kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Herr Mubarak, ich glaube Ihnen kein Wort! 4. Januar 2011

Filed under: Koptenverfolgung — Knecht Christi @ 02:58

Als ich Sie hörte, fragte ich mich: Wer ist das denn, der Worte des Mitgefühls und Beileids an die Familien der koptischen Märtyrer richtet? Das kann doch nicht unser Herr Mubarak sein?

 

Weder der Ton noch der Stil passen zu dem alten Präsidenten, der in solchen pechschwarzen Zeiten wie ein Fisch geschwiegen hat. Wo waren Sie am Silvester 2000, als die Moslems unter Aufsicht des Innenministeriums und des Sicherheitsdienstes vier Tage lang die Christen in Elkoscheh massakrierten? Soll ich Ihnen die Bilder der 21 Märtyrer schicken, oder lieber die vielen Videos von der Zerstörungen und Plünderungen? Soll ich Ihnen das 960seitiges Buch von Dr. William Wissa über dieses Massaker schicken; auf Arabisch versteht sich? Ihre 930 muslimischen Peiniger wurden alle freigesprochen. Von Ihnen hörte keiner ein einziges Wort.

 

Im Jahr 2009, was nicht lange zurückliegt, passierte mehr als genug. Nehmen wir November: In Deirut hieß es, wie oftmals in diesem Jahr, ein koptischer Junge hat eine muslimische Schülerin mit Hilfe seiner Schwester vergewaltigt und sie dabei filmte, was er später ins Netz stellte. Ihre Cousins erschossen seinen Vater und weitere drei Kopten am helllichten Tag mit 160 Kugeln. Kurz später filmten wir, wie Tausende Moslems durch die Straßen gingen. Während sie „Allah Akbar“ schrien, überfielen sie zwei Kirchen und steckten viele Läden und Apotheken in Brand. Dasselbe geschah zwei Wochen später im selben Bundesland, aber in Farschut. Ein impotenter Kopte wird beschuldigt, ein 12jähriges muslimisches Mädchen vergewaltigt zu haben. Der berüchtigte Mob ging seinem besonders beliebten Hobby nach.

 

Die beiden von Ihren Behörden geschickt eingefädelten Unruhen waren nur die Vorbereitung auf das Massaker am koptischen Heiligabend 2010. Sechs junge Männer wurden erschossen, Dutzende schwerverletzt und Hunderte monatelang eingekerkert. Bis dem heutigen 03. Januar 2011 sind die drei Sündenböcke, denen Ihre Regierung den Mord angehängt hat, obwohl sie nur Instrumente sind, noch nicht verurteilt. Bei der letzten Verhandlung in Dezember 2010 entschieden sich die Richter dafür, dass der Mord nicht „vorsätzlich“ begangen wurde, damit die drei nicht erhängt werden? Soll ich Ihnen die besagte Niederschrift schicken? Auch bei all den Unruhen hat keiner irgendein Wort von Ihnen gehört, als ob Sie nur Präsident der Moslems seien. Soll ich Ihnen meinen ägyptischen Pass zeigen? Oder reicht mein tätowiertes Kreuz?

 

Ich weiß, dass Sie nicht mehr der Jüngste sind. Deswegen werde ich nicht all die Unruhen und Anschläge erwähnen, seitdem Sie Ägypten im November 1981 zum Königreich erklärt haben. Aber ich erfrische Ihr Gedächtnis ein wenig. Erinnern Sie sich an Pater Methaos Wahba, der seit Oktober 2008 im Gefängnis sitzt? Wie oft haben wir Sie gebeten, ihn zu begnadigen? Aber Sie können nicht über den eigenen Schatten springen. Sie und Ihr Regime verhindert die Konversion zu Christentum, indem ihr die Priester verhaftet und ihnen etwas in die Schuhe schiebt. Die Konvertiten und Revertiten werden in den Höhlen des Sicherheitsdienstes gefoltert, und wenn sie lebend diese Kerker verlassen, erwarten sie die renommierten Scheichs mit ihren Fatwas, damit jeder gläubige Moslems sie mit ruhigem Gewissen tötet, ohne für einen einzigen Tag ins Gefängnis gehen zu müssen. Da hat keiner irgendein Wort von Ihnen gehört.

 

Erinnern Sie sich, als Papst Schenuda Sie darum bat, die Demos der Moslems gegen ihn zu stoppen? Sie dauerten Wochenlang und Sie haben sich nicht gemeldet. Die Demos hörten nur auf, als am 24. November 2010 um 4:00 in der Frühe 5000 Soldaten der Sicherheitsgarde und unzählige hochrangige Offiziere und Polizisten die Kopten in Talibya überfielen. Sie sagten nichts dazu. Warum sagten Sie dem Gouverneur von Giza nicht, der ein Tag zuvor den zuständigen Priestern zur neuen Kirche gratulierte, dass er uns die Kirche zu Ende bauen lassen soll? Warum meldeten Sie sich nicht, als fünf Kopten mit scharfer Munition erschossen wurden? Warum sagten Sie nichts, als Schwerverletzten an ihren Krankenbetten gefesselt wurden? Wo waren Sie, als Ihre Polizisten und Soldaten unsere Kinder, erschlugen, folterten, mit den vulgärsten Worten beschimpften und ins Gefängnis warfen? Warum sagten Sie nichts, als die Kirche entweiht und geplündert wurde? Warum wurden die Kirchenbänke beschlagnahmt, bis die Kirche total leer wurde? Sie sprachen da nicht von der Einheit zwischen den beiden Elementen Ägyptens, die ein Gewebe darstellen. Was für Gewebe bitte schön meinen Sie?

 

Haben Sie vergessen, dass Sie jeden Christen von Geheimdienst, Sicherheitsdienst und der präsidialen Garde entlassen, als Sie Ägypten im Jahr 1981 erobert haben? Das machten Sie nur, damit Sie die Verfolgung der Kopten auf Fordermann bringen, ohne dass ein Kopte euch in die Karten gucken kann. Sind Sie das nicht, der den Medien den Befehl erteilt, gegen die Kopten zu hetzen, indem die renommiertesten Scheichs die Heilige Schrift als verfälscht und die Christen als Ungläubige bezeichnen? Sie sind viel schlimmer als Ihr Vorgänger. Den haben Sie mehrfach übertroffen. Nachdem er Papst Schenuda am 05. September 1981 unter Hausarrest im Kloster des Heiligen Bischoy stellte, wurde er vor den Augen aller Welt von seinen „Söhnen“, wie er sie nannte, kaltblütig erschossen. Sie ließen den Heiligen Vater trotzdem nicht das Kloster verlassen. Erst nach „40 Monaten“, und zwar am 05. Januar 1985.

 

Ich kann Ihnen jede Menge Verbrechen an den Kopten aufzählen, welche zu ihrem Alltag gehören. Denn jeden Tag passiert genug. Ich treffe aber lieber den Nagel auf den Kopf, damit wir uns die Zeit und Mühe ersparen. Wissen Sie an welchen Volksmund diese Situation  mich erinnert? Man sagt bei uns in Ägypten: „Er hat einen umgelegt und läuft im Trauerzug mit“.

 

Sie, Herr Mubarak, sind der Täter und der Hauptverantwortliche. Sie fädeln jeden Monat eine Verschwörung ein. Sie erlauben den wahabitischen TV-Sendern, tagtäglich das Christentum herabzuwürdigen und die Moslems durch gefährliche Fatwas gegen Juden und Christen zu hetzen. Sie benutzen Journalisten, Schriftsteller und islamische Gelehrten, um für feindliche Stimmung gegen Kopten zu sorgen. Wie viele Zeitungen veröffentlichten Lügen über die koptische Kirche und ihre Führungen? Wir nehmen nur Salim Elawaa, der auf Al-Jazeera verbreitete, dass die Kopten über Israel Waffen schmuggeln und sie in Kirchen und Klöstern lagern. Islamische Gelehrten, die zu Alazhar gehören, schrieben christlichfeindliche Bücher.

 

Jeden Tag sorgen Sie gezielt dafür, dass die Ägypter sich radikalisieren, und dann wundern Sie sich, dass die Moslems wie die Bestien auf uns Kopten herfallen? Wen wundert das denn? Sie sind sich auch sicher, dass sie nicht bestraft werden, weil die Soldaten und Polizisten ihnen auf die Schulter klopfen: „Gut gemacht Jungs, haut hier schell ab“? Können Sie mir ein einziges Mal erwähnen, dass ein Moslem verurteilt wurde, als er Kirche niederbrannte oder Haus oder Laden eines Kopten plünderte oder zerstörte? Niemals! Wissen Sie auch warum? Weil diese Moslems vom Innenministerium und Sicherheitsdienst angestiftet und geführt werden. Während den Unruhen in Alexandria im Oktober 2005 habe ich mit eigenen Augen gesehen und mit meiner Videokamera aufgenommen, wie Ganoven und registrierte Verbrecher von einem Bezirk zu einem anderen mit Schwertern, Macheten und Messern zogen. Sie zerstörten die Läden und Apotheken der Kopten und wurden von unseren muslimischen Nachbarn unterstützt, die ihnen zeigten, welcher Laden einem Christen gehört.

 

Das war am 21. Oktober, und zwar nach dem Freitagsgebet am Mittag und bis um 4:30 des neuen Tages. Keiner wurde verhaftet. Kein Kopte wurde entschädigt. Niemand hat sich bei uns entschuldigt. Die koptischen Vereine und protestantischen Kirchen in verschiedenen Bezirken Alexandrias erhielten keinen Cent, obwohl sie völlig zerstört wurden. Wo waren Sie damals, Herr Mubarak? Sie haben sich damals nicht gemeldet, obwohl das Land Kopf stand?

 

Sie sollen sich in Grund und Boden schämen. Anstatt auf „ausländische Kräfte“ zu schieben und ihre Minister Israel oder Al-Kaida beschuldigen zu lassen, sollten Sie damit aufhören die Wahrheiten zu verdrehen. Sie und Ihr Regime lügt, ohne rot zu werden. Sie ließen sogar die ganze Welt verbreiten, dass ein Selbstmordattentäter sich in die Luft springte und dass Al-Kaida dahinter stecke. Welchen Terror solle man bekämpfen? Sie sind derjenige, der den Terror fördert. Hören Sie nur damit auf, die Moslems gegen die Kopten auszuspielen und die Schätze Ägyptens in die Schweiz zu überweisen oder sie unter ihren Ministern zu verteilen.

 

3 Responses to “Herr Mubarak, ich glaube Ihnen kein Wort!”

  1. bazillus Says:

    Frau Staude von der ARD:

    Lesen Sie einmal die Texte aus diesem Blog. Dann lernen Sie, was gefühlte Unterdrückung und Diskriminierung von Christen bedeutet. Solche Presseleute sind einfach nur Lügner und Ignoranten, die dazu noch gut dotierte Posten beim TV haben, der sich durch Zwangsgebühren halten kann.

  2. petrus Says:

    Ich sag nur eins : mubarak gehört aufs Militärgericht

    • Christ Says:

      Schwer zu sagen,aber Gottes Gericht enflieht er niemals!
      Beten sollten wir ,dass er zu einer anderen Regierungseinstellung gelange für sein Land
      in Friede Freiheit und Religionsfreiheit aller Bürger versehen mit Annerkennung der Menschenrechte fürs Erste.


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