kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Das Jahr 2010 begann mit einem Massaker und endet mit einem Massaker 7. Dezember 2010

Filed under: Koptenverfolgung — Knecht Christi @ 12:58

Die sechs Märtyrer von Naag Hamady

Nach der Weihnachtsmesse am 06. Januar 2010 wurden sechs junge Männer erschossen. Die Schuld wurde drei Moslems angehängt, obwohl das ganze Land weiß, dass unter anderem der Parlamentarier Abd Elrehim Alghul dahinter steckt. Dieser Mann wurde sogar von der Partei Mubaraks bei den diesjährigen Parlamentswahlen auf die Kandidatenliste gesetzt, obwohl die koptischen Menschenrechtler handfeste Beweise lieferten, dass er einer der Drahtzieher ist.

Bis jetzt wurden die drei Sündenböcke noch nicht verurteilt. Die Gerichtsverhandlungen werden ständig wegen Lappalien vertagt. Nach fast einem Jahr erfährt das unschuldige Blut keine Gerechtigkeit, was die Kopten nicht überrascht. Denn nach allen Massakern wurde kein einziger Moslem verurteilt. Auch zu Weihnachten 2000 wurden in Elkoscheh (Bundesland Sohaag) 21 Koptinnen und Kopten abgeschlachtet, was satte vier Tage dauerte. Alle die 936 muslimischen Angeklagten wurden freigesprochen. Man kann nicht alle Beispiele erwähnen, weil man Tage dafür brauchen würde. Sie sind aber detailliert registriert und archiviert worden.

 

Bis Juli geschah nur, woran die Kopten sich gewöhnt haben: Entführung minderjähriger Koptinnen – Gezielte Herabwürdigung des Christentums auf den Seiten der renommiertesten Zeitungen Ägyptens und auf den weitverbreiteten wahabbitischen TV-Sender – Verweigerung etlicher Gouverneure, eine Baugenehmigung für eine Kirche zu erteilen: in Maghaga und Eledwa (Bundesland Minya) betet Bischof Agathon seit März in einem Zelt, obwohl er seit über 18 Jahren um die Renovierung der heruntergekommenen Kirche kämpft. Und dann fädelte der Sicherheitsdienst die Affäre „Kamilia Schehata“ ein. Sie ist die Gattin eines koptischen Priesters, welche entführt und nach stürmischem Protest vieler Priester und Laien zurückgebracht wurde. Merken Sie sich bitte den Namen dieser Dame, weil er am 30.10.2010 in der Bagdader Kirche „Herrin der Errettung“ von ägyptischen, syrischen und jemenitischen Terroristen erwähnt wurde, welche der koptischen Kirche 48-stündige Frist stellten, um die – ihrer Behauptung nach – festgehaltene Koptinnen freizulassen, die sich für den Islam entschieden haben sollten. Das war also die neue Schikane bzw. Heimsuchung für die Kopten.

 

Ende Ramadan und bis vor dem muslimischen Opferfest fanden jeden Freitag und in diversen Bundesländern 21 Demos gegen seine Heiligkeit Papst Schenuda, bei denen er äußerst vulgär beschimpft wurde. Obwohl Morddrohungen ausgesprochen wurden und zum Boykott der koptischen Produkte aufgerufen und das Christentum herabgewürdigt wurde, schauten die Sicherheitsbehörden untätig zu. Dies wurde sogar von vielen Zeitungen und Sender unterstützt.

 

Ein Tag vor dem Opferfest wurde in einem Weiler namens Nawahed (Abu Tischt – Kena) dasselbe Gerücht wie im November 2009 zweimal in die Welt gesetzt, dass ein Kopte ein Verhältnis zu einer Muslimin hätte. Der bekannte Mob, der bei allen Unruhen nicht fehlen darf, zog durch die Straßen und tat, woran sich die Kopten seit langen Jahren gewöhnt haben: 20 Häuser wurden niedergebrannt und etliche Läden, Häuser und Tierstähle verwüstet, nachdem sie geplündert wurden. Wie jedes Mal wurde kein Moslem verhaftet, aber Kopten!

 

Vier Tage vor den Parlamentswahlen überfiel der Staat mit über 5000 Soldaten die Kopten in Talibya (Omranya – Bundesland Giza), weil sie angeblich ein Gebäude in eine Kirche umfunktioniert haben sollen, obwohl laut Aussagen der zuständigen Priester der Gouverneur am 23.11.2010 alle wortwörtlich sagte: „Ich beglückwünsche euch zur euren Kirche“. Am Abend desselben Tages und um 1:00 umzingelte die Sicherheitsgarde die Kirche, in der und vor der viele Kopten anwesend waren. Sie hatten furchtbare Angst um ihre Kirche, um deren Baugenehmigung sie jahrelang erbittert kämpften, vor allem als sie die Bulldozer erblickten.

 

Die Soldaten schleuderten erstmals von der gegenüberliegenden Brücke aus die Steine gegen die versammelten Kopten, was mit Ton und Bild registriert wurde. Dann ging um 4:00 der Befehl an die Offiziere, Tränengas, Gummischüsse und scharfe Munition einzusetzen.

 

Fazit dieser mit Videos und Bildern dokumentierten Fehde: Fünf Jugendliche und ein Kind kamen ums Leben, was nur offiziell ist und der Wahrheit nicht entspricht – 300 schwer Verletzten – über 1000 Kopten verschiedener Altersgruppen befinden sich bis jetzt in den Gefängnissen. Der Staat verdreht durch seine Apparate die Wahrheiten und spielt sogar die Rolle des Opfers und die wahren Opfer sind wie jedes Mal die rebellischen illoyalen Kopten.

 

Meine Bitte an den Journalismus und die internationalen Presse- und Nachrichtenagenturen: Schenken Sie bitte dem Thema „Christenverfolgung in den islamischen Ländern“ das gebührende Interesse. Dieses Thema darf nicht wie bisher totgeschwiegen werden, weil das ein Verbrechen gegen die Menschheit ist. Recherchieren Sie bitte, warum ausgerechnet in solchen Länder dieselben Probleme gibt: keine Religionsfreiheit, weil sie vom Islam als Apostasie bezeichnet wird – keine Kirche darf weder gebaut noch renoviert werden – das Christentum wird tagtäglich herabgewürdigt, und wenn ein Christ darauf antwortet, heißt es Blasphemie – ein Moslem wird nicht bestraft, wenn er eine Kirche niederbrennt oder Christen tötet – Christinnen werden entführt und zwangsislamisiert – Christen dürfen hochrangige Ämter nicht bekleiden – Missionsarbeit ist nicht nur ein Tabu, sondern eine strafbare Tat.

 

4 Responses to “Das Jahr 2010 begann mit einem Massaker und endet mit einem Massaker”

  1. Annelore Günther Says:

    Ihr lieben Leute, dies alles ist doch nichts Neues. Seit vielen Jahren berichten der Kurier der Christlichen Mitte und andere ungeliebte Medien darüber.
    Darin drückt sich ganz einfach der Unterschied der Religionen aus. Da können sie uns erzählen, was sie wollen. die Tatsachen sprechen für sich.
    Gewiß ist dies sehr schlimm und muß an die Öffentlichkeit. Aber was ich als viel schlimmer empfinde, das ist die Christenverfolgung in unserem eigenen Land, nicht allein von der linken Seite! Da könnte ich doch manchmal, ganz unchristlich….Gerade dort, wo wir zusammenstehen und zusammen arbeiten sollten und wollen, gibt es Hetzer, die spalten. Das ist zu ändern!!

  2. Weitermann, hans D. Says:

    Ja, die Kopten in Ägypten als unsere Christlichen Geschwister, erleben seit Jahren eine steigende Belastung, um die Muslimorganisationen gegenüber der Regierung ruhig zu halten.

    Ja, unsere Presse greift das zu wenig auf. Ist das eine Frage der Toleranz oder oder der Großzügigkeit?

    Ja, unsere muslimischen Mitbürger hier in Deutschland erfahren all das, bringen sich aber nicht ein, um für diese Christen die gleiche Freiheit zu fordern, wie sie sie hier erhalten. Hier müssen wir die Gleichbehandlung strenger einfordern, doch das ohne Gewalt.

  3. Karim Says:

    So schrecklich dies alles ist, beweist es doch nur, dass die Moslems IHREN Glauben „besser“ leben, als viele von uns Christen dies tun.

    WENN die Entwicklung in Europa so weiter geht, dann blüht diese Unmenschlichkeit auch unseren Völkern. Ich habe sowieso den Eindruck, dass es Kreise gibt, denen es nur willkommen ist, wenn das Christentum ausgelöscht würde. NUR – da haben sie die Rechnug ohne den WIRT gemacht.
    Wer zuletzt lacht, lacht am besten!
    Schon unser HErr sagte uns die Verfolgung voraus – und, dass SEIN Reich nicht von dieser Welt ist.
    Dieser Welt Fürst ist laut der Bibel niemand anders als Satan selbst. Er weiß, dass er nur noch wenig Zeit hat, darum wütet er so. Er baut sein Eden auf – das Chaos. Der Diabolos!
    Ich wünsche uns Christen mehr Gottvertrauen, dass ER uns durch alles, was noch auf uns zukommt, durchtragen wird, damit wir das Ziel, das letztendlich ER SELBST ist, erreichen, denn DIESE Welt ist nur eine Zwischenstation auf dem Weg zu IHM, unserem Erlöser.
    Ich wünsche mir nur, IHM bis zur Neige die Treue zu halten!

  4. Franz A.W. Says:

    Ich bin ganz der gleichen Meinung wie Karim. Aber eines gehört zu dieser schlimmen Zeit der Christnverfolgungen in den uns bekannten Ländern noch gesagt: WIR IN EUROPA leben überhaupt kein Christentum mehr! Wir beten nicht mehr und führen uns auf, dass uns „normale Bürgern“ schlecht wird. Wir meinen, UNSERE FREIHEIT ist dazu da, so verrückt zu leben! Und wer muss diese unsere „Leibensweise“ ausbaden? Liegt doch auf der Hand: DIE CHRISTEN IN DEN MOSLEMISCHEN LÄNDER!. An uns messen sich die Moslems und sehen unsere Lebensweise, die mit nichts mehr zu vergleichen ist und wollen daher – so glauben sie – zu Recht uns Christen auslöschen! Wenn wir uns rückbesinnen und wieder ganz CHRISTLICH nach dem Evangelium Jesu Christi leben, so gäbe es diese Massaker nur mehr bei den extremen Terroristen, die wird es immer geben. Beten wir wieder in unseren Familien gemeinsam, und die Welt wird durch den dazu kommenden Heligen Geist zum Guten verändert werden!


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