kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Die koptische Kirche ist eine Märtyrerkirche 12. Januar 2011

Filed under: Koptenverfolgung,Koptische Kirche im Ausland — Knecht Christi @ 18:02

Anba Damian, Generalbischof der koptisch-orthodoxen Kirche in Deutschland, im Welt-Interview über den Hass gegen Christen in Ägypten und warum Entwicklungshilfe an das Beachten der Menschenrechte gekoppelt sein sollte.

 

Kairo (kath.net): Als Kopte in Deutschland habe er derzeit keine Angst, da der Polizeischutz gewährleistet sei, aber er sei „besorgt“: „Die Atmosphäre ist nicht gesund.“ Das sagte der Generalbischof der koptisch-orthodoxen Kirche in Deutschland, Anba Damian, im Interview mit der Zeitung „Welt“. „Die merkwürdige fanatische Haltung in Ägypten, Christen mit allen Mitteln zum Islam zwingen zu wollen, hat enorm zugenommen.“ Oft gehe dies von Predigten in Moscheen aus. Bischof Damian lebt in Deutschland. Einmal habe er bei einem Besuch in Ägypten eine Freitagspredigt gehört, die er als „Kriegserklärung“ bezeichnet.

 

Von Entwicklungsminister Dirk Niebel fühle er sich „gekränkt“, weil die Entwicklungshilfe nicht in Frage gestellt werde. Dabei fließen die Gelder der ägyptischen Regierung allesamt in muslimische Institutionen, die Kopten würden davon gänzlich ausgeschlossen. Die Idee von Unions-Fraktionschef Volker Kauder, die Entwicklungshilfe an den Menschenrechtsschutz zu knüpfen, hält er für gut und vernünftig. Ungünstig sei aber eine gezielte Förderung der Kopten: „Wenn bekannt wird, dass wir mit staatlichen Mitteln gefördert werden, schlägt Gebern und Empfängern in Ägypten eine Hasswelle entgegen“.

 

Bei Facebook schrieb sie noch: An 2010 habe ich die schönsten Erinnerungen. Diese schöne Christin starb beim Ägypten-Terror Vermutlich Kopf des Attentäters gefunden – Zahl der Todesopfer erhöht sich auf 23.

 

Mariam Fekry starb in der Neujahrsnacht durch die Autobombe, die ein Selbstmordattentäter vor einer koptischen Kirche zündete. Der grausame Terror-Anschlag gegen ägyptische Christen in der Neujahrsnacht. 23 Menschen kamen durch die Explosion einer Autobombe ums Leben, zwei der Opfer erlagen am heutigen Dienstag ihren Verletzungen. Nun bekommt das Todes-Drama ein Gesicht, das schöne Gesicht von Mariam Fekry (22). Die junge Frau starb bei dem Attentat. Kurz vor ihrem Tod hinterließ sie noch auf ihrer Facebook-Seite eine Nachricht. Dann ging sie in die Kirche – und kehrte nicht mehr zurück.

 

Eine moderne, lebensfrohe Frau lächelt von der Facebook-Seite: Mariam trägt auf ihrem Foto ein schulterfreies, apricotfarbenes Seidenkleid und hat sich eine pinkfarbene Rose in ihr dunkles Haar gesteckt. Genauso lebensbejahend waren ihre letzten Worte: „2010 ist bereits vergangen – an dieses Jahr habe ich die schönsten Erinnerungen meines Lebens“, postete „Mariouma“, wie sie sich auf Facebook nannte. „Ich hoffe, dass das nächste Jahr noch besser wird. Deshalb habe ich für 2011 viele Wünsche“. Ihre letzte Bitte richtet die schöne Christin an Gott: „Bitte, Gott, bleib nahe bei mir und mach, dass meine Wünsche in Erfüllung gehen“.

 

Nur wenige Stunden später war sie tot. Seitdem ist die Facebook-Seite von Mariam Fekry zu einer Art Pilgerstätte der Anteilnahme geworden. Eine Frau schrieb: „Wir werden Dich nicht vergessen. Du bist ein Engel.“ Ein Mädchen postete: „Die Menschen sterben aufgrund von Hass. Du wirst immer in unseren Herzen bleiben“. Mariam Fekry war eine intelligente, junge Frau, hatte ihren Abschluss an der Arabischen Akademie der Wissenschaft und Technik gemacht. Sie war Single, liebte Harry-Potter-Romane, Bücher von Paulo Coelho, die Filme „Findet Nemo“ und „Titanic“. Im TV sah sie am liebsten MTV und Zeichentrickfilme. Ihr Credo: „Das Glück ist eine Wahl, das manchmal Anstrengung erfordert“.

 

KOPTEN WELTWEIT IN ANGST:
Inzwischen geht unter den Kopten die Angst um – auch in Deutschland. Rund 6000 Menschen zählen bei uns zur Gemeinde der koptischen Christen. In dieser Woche feiern sie traditionell ihr Weihnachtsfest. Doch vielerorts verzichten die Gläubigen auf eine Feier. „Es wird keine Feierlichkeiten geben, höchstens die Liturgie“, sagte Bischof Anba Damian, höchster Repräsentant der koptischen Christen in Deutschland. Den Anschlag in Ägypten nannte der Bischof „grausam, schockierend und ekelhaft“. In Frankfurt am Main bekommt die Gemeinde Polizeischutz. Dort findet neben der Weihnachtsfeier am Samstag auch noch ein Trauergottesdienst zu Ehren der Opfer in Ägypten statt. Die Angst vor Anschlägen in Deutschland ist nicht unbegründet: Anschlagspläne, die unter anderem im Internet kursierten, hätten „einen gewissen Glaubwürdigkeitsgehalt“, erklärte der Bischof im Deutschlandfunk. Das Bundesinnenministerium bestätigte, dass an Silvester ein besorgter Brief des Bischofs einging – wenige Stunden vor dem tödlichen Anschlag in der ägyptischen Hafenstadt Alexandria, dem 21 Menschen zum Opfer fielen. Aus dem Bundeskriminalamt (BKA) hieß es, dass es bereits zu Weihnachten Hinweise auf Anschlagsdrohungen gab. An Heiligabend seien aufgrund einer „allgemeinen Anschlagsdrohung“ im Internet gegen die koptische Kirche unter anderem auch in Deutschland die Landeskriminalämter informiert worden.

 

KOPF DES ATTENTÄTERS GEFUNDEN?
Inzwischen hat die ägyptische Polizei den Kopf eines asiatischen Mannes gefunden, der den Anschlag auf die Kirche in Alexandria verübt haben soll. Aus Sicherheitskreisen in Kairo hieß es, bei dem Mann, der langes Haar habe, handele es sich mit großer Wahrscheinlichkeit um den Attentäter, der in der Silvesternacht vor dem Gotteshaus eine Bombe gezündet hatte. Insgesamt 23 Tote wurden bislang identifiziert. Die Gerichtsmedizin arbeitet aber noch an der Identifizierung weiterer Leichenteile. {Quelle: Bild.de}

 

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