kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

„Kopten ohne Grenzen“ zieht Bilanz 31. Dezember 2010

Filed under: Reportagen — Knecht Christi @ 05:29

Nach 13 Monaten und zum Ende des Jahres 2010 kann ich an der ersten Stelle Gott danken, dass er mir erlaubte, über 350,000 Menschen zu erreichen. Dem Allmächtigen danke ich für die Gnade, viele Menschen auf die Christen- und Koptenverfolgung aufmerksam zu machen. Die zirka drei Millionen Kopten im Ausland haben sich selbst zuzuschreiben, dass sehr wenige Menschen etwas mit dem Wort „Kopten“ anfangen können. Darum rate ich allen Kopten in dem deutschsprachigen Raum und weltweit, nicht mit den Kopten über unser Leid zu sprechen, weil jeder von uns damit aufwuchs und die Verfolgung an eigener Haut spürte. Die Europäer oder die Mitbürger des Landes, in dem man sich niederließ, brauchen von uns zu erfahren, wie es in Ägypten wirklich mit unserer Verfolgung als Christen ist. Mit ihnen sollen wir Gespräche führen und sie informieren. Vielleicht hilft es manchen Kopten, mehr auf die Europäer zuzugehen, dass Europa islamisiert wird. Das heißt, dass wir von der Gefahr überholt werden, vor der wir geflüchtet sind. Wollt ihr, dass eure Kinder dasselbe erleben, was wir in Ägypten erlitten haben? Dann spricht bitte und bricht euer Schweigen. Legt diese Angst vor der ägyptischen Regierung ab, die euch mit euren Familien in Ägypten erpresst.

 

Viele trauen sich nicht, gegen das zum Himmel schreiende Unrecht zu protestieren, weil sie jedes Jahr nach Ägypten fliegen, wo sie im Flughafen verhaftet und spurlos verschwenden werden können. Daher kamen sehr wenige zu den Demos in Köln, Hannover und Wien. Die Kirche in manchen Ländern taucht unter, als die Getöteten, Schwerverletzten und Inhaftierten nicht ihre Kinder wären. Viele bleiben zu Hause nicht nur aus Angst vor der örtlichen Botschaft Ägyptens, die ihre Spione überall hinschickt, die ihre Berichte schreiben und Bilder schießen, sondern weil sie sich nicht die Mühe geben wollen, die Wohnung zu verlassen. Ihnen ist es lieber, vor dem Fernseher zu setzen, als zwei Stunden bei einer Demo bei der Kälte zu verbringen. Jeder soll sich fragen: Wer hilft uns Verfolgten, wenn wir uns selber nicht helfen? Damit man uns ernst nimmt und zuhört, müssen wir uns wie ein einziger Mann zusammenschweißen. Keine Zerspaltung, keine eigenen Interessen und nur Ausdauer, langer Atem und in der Sprache des Landes, in dem wir leben, berichten; keine Berichte auf Arabisch!

 

Mein Team, welches aus vier Ländern zueinander fand, ist mein größter Gewinn in diesem Jahr. Das sind Männer und Frauen aus Deutschland, der Schweiz, Holland und Österreich. Jeder unterstützt gemäß der Gabe, die er von Gott verliehen bekam. Allerdings sind sie alle sehr diszipliniert, engagiert und gebildet. Ich wünschte, dass unsere Jugendlichen, die in diesen Ländern geboren und aufgewachsen sind, sich eine Scheibe von diesen Europäern abschneiden werden. Zu meiner positiven Überraschung und Freude übersetzt ein Holländer einige Artikel für niederländische Webseiten; wie http://www.hetvrijevolk.comhttp://www.artikel7.nuhttp://www.amsterdampost.nl . An dieser Stelle muss ich mich bei allen Bloggern bedanken, die mein Blog unterstützt haben. Das sind sehr viele aus den vier erwähnten Ländern. Ganz besonders bedanke ich mich bei PI-News, Europe News, Tangsir 2569, SOS Österreich und alle, die meine Artikel verlinkten oder ihre Artikel zur Verfügung stellten. Es ist mir eine Freude, wenn man meine Berichte veröffentlicht. Da spiele ich nicht wie andere Verrückt und mache einen Aufstand, von wegen Urheberrechte. Wir alle haben nur ein Ziel und einen Feind.

 

Am Ende eines Jahres bzw. anlässlich des Jahreswechsels bedanke ich mich bei allen Lesern und allen Bloggern für ihr Vertrauen und ihre Unterstützung. Jeder kann alles verwenden, was sich auf diesem Blog befindet. Nimmt das Logo, die Bilder und jeden Artikel, ohne um Erlaubnis zu bitten. Meinen Segen hat jeder, der sich für die Gerechtigkeit, Frieden und die gleichen Rechte für alle Menschen einsetzt. Danke für jeden weitergeleiteten Artikel und jeden Kommentar. Möge Christus jedem von Ihnen Gesundheit, Erfolg und Frieden schenken.

 

2 Responses to “„Kopten ohne Grenzen“ zieht Bilanz”

  1. spreadIt Says:

    [Dass] ‚wir von der Gefahr überholt werden, vor der wir geflüchtet sind‘. Jo, das ist eine Ironie, könnte fast darüber lachen, wenn es nicht blutiger Ernst wäre. Der Spaß hört auf absehbare Zeit auch nicht auf, so wie es aussieht und darüber sollte nun wirklich mehr berichtet werden. Von dem her ein Lob und die guten Wünsche auch an euch.

  2. Paola Says:

    Gott besitzt einen lebendigen Atem,
    und dieser Atem heißt Mensch.
    Der Mensch hat ein lebendiges Ziel,
    und dieses Ziel heißt Gott.


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