kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Mit einer kleinen Nußschale schöpft man keinen See aus 13. Januar 2011

Filed under: Pater Zakaria & co. — Knecht Christi @ 14:49

Wir brauchen eine antiislamische APO

Warum Parteien wie „Die Freiheit“ oder PRO keine Alternative darstellen

 

Glaubt man den Umfragen, dann sind über 60% aller Deutschen gegen einen EU-Beitritt der Türkei. Eine ebenso große Zahl steht voll und ganz hinter Sarazins Thesen und hält den wachsenden Islamismus für eine große Gefahr. Nimmt diese Bedrohung jedoch konkrete Formen an, zum Beispiel durch den Bau einer Moschee radikaler Muslime in der Nachbarschaft – Beispiel Tawhid-Gemeinde in Wiesbaden – wagt sich nur noch ein Bruchteil der Besorgten auf die Straße, um öffentlich gegen die Islamisten zu demonstrieren.

Im günstigsten Fall gelingt eine Unterschriftensammlung. Ist die Situation besonders brisant, gründen einige Mutige eine Bürgerinitiative. Deren Kopfstärke wird durch eine Anti-Islam-Partei nicht stärker, sondern eher kleiner. Islamgegner kommen, das hat die Erfahrung gezeigt, aus allen Parteien. Wie sich umgekehrt die „fünften Kolonnen“ ebenfalls aus allen Parteien, einschließlich  der CDU rekrutieren. Wulf, Merkel und Frankfurts OB Roth, dürften als Paradebeispiel genügen.

 

Wir haben es also auf der einen Seite mit einer pro-islamischen Allparteienregierung zu tun.

 

Gegen eine solche Allparteienregierung kann selbst eine parlamentarische Mini-Oposition  von Islamgegnern wenig ausrichten. Im Gegenteil: Sie wirkt wie ein Filter der wichtige Verbündete ausklammert und verprellt. Selbst wenn der Sprung in irgendein Parlament gelingt, wäre diese Partei nichts weiter als eine „Phantompartei“. Im Parlament ist sie weitgehend isoliert, weil sich alle Parteien gegen sie verbünden, außerhalb des Parlamentes schwächelt sie noch mehr, weil sie über keine starke Mitgliederbasis verfügt.

 

Die Vergangenheit hat gezeigt, daß sich eingefahrene Machtblöcke, wie die gegenwärtigen Allparteienregierungen und große Koalitionen – ein typisches Merkmal schwächelnder Demokratien – nur durch außerparlamentarische Bewegungen aufweichen lassen. Als herausragendes Beispiel sei hier auf die Umwelt und Friedensbewegung der 70ziger Jahre verwiesen, die ihre Vorläufer in der 68er Studentenbewegung hat. Sie startete nicht als Partei sondern als Sammelbewegung unterschiedlicher kleiner und größerer Verbände und Initiativen, zu der in der Spätphase 1978 auch kleinere Parteien stießen. Aus dieser Melange entstand 1979/80 die Grünen, die bei der Gründungsversammlung bereits so stark waren, daß sie Tausend Delegierte nach Karlsruhe schickten. Zu diesem Zeitpunkt verfügte die Umweltparte bereits über 10 000 Mitglieder und eine fast ebenso große Zahl unentschlossener „U.Boote“ und Sympathisanten in anderen Parteien, die innerlich längst gekündigt hatten und nur darauf warteten, auf den fahrenden Zug aufzuspringen. Auch heute gibt es wieder in allen Parteien – das hat die Diskussion um Sarazin gezeigt – Genossen, die unzufrieden mit dem Maulkorb und Zensur Kurs ihrer Partei sind. Aber, Hand aufs Herz, wer von denen verläßt den fahrenden Zug seiner Partei, um auf ein wackliges Skateboard zu springen? Ein Rollbrett, das nicht einmal ein halbes Prozent des damaligen Protestpotentials der Umweltbewegung ausmacht.
 

Wären die Grünen ohne ihre Einbettung in eine größere Vorläuferbewegung  als Papiertiger gestartet, wären sie wahrscheinlich genau so gescheitert wie Schill und sein sich selbst zerfleischender Anhang. Eine erfolgreiche Parteigründung spiegelt indirekt immer die augenblickliche vorhandene politische Strömung wieder. Umgekehrt wird selten durch eine Partei eine politische Strömung in Gang gesetzt. Daß es keine antiislamische Vorläuferbewegung  gibt, haben Islamkritiker allen voran Radatz selbst verschuldet. Auf einer großen öffentlichen Diskussionsveranstaltung im Jahre 2004 in Elsenfeld  bei Aschaffenburg wurde der Ex-Orientalist von zahlreichen Zuhörern gefragt, ob es eine Organisation gäbe, wo man sich engagieren könne. Worauf Radatz in Anwesenheit von BDB-Mitgliedern ohne rot zu werden sagte: „Ich kenne keine Organisation von Islamgegnern“!
    

Hätte der BDB kurz nach dem Tod von Theo van Gogh großen Zulauf erhalten, wären wahrscheinlich über kurz oder lang auch seine Firmenähnliche Struktur aufgeweicht und eine Verbands interne Diskussion in Gang gekommen. So ist die einzige anti-islamische Organisation, nebst ihrem Münchner CSU-Kader und Kölner Hofberichterstatter nicht nur zahlenmäßig klein geblieben sondern auch politisch bedeutungslos.
 

Interessant ist in diesem Zusammenhang, daß Islamkritiker wie Radatz, ängstlich auf ihre öffentlich rechtlichen Pfründe bedacht, selbst dafür gesorgt haben, daß eine breite organisierte Protestbewegung gegen den Islamismus bereits im Keim erstickte. Was arroganten Einzelkämpfern wie Radatz von den Wortführern der Umwelt und Friedensbewegung vor allem unterscheidet, ist vor allem das Fehlen weitsichtigem solidarischem Denkens. Linke und Grüne sind vor allem deshalb so erfolgreich, weil sie Helfer und Unterstützer ihrer Ideen in die Gremien und Institutionen hieven. In dieser Hinsicht ist Radatz nichts weiter als ein ehemaliger, einst vom Islam begeisterter Levante-Händler, der heute mit antiislamischen Aufklärungsvorträgen seine Rente aufbessert. Im übrigen habe ich mich oft gefragt, wie man als Student begeistert den Koran lesen und Orientalistik studieren  kann, als moderner Levante-Angestellter jede Menge Kohle mit seinem Studium macht, und dann kurz nach der Pensionierung feststellt, daß dieses Werk aus der Feder eines Massenmörders stammt.

 

Gleiches gilt auch für Ulfkotte, der sogar zugab in Moscheen gebetet zu haben.  Daß Medien, die sonst zu einhundert Prozent als fünfte Kolonne des Islamismus fungieren, ausgerechnet diese beiden „Paulusbrüder“ als „Vorzeige-Islamkritiker“ in Talkshows herumreichen, sollte eigentlich aufhorchen lassen.

 

Wenn heute 2010 nicht einmal konservative Zeitungen über die verheerenden Morde während der Weihnachtsgottesdienste in Nigeria – 80 Tote! – berichten, kann man mit Fug und Recht behaupten, daß der antiislamische Medienzirkus nichts weiter ist, als ein staatlich kontrollierter Mißerfolg. Böcke, die zu Gärtner werden, bringen selten die Wiesen, die sie vorher abgegrast haben zum grünen. Ebenso interessant ist die Tatsache, daß nach einem riesigem Coup des BDB – Verhinderung einer Sharia-Werbeveranstaltung in Dietzenbach mit großem Echo in der Presse – sich sofort CDU Kreise einschalteten, die Aktion madig machten und einen großen Kongreß von Islamkritikern im Kloster Banz vorschlugen, der natürlich nie zu Stande kam. 
           

Im Kampf gegen den Islamismus ist es daher wichtig breitgestreute Basisarbeit zu verrichten und die vorhandenen Islamgegner in einem Bündnis zu vernetzen und zu gemeinsamen Aktionen zu bewegen. Ähnlich wie es die Umwelt und Friedensbewegung getan hat, und noch mehr die Bürgerrechtsbewegung der ehemaligen DDR, die ohne Medien-Unterstützung, ohne Consultingtypen mit Anzug und Krawatte und Talkshowgesichtern die Mauer zum Einsturz brachte. Erst wenn wir es schaffen, über die Islamkritik hinaus, zu einer wertkonservativen Kultur und Reformbewegung zu werden, die bei über 7 Millionen Arbeitslosen, Harz IV Empfängern und ausgebeuteten Niedriglohnempfängern auch sozialpolitische Alternativen aufzeigen muß, kann über eine Parteigründung nachgedacht werden. Aber diese Partei wird dann nicht von politischen Hasardeuren gegründet, sondern sie gründet sich selbst, weil sie bereits in sich selbst gründet.

 

Und ihre Fundamente werden weder  Verfassungsschutzspitzel noch eingeschleuste CSU-Kader zum Einsturz bringen. Auch unsere korrupte Presse wird vor dieser Partei ihr Knie beugen, wenn eine „organisierte Leserschaft“ ihre infernalischen Machwerke abbestellt oder im Regal liegen läßt. Unsere Welt ist käuflich. Kaufen wir also nur noch eine Welt, Zeit, Bild, Stern, Spiegel die uns gefällt….

Klaus Lelek

 

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