kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Warum dürfen wir keine Kirchen bauen? 26. November 2010

Filed under: Koptenverfolgung — Knecht Christi @ 21:26

Ein couragierter junger Kopte chattete mit anderen Jugendlichen und diskutierte mit ihnen mit verbittertem Sarkasmus, was am Mittwoch, dem 24.11.2010, in Talibya geschah. Er sagte: „Nehmen wir an, dass die Kopten die Sicherheit des Landes durch ihre unzivilisierten Proteste gefährdeten, und dass sie das Leben der Soldaten und Polizisten aufs Spiel setzten. Auch wird angenommen, dass die Kopten die Behörden hinterhältig hintergingen, wo sie eine Kirche errichteten, obwohl es ihnen die Baugenehmigung eines Gebäudes für soziale Zwecke erteilt wurde. Soweit so gut! Dann wird man sich gewollt oder gezwungen die Frage stellen: Warum machen sie das? Weil sie eine Kirche bauen wollen und etliche Jahre warten müssen, bis sie eine Erlaubnis vom Staatschef erhalten, und wenn sie die langersehnte Kirche bauen, protestieren die Moslems! Ein muslimischer Mitbürger wird darauf antworten: Bekanntlich wird seit langer Zeit keine Kirchen mehr in Ägypten gebaut. Warum eigentlich? Keiner weiß es“!

Dem mutigen Kopten sage ich: „Als Anfang schicke ich dir die folgenden zwei Fatwas, die ein wenig erklären, warum Kirchen in Ägypten gebaut werden dürfen. Auf Schnelle sage ich dir, dass sogar die Kirchendiener verhaftet werden, wenn sie unterwegs mit einer Bibel gesichtet werden, weil man nicht will, dass sie nicht mit Moslems über den christlichen Glauben reden. Wenn es erlaubt würde, Kirchen zu bauen, verbreite sich ihrer Meinung nach das Christentum rasendschnell, und wenn es Religionsfreiheit gäbe, wären Millionen von Moslems zum Christentum übergetreten, was der Untergang vieler Regierungen bedeutet. Darum lässt Ägypten den Moslembrüdern freien Lauf, mit denen Saddat 1972 paktierte“.

 

Fatwa: Wie wird der Bau von Gebetshäusern von Nichtmuslimen in islamischen Ländern beurteilt?

 

Rechtsgutachten Nr.: 19886 vom 22.07.2004 – Vom Rechtsgutachtergremium Ägyptens

Frage: Wie beurteilt der Islam den Bau von nichtmuslimischen Gebetshäusern in islamischen Ländern?
Antwort: „Imam Ahmad (bin Hanbal) und Abu Dawud überlieferten Ibn Abbas Aussprüche des Propheten Muhammad: „Es darf keine zwei [verschiedenen] Gebetsrichtungen in einem Land geben. Und ein Muslim zahlt keinen Tribut“. Al-Shaukani bezeichnete in „nail al-autar“ die Überlieferer dieser Überlieferung als glaubwürdige Männer“.
„Ibn Udai überlieferte von Omar Ibn Al-Khattab [dem zweiten Kalifen nach Muhammad]: „Eine Kirche darf im Islam weder gebaut noch renoviert werden“. Die Meinung der Shafiiten wird in ‘al-Iqna’ (Kap. 2, S. 265-266) von Al-Khatib erwähnt. Dort heißt es, dass die Schutzbefohlenen in einem Land, das von Muslimen eingenommen wurde, keine Kirche, keinen Gebetsraum oder ein Kloster bauen dürfen, z. B. in Kairo oder Bagdad. Dies gilt auch in Ländern [oder Regionen], deren Einwohner zum Islam übertraten, z. B. in Medina oder dem Jemen, weil Allahs Prophet sagte: „Keine Kirche darf im Islam gebaut werden“.

Das Bauen einer Kirche ist eine Überschreitung des Erlaubten. Deshalb ist dies in einem muslimischen Land nicht erlaubt. Falls Kirchen gebaut wurden, werden sie abgerissen. Es spielt keine Rolle, ob dies [das Verbot des Kirchenbaus] ihnen [den Christen] schon [von muslimischen Machthabern] erläutert wurde oder nicht. Das Gleiche gilt in Ländern, die mit Zwang von Muslimen erobert wurden, z. B. Ägypten und Isfahan [Iran], weil diese Gebiete von Muslimen durch Besatzung eingenommen wurden. Diese Gebiete dürfen nicht zu einer Kirche werden. Kirchen dürfen in ihnen nicht gebaut werden. Falls Kirchen dort verfallen, dürfen sie nicht wieder aufgebaut werden. Falls wir ein Land durch einen Friedensvertrag erobern, z. B. Jerusalem, der ihnen [den Christen] die Existenz in ihrem Land erlaubt, das uns ab jetzt gehört, wird ihnen das Erhalten und das Bauen von Kirchen gestattet. Falls der Friedensvertrag mit den Christen die Kirchen nicht erwähnt, dürfen Kirchen eher nicht gebaut werden. In diesem Fall werden die Kirchen abgerissen“.

„Al-Qurtubi, der als Maliki [Vertreter der malikitischen Rechtsschule] gilt, äußerte sich in seiner Auslegung (Kap. 12, S. 70) unter Abschnitt fünf folgendermaßen: ‘Ibn Khuais Mindad sagte: Dieser [Koran-]Vers – ‘Und wenn Allah nicht die einen Menschen durch die anderen zurückgehalten hätte, so wären gewiss Klausen, Kirchen, Synagogen und Moscheen, in denen der Name Allahs des öfteren genannt wird, niedergerissen worden’, (Sure 22, 40) – besagt, dass Kirchen und Gebetshäuser der Schutzbefohlenen nicht abgerissen werden dürfen. Sie [die Christen] dürfen jedoch keine [neuen] Kirchen erbauen. Sie dürfen die Größe [ihrer Kirchen] nicht erweitern oder sie erhöhen. Muslime dürfen Kirchen weder betreten noch in ihnen beten. Wenn sie [die Christen] den Bau [der Kirchen] verändern, werden sie abgerissen. Kirchen und Gebetshäuser, die sich in Haus des Krieges befinden, werden abgerissen. Sie [die Christen] dürfen diese [Kirchen zahlenmäßig] nicht vergrößern, weil dies als Demonstration der Gottlosigkeit gilt“.

Quelle: http://www.al-eman.com/ask/ask3.asp?id=19886&hide1=2&Next=&select1=*&select2=*&rad1=&dbegin=&mbegin=&ybegin=&dend=&mend=&yend=&rad2=MOF&idser=&wordser=%C7%E1%DF%E4%C7%C6%D3 – (Institut für Islamfragen, dh, 06.11.2008) Kategorie: Fatwa (Rechtsgutachten) 06. November 2008

 

Fatwa zu der Frage, ob Kirchen unter muslimischer Herrschaft existieren dürfen
Kirchen dürfen nicht gebaut oder restauriert werden

Vom Rechtsgutachter Scheich Abdul-Lah bin Abdul-Rahman bin Djabrin (u. a. Rechtsgutachter im Vorstand des Gremiums für wissenschaftliche Forschung und Rechtsgutachten Saudi-Arabiens, Leiter mehrerer Moscheen in Saudi-Arabien, ein gelegentlicher Vorbeter in der Großen Moschee, Dozent für Islamwissenschaft an mehreren Universitäten und Moscheen Saudi-Arabiens u. a. m.)

 

Frage: Dürfen Kirchen in Ländern unter muslimischer Herrschaft gebaut oder wieder aufgebaut werden?
Antwort: „Eine so genannte ‘Sauma’a’ [eine Stätte für ein liturgisches Gebet] ist ein Gebäude, in dem nur ein Christ oder ein Jude beten kann. Falls dies zerstört wird, darf es nicht wieder erbaut werden. Man wird ihm [dem Juden oder Christen] sagen müssen: „Du darfst in deiner Wohnung beten. Du darfst dein Gebetshaus nicht wieder aufbauen oder es restaurieren. Lass die Finger davon“. Dasselbe gilt für Kirchen der Christen, in denen sie sich versammeln und beten. Wenn die Kirchen zerstört werden, dürfen sie nicht wieder aufgebaut oder restauriert werden, sondern sie werden restlos entfernt. Es sollen danach keine Spuren mehr vorhanden sein. Ebenso dürfen Christen in einem muslimischen Land keine neue Kirche erbauen. Dies gilt für Christen, die sich als Schutzbefohlene [in einem muslimischen Land] befinden“.

„Da die Christen im Irak die Möglichkeit haben, dort zu leben, ohne erniedrigt zu werden und ohne, dass jemand sie zum Leben in einer erniedrigten Position zwingt, konnten sie Kirchen bauen. Infolgedessen wurde die Zahl der Kirchen im Irak größer sowie in Ägypten, in „Bilad Al-Shaam“ (d. h. im Libanon), in Syrien, Jordanien, Israel usw. Genau so verhielt es sich in vielen islamischen Ländern, seien diese arabisch oder nicht arabisch. Dies ist ihnen [den Christen] in vielen Ländern gelungen, außer hier [in Saudi-Arabien], Allah sei Dank, und in allen Ländern, deren Einwohner noch stark sind und sich an die Lehren des Islam, bzw. zum Islam halten“.
„Kurz gesagt: Christen dürfen keine Kirchen besitzen, d. h. sie dürfen in einem islamischen Land keine neuen Kirchen bauen bzw. in einem Land, das von Muslimen beherrscht wird. Dies gilt auch für Länder, die vorher [vor der islamischen Herrschaft] christlich waren. Christen dürfen ihre zerstörten Kirchen nicht restaurieren, selbst wenn diese Kirchen auf unrechte Weise zerstört wurden. Falls ein Muslim z. B. auf eine unrechte Weise eine Kirche oder ein ‘Sauma’a [eine Stätte für ein liturgisches Gebet] zerstört und die Christen diese wieder aufbauen wollen, wird ihnen dies nicht erlaubt. Man wird ihnen sagen: ‘Geht nach Hause und betet dort oder bekehrt euch zum Islam!’ Kirchen dürfen laut der (o. g.) Überlieferung [Muhammad soll gesagt haben: ‚Eine Kirche darf im Islam weder gebaut noch restauriert werden‘] nicht [in einem muslimischen Land] existieren. Das ist richtig“.

„Der Koranvers: ‘Und wenn Allah nicht die einen Menschen durch die anderen zurückgehalten hätte, so wären gewiss Einsiedlerklausen, Sauwami’u, Biya und Moscheen, in denen der Name Allahs des öfteren genannt wird, niedergerissen worden.’ Sure 22,40 weist auf verschiedene Gebetshäuser, jedoch nicht auf Kirchen hin. So bedeutet ’Sawami’u’ ein Gebäude des Gebets für Juden und Christen, in denen nur eine Person betet. ‘Biya’ meint ein Gebäude des Gebets, in dem ein Teil der Gebete verrichtet wird, es ähnelt einer Kirche. ‘Salauat’ beschreibt Gebetsorte, an denen Juden beten wie bei ‘Sauami’u, oder in denen Christen beten wie in Kirchen“.

Quelle: ibn-jebreen.com/book.php?cat=7&book=78&page=4479
Kategorie: Fatwa (Rechtsgutachten) – (Institut für Islamfragen, dh, 14.07.2009)

 

One Response to “Warum dürfen wir keine Kirchen bauen?”

  1. ssicvrith Says:

    So ist die Natur des Islams. Unsere vom 68er Gift verseuchten Systempolitker erlauben Moscheen. Ich plaediere , Keine Kirche im Mekka ,Keine Moschee in Rom . Der Islam hat im Mitteleuropa nichts veloren und „Mohammed“ ist kein Prophet. Ich spreche aus tiefen Herzen.


Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s