kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Alahram veröffentlicht das wahabbitische Gedankengut 13. Dezember 2010

Filed under: Koptenverfolgung — Knecht Christi @ 01:27

Für diejenigen, die nicht wissen, was „Alahram“ ist, sage ich, dass sie die älteste und  meist gelesene und verkaufte Tageszeitung in Ägypten und der arabischen Welt, welche von zwei Kopten (Salim und Bischara Takla) gegründet wurde. Vor einigen Tagen veröffentlichte diese renommierte Zeitung auf ihrer zweiten Seite einen Artikel mit dem Titel „Kopten 2010“ (von Abd Elnasser Salama – vom Montag, dem 06. Dezember 2010).

Es überrascht uns nicht, dass ausgerechnet diese Zeitung die Kopten angreift. Denn sie beherbergt alle islamischen Gelehrten und Denker, die das Christentum herabwürdigen, indem sie verbreiten, dass die Christen ihre Bibel verfälscht haben und dass sie Allah beigesellen, ohne den Kopten die Chance zu geben, darauf zu antworten, was seit jeher unser Alltag ist. Uns wundert aber, warum so ein Artikel gerade jetzt erscheint, während die Kopten sich noch nicht von den jüngsten Unruhen in Talibya erholt haben, vor allen Dingen wo Hunderte von ihren Kindern noch in den Gefängnissen festsitzen, sodass es danach aussieht, dass wir dieses Jahr kein Weihnachtsfest feiern werden.

Der vom Sicherheitsdienst gesteuerte Journalist wiederholte, was die wahabbitischen TV-Sender und die verschiedenen Zeitungen in Ägypten seit Juli 2010 lügenhaft verbreiten. Es fing wieder damit an, ins Rollen zu bringen, was nie aufgehört hat. Wie schon oft erwähnt, wurde eine neue Schikane eingefädelt, als die Gattin eines koptischen Priesters entführt wurde. Danach fabrizierten die diversen Zeitungen und Fernsehsender das Szenario, dass Frau Schehata zum Islam übergetreten sei. Die Kirche wurde von den renommiertesten Scheichs der islamischen Welt attackiert, weil sie ihrer Behauptung nach die Koptinnen daran hindere, sich für den Islam zu entscheiden. Jeder Gelehrte verbreitete eine andere Wahnvorstellung, bis sogar Aiman Alzawahry von Tora Bora aus und Wagdy Ghonim aus Jemen sich eingeschaltet haben, um die Moslems weltweit aufzurufen, ihre Schwestern von den Klauen der koptischen Kirche zu befreien, welche von Priestern und Mönchen gefangengenommen werden.

Das Ergebnis sah man in der Bagdader Kirche am 31. Oktober 2010, als ägyptische, syrische und jemenitische Terroristen die Freilassung von Kamilia Schehata, Wafa Konstantin und allen Musliminnen verlangten, die in den koptischen Klöstern gefangen gehalten werden. Zu Ende Ramadan und bis zum muslimischen Opferfest fanden in vielen ägyptischen Bundesländern Demos gegen seine Heiligkeit Papst Schenuda statt; alle nach dem Freitagsgebet!

Der berühmte Gelehrte Salim Elawa verbreitete auf dem katarischen Nachrichtensender Al-Jazeera, dass die Kopten „Waffen“ in ihren Kirchen und Klöstern lagern, und dass sie sogar „wilde Raubtiere“ züchten. Diese Lügen waren der Inhalt des giftigen Artikels, der einem Bund aus mit Benzin getränkten Stroh ähnelte, welchen das Regime Mubaraks ins Feuer warf, das sich seit drei Jahrzehnten systematisch nicht gelöscht werden darf, was früher den Moslembrüdern überlassen wurde. Bei diesem Artikel wurde fortgesetzt, was in den letzten Monaten angefangen hat.

 

Der marionettenhafte Journalist schrieb: Die Kopten bilden einen Staat in dem ägyptischen Staat – ihr Papst widersetzt sich der Staatsmacht und mischt sich bei der Politik ein – seitdem Papst Schenuda im November 1971 die Führung der koptischen Kirche übernahm, fingen wir von Begriffen zu hören wie: religiöse Unruhen, Machtausübung durch ausländische Unterstützung und das einheitliche Gesetz für Errichtung der Gebetshäuser. Ohne Beweise und an den Haaren herbeigezogen meinte er: „Papst Schenuda sagte bei einer seiner Predigten im Jahr 1972, dass die muslimischen „Eroberer bzw. Besatzer“ eines Tages von den Kopten vertrieben werden“.

 

Zu Informationen aller, die sich für die Wahrheit interessieren: Diese Behauptung von 1972 stammt aus einem Brief, der damals von einem Parlamentarier namens Gamal Alotefy verbreitet wurde, um die Unruhen von „Elkhanka“ zu entfachen. Denselben Brief verbreiteten die Moslembrüder in Alexandria in den 70-igern über Pater Bischoy Kamel, weil er etliche Kirchen gründete und wie ein Löwe um seine Töchter kämpfte, die von den Moslems mit Hilfe des ägyptischen Innenministeriums entführt und zum Islam gezwungen wurden, bis er sie heil und unversehrt zum Schoß Christi brachte. Denn die Entführung minderjähriger Koptinnen ist kein Phänomen, sondern ein systematischer Plan, den zu Ära Anwar Saddat intensiviert wurde.

Seine Heiligkeit verhüllte sich immer in Schweigsamkeit und zieht sich im Kloster des Heiligen Bischoy zurück. Er lehnt es immer ab, die Delegationen aus den USA oder europäischen Ländern zu empfangen, die Berichte über die Menschenrechte in Ägypten publizieren. Er lässt sich von den Tätern und Drahtziehern aller Unruhen umarmen, ohne sich etwas anmerken zu lassen. Bevor er ins Kloster zog, diente er als Offizier in der ägyptischen Armee und als Papst besuchte er die Soldaten an der Front, als Ägypten im Oktober 1973 einen Krieg gegen Israel führte. Kurz und bündig kann man nicht an der Weisheit und Vaterlandsliebe Papstes Schenuda  zweifeln.

 

Unwissend schrieb Herr Salama über die jüngsten Unruhen in Talibya: „Was will man sonst erwarten, nachdem der Staat die Kopten verhätschelte und liebevoll mit ihnen umging“? Anscheinend hat er Null-Ahnung von der gern verdrängten Koptenverfolgung! Haben Sie niemals über die unzähligen Unruhen gehört? Ich weiß nicht, wie alt Sie sind, und daher begnüge ich mich mit den Unruhen von 2010. Friedliche Menschen feiern das Weihnachtsfest. Tragen schöne Klamotten und nehmen an der Weihnachtsmesse in Naag Hamady teil. Gegen 23:00 wollen sie nach Hause gehen, wo ihre Familien auf sie warten, um nach einer 43tägigen Fastenzeit wieder Truthahn zu genießen. Vor der Kirche aber wartete der Tod auf sie. Sechs junge Männer erlitten den Märtyrertod und etliche wurden schwerverletzt. Nie davon gehört?

In März 2010 stand die Küstenstadt Matrouh Kopf, nachdem in den Moscheen zum Dschihad gegen die Ungläubigen aufgerufen wurde, die eine Kirche errichten wollten. Zahlreiche Kopten wurden schwerverletzt. Der bekannte Mob aus Hunderten Moslems, der bei allen Unruhen nicht fehlen darf, verwüstete wie jedes Mal Läden, Werkstätte, Häuser, Autos und Apotheken. Wie in Naag Hamady wurden nur Kopten inhaftiert, die wochenlang im Gefängnis eingesperrt waren. Auch nichts davon gehört? Schicken Sie mir Ihre E-Mail-Adresse und ich schicke Ihnen alles darüber: Berichte internationaler Zeitungen und Fernsehsender und jede Menge Bilder und Videos, auf denen man ganz klar sehen kann, wie die Moslems alles kurz und klein schlugen.

Wir übersprengen alles, was zum Alltag eines Kopten in Ägypten gehört (wie Verweigerung der Errichtung oder Renovierung der Kirchen, Entführung minderjähriger Koptinnen, Herabwürdigen des Christentums und Diskriminierung bei allen Lebensbereichen), und kommen zu den Unruhen in Talibya. Von welchem organisierten Widerstand sprechen Sie? Wissen Sie nicht, dass der Gouverneur bis zum 23.11.2010 (ein Tag vor dem Überfall) den Priestern und den Kopten zur neuen Kirche gratulierte? Um 4:00 hagelte es von scharfer Munition, Gummigeschossen, Tränengaskartuschen und faustgroßen Steinen? Sechs junge Kopten kamen ums Leben, etliche verloren Bein, Arm oder Augenlicht und werden trotzdem an ihren Betten angekettet, weil sie sich vor dem Staatanwalt verantworten müssen. Nennen Sie das „Verhätscheln und liebevollen Umgang“? Sie haben aber einen schrecklichen Sinn für Humor!

 

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