kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Räumt Habib Eladly diesmal endlich seinen Posten? 13. Januar 2011

Einsortiert unter: Koptenverfolgung — Knecht Christi @ 15:06

200 Unterschriften der verschiedenen oppositionellen Parteien und Prominenten

 

Mahmud Katry, der ägyptische Sicherheitsexperte, sagte zur ägyptischen Zeitung “Aldustour”: “Das Innenministerium ist ahnungslos, weil man nicht weiß, ob die Explosion in den ersten Minuten des neuen Jahres vor der Kirche “der Heiligen Markus und Papst Petrus” in Alexandria durch Autobomben oder Selbstmordattentäter verursacht wurde. Allein das ist ein Grund genug, dass der langjährige Innenminister Habib Eladly seinen Posten räumen muss, weil das alles nur darauf hindeutet, dass die Sicherheit Ägyptens nicht mehr gewährleistet wird. Ohne Explosions- und Spurensicherungsexperten zu schicken, die die Autobomben untersuchen, setzte der Innenminister bodenlose Behauptungen in die Welt: Die Täter sind keine Ägypter – das ist das Markenzeichen von Al-Kaida – Mossad hat seine Finger im Spiel. Als Profi sage ich, dass man den israelischen Geheimdienst Mossad nicht ohne Beweise beschuldigen darf. Außerdem hat das Terrornetzwerk Al-Kaida keine Existenz in Ägypten, was viele Experten vor mir bestätigten. Die Autobomben wurden in Ägypten mit primitiven Springsätzen präpariert. Dieses Sicherheitssystem ist nicht in der Lage, Ägypten zu schützen”.

 

Dr. Elbaradei schickte per Twiter folgende Mitteilung: “Möge Allah den Seelen der Märtyrer der alexandrinischen Kirche gnädig sein. Es soll heute und jetzt damit aufgehört werden, die Intellekte der Bürger zu verhöhnen und sie in die Irre zu führen. Das System hat in der letzten Zeit mehrfach bewiesen, dass es nicht in der Lage ist, seine Bürger zu beschützen. Darum ist es an der Zeit, dass die Regierung Mubaraks gehen muss”. Der Verein “Elbaradei für Veränderung” kündigte an, am heutigen Donnerstag Protestaktionen in Kairo zu organisieren.

 

Am Dienstag, dem 11.01.2011, erreichte die Wut auf den verhassten Innenminister Habib Eladly eine neue Dimension, und zwar nachdem ein muslimischer Wachmann auf sechs Kopten mit seiner Dienstwaffe in einem Zug geschossen hat, wodurch ein Kopte ums Leben kam. Empört waren die oppositionellen Parteien und die Prominenten Ägyptens, als das Außenministerium unmittelbar nach der Tat, die eindeutig religiös motiviert ist, bekanntgab, dass der dschihadistische Wachmann “geisteskrank” sei. Da wurde ein Schreiben mit der Aufforderung verfasst, den amtierenden  Außenminister endlich zu entlassen. Unterschrieben haben 200 Ägypter: Politiker, Schriftsteller, Schauspieler, Journalisten und Gewerkschaften.

 

Sie werfen Eladly hauptsächlich vor, nichts gegen das Attentat auf die Kirche der Heiligen in Alexandria unternommen zu haben, obwohl er genau wusste, wann das passieren wird. Dazu kommt noch die Brutalität der Polizei, die sehr viele Bürger auf dem Gewissen hat. Anhand der Videos auf Youtube kann man sehen, wie die Bürger gefoltert, gedemütigt und terrorisiert werden. Die Opfer dieser bestialischen Polizisten in den Polizeistationen und der Offiziere des Sicherheitsdienstes kann man nicht mehr zählen, weil das Innenministerium der Öffentlichkeit eine Lüge nach der anderen auftischt, wenn ein Fall ans Licht käme. Als Beispiel wird in diesem Schreiben „Khalid Said“ genannt, der von zwei Detektiven auf einer der Straßen Alexandrias unter den Augen vieler Menschen zu Tode geschlagen wurde. Seine Schuld: Er war kein Blogger, aber schickte einigen Blogs Videos. Eines dieser Videos war sein Todesurteil. Auf diesem siebenminütigen Video sieht man Polizisten, Detektive und Wachleute, die Drogen und Geld unter sich teilen, die bei einer Razzia beschlagnahmt wurden. Was sagten Eladlys Männer: Khalid war drogenabhängig und starb an Überdosis von Marihuana. Das Bild dieses jungen Mannes, der todgeprügelt wurde, als er in einem Internetcafe saß, um das Video zu mailen, ist grauenhaft. Beispiele gibt es genug und die Augenzeugen auch, obwohl sehr wenige sich trauen, den Mund aufzumachen. Unter dieser Angst leben alle Ägypter, abgesehen wie viel man besitzt oder welches Amt man bekleidet. Der einfachste Wachmann kann jeden Bürger ohrfeigen, mit den vulgärsten Schimpfworten beschimpfen und bei Antwort oder Argumenten wird ein Bürger niedergeschlagen und am Ende angeklagt: Widerstand gegen die Staatsmacht. Sicherlich ist diese Hergangsweise ein Teil der Politik Mubaraks Regierung!

 

Eladly „herrscht“ seit 1997! Er kam zu diesem Posten, als sein Vorgänger Hassan Elalfy vor Ort und vor laufender Kamera gefeuert wurde. Damals haben die gläubigen Moslems über 70 Ungläubige aus verschiedenen Herrenländern erschossen und ihre Geschlechtsteile entstellt. Das war fast das letzte Attentat auf Touristen, nachdem der islamische Terror Ägypten von 1989 bis 1994 fest im Griff hatte. Das Attentat in Hatsch-Besut (Tempel in Luxor) schleuderte Mubarak von seinem Thron in Kairo nach Luxor, wo er Elalfy sofort vor der Kamera entließ und die Touristen besänftigte. Seit diesem Datum sitzt Eladly fest im Sattel und kippt nicht um!

 

Warum wurde er bis jetzt nicht entlassen, obwohl genug bis jetzt passiert ist?
Will Mubarak ihn nicht entlassen? Oder kann er es nicht?

Fortsetzung folgt … Stichwort: General Omar Affify

 

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