kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Moslems Österreichs verurteilen das Attentat auf die Kopten in Alexandria 1. Januar 2011

Filed under: Koptenverfolgung — Knecht Christi @ 17:48

 

 

Moslems vor der Kirche mit kamilias Bild

Schärfste Verurteilung des Attentats in Ägypten – Aufruf zu aktiven Schritten zur Wahrung des friedlichen Zusammenlebens zwischen Christen und Muslimen

 

In größter Betroffenheit verurteilt die Islamische Glaubensgemeinschaft in Österreich den mörderischen Anschlag durch eine Autobombe auf hunderte koptische Kirchgänger in Alexandria/Ägypten, dem bisher 21 Menschen zum Opfer fielen.

Entsetzen löst das unermessliche Leid aus, das in blindem Hass und in frevelhafter Missachtung aller Gebote der Religion und der Menschlichkeit Unschuldigen zugefügt wurde. Das tiefe Mitgefühl gilt allen Trauernden, die Angehörige und Freunde verloren haben, sei es auf christlicher oder muslimischer Seite.

Entsetzen fühlen wir auch, wenn wir uns die Dimension dieses offensichtlich von langer Hand geplanten verheerenden Terrorakts vor Augen führen. Hatten bisherige Spannungen zwischen den ägyptischen Bevölkerungsgruppen eher lokale und meist aus dem Alltag resultierende Streitereien zur Ursache, bei denen stets zu hoffen stand, dass die Kräfte der Vernunft und der Versöhnung die Oberhand behalten würden, so tut sich hier geradezu ein Abgrund auf. Denn beim jüngsten schrecklichen Anschlag deutet alles darauf hin, dass jene destruktiven und menschenverachtenden Kräfte, die den Mittleren Osten in Chaos und Anarchie stürzen wollen, am Werk waren.

Daher muss alles getan werden, damit Menschengruppen sich nicht gegeneinander aufhetzen lassen. Begreifliche Emotionen dürfen nicht instrumentalisiert werden, um noch mehr Hass und Zerstörung zu provozieren. Vielmehr muss von allen erfasst  werden, dass genau darauf die Terroristen hinzielen: Das friedliche, auf einer jahrtausendealten Tradition fußende Zusammenleben der Religionsgemeinschaften in Ägypten nachhaltig zu zerstören.

Wir appellieren daher an die Regierung in Ägypten, alles in ihrer Macht stehende zu unternehmen, das entsetzliche Attentat lückenlos aufzuklären, die Hintermänner dingfest zu machen und aufs Schärfste zu bestrafen. Ägypten muss ein ähnliches Schicksal wie dem Irak erspart werden.

Gleichzeitig erinnern wir daran, dass auch von Seiten der Religionsgemeinschaften und der Zivilgesellschaft aktive Schritte gesetzt werden müssen, um zu zeigen, dass sich Muslime und Christen nicht gegeneinander aufhetzen lassen. Auch in Österreich wollen wir immer wieder vorleben, dass wir gemeinsam gegen jede Art der Hetze und der Gewaltaufrufe vorgehen und dabei auch kooperieren.

Wien, am 1. Jänner 2011
Anas Schakfeh, Präsident der Islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich
Rückfragehinweis:
Carla Amina Baghajati
Sprecherin der Islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich, Mitglied des Obersten Rates
Tel. 06991 2381075 oder 01 2595449 

 

7 Responses to “Moslems Österreichs verurteilen das Attentat auf die Kopten in Alexandria”

  1. Christ Says:

    Gebet zum Beileid
    Ich rufe zu Gott und schreie um Hilfe, zu Gott rufe ich, und er erhört mich. In der Zeit meiner Not suche ich den Herrn; meine Hand ist des Nachts ausgereckt und lässt nicht ab; denn meine Seele will sich nicht trösten lassen. Ich denke an Gott – und bin betrübt; ich sinne nach – und mein Herz ist in Ängsten. Meine Augen hältst du, dass sie wachen müssen; ich bin so voll Unruhe, dass ich nicht reden kann. Wird denn der Herr auf ewig verstoßen und keine Gnade mehr erweisen?
    Ist’s denn ganz und gar aus mit seiner Güte, und hat die Verheißung für immer ein Ende? Hat Gott vergessen, gnädig zu sein, oder sein Erbarmen im Zorn verschlossen?
    Ich sprach: Darunter leide ich, dass die rechte Hand des Höchsten sich so ändern kann. Darum denke ich an die Taten des Herrn, ja, ich denke an deine früheren Wunder und sinne über alle deine Werke und denke deinen Taten nach. Gott, dein Weg ist heilig. Wo ist ein so mächtiger

    Gott, wie du, Gott, bist?

    wir werden in keinster Weise Mitleid jeh haben mit den Mördern.Nur Gebete für Ihre Seelen zum wahren Weg! und Umkehr zu Gott .

  2. bazillus Says:

    Wenn ich nur die Ehrlichkeit des obigen Aufrufs glauben könnte.

    Aber auch dieser Aufruf nimmt wieder einmal jegliche Verantwortung vom der Ausgrenzungskernlehre des Islam fort. Der Islam hat ein Gewaltproblem. Das ist auch die Kernursache dieser fruchtbaren Geschehnisse. Welch eine Religion, in der die Attentäter den Siegruf ihres Gottes bei Durchführung der Tat rufen. Welchen Gott beten diese Irregeleiteten an?

    Als Christ freue ich mich über jede ehrlich gemeinte Verurteilung, die Muslime aussprechen ob dieser Gräueltaten. Aber ich rate jedem Muslim dringend, die eigenen Religion hinsichtlich der Gewalt-, Beuteverse betreffend Ungläubige und rechtliche Frauenungleichstellungverse ernsthaft zu hinterfragen. Wird dies nicht getan, bleibt ein permanentes Risiko, dass diese satansichen Verse als göttliche angesehen werden. Den Erfolg sehen wir wieder bei solchen Attentaten.

    Möge Gott die Toten und Verletzten sowie die Angehörigen segnen und den Angehörigen dauerhafte Kraft verleihen, mit dieser Schandtat umgehen zu lernen.

  3. Almani Says:

    Mubarak mit den üblichen Verdächtigen

    Wegen der Unfähigkeit der ägyptischen Staatsmacht, das Problem der Übergriffe von ägyptischen Fanatikern zu verhindern und über eine vernünftige Politik für alle für Ruhe und sozialen Frieden im Land zu sorgen, werden die Anschläge, die seit 2009 vermehrt stattfinden, weitergehen. Die immerhin ca. 10 Millionen koptischen Christen im Land werden also weiterhin für ihren Glauben sterben, ohne Unterschied ob Frauen, Kinder oder Männer. Die westliche Welt tut empört, reagiert aber nicht wirklich.

    Mubarak spricht wie immer von „ausländischen Kräften“, obwohl er genau weiß, wer hinter den wiederholten Anschlägen steht. Dass es diesmal eine Autobombe war, ist nicht wirklich wichtig, schließlich lernen auch die Attentäter dazu. Die Wirkung dieser Waffe gegen Unschuldige können sie regelmäßig im Fernsehen verfolgen. Positiv war die umfangreiche Berichterstattung auf „Al Jazeehra“.

  4. Via Says:

    Der KRM in Deutschland sagt:

    „Wir verurteilen diesen schrecklichen und unmenschlichen Anschlag auf das Schärfste. Wer Menschen so hinterhältig und grausam Schaden zufügt und ermordet, kann sich auf keine Religion oder eine andere Weltanschauung berufen”

    Ich sage:

    Auch weniger hinterlistiges und weniger grausames Morden bleibt Mord!

  5. Pat Says:

    Der Koordinationsrat der Muslime in Deutschland hat hierzu ebenfalls eine Pressemitteilung herausgegeben.

    Unabhängig davon, dass sich die Fundamentalisten auf religiöse Schriften stützen:

    Wenn durch konservative oder gar noch strengere Muslime gesagt wird, eine solche Tat sei mit den religiösen Regelsetzungen nicht vereinbar, kommt das einen Apostasievorwurf zumindest sehr nahe. Welche Tiefe der moralischen Verurteilung einer solchen Aussage zugrunde liegt, kann man sich ja vorstellen, wenn man diesbezügliche Taten von Extremisten betrachtet. Noch deutlicher wäre es, wenn die Botschaft wäre die Verurteilung nur, wenn es hieße: „Diese Menschen werden von uns nicht als Muslime angesehen“. Einer solchen Aussage sind jedoch in religiöser Hinsicht hohe Hürden gesetzt, da dies im Prinzip erst der Finale Akt einer Exkommunikation ist, und dem ein Rechtsprozess zuvorkommen muss. Ausnahme: Salafisten – aus denen speisen sich übrigens die meisten Terroristen.

  6. Pat Says:

    Ups. Es sollte heißen:
    „Noch deutlicher wäre es, wenn die Botschaft wäre die Verurteilung nur, wenn es hieße“

  7. Pat Says:

    Hier fehlt eine Editierfunktion. Nochmal. 😉

    „Noch deutlicher wäre die Verurteilung nur, wenn es hieße“


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