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Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Irak: Weihnachten hinter Betonmauern 15. Dezember 2010

Filed under: Christenverfolgung — Knecht Christi @ 23:38

Die Regierung baut um die Kirchen meterhohe Mauern mit Polizeikontrollen und Körperscannern, um weitere Anschläge gegen Christen zu verhindern.


 

Bagdad (kath.net/KIN): Zum Schutz christlicher Kirchen werden in Bagdad und Mossul zurzeit bis zu drei Meter hohe Betonmauern um die Gotteshäuser errichtet. Das meldet das weltweite katholische Hilfswerk „Kirche in Not“ unter Berufung auf Augenzeugen. Damit reagiert die irakische Regierung auf die erhöhte terroristische Bedrohungslage für Christen in der Adventszeit. Die Mauern sind nach Einschätzung von „Kirche in Not“ ein „ungewöhnlich starkes Signal für den Schutz der christlichen Gemeinden“ seitens der Behörden.

Die katholische Kirche in Bagdad und Mossul hat angekündigt, Weihnachten wegen der bedrohlichen Lage in diesem Jahr ausschließlich in den bewachten Kirchen zu feiern. Üblich sind sonst auch Feste in Gemeindezentren. An den engen Durchgangsstellen zwischen den Mauern sollen Polizeikontrollen mit Körperscannern eingerichtet werden. Die Regierung hofft, dadurch weitere Anschläge gegen Christen zu verhindern. Beim schwersten Terroranschlag auf irakische Christen in diesem Jahr waren am 31. Oktober in der syrisch-katholischen Kathedrale Bagdads 58 Menschen getötet worden. In den Wochen darauf hatten islamistische Terroristen mit Angriffen auf christliche Wohnhäuser weiter für Angst und Schrecken gesorgt. „Kirche in Not“ ruft seine Unterstützer vor Weihnachten zu Spenden für irakische Flüchtlinge in Syrien auf. Mit dem Geld soll Heizöl für 450 Flüchtlingsfamilien in der Diözese Aleppo angeschafft werden, um diesen Menschen zu Weihnachten eine warme Wohnung zu ermöglichen. In Syrien leben in großer Armut immer noch mehr als 30 000 irakische Flüchtlinge.

 

Schutz von Christen im Irak: Bischöfe bei EU-Parlamentspräsident

 

Straßburg-München-Bagdad (KAP): Europaparlamentspräsident Jerzy Buzek hat die EU aufgefordert, die Sicherheit von Christen im Irak vorrangig zu behandeln. Nach einem Treffen mit irakischen Bischöfen sagte Buzek am Dienstag in Straßburg, fundamentalistische Gruppen versuchten, die irakische Gesellschaft zu spalten. Dabei gehörten die Christen seit zwei Jahrtausenden als integraler Bestandteil zur sozialen, kulturellen und religiösen Wirklichkeit des Zweistromlandes, erinnerte der christdemokratische polnische Politiker.

Das Europaparlament sei zutiefst schockiert über die jüngsten Übergriffe gegen Christen, so Buzek. Allein im Irak seien aufgrund fehlender Sicherheit rund eine halbe Million Christen zur Flucht gezwungen gewesen. Buzek verlangte von der Regierung in Bagdad gleiche Rechte für alle Religionsgemeinschaften. Zu der Kirchendelegation gehörten neben anderen Erzbischof Athanase Matti Matoka (Bagdad), Erzbischof Georges Casmoussa (Mossul) und der Generalsekretär der EU-Bischofskommission (ComECE), Piotr Mazurkiewicz.

Regierung schützt Kirchen mit Mauern: Zum Schutz der Kirchen im Irak werden in Bagdad und Mossul nun bis zu drei Meter hohe Betonmauern um die Gotteshäuser errichtet, berichtete das internationale katholische Hilfswerk „Kirche in Not“ am Mittwoch in München unter Berufung auf Augenzeugen. Die irakische Regierung reagiere mit dieser Maßnahme auf die erhöhte terroristische Bedrohungslage für Christen in der Adventszeit. An den Durchgangsstellen sollen laut Bericht Polizeikontrollen mit Körperscannern eingerichtet werden. Die Regierung hoffe, dadurch weitere Anschläge gegen Christen zu verhindern, hieß es in der Aussendung des Hilfswerks. Beim schwersten Terroranschlag auf irakische Christen in diesem Jahr waren am 31. Oktober in der syrisch-katholischen Kathedrale Bagdads 58 Menschen getötet worden. In den Wochen darauf hatten islamistische Terroristen weitere Angriffe auf christliche Wohnhäuser verübt. Laut „Kirche in Not“ sind die Mauern um die Gotteshäuser ein „ungewöhnlich starkes Signal“ für den Schutz der christlichen Gemeinden seitens der Behörden. Die Kirchenleitungen in Bagdad und Mossul hätten angekündigt, Weihnachten wegen der bedrohlichen Lagen dieses Mal nur in den bewachten Gotteshäusern zu feiern. Üblich seien sonst auch Feste in den Pfarrzentren. {Quelle: kathweb Österreich}

 

„Eure Briefe sind Antworten auf unsere Gebete“

Open Doors-Schreibaktion: Christen in Bagdad erhalten Post aus aller Welt

 

Das Hilfswerk für verfolgte Christen Open Doors bedankt sich bei allen Menschen rund um den Globus, die den Christen in Bagdad Mut machende Briefe geschickt haben. Auch Postkarten mit weihnachtlichen Motiven sowie von Kindern gemalte Bilder gingen im Rahmen der Anfang November von Open Doors initiierten weltweiten Schreibaktion „Briefe nach Bagdad“ ein. Wenige Tage zuvor waren bei einem Geiseldrama in einer Kirche in der Hauptstadt 58 Menschen getötet worden.

Entstanden ist ein 257 Seiten starkes Buch mit persönlichen Grüßen und Wünschen, Gebeten und Bibelversen. Vervielfältigt wird es in Gemeinden, an Pastoren und betroffene Familien in Bagdad verteilt. In einer Zeit anhaltender Verfolgung und der Trauer über den Verlust von Angehörigen sollen die Botschaften aus aller Welt Trost spenden, ermutigen und weltweite Solidarität zeigen. Briefeschreiber aus Deutschland sowie anderen europäischen Staaten, aber auch aus Ländern wie Algerien, Japan, Malawi oder Indonesien lassen die Christen im Irak wissen: „Ihr seid nicht allein!“ Eine erste Reaktion kam von einem Mann aus Bagdad. Nachdem der Christ das Buch durchblättert hatte, sagte er bewegt: „Dies ist die Antwort auf all unsere Gebete und die Bestätigung, dass wir nicht vergessen sind“.

„Betet für unsere Zukunft“! In den Wochen nach dem Geiseldrama ereigneten sich in Bagdad noch weitere Angriffe auf Christen: Anfang November kamen 13 Christen bei Sprengstoffanschlägen und Attentaten ums Leben. „Es gibt keine Zukunft mehr für die Christen in Bagdad. Wir werden aus der Stadt vertrieben und niemand hilft uns. Jeder – ob Polizei oder Armee – ist voller Angst. Sie können uns nicht schützen. Bitte betet für uns, um Weisheit, um Schutz und für unsere Zukunft!“, beschreibt ein Christ aus Bagdad die derzeitige Lage. In der zweiten Hälfte des Novembers wurden auch in und nahe der Stadt Mossul mindestens zehn Christen getötet, einige davon in ihren eigenen Häusern. Derzeit fliehen Familien aus ihren Häusern u.a. in Richtung der kurdischen Gebiete im Norden des Landes. Mit ihren wenigen Habseligkeiten suchen sie Zuflucht in Klöstern oder bei Verwandten. {open doors Deutschland}

 

Christen Iraks bei der Bewältigung von Traumata helfen

 

Bleiben oder fliehen? Diese Frage stellen sich die noch verbliebenen Christen im Irak täglich. In den vergangenen Monaten haben Anschläge und Morde die christliche Gemeinschaft erneut in Angst versetzt. Seit dem Geiseldrama in einer Bagdader Kirche haben weitere irakische Familien ihre Häuser verlassen und sind in Nachbarländer oder in den Norden des Landes geflohen. Erklärtes Ziel von Extremisten ist es, alle Christen aus dem Irak zu vertreiben. Seit Jahrhunderten im Land präsent, droht die Gemeinde Jesu nun auszusterben.

Bilder im Kopf: Wer sich entschieden hat zu bleiben, braucht unsere Unterstützung. Terror und Gewalt haben tiefe Wunden in den Seelen hinterlassen. Open Doors bietet daher Traumaseminare und –beratung für irakische Christen an. Individuelle Beratung, Gruppentherapien, Mal-, Musik- und Theaterkurse sollen helfen, das Erlebte zu verarbeiten. Viele Teilnehmer leiden unter Depressionen, Angstzuständen und Panikattacken. Seit Jahren gehören Drohungen, Entführungen, Raub und Vergewaltigung zu ihrer Lebenswelt. Die Erinnerungen daran reißen sie nachts aus dem Schlaf.

Zum Sterben zurückgelassen: Ein Traumaberater berichtete von einem Ehepaar: „Die Frau musste mit ansehen, wie ein Baby auf der Straße totgeprügelt wurde. Sie erlebte Stunden der Angst, als ihr Mann von Extremisten entführt wurde. Für eine lange Zeit blieb sie allein mit diesem Trauma und der Unsicherheit, ob ihr Mann überhaupt noch lebt. In einer Maltherapie hat sie ihre Erlebnisse in Bildern ‚erzählt‘ und verarbeitet.“ Ihr Mann wurde von Extremisten entführt und schwer misshandelt. Mit Gewehrkolben schlugen sie ihm immer wieder auf den Kopf. Schließlich wollten sie ihn erschießen, doch der Abzug klemmte. Schwer verletzt ließen ihn die Männer zurück. Kaum in Worte fassen kann der Mann die Todesangst, die er durchlitten hat. Nach einem langen Prozess der Traumabewältigung haben die Beiden Heilung an ihren Seelen erfahren. Nicht nur das. Heute leiten sie selbst Hilfsprojekte für Christen und: Sie wollen in ihrer Heimat Irak bleiben. {Quelle: open doors deutschland}

 

One Response to “Irak: Weihnachten hinter Betonmauern”

  1. bazillus Says:

    Ist es also schon soweit, dass das Christentum im Irak nur in Kirchen praktiziert werden darf, die mit meterhohen Mauern geschützt sind? Der Islam als Kulturzerstörer. Der Islam als Inbegriff der Monokultur „bis alles an den Gott des Islam glaubt“. Ein wahrliches Armutszeugnis.

    Liebe Muslime:
    Hier wäre Euer Betätigungsfeld: Reißt die Mauern nieder und schützt Minderheiten. Aber das ist wohl ein Wunsch aus Tausend und einer Nacht, wahrlich märchenhaft, weil Euer Prophet und Euer „Gott“ diese Zustande mit ihrem Hass auf Juden, Christen und Nichtmuslilmen zu verantworten haben bis auf den heutigen Tag. .

    Ich begreife nur eins. Nur der Islam produziert weltweit in der heutigen Zeit Schwierigkeiten. Nur der Islam scheut sich nicht, Gewalt anzuwenden. Nur der Islam bringt Gläubige hervor, die gegen ihre Glaubensgeschwister und gegen Nichtmuslime mit Gewalt vorgehen.
    Selbst friedliebende Muslime werden eingeschüchtert durch ihre gewalttätigen Kumpels.

    Bringt erst einmal Euren Religionsladen in Ordnung und dann seid ihr herzlich willkommen. Aber solange Ausgrenzungsverse des Koran Gültigkeit haben, solange wird es Radikalinskis in Euren Reihen gibt. Solange sog. Gelehrte aus Arabien und Ägypten Fatwen verkünden, die mit den Menschenrechten absolut nicht vereinbar sind, solange ist und bleibt der Islam eine unberechenbare Gewalt legitmierende Größe, die nur mit Vorsicht zu genießen ist. Kehrt mit eisernem Besen in Eurer Religion auf, überwindet Eure Schwierigkeiten, schließt die Radialinskis offiziell aus Euren Reihen aus, damit ihr Glaubwürdigkeit bezeugen könnt.

    Da diesen Ausschluss jedoch niemand von den Normalmuslimen praktiziert, verbleibt es bei dem Misstrauen der Welt gegenüber Eurer politreligiösen Ideologie.


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