schäfchen „um des Geldes willen“ austreten, meint Volker Drewes, stellvertretender Dekan im evangelischen Kirchenkreis Hersfeld. Anders sieht das die Rotenburger Dekanin Gisela Strohriegl: „Die Bindungskraft der Kirchen nimmt ab.“ Was bringt mir die Kirche? Diese Frage würden sich heute immer mehr Menschen stellen. Mit dem rasanten Abwärtstrend wollen die Kirchen Schritt halten: Weniger Gläubige werden von weniger Geistlichen umsorgt. Wo können wir bis 2017 ingesamt acht Pfarrstellen im Kreis einsparen?, überlegt nun die evangelische Kirche. In der katholischen Kirche soll bis 2015 eine Priesterstelle wegfallen. {www.hna.de  – Von Pia Schleichert}

 

Kirche verliert verstärkt Mitglieder

 

Ehingen:  Doppelt so viele Austritte wie 2009 hat die katholische Kirche in Ehingen 2010 zu beklagen. Pfarrer Gehrig sieht die Ursache im Glaubwürdigkeitsverlust.

 

Das Bekanntwerden der Missbrauchsfälle und deren jahrzehntelange Vertuschung hat die katholische Kirche in eine Krise gestürzt. Der Vertrauensverlust ist auch in Ehingen handfest an Zahlen auszumachen. „Es war ein schwieriges Jahr für die Kirche“, sagt Ehingens Stadtpfarrer Harald Gehrig. Dass sich die Zahl der Austritte in der katholischen Kirche im vergangenen Jahr im Vergleich zum Vorjahr nahezu verdoppelt hat, überrascht ihn daher nicht. „Seit Februar haben die Austritte insgesamt zugenommen. Das ist auch von der katholischen Kirche analysiert worden. Die Zahlen sind die Ergebnisse der Diskussion um die Vertrauenskrise.“

 

Die Austritte aus der Kirche werden von Standesämtern registriert. Nach Angaben der Stadtverwaltung hatte die katholische Kirche in Ehingen vergangenes Jahr 75 Austritte zu beklagen. In der evangelischen Kirche waren es 30. Im Jahr davor hatten sich hingegen 38 Mitglieder der katholischen Kirche für den Austritt entschieden; in der evangelischen Kirche waren es 27 gewesen.

 

Bei den Katholiken waren es vor allem junge Menschen: „80 Prozent sind zwischen 18 und 35 Jahren“, sagt Gehrig, der Rest der Ausgetretenen sei älter. Jedem einzelnen, der sich dafür entschieden hat, der Kirchen den Rücken zu kehren, hat Gehrig einen Brief geschrieben, um die Gründe der scheidenden Mitglieder zu erfahren. Die Resonanz sei jedoch gering gewesen: „Es kam nur ein Gespräch zustande.“ Das zeige, sagt Gehrig, dass es insbesondere Menschen sind, die ein „distanziertes Verhältnis“ zur Kirche haben. Und obwohl Gehrig jeden einzelnen Austritt bedauere, kann er die Gründe verstehen: „Viele sind enttäuscht und sagen: Jetzt tue ich den letzten Schritt.“

 

Gehrig ist sich aber sicher, sagen zu können, dass „niemand ausgetreten ist, der aus dem kirchlichen Kontext stammt, der die Kirche lebt“. Die Gemeinden verlassen hätten vor allem Menschen, die mit der Kirche – etwa durch die Erziehung – „nie richtig in Berührung gekommen sind, die schwer zu erreichen sind“. „Vertrauen zurückgewinnen, kann man nur durch Menschen, die sich engagieren und den Glauben leben.“ Damit meint Gehrig vor allem die Jugendarbeit und die Besuchsdienste, die dabei helfen, „im Alltag zu spüren, was Kirche ist“. {www.swp.de}

 

One Response to “Bistümer: Sprunghafter Anstieg von Kirchenaustritten”

  1. Walter Says:

    Wo kein Christus ist, sind auch keine Christen!
    Mein Reich ist nicht von dieser Welt und meine Diener auch nicht,
    und das ist auch gut so!


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