kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

In Wien wurde der starke Glaube der Kopten bewundert 11. Januar 2011

Filed under: Kirche,Koptenverfolgung — Knecht Christi @ 01:31

Drei Busse mit Kopten aus Graz und Linz hielten gegen 12:30 vor der koptischen Kathedrale der Heiligen Jungfrau Maria. Gläubige Christen aus allen Kirchen und Vertreter vieler Vereine und Menschenrechtsorganisationen kamen am Sonntag, dem 09.01.2011 in die Kirche und nahmen an dem Trauergottesdienst teil. Nicht nur die Kopten wurden geröstet oder gestärkt, sondern jeder, der seine Solidarität zeigte und sein herzliches Beileid aussprach.

 

Kardinal Schönborn brillierte wie immer und sagte mit seiner sanften Stimme: „In einer Zeit, in der sich in Europa viele vom Glauben abwenden, seien die Kopten Zeugen für die Lebendigkeit des christlichen Glaubens. Wir schauen auf das Glaubenszeugnis der koptischen Christen mit großer Ehrfurcht und Dankbarkeit. Die koptische Kirche ist in den letzten 1.300 Jahren tief in eine Taufe des Leidens, der Verfolgung, der Diskriminierung, des Mitleidens mit Christus hinabgestiegen. Aber über diesem Leid tut sich der Himmel auf wie bei der Taufe Jesu im Jordan. Über allem Leid – in dem der Anschlag von Alexandria nur ein Kapitel war – ist das Leben der koptischen Kirche ein Zeugnis für die Kraft der Auferstehung. In einer Zeit, in der sich in Europa viele vom Glauben abwenden, seien die Kopten Zeugen für die Lebendigkeit des christlichen Glaubens, der den Tod überwindet, den Hass besiegt und die Täter des Bösen zur Änderung des Lebens auffordert. Dieses Glaubenszeugnis in einer säkularisierten Gesellschaft sei eine kostbare Präsenz auch für eine Stadt wie Wien, wo viele müde geworden sind“. Kardinal Schönborn betete in der überfüllten Kathedrale „Unserer Lieben Frau von Zeitun“ im 22. Bezirk um die ewige Ruhe für die Opfer von Alexandria, den Trost für die Angehörigen, das Wachstum aller Christen in „Glaube, Hoffnung und Liebe“ und die „Gnade der Umkehr“ auch für die Feinde des Christentums.

 

Überragend war auch der Wiener griechisch-orthodoxe Metropolit Michael Staikos. Bei der Trauerfeier zitierte er den Ökumenischen Patriarchen Bartholomaios I., der das Massaker als „Mord im Namen der Religion ist Gotteslästerung“ bezeichnet. Metropolit Staikos überbrachte als Vorsitzender der neuen orthodoxen Bischofskonferenz für Österreich „Solidarität und Beileid“ an die koptischen Christen Österreichs. Es sei eine „Schande“, dass im Jahr 2011 das christliche Zeugnis auf solch blutige Art geleistet werden müsse, wie es jetzt in Alexandria geschehen sei. Seine Eminenz betonte, dass sich das Gedenken an die Märtyrer von Alexandria nicht gegen den Islam richte, „denn die Mehrheit der Muslime sind friedliebende Menschen“. Es gebe aber auch andere Leute, die sich eine böse Ideologie konstruiert hätten. Ihnen müsse man sagen, dass es Blasphemie sei, Menschen umzubringen, denn jeder Mensch sei als Ebenbild Gottes zu achten und zu respektieren, „ganz gleich, welcher Sprache, Religion, Hautfarbe, Geschlecht usw. er ist“.

 

Der evangelisch-lutherische Bischof Michael Bünker unterstrich, dass die Situation der Christen im Nahen Osten die Kirchen in Österreich nicht ruhen lassen könne. Solidarität und geschwisterlicher Einsatz seien notwendig. Es müsse aber auch – auf nationaler wie internationaler Ebene – die Politik an ihre Verantwortung für das friedliche Miteinander der Religionen erinnert werden.

 

Der Präsident der Stiftung „Pro Oriente“, Johann Marte, erinnerte an die seit 40 Jahren bestehende Verbindung zwischen der von Kardinal Franz König begründeten Stiftung und der koptisch-orthodoxen Kirche. Auf diesem Hintergrund könne „Pro Oriente“ den „heiligen Zorn der Kopten über das Geschehnis von Alexandria mitempfinden“ und die „Trauer darüber“ teilen. Darum müsse auch an die ägyptische Regierung wie an die internationale Politik die Aufforderung gerichtet werden, die tieferen Ursachen zu erforschen. In gleicher Weise ergehe an die islamischen geistlichen Autoritäten die dringende Einladung, jede Hetze gegen Christen klar und deutlich zu verurteilen, da die Chrissten in mehr als 50 Ländern verfolgt werden. Interreligiösen Frieden könne es nur geben, wenn die volle Religionsfreiheit respektiert werde und die gleichen Rechte für Bürger aller Konfessionen garantiert seien, betonte Marte. Er bezeichnete es als „positives Anzeichen“ eines Bewusstseinswandels, dass nach dem Anschlag von Alexandria auch Muslime protestiert hätten.

 

3 Responses to “In Wien wurde der starke Glaube der Kopten bewundert”

  1. bazillus Says:

    Ich erweitere den durchaus genialen Satz eines Kirchenführes: „Mord im Namen der Religion ist Gotteslästerung“

    Diskriminierung im Namen der Religion ist Gotteslästerung
    Beleidigungen wie Viehvergleich, wie Ungläubige sind die schlechtesten Geschöpfe im Namen der Religion ist Gotteslästerung
    Fluchlegitimation gegen Ungläubige ist Gotteslästerung
    Hasslegitimation gegen Ungläubige ist Gotteslästerung
    Rachelegitimation gegen Ungläubie ist Gotteslästerung
    Beutemachen und diese unter Muslime zu verteilen ist Gotteslästerung
    Sklaverei im Namen der Religion ist Gotteslästerung
    Legitimierung der Todesstrafe z. b. bei Ehebruch ist Gotteslästerung
    Legitimierung der Todesstrafe bei Apostasie ist Gotteslästerung
    Legitimierung von Raubüberfällen ist Gotteslästerung
    Legitimierung von Betverbot an den Gräbern Ungläubiger ist Gotteslästerung
    Ausgrenzungsdenken (Ich bin besser als Du) ist Gotteslästerung
    Rechtliche Ungleichstellung von Frauen ist Gotteslästerung
    Göttliche Legitimation Mohammads der Tötung von über 600 jüdischen wehrlosen Kriegsgefangenen war Gotteslästerung
    Das Tötenl und das Tötenlassen Mohammads von Kritikern und Gegners war und ist Gotteslästerung.
    Die Verweigerung des Kirchenbaus in islamischen Ländern sit Gotteslästerung.

    Das Wort Gotteslästerung ist nichts anderes als den allliebenden Gott in menschliche Denkkategorien einzwängen zu wollen. Die Lästerung wird zur Beleidigung und zu einer tiefen Verachtung Gottes.

    Wie der geneigte Leser bemerkt haben dürfte, stammen viele dieser Punkte der Aufzählungen aus dem Koran selbst. Somit ist der Koran in diesen und anderen Versen eine Gotteslästerung, nicht mehr und nicht weniger. Und genau das muss in jedem Dialog mit Muslimen zur Sprache kommen. Wann das nicht passiert, ist der Dialog zum Scheitern verurteilt.

  2. bazillus Says:

    Dieses Denken aus dem Koran heraus ist doch die Ursache aller Verbrechen gegen die Menschlichkeit und gegen Gott im Namen des Gottes des Islam. Das gedanklich zu transportieren ist die Pflicht eines jeden Muslims, aber auch eines jeden Menschen. Jeder Untat geht Ungeist voraus.

  3. Sorry, aber im Artikel ist ein Fehler!

    Wenn das folgende Zitat tatsächlich vom Wiener griechisch-orthodoxe Metropolit Michael Staikos hat dieser keine Ahnung vom ISLAM!

    „Gedenken an die Märtyrer von Alexandria nicht gegen den Islam richte, „denn die Mehrheit der Muslime sind friedliebende Menschen“. Es gebe aber auch andere Leute, die sich eine böse Ideologie konstruiert hätten.“

    Richtig müsste es mit Geert Wilders und Rene Stadtkewitz heißen:
    „… nicht gegen die friedlichen Muslime, sondern gegen die böse Ideologie des Scharia-Islam!“

    „Ihnen müsse man sagen, dass es Blasphemie sei, Menschen umzubringen, denn jeder Mensch sei als Ebenbild Gottes zu achten und zu respektieren“

    KORAN: Juden sind Affen und keine Menschen! Mohammed rief dazu auf alle Ungläubigen zu töten – also ist dieses MORDEN IN ALLAHS SINN!


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