kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Warum wir trauern müssen! 5. Januar 2011

Filed under: Koptenverfolgung — Knecht Christi @ 20:57

Zu Beginn bedanke ich mich bei meinen koptischen Geschwistern von „Christian Dogma“ für die Mühe, die sie sich dabei gaben, solch ein Bild zu gestalten, welches Bände spricht. Oben sieht man auf der rechten Seite die 21 Märtyrer von Elkoscheh, die durch ihre muslimischen Mitbürger auch zum Jahreswechsel 2000 massakriert wurde, was aber vier Tage dauerte. Auf der linken Seite sieht man die Märtyrer von Naag Hamady, die nach der Weihnachtsmesse am Heiligabend 2010 vor der Kirche von drei Moslems mit hochrangigen Drahtziehern erschossen. Unten sieht man auf der rechten Seite die Märtyrer und Verletzten von Talibya (Omranya – Giza), als am 24. November 2010 über 5000 Soldaten und Polizisten den Bau einer koptischen Kirche mit allen Mitteln verhindern mussten. Und auf der linken Seit sieht man die Märtyrer des jüngsten Bombenanschlags am 01. Januar 2011 in Alexandria. In der Mitte sieht man den Herrn, Jesus Christus, der die Märtyrer aufnahm und ihre Familien Trost schenkt.

 

Wegen all dem und vieler anderen Anschlägen und Angriffen trauern wir!

Bis das Ende des Jahres 2010 kündigten viele Kopten in Ägypten und im Ausland an, die Feierlichkeiten abzusagen, was auch viele Diözesen bekanntgaben. Seine Heiligkeit Papst Schenuda zog sich im Bischoy-Kloster in Natrontal zurück und verkündete damit, dass die Kopten dieses Jahr aus Trauer um die fünf Märtyrer, 97 Schwerverletzten und über 900 Inhaftierten die Feierlichkeiten absagt. Als er unter Druck gesetzt und ihm versprochen wurde, die Inhaftierten vor dem Weihnachtsfest freizulassen, gab er nach, aber mit viel Bauchweh, weil er versucht, die Lage zu beruhigen, damit nicht mehr Kopten sterben oder intensiver und aggressiver diskriminiert werden. Kaum ist er zurückgekehrt, schlugen die islamischen Terroristen zu. Der langen Liste der koptischen Märtyrer wurden 23 hinzugefügt.

 

Wie kann man feiern, während noch unbekannte Zahl von Inhaftierten bis jetzt im Gefängnis ist? Während meine Brüder in sehr engen Zellen auf nacktem Boden und nur einmal zu essen bekommen die Geburt Jesu Christi empfangen, soll ich feiern? Wie kann ich Süßigkeiten, Gebäck und leckeres Festmahl genießen, während die Mütter, Väter, Brüder, Schwestern und Familienangehörigen um ihre Kinder bittere Tränen vergießen? Wie kann ich schöne und teure Klamotten anziehen, während meine Mütter und Schwestern schwarz tragen? Kann ich mich von Repräsentanten der Regierung beglückwünschen lassen, während das Blut meiner Geschwister noch warm ist, wie man in Ägypten sagt? Wenn man zu einer Trauerfeier geht, sagt man „mein herzliches Beileid“ und nicht „frohes Fest“. Wie kann ich den Gästen Gebäck, Süßigkeiten und kalte Getränke anbieten, wie die ägyptische Gastfreundlichkeit verlangt?

 

Das alles wäre eine Beleidigung unserer Märtyrer und ihrer Familien. Wenn ich den ägyptischen Botschaftern und den islamischen Würdenträgern darum bitte, nicht zur Weihnachtsmesse zu kommen, dann ist das keine Anfeindung, sondern ein Zeichen der Trauer und des Protestes.

 

Man muss sich selbst ernstnehmen, wenn man ernstgenommen werden will. Wenn man trotz des wiederholten Leides lacht und feiert, dann wird dieses Leid kein Ende nehmen. Es wurde genug geredet, aber die Worte wurden nie von Taten gefolgt. Mit blumigen Worten ändert man nichts. Schön und rührend redet das ganze gläubige Ägypten über den Bombenanschlag. Alle Sänger, Schauspieler, Schriftsteller, Journalisten und Bürger verurteilen den „Terror“ und sprechen der Familien der Märtyrer ihr Beileid aus. Wir danken jedem für diese Gefühle.

 

Das Problem wird aber damit nicht gelöst. Keiner spricht aus. Niemand will zugeben, dass der „Terror“ rein ägyptisch und gar nicht ausländisch ist. Man beschuldigt lieber Al-Kaida und Israel. Neuerdings tischt die ägyptische Regierung der Welt eine neue Lüge auf: „Ein kopf eines Asiaten wurde unter den Leichen vor der Kirche gefunden. Die Spuren führen nach Indonesien“. Das Regime kann sich das Lügen nicht abgewöhnen und will unbedingt der Welt weismachen, dass es sich um einen „Selbstmordattentäter“ handle, obwohl der grüne Skoda keine Illusion ist. Alle Augenzeugen bestätigen, dass die Terroristen ausstiegen und schnell wegrannten, bevor das Auto explodierte. Bis wann wird diese Regierung jeden Anschlag beschönigen?

 

Vor derselben Kirche wurde einen älteren Kopten niedergestochen. Das war im April 2006, als ein Moslem mit zwei langen Messern vier Kirchen in Alexandria innerhalb zwei Stunden überfiel. Die vier Kirchen liegen voneinander sehr entfernt, sodass dieser Moslem selbst mit einem Auto sein verbrechen niemals vollenden konnte. Wissen Sie, was die Regierung dazu zu sagen hatte: Es handelt sich um einen „Geistesgestörten“! Das wiederholte sich mehrmals in den letzten drei Jahren, sodass ich schrieb: Sind alle Moslems geisteskrank? Zum Beispiel gibt es auch „verrückte“ Moslems in Pakistan, Indonesien und der Türkei. Der Fahrer des katholischen Erzbischofs Podevese, der ihn neunmal erstach und die Kehle durchschnitt, als der Kardinal zu entkommen versuchte, wurde auch für geisteskrank erklärt; genau wie die Türken, die deutsche Touristen und Missionare erstechen. Wie soll dieses Lügen weitergehen?

 

Solange wir Kopten uns einschüchtern lassen, verändert sich rein gar nichts. Lasst uns der Welt die Wahrheit anbieten, aber professionell und überaus sachlich, damit wir diesem Regime das Handwerk legen. Die Welt gehört verändert, aber jede Veränderung fordert Mühe, Arbeit, Mut und vor allem leider auch viele Opfer. Kriegt euch bitte nicht ein! Lasst nichts in Vergessenheit geraten, nachdem ein paar Tage vergehen, als ob nichts geschehen wäre. Wir brauchen Menschenrechtler und Aktivisten mit langem Atem, unermüdlicher Ausdauer und felsiger Überzeugung. Halbherzig oder gelegentlich kann man dies nicht machen.

 

Verzeiht mir, wenn ich keine „fröhlichen“ Weihnachten wünsche, aber ich sage: Möge die Geburt unseres Heilands Jesus Christus jeden segnen. Richtet ihm eine Krippe in euren Herzen, und zwar nicht nur am 25. Dezember bzw. am 07. Januar, sondern jeden Tag.

 

Betet für die Familien der Märtyrer und schickt Mails an „Kopten ohne Grenzen“, die ins Arabisch übersetzt und nach Alexandria geschickt werden: koptenohnegrenzen@yahoo.com

 

4 Responses to “Warum wir trauern müssen!”

  1. bazillus Says:

    Angesichts dieser bestialischen Vorgänge ein sehr sachlich-nüchterner, aber auch konsequenter, nicht hassvoller und sehr angemessener Artikel verbunden mit einem intensiven und zutiefst glaubwürdigen Aufruf, Menschenrechte einzufordern, nicht nachgebend und zielgerichtet.

    Wenn Muslime Dreifaltigkeitschristen = Götzendiener =Ungläubige töten, werden diese zu Geisteskranken erklärt, obwohl sie nur die Kampfes- und Tötungsanordnungen ihres Gottes und ihres Religionsgründers nach dem „heiligen“ Originalbuch, dem Koran, ausführen. Im Grunde haben diese Gerichte Recht. Objektiv gesehen sind diese Menschen geisteskrank, wenn sie solches tun. Diejenigen aber, die diese Taten aus Hass legitimieren, nämlich der Gott des Islam und sein Sprachrohr, sind nicht geisteskrank? Das ist in sich inkonsequent.

    Wenn die Christen- oder „Muslim-anderer-Konfessions-Mörder“ geisteskrank sind, die im Auftrag ihrer religiösen Führung handeln, ist die religiöse Führung, die diese Anordnungen trifft somit ebenfalls geisteskrank. Ich glaube nicht, dass Muslime einen geisteskranken Gott anbeten wollen. Und doch ruft er im Koran zu Tötung von Ungläubigen auf, sein Prophet zieht, als er Medina sein eigen nannte und er militärische Stärke erreichte, in den Krieg, bringt selbst Menschen um, begeht selbst oder lässt Raubüberfälle begehen alles auf seines Gottes Geheiß, lässt über 600 jüdische Kriegsgefangene töten und vergewaltigt Sklavinnen, die Frauen der gerade getöteten Ehemänner. Ist das nicht auch geisteskrank? Ja, das ist es.

    Dann ist also logischer Weise der Islam in all seinen Lehren, die Unrecht zu Recht erklären, geisteskrank.

    Wenn aber der Islam und seine religiösen Führer nicht geisteskrank sein sollten, dürfen auch diejenigen, die solche Morde und Untaten im Namen ihres Gottes begehen, nicht als geisteskrank angesehen werden, sondern als besonders gläubige, dem Vorbild in allem nachahmenden Muslime angesehen werden und müssten konsequenter Weise freigesprochen werden, weil ihr Verhalten ja koranmäßig erlaubtes islamisches Verhalten darstellt, also rechtmäßig begangener Mord, da sie gegen Ungläubige mit Gut und Blut gekämpft haben, sogar mittels koranmäßigische Anordnung des Hinterhalts. Hinterhalt ist eine feige Vorgehensweise, die jedoch vom Gott des Islams und seinem Propheten als probates Mittel des Kampfes gegen Ungläubige eingesetzt wurde.

    Da stecken dann die islamischen Gerichte in einer mächtigen Zwickmühle. Bevor sie ihren Gott und den Propheten für geisteskrank erklären, was verständlicherweise Aufruhr nach zu ziehen würde, erklären sie lieber völlig unberechtigt die auf Weisung ihres Gottes handelnden Verbrecher für geisteskrank.

    Und die islamischen Vertreter versuchen sich mit Worten aus diesem islamischen Widerspruchsdilemma heraus zu winden wie die Würgeschlangen um ihr Opfer.

    Liebe Muslime, entwirrt das Logikknäuel. Wendet Euch von den Ausgrenzungsversen ab, verurteilt sie und gebt Eurem Gott ein liebendes Antlitz. Kein Glaubender kann sich doch ernsthaft vorstellen, einen Gott anzubeten, der ein größerer Verbrecher ist als der gläubige Beter selbst. Diesen Gott braucht Ihr nicht anzubeten, weil er keine moralisch-religiöse Instanz ist; er ist ein Nichts.

    Orientiert Euch am Gottesbild Jesu, selbst wenn ihr ihn persönlich nicht als Sohn Gottes akzeptieren könnt, nehmit ihn Euch zum Vorbild. Dann ist der Islam eine gleichwertige Relgion, die dem Christentum das Wasser reichen könnte. Nehmt Euch Mohammed zum Vorbild, als er seine mekkanischen Verse verkündete. Da war er noch ein guter Mensch. Als er Gewalt anwandte, verwandelte er sich, verwandelte sich sein Charakter und er entfernte sich vom wahren Gott der Vollkommenheit, der das Paradies in Vollkommenheit erschaffen hat. Dieser Gott will keinen Krieg, keinen Mord, echte Freiheit im Glauben, weil er Vollkommenheit in Liebe selbst ist. Liebe kennt keinen Eigennutz, keinen Hass, keine Rache, keinen Fluch und kein Betverbot für Ungläubige. keine Unterdrückungslegitimation für Frauen und Sklaven. Löst Euch von diesem Gottesbild er Ausgrenzung, damit echter Friede werden kann, kein erzwungener und erpresster Friede. Das Paradies sollte Vorbild sein, das Paradies als Vorbild der Harmonie, der Freiwilligkeit, der Liebe und des Friedens. Wer das Paradies erschaffen hat, kann keine Mordaufrufe, kein Kriegsaufrufe, keine Hassaufrufe, keine Rachaufrufe, keine Fluchaufrufe und keine sonstigen Ausgrenzungsaufrufe gegen andere Menschen anordnen, die Nichtmuslime sind. Warum sind sie Nichtmuslime? Weil sie mit dem islamischen Gottesbild herzlich wenig anfangen können.

  2. Theo Schiller Says:

    Bei wem sollen die „Menschenrechte“ eingefordert werden?????

  3. bazillus Says:

    Konkrete Menschenrechte ohne Anführungsstriche sollten bei dem eingefordert werden, der sie verletzt.

    Zz. ist dies der Islam in Ländern, in denen er die Macht hat, andere, nämlich Minderheiten zu kontrollieren , zu diskriminieren und ihnen nicht dieselbe Religionsfreiheit zubilligt wie dem Islam, in früheren Zeiten war dies der islam und die kath. Kirche, Zz. ist dies der Fall bei den Machthabern der Kommunisten in Nordkorea, in China. 1033 wären es Hitler und seine Schergen gewesen, in Russland von Stalin und seinen Helfershelfer. Aber Sie wissen ja, was passiert wäre, hätte man dies getan: Die Weiße Rose und Herr Freisler lassen grüßen.

    Und an Menschenrechten mangelt es gar nicht, die eingefordert werden müssen.

    Neben der Relgionsfreiheit gibt es Regeln, die zu beachten sind, als da wären: Folterverbot durch Sicherheitskräfte, Aufhebung des Blasphemiegesetztes in Pakistan, Aufhebung des Apostasiegesetzes in islamischen Ländern, Verbot der Mädchenbeschneidung in Afrika und Asien, Verbot der Steinigung, der Gliedmaßenamputation, Verbot der Hasspredigt gegen Andere. Besuchsrecht von Angehörigen von Inhaftierten, ob sie schuldig sind oder nicht, das Recht von Angehörigen überhaupt zu weissen, wo sich inhaftierte Angehörige befinden. Verbot der Veröffentlichung diskriminierender Fatwen, Verbot des Schlagens von Frauen, Verbot von Frauendiskriminierung wie z. B. Totalschleierverbot , Pressezensurverbot, Kirchenbauverbot und Vieles andere mehr.

    Da eröffnet sich ein weites Betätigungsfeld. Selbstvertändlich ist das ein langer, steiniger und blutiger Weg. Aber es gibt kein Zurück mehr. Sollten diese Menschen nicht umsonst gestorben sein, gibt es kein Zurück mehr.
    Im Dritten Reich wäre ein Kritiker sofort an die Wand gestellt worden. Hier ist dies noch nicht soweit. Ich hoffe, es kommt auch nicht soweit. Der Islam und jede ausgrenzende Ideologie muss geistig, also verbal in die Zange genommen werden. Sie müssen begründen, warum sie solches tun, zulassen und bewerkstelligen. Ihnen muss immer und immer wieder aufgezeigt werden, was Recht und Unrecht ist.

    Bei wem sollten diese Menschenrechte eingefordert werden?

    Zunächst diese Menschenrechtsverletzungen bewusst machen und sie veröffentlichen und öffentlich nicht nur von der ägyptischen Regierung einfordern, sondern auch von islamischen Gelehrten. Konzertierte Aktionen von Menschenrechtsorgainisationen und Einzelpersonen. Anprangerung von islamischen Ungesetzen und blutigen Traditionen.

    Ja, der politische Druck von außen muss verstärkt werden. Das alles ist harte Arbeit und braucht viel Durchhaltevermögen von Einzelnen und Gruppen.

    Schließen Sie sich, Herr Schiller, einer solchen Gruppe an. AI, Open doors, CSI, Kirche in Not und andere Menschenrechtsorganisationen.

  4. Hajo Says:

    Diese beiden „bazillus“-Beiträge (wie schon viele andere) bringen das Dilemma mit der zutiefst menschenverachtenden und totalitären Islam-Ideologie (eine Religion ist sie niemals) auf den Punkt. Man muss es immer wieder hinausschreien: Dieser falsche Allah-„Gott“ und der kranke „Prophet“ Mohammed haben über mehr als anderhalb Jahrtausende so viel Leid, Unrecht, Verbrechen, Unterdrückung und Menschheitsverführung bewirkt, dass es allerhöchste Zeit wird, sich dagegen zu stemmen. Unsere bewahrenswerte Erde versinkt sonst in Chaos, und Untergang droht all dem, was lebenswert ist. „Schiller“nde Menschen mögen erleuchtet werden – sie sind mit ihrer Takyye und Schönrederei die Totengräber unserer Zivilisation..


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