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Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Iran liefert Waffen an die Taliban 25. Dezember 2010

Filed under: Islamischer Terror — Knecht Christi @ 01:09

Essen. Waffen, Geld und Kampfausbildung. Um seinen Einfluss in der Region zu sichern, unterstützt der Iran die Taliban in Afghanistan. So steht es in den Protokollen, die das Portal WikiLeaks veröffentlicht hatte.

 

Iran spielt im Afghanistan-Krieg offenbar eine größere Rolle als bisher öffentlich bekannt geworden ist. Das geht aus den Berichten hervor, die das Internetportal Wiki-Leaks in dieser Woche publik gemacht hatte. Unterschiedliche Quellen – meist bezahlte lokale Informanten und Spitzel, deren Wahrheitsgehalt somit schwierig zu verifizieren ist – berichten in den Protokollen der US- und Isaf-Truppen Erstaunliches: Iran beliefert die Taliban in geheimen Aktionen mit Waffen, bildet ihre Kämpfer aus, beeinflusst afghanische Politiker und Warlords und verteilt Geld unter der Bevölkerung , um für Stimmung gegen die US- und die Nato-Soldaten zu sorgen. Eine Geheimdienstmeldung vom 21. Mai 2007 besagt, dass iranische Agenten dem Taliban-Führer Mulah Akhtar Mansoor drei Anti-Flugzeug-Raketenwerfer samt Munition übergeben hätten. In einem Geheimdienstreport von Januar 2005 ist zu lesen, dass der iranische Geheimdienst (MOIS) zehn Millionen Afghani (etwa 210 000 Euro) an die mit den Taliban verbündete Miliz Hezbe-Islami Gulbuddin des ehemaligen Mujahedin Gulbuddin Hektmatyar verteilt hätte. Dazu würde passen, dass einige Taliban-Führer im September 2005 im iranischen Maschad zusammengekommen sein sollen, um weitere Attacken gegen die US-Truppen zu planen.

Raketenwerfer, Mörser, Panzerfäuste: Berichte aus den Jahren 2004 bis 2009 melden Funde von unterschiedlichen Waffen, die aus dem Iran stammten: Raketenwerfer, Mörser, Panzerfäuste, Minen und Sprengfallen samt Steuerung. Auch Afghanistans Präsident Hamid Karsai beklagte 2007 den zunehmenden Einfluss des Nachbarn: In der Meldung 2007-107-170901-0776, die als Quelle die US-Botschaft in Kabul nennt, beschwert er sich über „die direkte Einmischung Irans“ in seinem Land. Aber welches Interesse hat die iranische Regierung an der Unterstützung der Taliban, die sie offiziell doch massiv bestreitet? „Iran will den Sieg der USA genau so verhindern wie eine totale Niederlage der Amerikaner und ihrer Verbündeten“, sagt Iran-Experte Dr. Walter Posch von der Stiftung Wissenschaft und Politik in Berlin. „So lange die USA in Afghanistan gebunden sind, kommen sie nicht auf die Idee, vielleicht doch den Iran anzugreifen.“ Ihm sei nicht neu, dass Iran die Taliban ähnlich unterstützt wie Pakistan, weil das Land seinen Hegemonialanspruch in der Region verteidigen möchte. Das Bekanntwerden angeblicher iranischer Taliban-Unterstützung könnte jedoch negative Folgen für die islamische Republik haben: Sollten die Kriegspläne gegen das Ahmadinedschad-Regime im Pentagon noch aktuell sein, käme den US-Generälen in diesem Fall die Veröffentlichung der Berichte auf WikiLeaks nicht ungelegen, da sich so international das „Feindbild Iran“ verfestigen könnte. {www.derwesten.de – Gregor Boldt}

 

Mauscheln mit den Taliban

 

Die auf Wikileaks veröffentlichten Geheimberichte legen nahe, dass Pakistans Geheimdienst die Taliban heimlich unterstützt. In Pakistan wird dies heftig dementiert.

 

 Auch die Regierung in Pakistan ist durch die Wikileaks-Veröffentlichung in Bedrängnis geraten. Etliche der veröffentlichten Geheimdokumente legen nahe, dass Pakistans Geheimdienst ISI bis heute heimlich die afghanischen Taliban unterstützt. Demnach soll Pakistan zwischen Januar 2004 und Dezember 2009 Treffen zwischen ISI-Mitarbeitern und hochrangigen Taliban-Anführern gebilligt haben. Dabei sollen die Geheimdienstmitarbeiter sogar an Mordplänen gegen afghanische Taliban-Anführer beteiligt gewesen sein.

Pakistans Botschafter in Washington, Husein Haqqani, wies die Vorwürfe zurück. Er sagte, die „unverarbeiteten“ Berichte spiegelten nicht die Realität wider. „Ich denke, die US-Führung weiß, was Pakistan tut“, sagte Haqqani. Exgeheimdienstchef Hamid Gul wird in den mehr als 90.000 Seiten starken Berichten mehrfach als wichtige Kontaktperson zwischen dem ISI und den afghanischen Taliban genannt. Gul war von 1986 bis 1989 ISI-Chef. In dieser Zeit hat er eng mit dem US-Geheimdienst CIA zusammengearbeitet und den Kampf der Mudschaheddin gegen die sowjetischen Besatzer unterstützt. Später soll der ISI Guls Kontakte genutzt haben, als Islamabad die Taliban aufgebaut und unterstützt hat.

Doch auch er wies die Anschuldigungen empört zurück. „Diese durchgesickerten Dokumente gegen mich sind nichts als Fiktion“, sagte Gul dem Wall Street Journal. Er räumte jedoch ein: „Ich bin nicht gegen die USA, aber ich bin dagegen, was die USA in Afghanistan tun.“ Guls Sichtweise ist in Pakistan hinreichend bekannt. Er tritt häufig in Talkshows auf und gibt Interviews, in denen er Washingtons Afghanistanpolitik scharf kritisiert. Ein ISI-Sprecher erklärte am Montag, Gul arbeite nicht mehr für den ISI, seit er den Geheimdienst verlassen habe. Tatsächliche Beweise liefern die Geheimdokumente nicht. Viele von ihnen stammen vermutlich aus dem Umfeld des afghanischen Geheimdiensts, der überwiegend kritisch gegenüber Islamabad eingestellt ist. Doch einige der Berichte beziehen sich auf Quellen, die von US-Militärs als „vertrauenswürdig“ eingestuft worden sind.

Dabei sind die Vorwürfe, wonach Islamabad mit den USA ein doppeltes Spiel spielt, nicht neu. Analysten in Islamabad verweisen häufig darauf, dass Pakistans Sicherheitsapparat seine „Interessen in der Region“ verteidige. Dabei stehe der Einfluss auf Afghanistan ganz oben auf der Liste. Islamabad sieht Afghanistan als Teil seiner „strategischen Tiefe“ – also etwa als potenziellen Rückzugsraum im Fall eines Kriegs mit Indien. Die Kontakte zwischen dem ISI und den afghanischen Taliban sind in den vergangenen Jahren schon mehrfach deutlich ans Tageslicht gekommen. Nach einem schweren Anschlag auf die indische Botschaft in Kabul hat der stellvertretende CIA-Chef Stephen R. Kappes im Juli 2008 Pakistan offen mit Beweisen konfrontiert, wonach der ISI an den Planungen beteiligt war.

Erst vor wenigen Wochen haben Pakistans Behörden binnen weniger Tage zwei Dutzend hochrangige afghanische Taliban-Anführer in Pakistan festgenommen. Kurz zuvor hatten die USA Friedensgespräche mit den Militanten in Aussicht gestellt. Pakistan wollte sich offenbar die möglicherweise letzte Chance, auf die Zukunft Afghanistans einzuwirken, nicht entgehen lassen und hat vorsorglich viele der möglichen Gesprächspartner in Gewahrsam genommen. Deren Aufenthaltsort in Pakistan war den Behörden ganz offensichtlich bekannt. {www.taz.de –  von Sascha Zastiral}

 

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