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Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

US-Diplomaten fürchten islamistische Tendenzen in der Türkei 29. November 2010

Filed under: Nachrichten — Knecht Christi @ 05:09

Der Nato-Partner Türkei ist den USA unheimlich. Die Botschaftsdepeschen schildern Premier Erdogan als ignoranten Islamisten – berichtet wird außerdem von Korruption, Vetternwirtschaft und heiklen Großmachtvisionen.

 

Hamburg: Diplomaten der Vereinigten Staaten haben tiefe Zweifel an der Verlässlichkeit der Türkei. Geheime oder vertrauliche Depeschen der US-Botschaft in Ankara, die WikiLeaks enthüllt hat und die dem SPIEGEL vorliegen, beschreiben islamistische Tendenzen in der Regierung des Ministerpräsidenten Recep Tayyip Erdogan. Das Urteil der US-Diplomaten über den Nato-Partner mit der zweitgrößten Bündnis-Armee ist insgesamt verheerend. Die türkische Führung sei zerstritten. Erdogans Berater sowie sein Außenminister Ahmet Davutoglu verstünden wenig von der Politik außerhalb Ankaras. Die Amerikaner sind besorgt über angebliche neoosmanische Visionen Davutoglus. Ein hochrangiger Regierungsbeamter warnte in Gesprächen, aus denen die US-Diplomaten zitieren, Davutoglu würde islamistischen Einfluss auf Erdogan ausüben: „Er ist besonders gefährlich“.

Ein Berater der Regierungspartei AKP überspitzte es wohl ironisch nach einem US-Dokument so: „Wir wollen Andalusien zurück und uns für die Niederlage bei der Belagerung Wiens 1683 revanchieren“. Viele Spitzenkräfte der Regierungspartei AKP seien Mitglieder einer muslimischen Bruderschaft, so die Amerikaner, Erdogan habe islamistische Banker in einflussreiche Positionen gehoben. Er informiere sich fast ausschließlich über Islamisten-nahe Zeitungen. Der Regierungschef, so die US-Depeschen weiter, habe sich mit einem „eisernen Ring von unterwürfigen (aber hochnäsigen) Beratern“ umgeben und inszeniere sich als „Volkstribun von Anatolien“. {Quelle: Der Spiegel – Bild: Türkischer Ministerpräsident Erdogan: US-Diplomaten sehen islamistische Tendenzen}

 

Die Türkei droht Israel mit Militärschlag

Wenn Israel den Libanon oder Gaza angreifen sollte, will der türkische Premierminister Erdogan mit seinen Truppen zu Hilfe eilen (http://english.aljazeera.net), wie er heute in Beirut bekannt gab. Bis vor kurzem galt die Türkei noch als mit Israel befreundeter Staat, jetzt schließt man bereits Bündnisse mit den Erzfeinden. Erdogan kündigte an: {“Denken sie (die Israelis), sie können mit der modernsten Luftwaffe und Panzern in den Libanon eindringen, um Frauen und Kinder zu töten, Schulen und Krankenhäuser zu zerstören, und erwarten, dass wir ruhig zusehen”? “Glauben sie, sie können die modernsten Waffen einsetzen, Phosphormunition und Splitterbomben, um Kinder in Gaza zu töten, und erwarten, dass wir ruhig zusehen”? “Wir werden nicht ruhig zusehen und wir werden die Gerechtigkeit mit allen verfügbaren Mitteln verteidigen”}. Er meinte weiterhin, die Türkei sei nicht bereit, die Beziehungen zu Israel wiederherzustellen, solange sich Israel nicht für die “ungestüme Attacke” auf das Terroristenschiff Hilfsschiff Mavi Marmara entschuldige. Zahlreiche Nachfahren vertriebener Armenier, die im Libanon leben, protestierten in Beirut gegen den Auftritt Erdogans. Ihre Demonstration wurde von den Sicherheitskräften niedergeschlagen.

 

Turkey warns Israel against attacks


Recep Tayyip Erdogan, the Turkish prime minister, has said his country will not stay silent if Israel attacks Lebanon or Gaza. Erdogan made the comments at a conference in the Lebanese capital on Thursday, at a time when ties between Turkey and Israel are at an all-time low.

„Does [Israel] think it can enter Lebanon with the most modern aircraft and tanks to kill women and children, and destroy schools and hospitals, and then expect us to remain silent?“ he said as he met Saad al-Hariri, his Lebanese counterpart. „Does it think it can use the most modern weapons, phosphorus munitions and cluster bombs to kill children in Gaza and then expect us to remain silent? „We will not be silent and we will support justice by all means available“. Israel used cluster bombs in its month-long conflict against Hezbollah in southern Lebanon in 2006.

Strained ties: Relations between the two countries first soured when Turkey criticised Israel’s offensive against Gaza in early 2009. They took a further turn for the worse in May this year when Israeli naval commandos stormed the Mavi Marmara, a Turkish-registered protest ship, which was part of a flotilla attempting break the Israeli blockade of Gaza to deliver aid to the region. Erdogan has said his country will not begin to restore relations with Israel until it apologises for its „savage attack“ on the vessel. The prime minister has been on a two-day visit to Lebanon, during which he also called on all sides to find solutions over the international tribunal on the murder of Rafiq al-Hariri, the country’s fomer prime minister.

His visit has sparked protests in the capital by Lebanese people of Armenian descent, who still harbour deep animosity towards Turkey over the 1915 killing of up to 1.5 million Armenians. Protesters on Thursday tore up a large poster of Erdogan and pelted troops with rocks. Security forces responded by beating up a number of them, but there were no reports of major injuries. {Quelle: Al-Jazeera und PI-News – Erdogan made the comments as he met with Saad Al-Hariri, the Lebanese prime minister}

 

One Response to “US-Diplomaten fürchten islamistische Tendenzen in der Türkei”

  1. bazillus Says:

    Ich denke, da brauche ich keine Diplomat zu sein, um zu erkennen, was Herr Erdogan will. Spätestens seit seiner Köln-Arena-Rede, in der er davon sprach, dass Assimilation ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit sei, wusste ich, wohin die Reise geht.

    Wer Gedichte zitiert, die Muslime als Soldaten, Minarette als Bajonette und Moscheen als Kasernene ansehen und ein Ziehkind Erbakans ist, weiß doch im Grunde alles.

    Die neuen Details im obigen Artikel bestätigien nur das Grundwissen, welches bereits alle Türkei-in-die EU-Kritiker hatten. Ein Mann wie Erdogan und jeder seiner Nachfolger wird sich nie innerhalb der EU solchen weicheierigen und rückgratlosen Politschranzen aus Brüssel beugen, wenn ihm irgendetwas an deren „Entscheidungen“ nicht passen sollte. Da ist er viel zu stolz, wie die übrigen Regierungsmitglieder ebenfalls. Sie sind wie der Islam gewohnt, zu herrschen und sind nicht gewohnt, sich in den Dienst einer „Ungläubigen- und Christengemeinschaft“ in die Pflicht nehmen zu lassen. Sollte die Türkei jemals in die EU kommen, wird der „Christenclub“ türkisiert, sprich islamisiert werden. Aber das scheint unsere Politzwerge nicht zu stören und beschleunigen ihren Untergang nur noch ein wenig.


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