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Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Islamisten drohen – Rom bittet! 1. Dezember 2010

Filed under: Christenverfolgung — Knecht Christi @ 05:59

Islamisten drohen: “Sollte Christin begnadigt werden, Anarchie!” –: Riesentransparent für Asia Bibi am Kapitol

 

Islamabad: Radikale Imame und ihre Anhänger warnten den pakistanischen Staatspräsidenten. Sollte er die wegen angeblicher Beleidigung des Propheten Mohamed zum Tode verurteilte Christin Asia Bibi begnadigen, werde es zu einem Massenprotest in ganz Pakistan kommen. Der Druck, der von radikalen Moslems auf die Regierung ausgeübt wird, verdeutlicht das schwierige Verhältnis zwischen Staat und Islam. In Pakistan will sich niemand dem Verdacht aussetzen, zu milde mit “Feinden des Islam” umzugehen.

Die pakistanische Regierung prüft unter dem Eindruck internationaler Proteste und eines eindringlichen Appells von Papst Benedikt XVI. eine Begnadigung für die Mutter von zwei Kindern. Gleichzeitig verstärkt sich der Druck der Islamisten gegen eine solche Absicht. Am 26. November gingen Tausenden radikale Moslems in den Städten Lahore und Karachi auf die Straßen, um ihren “Zorn” gegen alle zu bekunden, die “den Islam, den Propheten oder Allah beleidigen”. Zahlreiche Moslems erklären öffentlich, daß sie eine Begnadigung der zum Tode verurteilten Christin Asia Bibi als weitere Beleidigung auffassen würden.

Laut Asianews gingen die Proteste gegen die Begnadigung von der islamistischen Vereinigung Jamaat-ud-Dawa (JuD) aus. Die JuD ist die größte islamische Hilfsorganisation Pakistans, die von den Vereinten Nationen zur terroristischen Organisation erklärt und nach Attentaten 2008 von der pakistanischen Regierung verboten wurde. Der Hauptkoordinator der JuD, Qari Yaqub sagte zu den Demonstranten: “Wir werden Proteste im ganzen Land entfachen, wenn die Regierung die Christin begnadigt”.

Der Vorsitzende des Sunni Ittehad Council, Sahibzada Fazal Kareem wird mit den Worten zitiert: “Eine Begnadigung würde das Land in die Anarchie stoßen. Unsere Position ist eindeutig: Diese Strafe darf nicht rückgängig gemacht werden!” Maulvi Faqir Muhammed, der stellvertretende Vorsitzende von Tehreek-e-Taliban Pakistan warnte die Regierung vor “ernsten Konsequenzen”, sollte sie Asia Bibi begnadigen und fügte hinzu, daß die Taliban sich “jedem Versuch einer Begnadigung der Christin” widersetzen werden.

Asia Bibis Ehemann, Ashiq Maish, erklärte: “Asia war die anderthalb Jahre im Gefängnis sehr stark. Seit dem Todesurteil ist es anders. Sie wirkt müde und erschöpft. Ich fürchte um ihr Leben und um das Leben unserer Familie.” Die Familie musste wegen Morddrohungen ihr Haus verlassen. Der Mann lebt mit den Kindern an einem unbekannten Ort in einem Zimmer einer christlichen Einrichtung. Im Zimmer hängt eine bunte Kinderzeichnung mit dem Satz auf Punjabi “Gott segne dieses Haus”, wie der Korrespondent von Asianews berichtet.

Weltweit gehen die Solidaritätsbekundungen für Asia Bibi weiter. Um auf das dramatische Schicksal der zum Tode verurteilten Christin aufmerksam zu machen, hängt seit einer Woche auf dem Kapitol in Rom, dem Amtssitz des römischen Oberbürgermeisters, ein großes Transparent, mit dem die Freiheit für Asia Bibi gefordert wird. (Quelle: Asianews/Giuseppe Nardi, Bild: Sussidiario – Katholisches)

 

Wird Asia Bibi begnadigt?

 

Das Schicksal der wegen Beleidigung des Propheten Mohammed zum Tod verurteilten Christin Asia Bibi bleibt weiterhin ungewiss. In Pakistan und in vielen Ländern beten Menschen für Ihre Begnadigung und Freilassung. Einige Zeitungen melden, dass das Todesurteil voraussichtlich aufgehoben werde und Pakistans Präsident Asif Ali Zardari die Begnadigung von Asia Bibi unterschreiben werde. Auch Kirchenvertreter sind zuversichtlich, wie zum Beispiel Weihbischof Sebastian Shah aus Lahore, der in einem Gespräch mit KIRCHE IN NOT bestätigt: “Einige Richter haben sich mit dem Fall befasst und glauben, dass die Vorwürfe gegen sie [Asia Bibi] nicht bewiesen sind”.

Asia Bibi soll im Streit mit muslimischen Kolleginnen angeblich den Propheten Mohammed beleidigt haben. Damit hat sie gegen das so genannte Blasphemiegesetz verstoßen, das in diesem Fall ein Todesurteil zur Folge hat. Das auch in Pakistan umstrittene Gesetz wurde 1986 in der Zeit der islamistischen Militärdiktatur eingeführt. Zwar wurde bislang noch niemand hingerichtet, allerdings wurden Menschen, die dennoch freigesprochen wurden, später von Radikalen gelyncht. Nach Informationen der Nationalen Kommission für Gerechtigkeit und Frieden der Katholischen Kirche wurden unter Berufung auf das Blasphemiegesetz von 2001 bis heute mindestens 50 Christen ermordet. Mit Asia Bibi ist erstmals eine Frau angeklagt. In einem Gespräch mit Spiegel-Online erklärte der Minderheitenminister Shahbaz Bhatti, dass das Blasphemiegesetz möglicherweise reformiert oder sogar außer Kraft gesetzt werde, aber nicht abgeschafft. Die Streichung des Gesetzes sei derzeit politisch nicht durchsetzbar, sagte er.

Bischof Max J. Rodrigues von Hyderabad, der Pfarrer und Ordensschwestern in der beschädigten Marienkirche in Sukkur Sindh. Das Gotteshaus wurde 2006 von islamistischen Fundamentalisten nahezu komplett zerstört. Derzeit gibt es Pläne für eine Revision des Gesetzes. Unter anderem gibt es den Antrag, bei Blasphemiefällen statt des Todesurteils eine fünfjährige Haftstrafe einzuführen oder dass es Strafen im Falle eines unrechtmäßig angestrengten Blasphemie-Verfahrens oder im Falle des Aufrufs zu religiösem Hass geben soll. Das Parlament tagt das nächste Mal am 20. Dezember.

Radikale muslimische Gruppen demonstrierten in den vergangenen Tagen in den Metropolen Lahore und Karatschi für die Vollstreckung des Todesurteils. “Eine Begnadigung könnnte zu Anarchie im Land führen. Unsere Position ist klar: die Bestrafung kann nicht zurückgenommen werden”, sagte ein Vorsitzender eines sunnitischen Rates gegenüber der Nachrichtenagentur AsiaNews. Menschenrechtsorganisationen und auch Papst Benedikt XVI. fordern eine Freilassung der Christin Asia Bibi. Seit knapp einer Woche ist Kardinal Jean-Luis Tauran, Vorsitzender des Päpstlichen Rates für interreligiösen Dialog, in Pakistan. Er hat in den vergangenen Tagen unter anderem den Minderheitsminister und den pakistanischen Präsidenten getroffen. Über Inhalte der Gespräche ist noch nichts bekannt.

Unterdessen erhält die Familie der Angeklagten Morddrohungen. Sie hätten bereits ihr Haus verlassen und seien aus Angst vor Vergeltung durch radikale Islamisten an einen geheimen Ort geflohen, berichtet AsiaNews. Weihbischof Shah ruft im Gespräch mit KIRCHE IN NOT noch einmal eindringlich zum Gebet für Asia Bibi auf. “Das Gebet ist eine starke Waffe. Jeder, der für Asia und der Schutz menschlichen Lebens wichtig ist, sollte für sie beten”. In Pakistan leben rund 185 Millionen Menschen. 96% der Bevölkerung sind Muslime. Christen bilden mit etwa zwei Prozent eine kleine Minderheit. Laut Verfassung des Landes gibt es eine Gleichheit der Bürger vor dem Gesetz “ohne Unterschied ihrer Rasse oder ihres Glaubensbekenntnisses” {Quelle: Kirche in Not}.

 

One Response to “Islamisten drohen – Rom bittet!”

  1. bazillus Says:

    Ja, der Islam gehört zu Deutschland. Nein, dieser Islam gehört in keine Land der Erde. Dieser Islam ist eine Schande für die Menschheit, eine Beleidigung gegen Gott und ein Wegbereiter der Barbarei. Was sind das für Menschen, die 1. einen Freispruch des Gerichs nicht akzeptieren, 2. die selbst bei rechtskräftiger Verurteilung eine Begnadigung nicht akzeptieren und Blut sehen wollen.

    Immer wieder komme ich zu der Erkenntnis, dass es sich bei dem Islam um eine Blutrelgion schlimmster Prägung handelt. Kein Erbarmen, kein Mitleid. Die irdischen Vertreter dieser Religion gehen sehr leichtfertig mit dem Leben von Menschen um.

    In den hiesigen Medien ist dieser Fall nur eine Randnotiz wert. Es geht ja nur um eine Christin. Das Christentum muss ja schließlich ausgerottet werden, nicht wahr, liebe Linke und Muslime?

    Wo bleiben die Proteste der hiesigen Muslime. Warum kämpfen sie nicht um das Leben dieser Frau? Weil ihnen das völlig scheiß egal ist und sie letztlich sogar die gleiche Einstellung haben!?


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