kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Koptische Kirchen in vielen Ländern stehen unter Polizeischutz 5. Januar 2011

Filed under: Koptenverfolgung — Knecht Christi @ 01:58

Nicht nur in Deutschland, sondern auch in der Schweiz, den Niederlanden, Frankreich, Schweden und Österreich

Koptische Christen in der Schweiz in Angst

 

In der Silvesternacht hat eine „Autobombe“ in einer Kirche in Alexandria „23“ koptische Christen in den Tod gerissen. Koptische Gemeinden auf der ganzen Welt fürchten sich vor weiteren Terroranschlägen – auch in der Schweiz. Die katholische Kirche in der Schweiz hat das Attentat vor einer koptischen Kirche in Ägypten als „feige und barbarisch“ verurteilt. In einer Mitteilung drückten die Schweizer Bischöfe den Kopten ihre Anteilnahme aus. Aus Sorge vor weiteren Übergriffen finden koptische Weihnachtsfeiern in der Schweiz dieses Jahr unter Polizeischutz statt. VIDEO: Angst bei koptischen Christen auch in der Schweiz (Schweiz aktuell, 4.1.2011) {Quelle: http://www.tagesschau.sf.tv}

 

Niederländische Muslime wollen koptische Kirchen sichern

 

Angesichts der Anschlagsdrohungen vor dem Weihnachtsfest der koptischen Christen haben niederländische Muslime in einem Akt der Solidarität angeboten, koptische Kirchen im Land zu bewachen. „Die koptischen Christen, wir selbst und alle Niederländer haben einen gemeinsamen Feind: den Terrorismus“, erklärten drei große muslimische Verbände. Sie boten demnach Schutz für drei koptische Kirchen in den Niederlanden an. Es sind dies die Gotteshäuser in Amsterdam, Eindhoven und Utrecht. Sie stehen auf einer Liste potenzieller Anschlagsziele des Terrornetzwerks Al-Kaida. In Ägypten waren in der Neujahrsnacht bei einem Anschlag auf eine koptische Kirche 21 Menschen getötet worden. Die niederländischen Muslime boten in ihrer Erklärung an, die Kirchen vor der Gefahr durch Al-Kaida zu schützen. „Die Vorstellung, dass koptische Christen hier in den Niederlanden angegriffen werden könnten, lässt uns nicht ruhig schlafen“. Der Priester der koptischen Kirche von Amsterdam, Arsanius Elbaramosy, zeigte sich „sehr glücklich“ über das Angebot und sagte, er werde es gern annehmen. Er wollte sich noch am Dienstag mit den Vertretern der Verbände treffen. Der Schutz der Kirchen könnte demnach unter anderem die Kontrolle an den Eingängen umfassen. In den Niederlanden leben rund 6000 koptische Christen, es gibt insgesamt sieben koptische Kirchen. Weihnachten feiern die Gläubigen gemäß dem koptischen Kalender in der Nacht vom 6. auf den 7. Januar. Die muslimische Gemeinde in den Niederlanden zählt ungefähr eine Million Menschen. {www.zeitong.de}

 

Al-Kaida-Todesliste: Terror-Angst in der EU

Am 6. Januar herrscht Alarmstufe Rot!

In Europas Geheimdienstzentralen herrscht derzeit Alarmstufe Rot: Die ÖSTERREICH-Story über eine „Todesliste“ des irakischen Arms der sorgt nun in Deutschland und Frankreich ebenfalls für große Aufregung: Auf der Liste standen neben 130 Kopten weltweit auch koptische Kirchen – darunter jene, in der zum Jahreswechsel in Kairo ein Bombenattentat stattfand. Auf der Internetseite der „Islamischer Staat Irak“-Terrororganisation werden nun weiter Anschläge gegen Kopten angekündigt.

Anzeige gegen die Islamisten: 14 Kopten, die bedroht werden – ein weiterer auf der Liste ist bereits verstorben –, leben in Österreich. Mehrere Betroffene befinden sich indes in Deutschland und Frankreich. Nach der ÖSTERREICH-Story haben koptische Geistliche aus Frankreich jetzt ebenfalls Anzeige gegen die Islamisten erstattet. Die internationalen Geheimdienste kooperieren derzeit eng gegen die-Bedrohung gegen Kopten.

Koptisches Neujahrstreffen: Vor dem koptischen Neujahr am 6. Jänner haben auch Deutschland und Frankreich die Polizeipräsenz vor koptischen Einrichtungen massiv erhöht. Innenministeriumssprecher Rudolf Gollia hatte eine Verstärkung der Sicherheitsmaßnahmen für Österreich bereits zuvor angekündigt.

Drahtzieher in Indonesien? Einer der österreichischen Kopten, der auf der „Todesliste“ aufscheint, Fotoreporter William Tadros, steht denn auch im Kontakt mit dem heimischen Verfassungsschutz. Die Liste wird nach dem blutigen Anschlag von Kairo – 21 Menschen starben – schließlich noch ernster genommen als bisher. Die Drahtzieher dieser konkreten Seite werden in Jakarta, Indonesien, vermutet. Die internationalen Geheimdienste wollen sie nun aufspüren. {www.oe24.at}

 

 

Koptische Christen Eine Glaubensgemeinschaft in Sorge

 

Kurz vor Weihnachten, dem Feiertag, den die koptischen Christen in der Nacht von 6. auf 7. Januar begehen, herrscht Verunsicherung in den Gemeinden. Nach dem Anschlag auf eine Kirche in Ägypten fürchten auch bayerische Gemeindemitglieder um ihre Sicherheit. Was bei den protestantischen und katholischen Christen der Heiligabend ist, das ist für die koptischen Christen die Nacht von 6. auf 7. Januar. Ein wichtiges Fest auch für den koptischen Erzpriester Dioscoros El Antony. Der 53-Jährige betreut die Gemeinden in Nürnberg und in München. In München ist er für die St. Mina-Kirche zuständig.

Feierlichkeiten abgesagt: Das koptische Christentum unterscheidet sich in Liturgie und Glaubenslehre nur geringfügig von anderen christlichen Konfessionen. Die Kopten glauben wie die Katholiken an sieben Sakramente und feiern die Wandlung der eucharistischen Gaben in Blut und Leib Christi. Das kirchliche Oberhaupt der Kopten ist der koptische Papst in Alexandria. Doch in diesem Jahr werden die Münchner Gemeindemitglieder den Feiertag anders als gewohnt begehen. Sämtliche Feierlichkeiten wurden abgesagt, nur der Gottesdienst wird wie gewohnt gefeiert. Denn die Glaubensgemeinschaft fürchtet sich vor terroristischen Aktivitäten. Auch Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) nimmt die Ängste ernst. Er hat besondere Schutzmaßnahmen für die koptische Gemeinde in München angeordnet. „Wir werden in der nächsten Zeit und insbesondere bei den Weihnachtsfeiern sehr genau beobachten, was sich um unsere koptische Gemeinde in München tut“, sagte der Minister. „Unsere Polizei wird verstärkt präsent sein.“ Die friedliche Religionsausübung stehe unter besonderem Schutz des Staates.

400 koptische Christen in Bayern: In Bayern sind die koptischen Christen eine sehr kleine Gruppe. Rund 7000 Mitglieder haben die Gemeinden im Freistaat. Zur koptischen Gemeinde in München gehören rund 200 Mitglieder. In ganz Deutschland leben 6.000 bis 7.000 Gläubige, die sich zur koptischen Kirche bekennen. Weltweit gibt es 15 Millionen Mitglieder. Die Mehrzahl lebt in Ägypten. {Quelle: http://www.br-online.de}

 

Nach Anschlag: Sorge ums Weihnachtsfest

Die Kopten in Deutschland sorgen sich um ihre Sicherheit. In wenigen Tagen ist das koptische Weihnachtsfest, die Polizei bewacht Gemeinden. Das Oberhaupt der Kopten in Bayern, Erzpriester Pater Deuscoros El-Antony. Nach dem Terroranschlag in Ägypten sollen die Sicherheitsvorkehrungen für die koptische Gemeinde in München verschärft werden.

 

Kopten-Bischof wirft Politikern Verharmlosung des Terrors vor: Der Bischof der Koptischen Gemeinde Deutschlands, Anba Damian, hat die Reaktionen von Politikern auf den Terroranschlag in Ägypten als unzureichend kritisiert. Das Bundesinnenministerium verhalte sich sehr korrekt, sagte er in einem Interview mit dem Deutschlandfunk. Aber die Statements der Politiker seien „sehr blass, sehr oberflächlich und enttäuschend“. Ob er damit auch die Aussagen von Bundeskanzlerin Angela Merkel meinte, ließ er offen. „Die ganze Welt ist geschädigt von blumigen Statements und tröstenden Wörtern“, sagte Damian. Nach dem Anschlag in Alexandria sollten Taten folgen, so das Oberhaupt von rund 6000 koptischen Christen in Deutschland. Die Kopten würden in Ägypten wie Bürger zweiter Klasse behandelt, erklärte der Bischof. Dort würden nach dem Freitagsgebet Menschenmengen voller Hass und Wut die Moscheen verlassen. Die Christen und der Papst würden von Moslems beschimpft, sagte Damian. Ziel der Terrordrohung in Deutschland sei, dass man die Kopten in Angst und Schrecken versetze. Die Drohungen hätten nach seiner Meinung schon einen „gewissen Glaubwürdigkeitsgehalt“; es gehe den Tätern nicht um Gebäude-, sondern um Personenschäden. Auch der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Nikolaus Schneider, appellierte an die ägyptische Regierung, mehr für den Schutz der Christen im Land zu tun. In der Vergangenheit sei das Problem nicht ernst genug genommen worden, sagte Schneider der „Frankfurter Rundschau“.

 

Köln/Frankfurt/Main: Zeit zum Trauern hat der Priester der koptischen St. Mina-Gemeinde in München derzeit kaum. Pater Deuscoros El-Antony ist noch immer fassungslos. „Eine Zehn-Kilogramm-Bombe haben die Täter eingesetzt – das ist entsetzlich“, sagt der 53-Jährige und schüttelt den Kopf. Nach dem Bombenanschlag auf seine Glaubensbrüder im ägyptischen Alexandria mit mindestens 23 Toten rufen täglich besorgte Gemeindemitglieder an, um sich über die Sicherheit der Kirche in München zu informieren. Denn an diesem Donnerstag (6. Januar) wollen die 75 koptischen Familien in der bayerischen Hauptstadt Weihnachten feiern.

 

„Eigentlich treffen sich an diesem Tag alle Mitglieder in der Kirche, um nach dem Gottesdienst gemeinsam zu essen, zu trinken und zu feiern“, sagt Pater Deuscoros. Doch in diesem Jahr hat die Gemeinde die Feierlichkeiten abgesagt. Lediglich der Gottesdienst soll wie gewohnt stattfinden. „Wir halten es für besser, wenn die Familien den Abend zu Hause verbringen“. Zum eigenen Schutz und aus Respekt vor den Anschlagsopfern, wie Pater Deuscoros betont. Zwei Familien der Münchner Gemeinde hätten Angehörige in Alexandria, die aber nicht unter den Opfern seien.

 

Das Grauen des Neujahrsanschlags reicht auch bis in die idyllische St.-Georg-Kirche in Stuttgart, die Hauptkirche der Kopten in Baden- Württemberg. Die Gemeindemitglieder, von denen ebenfalls viele Verwandte in Ägypten haben, einigten sich ebenfalls darauf, nach ihrem Weihnachtsgottesdienst am 7. Januar nicht wie sonst gemeinsam zu feiern. Grund dafür sei aber nicht die Angst vor Anschlägen, sondern vielmehr die Trauer um die Toten von Alexandria, erklärt Gemeindeoberhaupt Johannes Ghali. „Wir haben am Sonntag in der Predigt über den Anschlag informiert“, sagt Ghali in schwarzer Robe mit silbernem Kreuz um den Hals, während er in einem Nebenraum der Kirche sitzt. „Es gab selten Angst, aber alle wollen wissen, was genau passiert ist“, fasst er die Stimmung seiner Gemeinde zusammen. Beim Blick auf das koptische Weihnachtsfest hat Ghali zwiespältige Gefühle. Die Drohungen im Internet hätten sich schließlich gegen die gesamte koptische Kirche gerichtet. Trotzdem spüre er vor Ort keine große Gefahr. „Unser Beschützer ist Gott“.

 

Die Polizei hat zwar schon vor Weihnachten angerufen, weil es auch vor dem Anschlag in der Neujahrsnacht bereits Drohungen gegeben hatte. Aber besondere Sicherheitsvorkehrungen gebe es nicht, sagt ein Polizeisprecher. „Wir haben keine konkreten Hinweise für ein Anschlagsziel in Stuttgart“. Für die Sicherheit der Gemeindemitglieder in München hingegen soll an deren Heiligem Abend die Polizei sorgen. „Unsere Polizei wird verstärkt präsent sein“, kündigt Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) an. Pater Deuscoros rechnet damit, dass Polizisten während des Gottesdienstes den Eingang kontrollieren und vor der Kirche die Straße gesperrt wird. „Die Bedrohungslage in Deutschland ist neu für uns“, sagt der Priester aus dem nordägyptischen Assuan. Dennoch gibt er sich kämpferisch. Das Weihnachtsfest wolle sich die Gemeinde nicht verderben lassen, die Kirchentüren stünden weiterhin für jeden offen. „Wir sind zwar traurig, doch Angst vor Terroristen haben wir nicht“, sagt der Ägypter, der neben den Münchner Kopten auch eine kleine Gemeinde in Nürnberg betreut. Deutschland sei für viele eine zweite Heimat geworden. „Hier sind wir frei“.

 

Nach dem Anschlag auf eine Kirche in Alexandria, scheine die „politische Elite nun aufzuwachen“. Es sei ein Jammer zu sehen, „dass eine Region, in der das Christentum von Anbeginn an präsent war, nun entchristlicht wird“, beklagte Schneider. „Wir müssen alles dafür tun, dass Christen auch dort in Frieden leben können.“ Die deutschen Islam-Verbände forderte der rheinische Präses auf, sich gegen die Verfolgung von Christen in der Türkei zu wenden. „Ich erwarte gerade von den DITIB-Gemeinden, die vom türkischen Staat finanziert werden, dass sie sich bei der eigenen Regierung für die Religionsfreiheit der Christen in der Türkei deutlicher einsetzen“, sagte der EKD-Ratschef. „Was sie hier in Deutschland genießen, muss auch für die Christen in der Türkei Wirklichkeit werden“.

 

Besondere Bewachung für älteste Gemeinde in Frankfurt: Die älteste koptische Gemeinde in Deutschland, St. Markus in Frankfurt am Main, wird bei ihrem für Donnerstagabend geplanten Weihnachtsfest nach eigenen Angaben besonders bewacht. „Wir bekommen von der Polizei Objekt- und Personenschutz“, zitiert die „Frankfurter Rundschau“ Diakon Michele Riad. Gleiches gelte für die Trauerfeier, die die Gemeinde für Sonnabend plant, um der 21 in Ägypten getöteten Kopten zu gedenken. Die in Frankfurt-Rödelheim ansässige Gemeinde St. Markus ist mit knapp 1000 Mitgliedern auch eine der größten koptischen Gemeinden in Deutschland. In Deutschland, Österreich und Frankreich wächst die Sorge vor islamistischen Attacken auf Kopten. Schon an Heiligabend informierte das Bundeskriminalamt die zuständigen Behörden über eine „allgemeine Anschlagsdrohung“ im Internet gegen die koptische Kirche unter anderem auch in Deutschland. Das österreichische Innenministerium sprach von einer „Todesliste“ mit insgesamt 150 Namen von Kopten aus verschiedenen Ländern, die bereits vor dem Anschlag auf einer Internetseite der Terrororganisation „Islamischer Staat Irak“ veröffentlicht worden sei. Die Organisation wird in Verbindung mit Al-Kaida gebracht. {Quelle: http://www.abendblatt.de}

 

Polizei soll Kopten in Bayern schützen

 

München: Nach dem Terroranschlag auf Christen in Ägypten soll die Polizei für die Sicherheit der koptischen Gemeinde in Bayern sorgen. „Unsere Polizei wird verstärkt präsent sein“, sagte Innenminister Joachim Herrmann (CSU) laut Mitteilung vom Dienstag in München. Vor den Weihnachtsfeiern der orthodoxen Christen vom 6. auf den 7. Januar werde die Polizei die koptische Kirche in München besonders im Blick haben. „Die friedliche Religionsausübung steht unter besonderem Schutz des Staates“, betonte Herrmann. Nach Angaben des Innenministeriums gehören der Gemeinde in München etwa 200 Mitglieder an. In Deutschland leben rund 6000 koptische Christen. {Quelle: http://www.bild.de}

 

One Response to “Koptische Kirchen in vielen Ländern stehen unter Polizeischutz”

  1. bazillus Says:

    Es ist schon erstaunlich, wie islamistische Gruppen und Grüppchen im Internet öffentlich irgendwem ungestraft drohen können. Das gilt nicht nur für Kopten, das gilt auch für Morddrohungen an einzelnen Islamkritikern.

    a) Das zeugt vom Hass, der seine Geburtswehen in der islamischen ideologie gegen Ungläubige begründet hat,
    b) Das zeugt von massiver Hilflosigkeit der Ermittlungsbehörden, dass solche Droh-Urheber nicht ausfindig gemacht werden können
    c) Durch diese Drohungen haben diese Verbrecher ihr Ziel, nämlich Erhöhung von Sicherheitsmaßnahmen und Verunsicherung der koptischen Christen bereits erreicht.

    Dieser islamistische Sumpf kann nur gedeihen, wenn das Umfeld innerhalb der muslimischen Gemeinden passt. Viele Muslime haben sich deutlich und klar gegen die Attentate ausgesprochen, was ich sehr begrüße und auch anerkenne.

    So wie die ägyptische Regierung diese barbarischen Vorgänge gern schnell und flott mal eben so der Al Kaida zuschustern möchte, um von eigenem Versagen abzulenken, muss doch deutlich festgehalten werden, dass Minderheiten in muslimischen Ländern in vielen islamischen Staaten ein hassvolles Misstrauen entgegenschlägt, welches seinesgleichen sucht. Gerade Ägypten, dem Mutterland und Musterland der radikalen Muslimbruderschaft, die sich – und somit deren hassvolles islamisches Gedankengut – mittlerweile um die ganze Erde verbreitet hat und den Islam in immer radikalere Gefilde führt, trägt eine besondere Verantwortung für seine Minderheiten, die ja auch nicht freiwillig zur Minderheit gemacht wurden. Diese Tatsache scheint die Welt zu vergessen.

    Der Islam radikalisiert sich zunehmend in aller Welt und lässt langsam seine Maske fallen. Was bedeutet „Radiakalisierung“? Den Koran bezüglich der Behandlung von Nichtmuslimen wörtlich nehmen, nicht mehr und nicht weniger.

    Die Gesamtheit der Muslime muss sich endlich von diesen Krebsgeschwüren ihrer Radikalinskis in den eigenen Reihen erwehren, um glaubwürdig zu bleiben. Die islamische Ummah ist gefragt, nicht wir. Die islamische Ummah muss ihrer Religion in Ordnung bringen auf den Weg zur Zivilisation und selbst Versagen auf diesem Weg einräumen und nicht die Schuld wie immer auf alle anderen schieben. USA, ISrael, als der große und der kleine Satan, die bösen Christen, die bösen Nichtmuslime. Es geht nicht mehr an, dass Muslime sich bei jeder sich bietenden Gelegenheit sich in den Schmollwinkel der eigenen Unzulänglichkeiten zurückziehen oder aber mit Aggression auf jede berechtigte KRitik reagieren.

    Aber Schuld für Muslime kann es ja nicht geben. Grund: Unrecht wurde zu islamischem Recht. Folge: Angesichts solch „göttlicher“ Verse ist es auch sehr schwierig, ein gesundes Schuldbewusstsein zu entwickeln. Schuld wird grundsätzlich zunächst einmal beim Anderen gesucht und gefunden, eine zutiefst menschliche Schwäche. Der Islam ist niemals Schuld an offensichtlichen Missständen, weil der Islam eben einige Untugenden zu Tugenden erklärt und diese legalisiert. Dieser Umstand wird durch die göttlich gegebene Generalabsolution für seine Gläubigen durch Vers 18 der Sure 8 manifestiert: „Nicht ihr habt sie (hier ging es um Ungläubige in der Sure „Die Beute“) erschlagen, sondern der Gott des Islams erschlug sie. Und du warfest nicht, als du warfest, sondern der Gott des Islams warf, auf dass der die Gläubigen eine große Gnade von Sich Selbst bezeige. Wahrlich, der Gott des Islams ist allhörend, allwissend“ oder Vers 14 aus Sure 9 „Bekämpft sie (hier sind die Führer des Unglaubens gemeint): Der Gott des Islams wird sie strafen durch eure Hand und sie demütigen und euch verhelfen wider sie und Heilung bringen den Herzen eines gläubigen Volkes“.

    Selbst wenn diese Verse sich auf bestimmte damalige (kriegerische) Begebenheiten beziehen, so kann der Kampf gegen Ungläubige mit Gut und Blut, d. h. mit seinem Vermögen und seinem Leben in jede Zeit gedanklich transferiert werden und sowohl zu terroristischen Akten als auch zu Menschenrechtsverletzungen führen in dem Bewusstsein, dass der islamische Gott diese Handlungen nicht nur toleriert, sondern sie selbst ausführt. Das ist wohl der Grund, warum die dringend erforderliche innovative Selbstkritik vieler Islamvertreter nur selten zum Tragen kommt und jede auch im Islam angestoßene Reformbewegung jeweils zum Erliegen gekommen ist und kommt. Sie können sich hinter solchen Worten verstecken. Man überträgt seine begangenen Sünden gegen Ungläubige und Schriftbesitzer auf den eigenen Gott. Besser und effektiver noch als eine Beichte, die ja eigenes schuldhaftes Verhalten und Reue voraussetzt, um gültig zu sein und die Lossprechung zu erlangen.

    Wie soll dieses selbstkritische Denken auch entstehen, wenn sprichwörtlich biblische Sünden (ich kann auch sagen: menschliche Schwächen) fast 600 Jahre später (nach Christi Geburt) zumindest teilweise zu religiösen Tugenden, zumindest aber zu islamischem Recht erklärt werden?


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