kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Ausgesandte der ägyptischen Regierung und der Alazhar ausgeladen 4. Januar 2011

Filed under: Koptenverfolgung — Knecht Christi @ 06:17

Fast alle koptischen Bischöfe sprechen aus: Die Kopten in Ägypten sind verfolgt!

 

In allen koptisch-orthodoxen Diözesen im Ausland werden weder Botschafter, Ausgesandte der ägyptischen Regierung noch die Vertreter der Alazhar und der islamischen Verbände in den Kirchen während der Weihnachtsmesse empfangen, wie es Brauch ist, dass diese zu uns Kopten kommen, um uns zu beglückwünschen. Grund dafür ist das Missbehagen der Kopten in Ägypten und im Ausland. Um das nicht wiederholen zu lassen, was in dem Kairoer Dom und vorher im Kloster des Heiligen Mina während der Trauerfeier der ersten 17 Märtyrern (mit nur 12 Särgen), als die Kopten die Minister, Großscheich der Alazhar und Großmufti verbal attackierten, wurden die Botschafter und die muslimischen Gästen ausnahmslos ausgeladen.

Gedenkgottesdienst mit Erika Steinbach: Die um ihre ermordeten Glaubensbrüder und Schwestern trauernden Kopten erhalten prominente Unterstützung. Die menschenrechtspolitische Sprecherin der Unionsfraktion Erika Steinbach (CDU) will am Samstag den 8. 1. am ökomenischen Gedenkgottesdienst der koptischen St. Markus Gemeinde in Frankfurt teilnehmen. Dies geht aus einer Meldung der katholischen Nachrichtenagentur KNA hervor. Der öffentliche Gottesdienst in der Lötzener Straße wird unter anderem vom Oberhaupt der Kopten in deutschland Bischof Damian gestaltet. Erika Steinbach setzt sich seit Jahren für die Belange verfolgter Christen im Nahe Osten ein. Auch an der Gedenkfeier der Armenier im April in der Paulskirche ist sie regelmäßiger Gast.

 

Koptische Bischöfe sprechen ganz offen über das Leid der Kopten

 

Zugegeben gibt es sehr wenige unter den koptischen Bischöfen, die zugeben, dass die Kopten verfolgt sind. Oft haben manche von ihnen sogar abgestritten, dass wir verfolgt werden. Ich möchte aber kein Nestbeschmutzer sein und daher vertiefe ich diese Angelegenheit nicht. Lassen Sie uns über die mit Wasser gefüllte Hälfte des Glases reden. Einer der mutigsten Bischöfe Europas ist seine Exzellenz Bischof Damian, Oberhaupt der koptischen Kirche in Deutschland. Sehr höflich, sachlich und ehrlich berichtet er über die Probleme der Kopten und nennt alles beim Namen. Am 19. März 2010 kam er nach Wien und nahm an dem Schweigemarsch von CSI teil. Vorher bei der morgigen Pressekonferenz und nachher beim abendlichen Vortrag sprach er ausführlich über jede Kleinigkeit. In Dezember nahm er in Hannover an einer Demo für verfolgte Christen teil. Bischof Damian ist ein beliebter Gast bei allen Menschenrechtsorganisationen wie Kirche in Not, IGFM CSI und Pro Oriente.

 

Genauso mutig und ein Wahrheitsliebender ist seine Exzellenz Bischof Sorial von Melborne. Er ist für seine Reden und Interviews mit dem australischen Fernsehen bekannt. Keine Demo versäumte er. Bei allen Unruhen wendet er sich an die Politiker seines zweiten Heimatlandes und führt Gespräche mit den Menschenrechtsorganisationen, die ihn um Infos bitten. Zu den Angriffen der ägyptischen Regierung auf die Kopten in Talibya (Giza) rügte er die Regierung Mubaraks. Seine Rede können Sie unter „Video“ sehen und hören. Seine Exzellenz Bischof Bernaba von Turin ist auch für seine klaren Worte bekannt. Oft nahm er ganz deutlich er Stellung, als die Kopten angegriffen wurden, was aber sehr häufig passiert. Nicht zu vergessen ist seine Exzellenz Bischof Antony von Norden England und Schottland, der zu den häufigen Unruhen und Attentaten Farbe bekannte. Petitionen an alle Verantwortlichen und Proteste an die ägyptische Regierung verschickte er unermüdlich; trotz seiner Krankheit.

 

Gestern überraschte Bischof Abakir {von den fünf skandinavischen Staaten mit Sitz in Schweden} mich und viele Kopten, und zwar positiv. Obwohl er gegen die Tätigkeit der koptischen Menschenrechtler war, weil er gute Beziehung zur ägyptischen Botschaft pflegte, sprach er gestern ganz offen über die „Koptenverfolgung“, als er zu gast bei dem aramäischen Fernsehen war. Er kritisierte das Regime Mubaraks und nannte alle Gesichter der Verfolgung.

 

Es ist doch kein Vergehen, die Wahrheit zu sagen; oder?

 

4 Responses to “Ausgesandte der ägyptischen Regierung und der Alazhar ausgeladen”

  1. Wie können wir hier im Ausland am besten helfen? Darüber schreiben und es mehr in die Medien bringen ist sicher das eine, aber vielleicht sollte man auch finanzielle Unterstützung anbieten und wenn ja wo?

  2. „Erika Steinbach (CDU) will am Samstag den 8. 1. am ökomenischen Gedenkgottesdienst der koptischen St. Markus Gemeinde in Frankfurt teilnehmen. Dies geht aus einer Meldung der katholischen Nachrichtenagentur KNA hervor.“

    Habe diese Nachricht leider bisher nirgendwo gefunden!?

  3. Almani Says:

    Wir können nur versuchen, alle Kräfte zu sammeln und mutig die Wahrheit weiter aussprechen. Wir sind sehr stolz auf Anba Demían, dass er sich für die verfolgten Brüder und Schwestern in Ägypten einsetzt. Wir müssen den Druck auf die Medien und die Poltiker in Europa erhöhen, damit endlich alle begreifen, was in Ägypten seit einigen Jahren gegen die Kopten läuft. Bisher sind nur wenige Politiker bereit, dies offen auszusprechen. Unser Außenminister Guido Westerwelle glänzte mal wieder mit einem lauen Statement im Fernsehen. Solche Politiker, die alles schön reden, brauchen wir nicht!
    Rabenna maugood!

  4. Johannes Says:

    Die Verurteilung der Anschläge durch die Bundeskanzlerin ist windelweich! Bei dem „barbarischen Terrorakt“ wurden Christen ermordet – nicht aber Muslime, wie sie meinte. Es gibt in Ägypten auch keinen Schutz für Christen durch die Regierung, denn die Unterdrückung der Christen dauert nun schon seit Jahrzehnten an. Tausende von koptischen Flüchtlingen in Deutschland bezeugen diese Katastrophe.

    Das warnende Beispiel der Türkei sollte zu denken geben. Noch vor gut 100 Jahren lag der christliche Anteil der Bevölkerung bei etwa 25 Prozent. Heute ist dieser Anteil auf 0.02 Prozent dezimiert durch Verfolgung, Unterdrückung, Vertreibung und Schlimmeres. So wurde dort im August der Vorsitzende der türkischen katholischen Bischofskonferenz, Luigi Padovese, rituell geschächtet.

    Wenn Frau Steinbach meint, „allzu lange hat der Westen dazu geschwiegen“, so verallgemeinert sie in unzulässiger Weise und lenkt vom Versagen ihrer eigenen Partei ab.

    Neben den Linksparteien, haben vor allem die „C“-Parteien die Islamisierung Deutschlands gefördert, indem die Grenzen für die muslimische Einwanderung aus der Türkei und aus Arabien weit geöffnet wurden. Der Islam wurde in jeder Weise gefördert, eine Integration aber nicht gefordert. Das Ergebnis hat Dr. Sarrazin eindrücklich beschrieben – sein Buch ein Weckruf!

    Schon vor drei Jahren hat der damalige Innenminister Schäuble (CDU) behauptet, der Islam sei ein Teil Deutschlands. Das wurde in „C“DU und „C“SU ohne Widerspruch hingenommen. Erst als der neue Bundespräsident diese Behauptung jüngst wiederholte, regte sich Widerstand … aber nur in der Bevölkerung. Die Kommentarbereiche unserer Mainstream-Medien zeigen, dass die veröffentlichte Meinung nicht der öffentlichen Meinung entspricht. Die Thesen von Thilo Sarrazin werden von 80 bis 90 Prozent der Bevölkerung geteilt.

    Christian Wulff war es, der noch als MP von Niedersachsen die Einführung des Islam-Unterrichts an unseren öffentlichen Schulen vorantrieb. Heute ist er in allen CDU-geführten Bundesländern – außer in Sachsen – eingeführt. Das bedeutet, dass die menschenverachtenden Inhalte von Koran und Hadith, die sich vor allem gegen Juden und Christen richten und zudem unsere freiheitlich-demokratische Gesellschaftsordnung untergraben, nun ohne Einschränkung verbreitet werden können. Und Herr Wulff setzte auch die erste türkische Ministerin ein!

    Willige Helfer in dieser Angelegenheit sind allerdings die meisten Kirchenführer, die den Islam dem christlichen Glauben gleich setzen und behaupten, dass Christen und Muslime den selben Gott verehrten, der sich in Bibel und Koran nur unterschiedlich offenbare. Dabei ist jedem Denkenden klar, dass die biblische Botschaft und die des Koran unvereinbar sind. Daran haben auch vierzig Jahre „Dialog“ der Kirche mit dem Islam nichts geändert! Der Vorsitzende der EKD, Schneider, verstieg sich im NRW-Wahlkampf sogar zu der Aussage, dass Kritik am Islam „unchristlich“ sei! Zu den barbarischen Christenverfolgungen in islamischen Ländern äußern sich diese Personen entweder gar nicht oder nur sehr selten. Die übrigen Kirchenleiter halten sich in Sachen Islam bedeckt. Das verwirrt doch sehr!

    Um es noch einmal deutlich zu sagen: Koran und Hadith gebieten ausdrücklich die Bekämpfung der „Ungläubigen“ – in erster Linie Juden und Christen. Die Schari´a, das islamische Grundgesetz, das auf dem Koran aufbaut, regelt nicht nur das staatliche, sondern auch das private Leben eines jeden Muslim. Deshalb ist ja der Islam in erster Linie eine totalitäre Ideolgie. Der Koran ist „Satz für Satz und Wort für Wort“ zu befolgen, so der ehemalige deutsche Botschafter in Algerien und Marokko, der promovierte Jurist (!) Wilfried „Murad“ Hofmann in seinen Büchern „Islam“ und „Islam als Alternative“. Da gebe es keine Abweichung und auch keine laue Interpretation, wie so mancher Gutmensch es gerne möchte. Der türkische MP Erdogan bestätigt: „Der Islam ist der Islam!“

    Die Mörder in Alexandria und von New York (2001) haben nichts anderes getan, als das ausgeführt, was der Prophet fordert. Dafür seien von mehr als 200 ähnlich lautenden Suren-Versen vier Beispiele zitiert:

    „Schlimmer als das Vieh sind bei Allah die Ungläubigen …“ (Sure 8,55).

    „Und kämpfet wider sie (die „Ungläubigen“), bis kein Bürgerkrieg mehr ist, und bis alles an Allah glaubt“ (Sure 8,39).

    „Kämpfet wider jene von denen, welchen die Schrift gegeben ward (Juden u. Christen), die nicht glauben an Allah … Allahs Fluch über sie! Wie sind sie irregeleitet!“ (Sure 9,29f).

    (Denen gehört das Paradies), „die auf dem Wege Allahs streiten, die töten und getötet werden; ihnen gehört die wahre Verheißung“ (Sure 9,111). Allahs Paradies ist in den Suren 56 und 78 beschrieben.

    aus: Koran, in der wiss. Übersetzung von Max Henning (Reclam Verlag)


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