kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Christin in Mosul entführt 17. Dezember 2010

Filed under: Christenverfolgung — Knecht Christi @ 23:29

160 Europaabgeordnete fordern Schutz für irakische Christen

 

Mosul: Am Abend des 15. Dezember drangen bewaffnete Moslems in Mosul im Norden des Irak in das Haus von Christen ein und entführten ein Mädchen. Laut Angaben der christlichen irakischen Presseagentur Ankawa sei das Mädchen Schülerin einer höheren technischen Schule. Die Gewalttat geschah im Stadtviertel Karaj.

 

Die Angriffe gegen die Christen des Landes gehen unvermindert weiter. In Mosul lebten früher mehr als 100.000 Christen. Heute sind es kaum mehr als 5000, die noch dem wachsenden islamischen Fundamentalismus und der Gewalt gegen Christen trotzen.

Der syrisch-katholische Patriarch Ignatius Joseph III. Younan forderte in seiner Predigt am 10. Dezember die irakische Regierung auf, “die Sicherheit aller Iraker” zu garantieren, “auch der Christen”. Der Patriarch beklagte, daß die islamistischen Angreifer “gedeckt” würden. Es sei Pflicht der Regierung, gründliche Ermittlungen durchzuführen, um die terroristischen Gruppen ausfindig zu machen, die das Massaker auf die Kathedrale von Bagdad “geplant und finanziert haben”.

160 Europaabgeordnete übergaben gestern in Straßburg einer Delegation irakischer Bischöfe die Solidaritätsnote. Die Abgeordneten unterstreichen die Notwendigkeit, die Christen im Nahen Osten nicht alleine zu lassen. Jerzy Buzek, der Präsident des Europäischen Parlaments sagte: “Der Irak muss die Gleichbehandlung aller seiner religiösen Gruppen garantieren, die Christen haben dieselbe Rechte wie ihre sunnitischen und schiitischen Brüder und Schwestern”. Msgr. Shlemon Warduni, der chaldäische Bischof von Bagdad, bestätigte am Rande des Straßburg-Besuchs, daß es nach wie vor Bestrebungen gebe, alle Christen des Irak in eine einzige Provinz umzusiedeln. (Quelle: Katholisches – Asianews/RV/Giuseppe Nardi)

 

17-Jährige in Somalia erschossen

 

Die 17-jährige Nurta Mohamed Farah aus Somalia ist tot. Noch im Juni dieses Jahres hatte das Hilfswerk für verfolgte Christen Open Doors zum Gebet für die junge Frau aufgerufen. Nun wurde die Christin muslimischer Herkunft von zwei Unbekannten mit Pistolenschüssen in Brust und Kopf getötet. Nach Angaben einheimischer Christen könnte es sich um einen „Ehrenmord“ durch Verwandte gehandelt haben. Seit Jahren belegt Somalia einen der vorderen Plätze – aktuell Platz 4 – auf dem Weltverfolgungsindex der Länder, denen Christen am stärksten verfolgt werden. In dem Krisenstaat gilt die Scharia. Wer den Islam verlässt, muss mit Verfolgung durch die Familie, religiöse Eifer oder islamistische Terroristen rechnen.

Leidenszeit durchlebt: Die junge Nurta Mohamed Farah aus der Ortschaft Bardher (Region Gedo) hatte den Islam verlassen, was in ihrer ostafrikanischen Heimat als todeswürdiges Verbrechen gilt. Seit Mitte Mai dieses Jahres wussten auch ihre muslimischen Eltern, dass sie Jesus Christus nachfolgte und eine Hausgemeinde besuchte. Damit hatte sie – nach islamischem Verständnis – die Ehre der Familie beschmutzt. Zunächst versuchten die Eltern den neuen Glauben aus Nurta herauszuprügeln. Doch weil sie trotz der Schläge nicht zum Islam zurückkehren wollte, ketteten ihre Eltern sie tagsüber an einen Baum. Nachts war sie in einem kleinen, dunklen Raum eingesperrt. Ein Gemeindeleiter, der Untergrundchristen der Gegend regelmäßig besucht, sagte, Nurta durchlebte eine schwere Leidenszeit. Eines Tages konnte sie zu Verwandten nach Galgadud fliehen. Diese haben die junge Frau nun auch beerdigt. {Quelle: Open Doors deutschland}

 

Somalia: Christin wegen Schleierverweigerung getötet

 

Eine christliche Frau in Somalia wurde von militanten Islamisten in Somalia getötet, weil sie sich weigerte, einen Schleier zu tragen Die 45-jährige Amina Muse Ali wurde von drei Maskierten exekutiert. Ali erzählte den Geistlichen schon zwei Wochen vor dem Mord, dass sie von der islamischen Gruppe Suna Waljameca mehrmals bedroht worden war. „Mein Leben ist in Gefahr“, sagte Ali. „Wenn ich den Schleier nicht trage, muss ich mit ernsten Konsequenzen rechnen. Bitte betet für mich“. Die Suna Waljameca wird im Vergleich zur Gruppe der Al Shabaab noch als moderat betrachtet. Nichtsdestoweniger sind beide Gruppen eine Gefahr für die Christen dieser Region.

 

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