kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Öffentlicher Gedenkgottesdienst der Kopten in Frankfurt 3. Januar 2011

Filed under: Koptenverfolgung — Knecht Christi @ 15:39

Frankfurt: Nach dem verheerenden Anschlag islamischer Attentäter findet für den kommenden Samstag 8. Januar in der Koptischen Gemeinde St. Markus, Lötzener Straße 33 ein öffentlicher, ökumenischer Gedenkgottesdienst statt, der von Bischof Damian abgehalten wird. Er beginnt um 16 Uhr.

Mit der kleinen Frankfurter Gemeinde und allen, die dabei sein wollen, werde das Oberhaupt der Deutschen Kopten um Beistand für die entschlafenen Brüder und Schwestern beten. Die Einladung schließt mit einem Zitat aus dem Johannesevangelium:

 

Es kommt die Stunde, in der jeder, der euch tötet, meint Gott einen heiligen Dienst zu leisten. Das werden sie tun, weil sie weder den Vater noch mich erkannt haben. Ich habe es euch gesagt, damit ihr, wenn deren Stunde kommt, euch an meine Worte erinnert„. (Joh.16,2-4)

 

 

Mitglieder der Frankfurter Gemeinde haben bereits im April 2006, nach den Überfällen während der Ostergottesdienste auf eine Kirche in Alexandria als erste koptische Gemeinde Deutschlands eine Demonstration ausgerichtet. Im Januar 2010 demonstrierten sie zusammen mit aramäischen Christen gegen ein ähnliches Massaker, an dem sechs Menschen starben. Wie „Kopten ohne Grenzen“ berichtete, ist bis heute noch keine Verurteilung der Mörder erfolgt.

Mit großer Spannung darf erwartet werden, wer von den Frankfurter „Prominenten“ und vor allem Kirchenvertretern den Weg in die Lötzener Straße findet, und welche kirchlichen Nachrichtenagenturen, allen voran, die in Frankfurt ansässige EPD über den ersten Gedenkgottesdienst nach den Anschlägen berichtet.

Klaus Lelek

 

Knecht Christi: In allen Bezirken Alexandrias und Kairos, und überwiegend in Kairo, gehen die Kopten auf Straßen und reskieren ihr Leben, weil die Soldaten der Sicherheitsgarde und die Polizisten des Innenministeriums kennen keine Gnade, wenn es sich bei den Demonestranten um Christen handelt. Eine andere Gefahr lauert auf den Straßen: Die Moslemsbrüder und ihre Verzweigungen, die Hand in Hand mit dem Regime Mubaraks arbeiten. Also wenn die Christen in dem „Feuerofen“ (Buch Daniel 3) auf die Straßen gehen, sollten wir Christen in den noch friedlichen und zivilisierten Ländern Solidarität mit diesen Verfolgten zeigen.

 Ich bitte jeden gläubigen Christen und jeden Menschen, der die Menschenrechte schätzt, zu uns Kopten egal wo zu kommen und sich von uns informieren zu lassen, wie es wirklich mit der Verfolgung aussieht. Laufen Sie mit uns auf der Straße Ihrer Stadt und zeigen Sie mit uns der Welt, wie das Ausmaß der Brutalität gegen eine Volksgruppe ist, welche nur in Frieden leben will. In Allen Ländern der Welt und in allen Städten, wo die Kopten leben, wird es Demos geben.

Wenn Sie nicht mit uns auf Straße gehen können oder wollen, dann helfen Sie uns bitte, indem Sie sich über das Leid der Kopten informieren und informieren lassen. Leiten Sie unsere Artikel weiter und sprechen Sie mit Ihren Freunden, Bekannten und den Menschenrechtsorganisationen über die Rechte dieser Verfolgten. Zu Ihrer Information: Alle Christen in islamischen Ländern haben dasselbe Schicksal. Befassen Sie sich nur mit dem Thema „Christenverfolgung in den islamischen Ländern“. Wissen Sie vielleicht, dass die Christen in Europa diskriminiert werden? Lesen Sie in unserem Blog, wie es in den verschiedenen Ländern Europas zugehet. Der Hass gegenüber Juden macht sich jeden Tag klarer. Zum Beispiel gibt es jetzt „Deutschenfeindlichkeit“ in den vielen deutschen Städten.

 

Bleiben Sie bitte informiert!

Doch sie gingen mitten in den Flammen umher, lobten Gott und priesen den Herr“ (Dan.3:24)

Das Bild daoben zeigt Pater Tadros jakob Malty, während er die Opfer der Bombenanschlag mit dem Myronöl salbt und für sie betet.

 

10 Responses to “Öffentlicher Gedenkgottesdienst der Kopten in Frankfurt”

  1. sttn Says:

    Die katholische Aktionsgemeinschaft „Deutrschland pro Papa“ ruft auf Ihrer Seite auch zur Teilnehme auf.

  2. Wird es auch einen Gedenkveranstaltung in Berlin geben?

  3. Ich werde bei Euch sein im Geiste – und für Euch beten! Und Einladen!

  4. MA Says:

    Ich danke Ihnen allen für Ihre Anteilnahme. Seit dem schrecklichen Attentat in der Silvesternacht sitze ich schockiert vor dem koptischen TV-Sender (CTV) und den immer wieder laufenden Videos und Berichten im Internet.
    Hier möchte ich in Kürze einige Details bzw. Eindrücke von dieser unfassbaren Tat, mit Ihnen teilen.

    _ Die Berichte im ORF und in den österr. Zeitschriften sind sehr oberflächlich gewesen, und – wie immer – sehr vorsichtig.
    _ Videos, Fotos und Augenzeugen berichten, dass sie in wenigen Sekunden von Armen, Füßen, inneren Organen und centimetergroßem Fleisch umgeben waren.
    _ Ein Augenzeuge berichtet in einem Video: als man die zerfetzten Körperteile zusammensammeln wollten, haben die Polizisten es nicht erlaubt, einer sagte: lass es, sie (die Opfer) sind Hunde! In einem Video ist ALLHU AKBAR zu hören.
    _ Die Zahl der Opfer ist gestiegen, bis heute gibt es 22 Tote und 94 Verletze. Unter den Verletzten sind vier Moslems leicht verletzt (Wachpolizisten und Passanten). Vier Tote sind erst gestern begraben worden, da die Angehörigen sie nur schwer identifizieren konnten.
    _ Aus Sicherheitsgründen sind die Opfer gemeinsam in einem Grab, im St. Mina Kloster , in der Wüste, Nordwesten von Alexandria, begraben worden.
    _ Angehörige der Verletzten und andere Kopten wollten nach einem Aufruf in Spitälern Blut spenden. Sie wurden von den Sicherheitskräften daran gehindert. Als sie dagegen protestierten, wurden sie geschlagen.
    _ ca. 5000 Menschen haben an dem 1. Trauergottesdienst teilgenommen. Es waren 12 Särge für 17 Opfer, da die Leichen nur zum Teil vorhanden waren und mit anderen Leichen im Sarg zusammengelegt wurden. Die Wucht der Explosion war so verheerend, dass die Menschenkörper bis in die Höhe des sechsten Stockwerks geflogen sind. Man hat Menschenteile auf Bäumen aufgesammelt. Auf dem Gehsteig waren die Leichenreste wie ein Brei zu sehen.
    _ Die Opfer sind für Martyrer gehalten und als Sieger empfangen worden. Im Trauergottesdienst, haben die Trauergäste bei jedem in die Kirche hineingetragenen Sarg applaudiert und aufgerufen: mit unserem Leben und Blut verteidigen wir unser Kreuz. Sie antworteten dem Pfarrer mit Amen, oh Gott! Das war für die konservativen Kopten im Trauergottesdienst nicht üblich.
    _Als Bischof Johannes das Beileid Moubaraks mitteilen wollte, haben die Kopten laut und ablehnend protestiert.
    _ Demos seitens der Kopten sind fast überall im Land aufgebrochen, die Polizei hat sie hart niedergeschlagen.
    _ Ein fast neun Jahre altes verletztes Madchen fragt im Video: Was haben wir ihnen getan? warum tun sie uns das an!
    _ Mit Mariam, eine der Toten (Foto dabei) sind ihre Schwester und Mutter mitgetötet worden. Ein Ehemann fand die Leiche seiner Schwester, kleinste Teile von seiner 26 Jahre alten Frau, und sein drei Monate altes Baby ist unauffindbar. Man vermutet das das Baby ein Teil des Leichenbreis war.
    Ich frage mich, was für Schmerzen müssen die Angehörigen ertragen!

    _ Wie üblich, verkündigt die Regierung die Verschwörungstheorie. Frechheit in allen Maßen! Der Gouverneur von Alexandria hat gelogen und behauptet, dass auch viele Moslems gestorben sind! Er meint, dass Moslems auch Silvester feiern.
    Bitte schließen Sie die Angehörigen in Ihr Gebet ein.

  5. Elisabeth Says:

    Zum Paradies mögen Engel dich geleiten,
    die heiligen Märtyrer dich begrüßen
    und dich führen in die heilige Stadt Jerusalem.
    Die Chöre der Engel mögen dich empfangen,
    und durch Christus, der für dich gestorben,
    soll ewiges Leben Dich erfreuen.


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