kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Offene Briefe an Bischofskonferenz und Koptische Kirche in Deutschland 31. Dezember 2010

Filed under: Christenverfolgung — Knecht Christi @ 04:41

Da ich nicht verstanden habe, warum die etablierten Kirchen, so auch meine Kirche, die Katholische, keinen Vertreter zu der Demo am 28.11.2010 der syrisch-aramäisch-orthodoxen Christen in Köln entsandt hatte, ließ es mir keine Ruhe und so habe ich den folgenden Brief an die Vertreter der Deutschen Bischofskonferenz in diesen Fragen geschrieben in der Hoffnung, Antwort zu erhalten, die ich bis jetzt leider nicht bekommen habe.

 

Sollte noch eine Antwort eintreffen, werde ich diese selbstverständlich zur Veröffentlichung in diesem Blog freigeben.

 

Ich kann nur empfehlen, dass viele Leser – auch Christen anderer Konfessionen – an die katholische oder evangelischen Kirchen sachlich und konstruktiv kritisch schreiben, wenn es um die Einhaltung von Menschenrechten und um die Durchbrechung des Schleiers des kirchlichen Nichtstuns (wobei ich hier nur die deutschsprachigen Kirchen meine), geht.

 

Sekretariat der Deutschen
Bischofskonferenz
Ökumenekommission
Kommission Weltkirche
Kaiserstr. 161 – 53113 Bonn

Sehr geehrte Herren Bischöfe,
zunächst ein Auszug aus dem Eintrag des blogs „Kopten ohne Grenzen“, dessen Bericht über die am 28.11.2010 stattgefundene Demonstration in Köln sowie die Schilderung von verfolgten Christen im Irak zum Inhalt hatte.

 

{Unter dem Motto „Schutz und Sicherheit für die Christen im Irak!“ haben in Deutschland lebende Angehörige der christlichen Assyrer-Chaldäer-Aramäer zu einer Demonstration am kommenden Sonntag, den 28. November um 12.30 auf dem Kölner Ebertplatz aufgerufen. Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) unterstützt diese Initiative der „Jungen Aramäische Union“. Nach den jüngsten brutalen Anschlägen auf christliche Einrichtungen im Irak Ende Oktober 2010 organisieren im Exil lebende Angehörige der Religionsgemeinschaft und ihre Unterstützer in einer Reihe von Städten in Deutschlands Demonstrationen. Weltweit finden fast täglich Aktionen statt. Denn auch die im Westen ansässigen Christen aus dem Nahen Osten bangen um ihre Landsleute. Ziel des arabisch-islamistischen Terrorismus ist ein christenfreier Irak. Am 31. Oktober 2010 überfielen islamistische Terroristen eine syrisch-katholische Kirche in Bagdad. Mindestens 50 betende Christen wurden ermordet, 120 meist schwer verletzt. Diese und andere Kirchen im Irak wurden schon früher Ziel des Terrorismus: Am 9. und 10. November explodierten elf Sprengsätze in überwiegend von Christen bewohnten Bezirken Bagdads. Dabei kamen erneut fünf Menschen ums Leben, mehr als 20 wurden verwundet. Am 15. November erschossen bewaffnete Männer den Armenier Naschawan Khder in dem von arabisch-islamistischen Extremisten beherrschten Mosul. Am 22. November starben die beiden christlichen Brüder Saad Hanna und Waed Hanna in Mosul. Sie waren an ihrem Arbeitsplatz von bewaffneten Männern angegriffen worden. Saad starb sofort, während Waed später seinen schweren Verletzungen erlag. Sprecher der christlichen Assyrer-Chaldäer-Aramäer im Irak nahmen die jüngsten Anschläge zum Anlass, erneut eine autonom verwaltete Region für ihr Volk in der Niniveh-Ebene im Osten der Provinz Mosul im Norden des Landes zu fordern. Die fortgesetzte brutale Gewalt gegen die religiöse Minderheit im Irak verdeutlicht, dass ein christliches Leben in Sicherheit außerhalb der autonomen Region Kurdistan und außerhalb der von ihren Milizen geschützten angrenzenden Niniveh-Ebene nicht mehr möglich scheint. Allein aus der Fünf-Millionen-Metropole Bagdad sind nach GfbV-Recherchen seit 2003 mehr als drei Viertel der dort ansässigen rund 400.000 Christen geflohen. Viele der Zurückgebliebenen wagen es kaum noch, einen Gottesdienst zu besuchen oder ihre Kinder auf eine christliche Schule zu schicken, weil sie ständig terroristische Attentate befürchten müssen}.

In für korrekte Deutsche ungewohnter Offenheit nennt auch die Junge Aramäische Union die Dinge auf einem während der Demonstration verteilten Flugblatt beim Namen: {Am 31.10.2010 verübten islamische Terroristen ein Massaker in einer aramäischen Kirche in Bagdad. Über 60 Frauen, Männer und Kinder wurden regelrecht abgeschlachtet. 130 schwer verletzt. Eines von unzähligen Attentaten, Entführungen und Übergriffen an der aramäischen Bevölkerung, die das einheimische Volk Mesopotaniens darstellt. Und der Terror geht weiter! Als Täter kommen wieder die „üblichen Verdächtigen“ in Frage: Al-Kaida. Aber die Gewalt gegen die christliche Minderheit kommt mitten aus der islamischen, irakischen und kurdischen Bevölkerung. Weitere Drahtzieher sitzen in Arabien, Pakistan und wahrscheinlich auch in der Türkei. Auch dort gibt es immer wieder Morde. Das Ziel fundamentalistischer Muslime ist es, die einheimischen christlichen Minderheiten im Nahen Osten zu vernichten oder zur Aufgabe ihrer Heimat zu bewegen}.

Das sind freilich unbequeme Wahrheiten, von denen deutsche Politiker und Kirchenvertreter lieber nichts wissen wollen. Man zieht es vor, im Irrtum zu verharren, demjenigen, der die Muslime nicht reizt, würde der Hals als Letztem abgeschnitten. Erfreulich war die große Zahl von jungen Menschen, die sich anders als von deutschen Einheimischen gewohnt, den Realitäten in der Welt stellen und aktiv werden, darunter auffallend viele junge Frauen.
Wie von unseren aramäischen Mitbürgern nicht anders zu erwarten, verlief die Demonstration absolut friedfertig. Das wusste natürlich auch die Kölner Polizei im Vorfeld. Gerade einmal zwei Streifenwagen, zwei Motorräder und zwei Beamte auf Fahrrädern waren nötig, um den langen Demonstrationszug sicher durch die Kölner Innenstadt zu begleiten. So ein der demokratischen Kultur würdiges Verhalten würde man sich auch wünschen, wenn deutsche „Friedensfreunde“, GRÜNE, Linke oder türkische oder kurdische Moslems durch unsere Straßen ziehen}. Soweit der Auszug aus dem blog „Kopten ohne Grenzen“.

 

Nun ein zweiter Auszug aus demselben blog:

Deutsche Kirchen  fallen mit  Presseerklärung  verfolgten Christen in den Rücken

{Während Islamisten in Ägypten wie im alten Rom unter Nero Christen bei lebendigem Leib abfackeln, Bauarbeiter nach SS-Manier hinrichten und die ägyptische Polizei auf Demonstranten feuert, hat  die katholische und evangelische Kirche, die jüdische Gemeinde und zwei zur DITIP gehörende muslimische Verbände in Berlin gemeinsam „Terroranschläge“ verurteilt.
„Solche Attentate seien Verbrechen gegen die menschliche Gemeinschaft und durch kein religiöses oder weltanschauliches Ziel zu rechtfertigen“, heißt es in einer unlängst vom Evangelischen Pressedienst (EPD) verbreiteten Erklärung. Um welche Terroraktionen es sich genau handelt, wird in der EPD Meldung sorgsam verschwiegen. Ebenso ausgeklammert wird Terror von staatlicher Seite. Auch wird mit keinem Wort auf die aktuellen Christenverfolgungen in Ägypten und dem Irak und der Türkei hingewiesen. Dies wäre auch einem politischen Treppenwitz gleichgekommen, denn die DITIB – die von dem Publizisten Ralph  Giordano als eindeutig faschistoid eingestuft wird – gehört zum Hauptdrahtzieher der Unterdrückung von Christen in der Türkei und spielt auch bei der Vernichtung des aramäischen Klosters Mor Gabriel eine unrühmliche Rolle.

Dass diese Pressemeldung ausgerechnet am Vorabend der großen Demo gegen den Terror gegen  aramäische Christen in Köln heraus gegeben wurde, ist ein weiterer Beweis für den moralischen Verfall der am Steuertropf hängenden, rapide schrumpfenden  Deutschen Beamten-Kirchen. Wie in der Vergangenheit werden auch diesmal die Proteste von verfolgten orientalischen Christen totgeschwiegen. Im Gegenzug warnt die katholische EU-Bischofskonferenz Comece in Brüssel in der heutigen  Online-Ausgabe  der EPD (27. Dezember) vor einem zunehmenden Rechtspopulismus.
Bleibt zu hoffen, dass die Exilchristen auf einem der nächsten Kirchentage diesen Judaschristen von islamistischen Gnaden in spektakulären Protestaktionen einen Spiegel ihrer „mörderischen Verbrüderung“ vorhalten.
Wer schon jetzt demonstrieren oder eine Mahnwache gegen die Totschweiger islamistischen  Terrors halten will: Der evangelische Pressedienst hat seinen Sitz in Frankfurt in der Emil von Behringstraße 3. D- 60439 Frankfurt. Die Agentur hat einen großen Briefkasten in dem viele Schreiben wütender koptischer, aramäischer und natürlich auch Deutscher Christen Platz haben. Außerdem verfügt dieses Luxusbüro in bester Lage auch über einen Telefonanschluss, der mindestens acht Stunden am Tag  unter der Nummer 069 – 58098-130 die „Anfragen“ verfolgter Christen und ihrer Angehörigen entgegennimmt}.

 

Wenn ich solche durchaus provokanten (sonst weckt man ja Niemanden auf!)  Artikel als 57-jähriger papsttreuer Katholik lese, kann mich das nicht lethargisch weiter vor mich hindämmern lassen, ich hoffe Sie auch nicht. Ich darf daran erinnern, dass die chaldäischen Christen mit Rom uniert sind. Die Christen anderer Konfessionen sollten in Ihrem Engagement gegen Christenverfolgung auf die Unterstützung der kath. Kirche auch uneingeladen rechnen dürfen.

 

Wann, bitte einmal, wird konkret die Verfolgung von Christen – egal welcher Konfession –  zum Bestandteil der Verkündigung der Kath. Kirche im deutschsprachigen Raum in sonntäglichen Gottesdiensten gemacht. Ich bin seit Kindheit regelmäßiger Sonntagskirchgänger. Mir ist nicht in Erinnerung, dass die Verfolgungssituation von Christen in islamischen Ländern in einem Hirtenbrief zum Inhalt gemacht wurde. Mir ist nicht in Erinnerung, dass der Kommunismus als Verfolger Nr. 1 in Nordkorea und China, früher UdSSR sowie die koranischen Doktrin des Islam als Verfolger Nr. 2 auch nur genannt wurde. Nicht einmal der brutale Mord  noch im März 2010 an Bischof Padovese in der Türkei von einem fanatischen Muslim, der dem Bischof mit den Worten „Allahu Akbar“ den Kopf abschlug, durchgeführt,  wurde angeprangert. Ein müdes Statement aus dem Vatikan wurde verlautbart, genau wissend, dass es Rest-Christen in der Türkei nicht einfach haben und sie auch nach Vollvertreibung Diskriminierungen ausgesetzt sind.

 

Die normalen katholischen Gläubigen im deutschsprachigen Raum wissen nicht einmal, dass in anderen Teilen der Erde Christendiskriminierungen und Christenverfolgungen stattfinden. Christliche Menschenrechtsorganisationen wie „Kirche in Not“, „open doors“ und „CSI“ zeichnen die konkreten Verfolgungsszenarien in den meist islamischen Ländern auf, wofür ich wirklich dankbar bin und diese Arbeit auf das Wertvollste einstufe.  Nur wer liest die äußerst aussagekräftigen Texte dieser Organisationen? Der normale Sonntagskirchgängerkatholik würde von seiner Kirche nichts erfahren über diese Missstände, wenn er nicht diese Texte der Menschenrechtsorganisationen lesen würde. Und das tun die Meisten  eben nicht.

 

Neben diesen zitierten Artikeln schildere ich eine kleine Begebenheit, die ich selbst erlebt und mich sehr getroffen hat. Ich nahm vor ein oder zwei Jahren an einem Vortrag des koptischen Bischofs Anbar Damian, Kopt.-Orthodoxes Kloster, Propsteistr. 1 in 37671 Höxter, den er in der St. Gottfried-Kirche in 59229 Ahlen vor aramäischen Christen hielt, teil. Er schilderte weder muslimfeindlich noch in irgendeiner Weise den islamischen Glauben verletzender Weise unter anderem von den Verfolgungen, denen Kopten in  Ägypten ausgesetzt waren und sind. Während der sich anschließenden Fragestunde hörte ich einen meiner aramäischen  Mitchristen sagen, dass die Katholische Kirche sich eh nicht um die Belange der verfolgten Aramäer kümmere. Ich hörte dies und diese Äußerung hat mir damals einen intensiven Stich in die Herzgegend versetzt.

 

Jetzt ist geraume Zeit vergangen. Ich muss feststellen, dass dieser mir unbekannte aramäische Christ leider auf der ganzen Linie Recht hatte mit seiner Äußerung.

 

Es ist doch kein Zufall, dass der Papst in dieser Zeit kürzlich die orientalischen Kirchen zu einer Synode nach Rom eingeladen hat. Die Schilderungen des schwierigen Lebens von Christen in vielen islamischen Ländern wird dort zur Sprache gekommen sein. Nicht umsonst fliehen diese vor dem Islam.

 

Wollen Sie durch Ihr relatives Stillhalten den Islam in Deutschland nicht diskreditieren? Wollen Sie nur Rücksicht nehmen auf islamische Befindlichkeiten, wenn sich Christen in anderen Ländern zu Tode fürchten müssen, weil sie durch die Korandoktrin des Islams zu leiden haben? Die Wahrheit lässt sich nun einmal nicht länger verschweigen in einer globalisierten Welt.

 

Papst Pius XII wurde seitens der Nachwelt vorgeworfen, nicht genug gesagt und getan zu haben gegen das Massaker an Juden in Deutschland. Faire historische Fakten bestätigen, dass dem nicht so war. Wollen Sie sich den gleichen Vorwürfen aussetzen? Papst Pius XII ist weitgehend rehabilitiert. Sie würden lange auf Rehabilitierung der Nachwelt warten müssen, nehme ich an.

 

Sie als Bestandteil einer wohlhabenden Kirche operieren in Zeiten, in denen Globalisierung den Planeten erfasst und haben somit auch Mitverantwortung für alle verfolgten Menschen in anderen Ländern zu tragen. Sie könnten ein ernstzunehmendes Sprachrohr für die verfolgten Christen in aller Welt werden. Sie verpassen eine Riesenchance, wenn Sie dieses nicht tun. Junge Leute achten sehr darauf, was die Kirche macht, wenn sie sich schon nicht von ihr abgewandt haben. Aber auch die anderen Kirchen anderer Konfessionen, insbesondere die verfolgten Kirchen im Orient warten auf Ihre Unterstützung. Sie könnten hier Boden durch Mut und Engagement gerade in diesen Dingen gutmachen.

 

Sie führen Dialog mit ihren islamischen Freunden, was auch richtig und notwendig ist. Aber entlassen sie sie nicht aus der Verantwortung, und zwar ohne Wenn und Aber. Denn auch eine DITIB als verlängerter Arm der türkischen Religionsbehörde trägt Verantwortung für den Umgang der Türkei mit den Christen. Ja, sie ist gegen Terroranschläge, das haben Sie zusammen verlautbart, aber ist die DITIB nicht gegen die Diskriminierung von Christen in der Türkei? Ziehen sie sie mit ins Boot bei solchen Aufrufen. Mal schauen, ob sie da mitmacht. Dann zeigt es sich, ob die Vertreter dieser Organisation es ehrlich meinen oder ob nur Taqiyya im Spiel war und ist.

 

Die Geschichte wird zeigen, ob die Kirchen ihrer Mitverantwortung den verfolgten Christen  in islamischen Ländern gerecht geworden sind. Beim Kommunismus der russischen Prägung hat es ja geklappt. Gerade die Kath. Kirche müsste angesichts der Christenverfolgungs- und -diskriminierungssituation  in islamischen Ländern liebevolle, aber klare Worte sprechen. Das muss unter monotheistischen Religionen möglich sein. Auch das fällt unter den Begriff  „Religionsfreiheit“, dem Islam und seinen Vertretern Unrecht in ihrer Religion vor Augen zu führen. Unrecht bleibt Unrecht, auch wenn dies vom Gott des Islam als Recht verkündet worden und von Mohammed in völlig falsch verstandenem Rechtsgefühl vorgelebt worden ist. Der Islam und insbesondere seine Gläubigen leiden unter dem von dem Propheten verkündeten destruktiven Gottesbild, dessen Gott die Unterwerfung, den Kampf mit Gut und Blut gegen Juden und Dreifaltigkeitschristen erlaubt, die Frauen rechtlich ungleich stellt, der Raub, Mord und Totschlag in bestimmten Fällen außerhalb der Notwehr erlaubt, usw.

 

Liebe Herren Bischöfe, seien Sie mutig und treten sie mutig für die Rechte von verfolgten und diskriminierten Christen (und selbstverständlich auch für alle verfolgten Menschen) ein. Veröffentlichen Sie Aufrufe, Hirtenbriefe in dieser Richtung. Fordern Sie die Gläubigen zu Gebet und Spenden für verfolgte Christen auf. Das sehe ich als Ihre Aufgabe an.  Auch die islamischen Mitglaubenden müssen sich dieser Problematik stellen. Es ist höchste Zeit, dass Muslime ihre Religion wie Christen und Juden auch, hinterfragen dürfen, ja, sogar müssen. Sachliche Religionskritik muss straflos gestellt bleiben. Es darf nicht sein, dass sie hier den Islam als friedliche Religion darstellen und die Wahrheit, nämlich die Realität in vielen ihrer Länder eine völlig andere ist.

 

Auch Jesus selbst hält in diesem Sinne einiges Wichtige parat:
Jesus warnte im Übrigen nicht nur vor falschen Propheten (die ein Gottesbild der Willkür entwarfen und verkündeten), sondern prophezeite nicht nur seinen Jüngern,  die er hier direkt anspricht, sondern allen, die ihm nachfolgen wollen (seine Taten und Worte haben in der Regel mehrdimensionale Bedeutung) , in Johannes  Kapitel 16 Vers 1 ff. … Man wird euch aus den Synagogen(/Kirchen/Tempeln) usw. stoßen.

Ja, es kommt die Stunde, da jeder, der euch tötet, Gott damit einen Dienst zu erweisen glaubt. Das werden sie tun, weil sie weder den Vater noch mich kennen. Ich sage euch das, damit, wenn jene Stunde kommt, ihr daran denkt, dass ich es euch vorhergesagt habe oder Matthäus 10:21 „…Brüder werden einander dem Tod ausliefern und Väter ihre Kinder, und die Kinder werden sich gegen ihre Eltern auflehnen und sie in den Tod schicken. Und ihr werden um meines Namens willen von allen gehasst werden…“ Eine schon fast erschütternde Aktualität durch alle Zeit!!! Diese Prophezeiungen Jesu gelten sowohl für Juden als auch für Christen, vielleicht sogar auch für Muslime, die von „andersglaubenden“ Muslimen „geselbst- und geehrenmordet“ werden und für Muslime, die zum Christen- oder Judentum konvertieren.

 

Der koranische Islam bestätigt in einigen Ländern durch seine Lehre und sein Tun weltweit die Prophezeiungen Jesu noch heute. Der junge Muslim, der Ihren Mitbruder Padovese ermordet hat, hat diesen Mord in völliger Irreleitung für seinen Gott, dem islamischen Gott, ausgeführt.

 

Stellen Sie sich bitte einmal folgende Fragen: Kann die Kirche nur im Leid wachsen?  Kann sie nur als verfolgte Kirche echte Kirche sein? Darf dieses Leid nicht verhindert werden durch mutige Ansprache Ihrerseits?  Die Ökumene unter gut materiell versorgten Kirchen im deutschsprachigen Raum hat lange genug gedauert mit wenig Erfolg. Jetzt sind die materiell gut gestellten Kirchen dran, Verantwortung auch für ihre verfolgten Mitgeschwister zu übernehmen.

 

Die Kirche ist der Vertreter der Entrechteten. Das muss so bleiben. Leider habe ich bisher von der deutschsprachigen Kirche nicht den Eindruck erlangt, dass sie die Entrechteten ausreichend vertritt, wenn überhaupt nur halbherzig und ohne Mumm.

 

Der Islam gerät zunehmend in die Kritik, welche auch berechtigt ist, wenn man die Situation in islamischen Ländern ohne rosarote Brille ansieht. Lenken Sie diese notwendige Kritik, an der Sie sich beteiligen müssen, wenn Sie die Wahrheit nicht verleugnen wollen,  auch öffentlich in vernünftige Bahnen. Hassvolle Hetze wird in keiner Weise von Ihnen verlangt und ist ohnehin rundweg abzulehnen. Aber ausgewogene und konstruktive, aber auch der Wahrheit verpflichtende, sich von Hetze gegen Muslime distanzierende Kritik ihrerseits könnte eine vernünftige Wende einläuten im Umgang mit dem Islam. Liebevolle Ehrlichkeit, indem auch unangenehme Wahrheiten ausgesprochen werden dürfen und müssen, muss oberstes Gebot sein in einem kritischen Dialog mit den Vertretern des Islam. Solange dieser Dialog weitergeführt und zwischen muslimischen und christlichen Gemeinden ein gutes Miteinander wachsen kann, müssen aber doch Härtefälle in islamischen Ländern öffentlich angeprangert werden dürfen. Irdisch gesehen, ist diese Haltung  ein Spagat. Der Heilige Geist wird Sie, meine Herren, führen. Denn der ist für solche unmöglichen Dinge zuständig.

 

Solange im islamischen Machtbereich solche Menschenrechtsverletzungen tagtäglich durchgeführt werden, weil dieser die Ungläubigen ausgrenzende islamische Ungeist, der aus den ausgrenzenden Koranversen, den Hadithen sowie aus der Vita des Propheten entspringt,  welcher durch Fatwen aus den Rechtsschulen aus Arabien und Ägypten usw.  in die heutige Zeit hineintransportiert wird,  solange muss die islamische Lehre sachlich und fundiert kritisiert werden dürfen. Und solange diese Menschenrechtsverletzungen stattfinden, beten Muslime und Christen auch nicht denselben Gott an, auch wenn das 2. Vatikanische Konzil in diese Richtung Beschlüsse gefasst haben sollte, was ich jedoch nicht genau weiß. Sowohl der Prophet als auch das von ihm verkündete islamische Gottesbild  (es ist im Übrigen ein talibanisch-islamistisches!) stehen dem christlichen Religionserneuerer Jesus  Christus und seinem von ihm verkündeten Gottesbild diametral gegenüber.  Nichts ist gegensätzlicher.

Viele Aramäer und Kölner Bürger waren am Kölner Ebertplatz am Sonntag, 28.11.2010 in Köln versammelt, unter anderem der Erzpriester Sabri Sahin von der Syrisch-Aramäischer Orthodoxen Gemeinde Wiesbaden. Hier ein Auszug aus seiner Ansprache am Ebertplatz:

“Meine liebe Gläubige Gemeinde, ich bin stolz auf euch und vor allem auf unsere Jugend, die dies hier organisiert hat und somit unseren Stolz noch mehr bestärkt. Vor allem sehr stolz bin ich auf die christliche Einheit. Denn wir wissen, was uns 1915 geschah, es starben zig Millionen Menschen unter dem Namen des Islams! Heute geschieht das Gleiche auch im Irak, wir müssen nur nach Bagdad und auf das Massaker in der katholische Kirche Al Najad schauen, wo viele umgebracht wurden, vor allem Kinder und ein viermonatiger Säugling. Die Menschen, die sowas getan haben, sind Menschen ohne Würde. Lasst uns für die Märtyrer ein Gebet abhalten”.

 

Aramäische Christen – und hier besonders junge Leute –  demonstrieren hier in Deutschland für katholische Christen im Irak. Von Ihnen, liebe Herren Bischöfe, war niemand auf dieser Demonstration anwesend, soweit mir bekannt ist. Diese jungen Leute gedenken durch diese Demonstration der Ermordung katholischer Männer, Frauen und Säuglinge in dem Bewusstsein, dass ihnen, den Aramäern, tausendfach das Gleiche passiert ist und noch passiert. Ich meine, dass ein Dankeswort von Ihnen an die Adresse der Initiatoren und an den Erzpriester der aramäischen Gemeinde in Wiesbaden  gut anstehen würde. Diese Christen haben Mut und Engagement bewiesen. An Ihrer Stelle wäre ich beschämt.

 

Mitglieder der friedlichen Demo hielten Transparente in die Höhe mit folgender Aufschrift: „Warum schweigt ihr“?

Ich war nicht bei dieser Demo, aber mir treibt diese Frage Tränen in die Augen. Ich reiche diese Frage an Sie weiter. Fangen Sie bitte endlich an, den Tatsachen ins Auge zu sehen und werden Sie kreativ und lassen sie die verfolgten Christen aller Couleur in kommunistischen und islamischen Ländern  nicht im Stich, damit der Vorwurf der „Beamten-Judas-Kirche“ nicht zur Wahrheit wird. Nichts ist ein größeres Vergehen, als Menschen im Leid im Stich zu lassen. Christlich ist das nicht.

 

Meine Vorschläge in Frageform, auf die ich gern von Ihnen eine Antwort hätte:

Warum empfiehlt die Deutsche Bischofskonferenz nicht, zumindest einmal im Jahr einen Vertreter z. B. der Kopten, der Aramäer oder der oben genannten christlichen Menschenrechtsgruppen in die Gemeinden einzuladen und über dessen Erfahrungen in ihren Ländern fair und ohne Hetze zu berichten, was sie ohnehin nicht täten. In einer globalisierten Zeit sind auch christliche Konfessionen gut beraten, wenn sie sich und ihre Traditionen gegenseitig kennen lernen würden. Stichwort: Christlich-religiöse Horizonterweiterung.

 

Warum empfiehlt die Deutsche Bischofskonferenz nicht, jeden Sonntag für verfolgte Christen, Juden und andere Menschen Fürbitte zu halten?

Warum empfiehlt die Deutsche Bischofskonferenz nicht, wenigstens einmal im Jahr für verfolgte christliche Gruppen in kommunistischen oder islamischen Ländern zu sammeln oder für wenigstens eine der oben genannten Menschenrechtsorganisationen sammeln zu lassen.

Warum veröffentlicht die Deutsche Bischofskonferenz nicht zumindest bei gravierenden Christen- oder Menschenverfolgungen in kommunistischen und islamischen Ländern wie kürzlich im Irak oder jetzt in Ägypten (5 Kopten wurden durch Sicherheitskräfte bei Erstürmung einer im Bau befindlichen Kirche getötet und mehrere Hundert verletzt) geschehen, eine Verlautbarung, die die Solidarität mit verfolgten Christen egal welcher Konfession, Juden oder aus islamischer Sicht Ungläubigen zum Inhalt hat und die islamischen Vertreter auffordert, für Mäßigung unter ihren Gläubigen zu sorgen.

 

Warum prangert die Deutsche Bischofskonferenz nicht gesetzliche Bestimmungen in kommunistischen und islamischen Ländern an, die Christen, Juden oder Ungläubige schlechter stellen und diese diskriminieren, z. B. bei Apostasie, in der Frauenfrage?

Warum fordert die Deutsche Bischofskonferenz die Gemeinden nicht auf, kleine Menschenrechtsgruppen zu bilden und bei konkreten Missständen an die entsprechenden Botschaften des entsprechenden Landes  zu schreiben?

Warum setzen Sie sich nicht mit den Vertretern der anderen christlichen Konfessionen in dieser Frage in Verbindung und besprechen das weitere Vorgehen? Zum Beispiel wird der Bischof der koptischen Kirche mit Sicherheit zur Verfügung stehen. Anschrift habe ich oben mitgeteilt.

Setzen Sie sich bitte mit den Vertretern der verfolgten Kirchen in islamischen Ländern zusammen. Sie können ja auch Dialoge mit Muslimen führen, warum also nicht mit den Opfern der entsprechenden Islam-Korananordnungen? Diese können Ihnen dabei sicherlich fundierten Rat geben. In der Not sollten Christen zusammen halten durch Gebet und auch materiell. Die Ummah tut es auch.

Eine Abschrift dieses Briefes habe ich Herrn Bischof Anba Damian in Höxter zukommen lassen verbunden mit der Hoffnung, dass eine fruchtbare Zusammenarbeit entstehen kann.

Der Heilige Geist möge Sie segnen und die so dringend erforderlichen Schritte zu dieser Thematik einleiten.  Dialog mit Vertretern des Islam allein reicht nicht mehr aus angesichts von Verfolgung und Diskriminierungen von Christen in aller Welt.

Mit freundlichen Grüßen
Kemmer

 

Herrn Bischof Anba Damian,
Koptisch-Orthodoxes Kloster
der Hl. Jungfrau Maria und dem Hl. Mauritius
Propsteistr. 1 – 37671 Höxter

Sehr geehrter Herr Bischof,

als einfacher katholischer Christ begleite ich seit geraumer Zeit die Welt der Diskriminierung von Kopten in Ägypten und anderen Christen und Nichtmuslimen, aber auch von Muslimen der jeweils anderen Konfession in islamischen Ländern.

Anlässlich der Demonstration von aramäisch-christlichen Jugendlichen in Köln habe ich sehr bedauert, dass kein Vertreter der dort ansässigen katholischen Kirche  an dieser so wichtigen Demo teilgenommen hat, so wie ich persönlich glaube, dass meine Kirche im deutschsprachigen Raum viel mehr tun könnte als sie tatsächlich (nicht)tut. Der normale katholische Gläubige wird erst gar nicht mit der Verfolgungssituation von Christen in islamischen, aber auch kommunistischen Ländern konfrontiert. Gäbe es keine Menschenrechtsorganisationen, der übliche Katholik bekäme von seiner Kirche kaum Infos.

Meine Wenigkeit hat dem Sekretariat der Dt. Bischofskonferenz in Bonn einen sehr ärgerlich-kritischen Brief gesandt, den ich in der Anlage zu Ihrer Kenntnisnahme beifüge.  Ich habe Ihre Anschrift in diesem Brief angegeben, Ihr Einverständnis vorausgesetzt.

So wie ich meine Kirche kenne, wird sie nicht auf Sie zukommen. Vielleicht tue ich ihr auch Unrecht mit meiner Vermutung. Möglicherweise könnten Sie aktiv werden und sich als Gesprächspartner anbieten.

Ich hoffe, ich bin Ihnen mit meinem Anliegen nicht zu nahe getreten und verbleibe

mit freundlichen Grüßen
Kemmer

 

2 Responses to “Offene Briefe an Bischofskonferenz und Koptische Kirche in Deutschland”

  1. bazillus Says:

    Wie der Autor selbst schreibt,

    Sollte noch eine Antwort eintreffen, werde ich diese selbstverständlich zur Veröffentlichung in diesem Blog freigeben.

    Auf diese Antwort wird er noch lange warten können. Sollte mich wundern, wenn eines Tages die Antwort in diesem blog veröffentlicht werden sollte.

    Die katholische deutschsprachige Kirche hat wichtigere Probleme zu lösen. Zölibat, Nichtordination von Frauen zum Priester. DAs sind die zentralen Fragen, um die auch verirrte Katholiken streiten. Die können wichtiger werden als sich um Menschenrechtseinhaltungen in islamischen und kommunistischen Ländern kümmern zu müssen. Das würde ja bedeuten, dass der islam seine weiße Weste verlieren würde. dass der Islam kritisiert werden müsste. Das kann den Vertretern der deutschsprachigen kath. Kirche nun wirklich nicht recht sein, leider!

  2. Klaus Lelek Says:

    Mit solchen Schreiben müßte man Bistümer, Kirchenvertreter und Kirchliche Nachrichtenagenturen überschwemmen. Ein Schreiben landet meist leider im Papierkorb. Also auch hier „organisierte Briefaktionen“. Es müßten sich in verschiedenen Gemeinden unterschiedliche Leute finden, die regelmäßig solche Briefe aufsetzen. Natürlich auch nicht organsierte Christen. Die oben genannte Adresse war gut gewählt. Kopien solcher Briefe auch immer an EPD und KNA und IDEA schicken. Widerstand hat nur Sinn, wenn er gezielt ist. von vielen Unterstützt wird. Sich auf ein Thema bezieht. Also niemals mit „Schrot schießen“ oder Rundumschläge verteilen. Die Aramäer haben mit ihrer Demo ja eine sehr gute kleine Bresche gehauen. Also da weiter boren. Dank an den Schreiber des Briefes.


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