kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Einwanderung ohne Steuerung 30. November 2010

Filed under: Reportagen — Knecht Christi @ 01:31

Wer in Deutschland das Gastrecht missbrauche, für den gebe es nur eins: „Raus, und zwar schnell“! So sprach im Juli 1997 der damalige Ministerpräsident Niedersachsens und spätere Bundeskanzler Gerhard Schröder. Ähnlich klang es vor kurzem aus dem Mund des SPD-Vorsitzenden Sigmar Gabriel: „Wer auf Dauer alle Integrationsangebote ablehnt, der kann ebenso wenig in Deutschland bleiben wie vom Ausland bezahlte Hassprediger in Moscheen“.

Politik muss den Eindruck von Handlungsfähigkeit vermitteln, auch wenn sich die Ergebnisse meistens nicht mit den Absichtserklärungen decken. Die mangelnde Integration von Ausländern in Deutschland hat nämlich eine Hauptursache: Wie in anderen westeuropäischen Ländern ist die Einwanderung nicht nach Kriterien der Qualifikation gesteuert worden.

Die Internationalisierung des Arbeitsmarktes seit Mitte des vergangenen Jahrhunderts und die zunehmende internationale Einbindung Deutschlands haben die nationalstaatliche Steuerung auch auf diesem Gebiet stark eingeschränkt. Das Recht, als Ausdruck nationaler Souveränität über den Aufenthalt von Nichtstaatsangehörigen im eigenen Staatsgebiet zu entscheiden, wird mittlerweile auf Restbestände reduziert. Allerdings kann die Bündelung nationaler Souveränitäten in der Europäischen Union auch einen Beitrag dazu leisten, dass die Migrationskontrolle effektiver ausgeübt wird, als dies auf einzelstaatlicher Ebene möglich wäre.

Zu einer begrenzten Steuerbarkeit der Zuwanderung trägt bei, dass es bei diesen Prozessen zahlreiche Akteure gibt: die Wanderungswilligen, die Herkunftsstaaten, Schleuserorganisationen, transnationale humanitäre Organisationen wie das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen (UNHCR) und der aufnehmende Staat. In Deutschland sind viele Institutionen und Organisationen direkt oder indirekt an den Entscheidungen beteiligt: die jeweilige Bundesregierung, der Deutsche Bundestag, die Länder, die Parteien, die Justiz sowie Arbeitgeberverbände, Gewerkschaften, Kirchen, Wohlfahrtsorganisationen, Flüchtlingsinitiativen und die Medien. Sie alle wirken mit unterschiedlichen Interessen und in verschiedenen Konstellationen auf die Zuwanderung ein. {Quelle: faz finanz.net}

 

One Response to “Einwanderung ohne Steuerung”

  1. Almani Says:

    Der Beitrag trifft zwar den Kern der JETZIGEN Situation, lässt aber viele andere Faktoren außen vor. Hätte die deutsche oder besser noch die europäische Politik schon vor Jahrzehnten für bessere Integration gesorgt, wären die heute weit verbreiteten Parallelgesellschaften in der EU gar nicht erst entstanden.

    Diese Chance wurde leider vertan! Und sie ist nicht umkehrbar oder reparierbar. Um die jetzige Situation zu verbessern bedarf es wieder jahrzehntelanger Arbeit in allen Ebenen der Gesellschaft. Doch dort werden speziell in Deutschland ganz andere Interessen in den Vordergrund gerückt, so dass wohl kaum Hoffnung besteht!


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