kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Einladung an extremistischen Redner in Bonner 11. Dezember 2010

Filed under: Islamischer Terror — Knecht Christi @ 10:39

Moschee sorgt für Unverständnis

 

Bonn: Es gibt Äußerungen, die sind unmissverständlich. Zum Beispiel diese: „Dialog und Integration sind nur für dein Verderben“, sagt der gepflegt wirkende Mann mittleren Alters. Der Bart ist sauber gestutzt, das weiße Hemd blütenrein. Der Mann redet in einem ruhigen, dozierenden Ton: „Wenn du ihren Anleitungen folgst, wirst du in dein Verderben laufen.“

Im weiteren Verlauf des YouTube-Videos wird klar, wer mit „du“ und „sie“ gemeint ist: Hier die Muslime, dort Christen und Juden. „Sie werden nie zufrieden mit dir, Muslim, sein“. Und dann sagt der Mann, kaum merklich die sonore Stimme hebend: „Sie wollen uns zu Kuffar (Ungläubige, Anm. d. Red.) machen, weil sie Diener des Satans sind und die Befehle des Satans praktizieren“.

 

Der Mann heißt Ibrahim Abou Nagie, ist selbsternannter Prediger und Kopf einer Bewegung, die sich „Die wahre Religion“ nennt. Die Gruppierung ist unter radikalen Muslimen bestens bekannt. Auch der Verfassungsschutz Nordrhein-Westfalen hat DWR, wie sie in einschlägigen Kreisen genannt wird, auf dem Schirm. Zum Beispiel, wenn Abou Nagie bald in Bonn zu Gast sein wird: Bei einem Islam-Seminar in der arabisch geprägten Moschee Al-Mushinin im Schwarzen Weg im Stadtteil Beuel.

 

Winfried Semmler-Koddenbrock ist ein friedliebender Mensch. Der Pastoralreferent der katholischen Gemeinde St. Petrus in der Bonner Nordstadt bemüht sich seit Jahren um den interreligiösen Dialog. Oft genug wirbt Semmler-Koddenbrock um Verständnis für die Muslime und fordert Respekt für deren Glaubenspraxis.

Jetzt aber scheint auch für den Kirchenmann, der sich im „Arbeitskreis Muslime und Christen im Bonner Norden“ engagiert, das Maß voll zu sein: Die Einladung „solcher Leute“ wie Abou Nagie sei eine Belastung für den christlich-muslimischen Dialog. „Die Veranstaltung irritiert mich. Wer öffentlich auftritt, sollte eine klare Position gegen Gewalt beziehen.“ Diese klare Position vermisst Semmler-Koddenbrock bei Abou Nagie.
Die Absage an Gewalt vermisst auch der Verfassungsschutz: „‚Die wahre Religion‘ zählen wir zum so genannten Mainstream-Salafismus“, sagt Carola Holzberg vom NRW-Verfassungsschutz und verweist auf den jüngsten Zwischenbericht ihres Hauses. „Der Mainstream-Salafismus ist eine missionarisch tätige, vordergründig Gewalt ablehnende … Strömung innerhalb des salafistischen Spektrums“, heißt es dort.

Eines haben nach Erkenntnis des Verfassungsschutzes alle Salafisten gemein: Sie wollen zurück zu den Wurzeln, sehnen sich nach einem Ur-Islam, der das herrschende politische System und deren Repräsentanten ablösen soll: In den arabischen Staaten die „ungläubigen“ Handlanger der Amerikaner, wie Abou Nagie sie bezeichnet, und in Europa die demokratischen Systeme: „Sie sollen durch einen ‚wahren islamischen Staat‘ abgelöst werden“, so der Verfassungsschutz.

Und die Protagonisten dieses Systemwechsels sollen die europäischen Muslime sein. Denn „der Sieg wird aus Europa kommen“, schwört Abou Nagie seine Glaubensbrüder in einem anderen Video ein. Zielgruppe der DWR sind in erster Linie jüngere Muslime und deutsche Konvertiten, hat die Innenbehörde Hamburg festgestellt. Die Behörden der Hansestadt haben im Sommer den Trägerverein der Taiba-Moschee verboten und dem Gotteshaus damit die Grundlage entzogen.

In der Taiba-Moschee hatten im April die gleichen Vertreter der „Wahren Religion“ in einem Islam-Seminar gepredigt, die auch Ende Dezember in der Bonner Al-Mushinin-Moschee als Referenten auftreten werden. „Die Auswahl der Referenten ist ein weiterer Beleg für die extremistische Ausrichtung der Moschee“, befand die Hamburger Behörde.

Trotz dieser klaren Einschätzung der Verfassungsschützer zeigt sich der Bonner Rat der Muslime unbeeindruckt. Stattdessen betrieb er am Mittwoch eine allgemeine Medienschelte und sprach von einem Generalverdacht, unter den Muslime aufgrund der „undifferenzierten Medienberichterstattung“ gestellt würde.

In seiner am späten Nachmittag veröffentlichten Pressemitteilung jedenfalls ging der Muslim-Rat nicht auf das Seminar in Beuel an sich ein, sondern bekannte sich zum Grundgesetz als die „berechtigende und verpflichtende Ordnung des gemeinsamen Zusammenlebens in Deutschland“. Bei „stichhaltigen Nachweisen gesetzlicher Verfehlungen“ plädiere die Al-Mushinin-Moschee für die konsequente Anwendung geltenden Rechts, schreibt der Rat ausweichend, ohne auf die Extremismus-Vorwürfe der Referenten auch nur mit einem Wort einzugehen.

Nur so viel: „Sämtliche Veranstaltungen der Mitglieder des Rats der Muslime sind öffentlich zugänglich. Jeder mag sich ein eigenes Bild und eine eigene Meinung über die dem Rat angeschlossenen Organisationen machen“, lautet die indirekte Einladung auch an Nichtmuslime, vom 31. Dezember bis 2. Januar am Seminar in der Moschee teilzunehmen.

Klare Worte hingegen findet die Bonner CDU. Sie verurteilt „die Einladung fundamentalistischer Prediger in die Al-Mushinin-Moschee“. Sie fordert den Verein auf, „die Prediger umgehend auszuladen, dauerhaft von ihnen Abstand zu nehmen und ihre Islam-Seminare auf Grundlage der freiheitlich-demokratischen Grundordnung zu gestalten“. CDU-Chef Philipp Lerch: „Seminare wie diese schaden dem interreligiösen Dialog.“

An Dialog und Verständigung ist Prediger Abou Nagie aber nicht interessiert. Für ihn gibt es nur ein Entweder-Oder, Gläubige oder Ungläubige. Dazu zählt er auch all die Muslime, die nicht seinen Ansichten folgen, selbst wenn es sich um muslimische Gelehrte handelt: „Möge Allah sie vernichten oder rechtleiten“, lautet sein Urteil. {Quelle: http://www.general-anzeiger-bonn.de – Von Frank Vallender}

 

2 Responses to “Einladung an extremistischen Redner in Bonner”

  1. bazillus Says:

    Wenn selbst ein unbeirrbarer Gutmensch wie Herr Semmler-Koddenbrock – ich unterstelle ihm das einfach mal, ohne ihn zu kennen – seine Zweifel hegt, dann ist es schon weit gekommen.

    Was die Situation mit den Muslimen so schwierig macht, ist das Vertrauen. Kann ich des Muslims Friedensschalmeien hinsichtlich seiner Religion wirklich trauen, wenn ich einerseits den Koran gelesen und andererseits einige Fatwen verkündet werden, die die Ausgrenzungsverse 1 zu 1 in die heutige Zeit korangetreu übertragen und was viel wichtiger ist, auch in vielen islamischen Ländern genauso Menschen verachtend gehandelt wird? Kann ich blind vertrauen auf den örtlichen Imam, dass dieser nur die friedliebenden frühen Suren des wenig vorbildhaften Propheten aus Mekka in den Kontext gesetzt zu den Hadithen seinen Schäfchen zu Gehör bringt und die Welt nicht in Muslime und Nichtmuslime mit dem in der muslimischen Welt allseits beliebten ausgrenzenden Ansichten Ungläubige betreffend einteilt? Kann ich blind darauf vertrauen, dass das gemeinsame Zusammenleben genauso friedlich bleibt, sollte einmal der Islam die prägende Religion in Europa werden?

    Die (Lügen?)Botschaft? hör ich wohl. Mir fehlt allein der Glaube.

    Ich verstehe die kirchlichen Träger des Dialogs, die politischen Verantwortungsträger nicht, dass der Islam nicht mehr und zielgerichteter religiös-politisch hinterfragt wird angesichts der Verfolgungssituation in islamischen Ländern. Alle Welt kann miterleben oder hat miterleben können, wie Menschenrechte beschnitten werden, je größer der Einfluss des Islams wurde. Woher nehmen Menschen wie Herr Semmler-Koddenbrock – stellvertretend für die unübersehbare Zahl der Gutmenschen in grüner, roter und schwarzer Geisteshaltung verharrend – ihr Vertrauen auf einen kastrierten Euroislam, der dann nämlich einem enthaupteten Islam gleichkommt?

    Bislang haben in fast allen islamischen Staaten Diktaturen dafür gesorgt, dass die Radikalinskis aus dieser Religion, kleingehalten werden und auch selbst Dikaturen konnten die Diskriminierungen dieser Religion gegen Nichtmuslime nicht in den Griff bekommen, sie waren und sind in einigen Ländern nicht selten vielmehr selbst die diskriminierungstreibende Kraft, vergleiche Ägypten.

    Woher also nehmen unsere europäischen Toleranzromantiker ihr Wissen, dass europäischen Ländern nicht das gleiche Schicksal blühen wird, wie den jetzt islamischen LÄndern? Die vielgepriesene Göttin „Bildung“ hat fanatische Muslime nicht davon abhalten können, Attentate zu begehen oder in den von den westlichen künstlich geschaffenen Begriff „Islamismus“ abzudriften. Die Bildung oder besser gesagt Ausbildung ist leider kein Garant für Friedensdenken. Im Gegenteil. Gebildete Fanatiker sind schwerer zu fassen als ungebildete. Sie haben ausgeprägtere intellektuelle Fähigkeiten, ihr Gegenüber zu belügen und in Sicherheit zu wiegen und die islamischen Forderung nach „Taqiyya“ zu erreichen.

    Also bleibt uns im Grunde nur die Warnung und zutreffende Feststellung Jesu, dass falsche Propheten an ihren Früchten erkennbar sind. Welche Früchte hat der Islam in Ägypten, in Saudi-Arabien, im Jemen und anderswo, also in seinem Machtbereich nun gebracht? Sind dieses Früchte eines wahren Propheten wert? Sind diese Früchte gute Ergebnisse religiösen Handelns? Das sollte sich jeder Gutmensch einmal fragen.

    Die Antwort liefern die Muslime selbst. Sie werden in ihren Ländern -selbst in der Türkei – so gut behandelt, dass sie in Europa als Asylsuchende Zuflucht finden wollen. Sie flüchten nicht in islamische Länder, nein, sie suchen Zuflucht bei den islamischen Feinden, den Ungläubigen. Sind das gute und ehrliche Früchte? Wie verhalten sich muslimische Asylsuchende hier in Europa? Passen sie sich an und lassen sich gut integrieren? Da soll sich dann jeder selbst die Antwort geben, insbesondere die Gutmenschen, die wie Eltern handeln, die es gut meinen, aber schlecht bewerkstelligen.

  2. almani2000 Says:

    Je mehr ich mit der Thematik und den Vertretern des Islam in Europa beschäftige, und das sind etliche Jahrzehnte, komme ich immer mehr zu dem Punkt, dass der Islam wirklich eine menschenverachtende und aggressive Bewegung ist. Als Religion würde ich das nicht bezeichnen, eher als einen Irrweg.

    Wer in unseren Zeiten noch für die wörtliche Anwendung von Koran, Hadith, Fatwa und Scharia ist, gehört einer gefährlichen Sekte an.


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