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„Stuxnet hat das iranische Atomprogramm um zwei Jahre zurückgeworfen” 17. Dezember 2010

Filed under: Reportagen — Knecht Christi @ 23:41

Wie ein deutscher Computerexperte der Jerusalem Post berichtet, war das Virus so effektiv wie eine Militärintervention und ein großer Erfolg; weitverbreitete Gerüchte besagen, die Militäraufklärung der IDF, Einheit 8200, sei sein Erfinder gewesen.

 

Das Stuxnet Virus, das die iranischen Atomanlagen angegriffen hat und dessen Erfindung Israel unterstellt wird, hat das Atomprogramm der Islamischen Republik um zwei Jahre zurückgeworfen, berichtete ein deutscher Computerexperte gegenüber der Post am Dienstag, nachdem er als einer der ersten den Programmcode analysiert hatte. “Es wird zwei Jahre dauern, bis der Iran erneut an den Start gehen kann”, sagte Langer in einem Telefoninterview von seinem Büro in Hamburg aus. „Das Ganze war fast so wirksam wie ein Militärschlag, nur eben noch besser, weil es keine Opfer gab und kein Krieg ausgebrochen ist. Aus militärischer Sicht war es ein Riesenerfolg“.

Langer sprach mit der Post angesichts von Nachrichten, wonach das Virus die Computersysteme in der größten iranischen Urananreicherungsanlage in Natanz und im AKW Bushehr weiterhin infiziere. Im letzten Monat berichtete die Internationale Atomenergie Behörde (IAEA), dass der Iran die Arbeit in seinen Produktionsanlagen im Bereich der Atomenergie bis auf weiteres eingestellt habe. Langer zufolge sei es für den Iran das Beste, alle mit dem Wurm infizierten Computer wegzuwerfen, zumal es sich bei Stuxnet um die „anspruchsvollste und aggressivste Malware handelt, die je erfunden wurde“. Selbst für den Fall, dass man tatsächlich alle schadhaften Computer entfernen würde, müsste der Iran sicherstellen, dass alle Computer, die ihm von Zulieferern zur Verfügung gestellt würden, frei von Stuxnet seien, so Langer weiter.

“Es ist ausgesprochen schwierig, Computersysteme von Stuxnet zu befreien. Bekanntlich versteht der Iran nicht viel von IT [Informationstechnologie] und man fängt dort gerade erst an zu begreifen, was das alles bedeutet“, sagte Langer. „Bevor sie die Systeme wieder hochfahren können, müssen sie das Virus loswerden, und das wird eine ganze Weile dauern. Danach müssen sie Maschinen austauchen und die Zentrifugen in Natanz wiederaufbauen und möglicherweise müssen sie sich dann auch eine neue Turbine für Bushehr kaufen”.

Weitverbreitete Gerüchte besagen, die Einheit 8200 der israelischen Militäraufklärung sei der Erfinder des Computerprogramms, zumal diese Einheit die besten Fähigkeiten auf dem Gebiet habe; auch die USA kämen in Betracht. Langer sagte, dass seiner Meinung nach eventuell zwei Staaten hinter Stuxnet stecken könnten: Israel und die USA.

Israel hat es regelmäßig abgelehnt, die Gerüchte zu kommentieren, nach denen es etwas mit dem Stuxnet Virus zu tun habe. Höhere Offiziere der IDF bestätigten aber kürzlich, dass der Iran erhebliche technische Probleme mit seinen Zentrifugen in Natanz habe. “Was wir sagen können, ist, dass diese Entwicklung mehrere Jahre gebraucht haben muss. Zu diesem Schluss sind wir gekommen durch die Analyse des Codes der Steuerbefehle, der aus 15.000 Zeilen Code besteht, das ist eine ziemliche Menge“, sagte Langer. “Aufgrund dieses Beweisstücks gehen wir davon aus, dass es kein Hacker gewesen sein kann”, so Langer weiter. „Das muss ein Staat gewesen sein, und wir können davon ausgehen, dass selbst ein einzelner Nationalstaat das nicht allein gekonnt haben wird“.

Eric Byers, Experte für Computersicherheit, der eine Website namens Tofino Security betreibt, auf der Lösungen für Stuxnet-Probleme angeboten werden, sagte am Dienstag gegenüber der Post, dass die Zahl der Iraner, die seine Website besuchen, in den letzten Wochen sprunghaft angestiegen sei – ein Indiz dafür, dass das Virus immer noch ziemliche Störungen in den iranischen Nukleareinrichtungen bewirke. „Wir finden es bemerkenswert, dass es im letzten Jahr vielleicht ein, zwei Leute aus dem Iran gab, die versucht haben, auf unsere Website zu kommen”, sagte Byers. „Iran war gar nicht auf dem Zettel für uns, und jetzt sind urplötzlich haufenweise Leute aus dem Iran da”.

Byers sagte weiter, dass – um auf die Website zu kommen – sich manche User offen als Iraner zu erkennen geben, während andere so tun, als ob sie Angestellte von Firmen wären, die bereits zu seinen Kunden zählten. “Es gibt eine große Anzahl von Leuten, die direkt aus dem Iran auf den gesicherten Bereich unserer Website zu gelangen versuchen. Es gibt aber auch andere, die sich vorher erst noch eine Ersatzidentität zusammenbasteln“, sagte er. „Es sind Hunderte. Das könnten auch alles Neugierige sein, aber wir sind eine hochgradig spezialisierte Website und es versteht sich deshalb fast von selbst, dass es sich eher um Leute handelt, die mit Sicherungssystemen zu tun haben”.

(*Liebe TierschützerInnen: Nein, wir haben nicht mit unseren Katzen nach dem Computer geworfen, um an dieses Foto zu kommen. Es handelt sich vielmehr um Farah-Shirin, die intelligenteste Hauskatze der Welt, die 43 Programmcodes beherrscht und in der Upper East Side von New York City zuhause ist. Farah-Shirin ist eine international renommierte Computerkünstlerin und verwendet ausschließlich Apple-Geräte. Aktuell bearbeitet sie eine Reklamation der Deutschen Kraftwerks Union.) {Quelle: haOlam.de: von Gerrit Liskow}

 

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