kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Das seufzende Gebet 9. Januar 2011

Filed under: Spiritualität — Knecht Christi @ 02:50

„Wer hat so etwas je gehört, wer hat dergleichen je gesehen? Wird ein Land an einem einzigen Tag zur Welt gebracht oder eine Nation mit einem Mal geboren? Denn Zion bekam Wehen und gebar auch schon seine Söhne“ (Jesaja 66:8).

 

„Und ich richtete mein Gesicht zu Gott, dem Herrn, hin, um ihn mit Gebet und Flehen zu suchen, in Fasten und Sack und Asche. Und ich betete zum HERRN, meinem Gott, und ich bekannte und sprach: Ach, Herr, du großer und furchtbarer Gott, der Bund und Güte denen bewahrt, die ihn lieben und seine Gebote halten! Wir haben gesündigt und haben uns vergangen und haben gottlos gehandelt, und wir haben uns aufgelehnt und sind von deinen Geboten und von deinen Rechtsbestimmungen abgewichen“ (Daniel 9, 3-5).

Das führt uns zu einer wichtigen Wahrheit, nämlich: kann ein Kind ohne Schmerzen und Wehen geboren werden? Nein das ist unmöglich! Trotzdem wird vermutet, dass jemand neu geboren werden kann, ohne Schmerzen und Flehen vor dem Herrn.

 

Charles Finney sagt: “Ich konnte die Bitterkeit in meinem Herzen nicht in Worte fassen, deswegen fing ich an zu weinen und mit Gott zu kämpfen und meine Seele seufzte in meinem Inneren wegen dieser Verlorenen Person.

 

Das sind die echten Wehen! Das ist das Flehen und Kämpfen unter Tränen für die Verlorenen.

Es ist einfacher, die Tränen in unseren Augen zu sehen als ein Kind untergehen (ertrinken) zu sehen. Aber die Sünder die in die Hölle fahren, berühren uns nicht. Es ist nicht schwer zu weinen, wenn Sie Ihr eigenes Kind ertrinken sehen, zum letzten Mal. In diesem Augenblick durchströmt der Schmerz ihr, Herz ohne es zu beabsichtigen. Wenn wir die wertvollen Seelen für die Jesus gestorben ist, täglich in die Hölle fahren sehen, und wo es nur Zähne knirschen und Tränen gibt, werden wir nicht traurig und tun so, als ob es nicht unsere Angelegenheit ist.

 

Ach, Wie kalt sind unsere Herzen und wie wenig wissen wir über die Liebe des Herrn für die Verlorenen! Wie sehr rang Jakob mit Gott und gewann! Wie viele von den Christen und Dienern und Pastoren haben so etwas erlebt? Wie viele können täglich nur eine halbe Stunde beten, kämpfen und flehen vor Gott? Willst du besondere Früchte sehen?! Dann musst du auch eine besondere Beziehung mit Gott führen! Darum sage ich dir, du wirst nicht diese gesegneten Früchte sehen, wenn du nicht lernst Gott anzuflehen und zu kämpfen, bis in die Früh. Ach, es gebührt Nächte auf unseren Knien vor Gott zu verbringen und ihn für die Verlorenen anzuflehen. Dann werden wir Wunder erleben!

„Umgürtet euch und klagt, ihr Priester! Heult, ihr Diener des Altars! Kommt, übernachtet in Sacktuch8, ihr Diener meines Gottes! Denn Speisopfer und Trankopfer sind dem Haus eures Gottes entzogen. Heiligt ein Fasten, ruft einen Feiertag aus! Versammelt die Ältesten, alle Bewohner des Landes, zum Haus des HERRN, eures Gottes, und schreit zum HERRN um Hilfe“ (Joel 1.13-14)! Joel hat das Geheimnis erkannt! Nämlich der Fasten- und Gebetszeit!

 

Wir lesen in der Kirchengeschichte von Männern, die erfolgreich waren im Gewinnen von Seelen. Sie haben sehr viel Zeit im Gebet und in der Gemeinschaft verbracht, während dem sie auf den Knien waren. Wir lesen von ihren Tränen, von ihren Kämpfen mit Gott für die Verlorenen. Deswegen waren sie erfolgreich in den Dingen, in denen wir versagten.

Wenn es eine Schwachheit in der Kirche gab, liefen sie zum Gnadenthron und flehten Gott um seinen Heiligen Geist an. Gott überführte sie von ihrer Sünde und sie kehrten zu ihm zurück. Alle Männer des Herrn, die überwindet haben, waren Gebetsmänner.

 

Das Licht kam nur in China, nachdem Hudson Taylor auf seinen Knien war, und wer dieses große Werk sieht, das dieser Gebetsmensch vollbrachte, erkennt die Kraft des Gebets. Das seufzende Gebet ist nicht einfach, und wir werden das nicht begreifen, wenn wir nicht lernen zu schreien und flehen und zu gewinnen. Paulus sagt in Epheser: „Denn unser Kampf ist nicht gegen Fleisch und Blut, sondern gegen die Gewalten, gegen die Mächte, gegen die Weltbeherrscher dieser Finsternis, gegen die geistigen5 Mächte der Bosheit in der Himmelswelt“ (6.12). „Ebenso aber nimmt auch der Geist sich unserer Schwachheit an; denn wir wissen nicht, was wir bitten sollen, wie es sich gebührt, aber der Geist selbst verwendet sich für uns in unaussprechlichen Seufzern“ (Römer 8.26).

 

Ach, zu Wenige gibt es, die Zeit für Gebet und Gemeinschaft mit Gott finden. Wir finden für alle Dinge Zeit, fürs Essen, Trinken, Bekleiden, Zeitung und Bücher lesen, Freunde treffen, aber nicht für das Gebet. Hast du nicht von der Heiligen Susanna Wesley gehört? Sie war Mutter von 19 Söhnen. Trotzdem fand sie täglich eine Stunde Zeit für Gebet. Es ist nicht die Frage der Zeit, sondern die Frage der Priorität! Wenn wir beabsichtigen viel Zeit mit Gott zu verbringen, werden wir das auch tun, aber unsere Liebe zum Herrn ist erkaltet.

 

Vergleich zwischen unseren Standpunkt und dem der Apostel:
„Wir aber werden im Gebet und im Dienst des Wortes verharren“! (Apg. 6.4).

Das sagt die Bibel über den gesegneten Sohn Gottes. Er fühlte ein dringendes Bedürfnis zu beten, sodass er die ganze Nacht mit Gott verbrachte! Wieviele von uns können das von sich behaupten? Ach, das ist das Geheimnis seiner Macht und Überwindung! Zur selben Zeit ist das das Geheimnis unseres Versagens und unserer Schwachheit!

 

Die Propheten erkannten dieses Geheimnis und deswegen sagt Jesaja „Auf deine Mauern, Jerusalem, habe ich Wächter bestellt. Den ganzen Tag und die ganze Nacht werden sie keinen Augenblick schweigen. Ihr, die ihr den HERRN erinnert, gönnt euch keine Ruhe und lasst ihm keine Ruhe, bis er Jerusalem wieder aufrichtet und bis er es zum Lobpreis macht auf Erden“! (Jes. 62. 6-7).

 

Höre was Joel sagt: „Blast das Horn auf Zion, heiligt ein Fasten, ruft einen Feiertag7 aus! Versammelt das Volk, heiligt eine Versammlung8, bringt die Ältesten zusammen, versammelt die Kinder und die Säuglinge an den Brüsten! Der Bräutigam9 trete aus seiner Kammer und die Braut10 aus ihrem Brautgemach! Die Priester, die Diener des HERRN, sollen weinen zwischen Vorhalle und Altar und sagen: HERR, blicke mitleidig auf dein Volk11 und gib nicht dein Erbteil der Verhöhnung preis, so dass die Nationen über sie spotten12! Wozu soll man unter den Völkern sagen: Wo ist ihr Gott“? (Joel 2:15-17).

 

So betete Daniel: „Und ich richtete mein Gesicht zu Gott, dem Herrn, hin, um ihn mit Gebet und Flehen zu suchen, in Fasten und Sack und Asche. Und ich betete zum HERRN, meinem Gott, und ich bekannte und sprach: Ach, Herr, du großer und furchtbarer Gott, der Bund und Güte3 denen bewahrt, die ihn lieben und seine Gebote halten“! (Daniel 9,3-4).

 

Höre was Esra sagte: „Und um die Zeit des Abendopfers stand ich auf von meiner Selbstdemütigung, nachdem ich nochmals mein Kleid und mein Obergewand zerrissen hatte, und ich ließ mich auf meine Knie nieder und breitete meine Hände zu dem HERRN, meinem Gott, aus. Und ich sprach: Mein Gott, ich schäme mich und scheue mich, mein Gesicht zu dir, mein Gott, zu erheben! Denn unsere Sünden sind uns über den Kopf gewachsen, und unsere Schuld ist groß geworden bis an den Himmel“. (Esra 9,5-6).

 

Nehemia sagt: „Und es geschah, als ich diese Worte hörte, setzte ich mich hin, weinte und trauerte tagelang. Und ich fastete und betete vor dem Gott des Himmels. Und ich sprach: Ach, HERR, Gott des Himmels, du großer und furchtbarer Gott, der den Bund und die Gnade denen bewahrt, die ihn lieben und seine Gebote bewahren! Lass doch dein Ohr aufmerksam und deine Augen offen sein, dass du auf das Gebet deines Knechtes hörst, das ich heute, Tag und Nacht, für die Söhne Israel, deine Knechte, vor dir bete und mit dem ich die Sünden der Söhne Israel bekenne, die wir gegen dich begangen haben! Auch ich und meines Vaters Haus, wir haben gesündigt“. (Nehemia 9. 4-6).

 

Das waren die Erlebnisse der ersten Gemeinde in der Apostelgeschichte:
„Petrus nun wurde im Gefängnis verwahrt; aber von der Gemeinde geschah ein anhaltendes Gebet für ihn zu Gott“ (Apg. 12.5).

 

Nun sehen wir uns an, wie die Männer Gottes durch die Kirchengeschichte gelebt haben.

{1} John Lefingston: Betete die ganze Nacht am Abend, bevor den 21. Juni 1630, damit der Herr den Dienst und die Predigt segnete. Es begann zu regnen, er setzte jedoch die Predigt eine Stunde lang fort und die Leute hörten so lange zu. 5000 Menschen bekehrten sich an diesem Abend.

{2} Charles Finney: Begegnete einem Pastor, dem der Herr 14 Erweckungen hintereinander schenkte. Plötzlich gab es keine Erweckung mehr ohne Grund. Er wunderte sich sehr und im selben Augenblick stand eine Person mitten in der Versammlung auf und beichtete unter Tränen: „Meine Brüder, ich habe jeden Samstag in der Nacht für Gebet ausgesondert, damit der Herr den Heiligen Geist ausgießt. Nun – mit bitterlichem Weinen – hörte ich seit zwei Wochen auf zu beten“. Das ist die Zeit in der die Erweckung aufhörte.

Ach, das war das Geheimnis…und das war das Nachlassen im Gebet! Das seufzende Gebet verwirklicht den Segen und bewegt den Thron Gottes!

{3} Der Schmid mit einer schweren Zunge (Notizen von Charles Finney): Die Kirche hatte keine Lebendigkeit ohne gläubige Mitglieder und Jugendliche. Es lebte ein alter Schmid mit einer schweren Zunge in dieser Stadt. Wenn er redete, bekamen alle Mitleid mit ihm. Eines Tages an einem Freitag als er in der Arbeit war, spürte er, dass er für die Kirche und die Verlorenen beten soll. Er spürte einen Drang und eine Verantwortung für die Gemeinde. Er sperrte die Tür seiner Werkstatt in der Arbeit zu und hörte auf zu arbeiten. Er kniete nieder und verbrachte den ganzen Nachmittag im Flehen und Gebet vor Gott für die Gemeinde. Ach, er betete und überwand! Am Sonntag begegnete der dem Pastor und bat ihn eine Versammlung am Sonntagabend im größten Saal zu halten. Der Pastor hatte Angst vor Versagen und wollte das nicht. Der Schmid flehte ihn an bis er einwilligte. Der Pastor kündigte Sonntagmorgen an, dass es eine Versammlung stattfinden wird. Als es Abend wurde, waren sehr viele Menschen anwesend, sodass es keinen Platz zum Stehen gab! Als die Versammlung begann, war es sehr still im Raum. Plötzlich ohne Predigt oder Lobpreis oder Gebet oder Bibellesung, begann eine Person bitterlich zu weinen, sehr laut mit Schreien. Er flehte Gott an, ihn zu vergeben. Er konnte kaum ein Wort rausbringen, vor lauter Weinen und sagte: „Kann jemand für mich beten“?  Nach diesen Worten verbreitete sich eine Flamme der Erweckung, usw… Die Überführung des heiligen Geistes war sehr stark und es begann eine wunderbare Erweckung. Das Erstaunliche ist, dass jeder nach dieser Versammlung am Freitag innerlich spürte zu beten. In derselben Zeit als der alte Schmied begann für sie zu beten!

 

{4} Thomas Collons: Ich ging in die weiten und ruhigen Orte und betete. Wenn ich mich an die Verlorenen erinnerte und Gott bat barmherzig zu sein, fliesten die Tränen sehr stark von meinen Augen. Er fügte hinzu: „Ich verbrachte den ganzen Freitag damit, zu beten und zu fasten und bat den Herrn, meine Predigt am Sonntag zu segnen. Mitten in der Predigt schrie ein Sünder auf und ich konnte die Predigt nicht vollenden. Ich kniete nieder und betete, dass der Herr seinen Geist aussendete. Danach schrien und weinten alle Anwesenden.

{7} Das Buch von Thomas Collons Leben: Er weihte sich dem Gebet und dem Flehen im Wald und in den ruhigen Orten und verbrachte viel Zeit darin ohne es zu merken. Manchmal spürte er, dass der Himmel auf ihn herab kam um mit ihm Zeit zu verbringen! Er wurde erfüllt vom Heiligen Geist und wurde sehr mutig sein Kreuz zu tragen und über Jesus, den Gekreuzigten zu reden!

{8} Charles Finney´s Notizen: Ich hatte eine schwere Last der Verantwortung und der tiefen Trauer, sodass ich während dem Gehen wackelte. Ich kämpfte im Gebet, aber konnte meine Trauer und Emotionen nicht in Worte fassen, sodass die Tränen von alleine flossen. Das Seufzen vermischte sich mit meinen Tränen.

 

An einer anderen Stelle heißt es: Wir entschieden uns, an einer ruhigen Stelle zu gehen. Wir beteten den ganzen Tag, von Früh bis Abend eine Woche lang. Wir taten nichts anderes. Bevor die Woche zu Ende war, sah ich Gottes Wirken in den Menschen. Die Sünder wurden überführt von ihren Sünden, sodass sie kaum stehen konnten. Manche fielen auf ihr Angesicht und baten um Busse…Gott goss seinen heiligen Geist auf uns und die Erweckung entflammte.

 

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