kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Protest gegen Gnade für Christin 26. November 2010

Filed under: Christenverfolgung — Knecht Christi @ 00:38

Der pakistanische Präsident will eine wegen Gotteslästerung zum Tode verurteilte Christin offenbar begnadigen. Prominente Muslimführer drohen mit Protesten.

 

Bereits am Mittwoch haben rund 250 Muslime gegen die mögliche Begnadigung demonstriert. Die Teilnehmer des Protests in der Stadt Lahore verteidigten zugleich das Blasphemiegesetz, das im Verruf steht, gegen Minderheiten anderer Glaubensrichtungen eingesetzt zu werden. Die 45 Jahre alte Asia Bibi wurde in diesem Monat zum Tod durch den Strang verurteilt, könnte aber von Präsident Asif Ali Zardari begnadigt werden. Die fünffache Mutter sitzt bereits seit eineinhalb Jahren hinter Gittern, weil sie Jesus über den Propheten Mohammed gestellt haben soll. Sie macht geltend, die Vorwürfe gingen auf einen Streit mit einer Gruppe muslimischer Frauen zurück. Neben verschiedenen Menschenrechtsgruppen hat auch Papst Benedikt XVI. ihre Freilassung gefordert.

„Sie ist unschuldig“: Selbst pakistanische Regierungsmitglieder räumen ein, dass die Verurteilung zu Unrecht erfolgte. „Ich habe den Fall untersucht und bin zum Schluss gekommen, dass Bibi unschuldig und die Klage ohne Grundlage erfolgt ist“, sagte Shahbaz Bhatti, der Minister für Minderheiten, gegenüber CNN. Ein Sprecher von Asif Ali Zardari sagte am Mittwoch, der Präsident werde sie begnadigen, falls das Oberste Gericht das Urteil nicht revidiere. Am gleichen Tag allerdings warnten zwei prominente Muslimführer, Muneer Ur Rehman und Haafis Ibtisam Elahi Zaheer, den Präsidenten vor einer solchen Entscheidung. Sie drohten mit nationalen Protesten und warnten vor Spannungen zwischen den Religionen.

{Quelle: 20 Minuten Online – Am Sonntag demonstrierten in Lahore die Befürworter einer Begnadigung (links), am Mittwoch die Gegner. (Bild: Keystone)}

Asia Bibi noch nicht frei – Kardinal Tauran in Pakistan eingetroffen

 

Lahore:  Über das weitere Schicksal der zum Tode verurteilten pakistanischen Christin herrscht Stillschweigen. Die Zeiten für ihre Befreiung könnten länger dauern, als vorgesehen. Laut einigen pakistanischen Quellen müsse Asia Bibi zunächst ein Gesuch um Begnadigung beim Obersten Gerichtshof einbringen. Inzwischen traf Kardinla Jean-Louis Tauran in Pakistan ein. Jamal Yousaf, Sprecher des pakistanischen Innenministers, begründete gegenüber Asianews die Verzögerung bei der Begnadigung damit, dass dem Minister noch kein Gnadengesuch von Asia Bibi vorliege. Das Fehlen mache es Staatspräsident Asif Ali Zardari unmöglich, dem internationalen Druck auf Freilassung der pakistanischen Christin zu entsprechen.

Ein Beamter des Innenministeriums, der anonym bleiben wollte, erklärte Asianews, dass sich eine Freilassung der jungen Familienmutter, wie es zuletzt möglich schien, in die Länge ziehen könnte. Der Christin müsse gegen das gegen sie verhängte Todesurteil wegen Blasphemie gegen den Islam den Instanzenweg gehen. Sie habe die Möglichkeit, Einspruch einzulegen. Erst wenn der Instanzenweg ausgeschöpft und das Todesurteil bestätigt worden sei, könne sie ein Gnadengesuch an den Staatspräsidenten richten.

Laut Artikel 45 der pakistanischen Verfassung hat der Staatspräsident die Macht jederzeit jedes Urteil jedweden Gerichts auszusetzen oder umzuwandeln,Verurteile zu begnadigen oder Strafnachlässe zu gewähren. Eine Ausschöpfung des Instanzenwegens sei daher nicht notwendig, wie Asianews berichtet. Beobachter sehen hinter der Verzögerung Widerstände bestimmter islamischer Kreise, die eine Aufweichung des Anti-Blasphemiegesetzes fürchten. Safdar Shaheen Pirzarda, Rechtsberater der Präsidialkanzlei erklärte: “Der Präsident kann eine Person begnadigen, die den Staat beleidigt hat. Der Präsident hat aber nicht die Macht, eine Begnadigung auszusprechen, wenn eine Beleidigung gegen die Religion, den Propheten Mohamed oder Allah begangen wurde.”

Inzwischen traf Kardinal Jean-Louis Tauran, Präsident des Päpstlichen Rats für den interreligiösen Dialog in Pakistan ein. In den kommenden drei Tagen wird der Kardinal zu zahlreichen Gesprächen mit der katholischen Gemeinschaft zusammentreffen und an einer interreligiösen Tagung teilnehmen. Heute traf er bereits mit mehreren Staatsvertretern zusammen, darunter mit Shahbaz Bhatti, dem Minister für die religiösen Minderheiten, und anschließend mit mit Staatspräsident Asif Ali Zardari. Zentraler Punkt der Aussprache war der Fall der Christin Asia Bibi. Der Kardinal überbrachte dem Präsidenten die Botschaft Papst Benedikts XVI., mit der Aufforderung, die Mutter freizulassen.

Pakistanischen Quellen zufolge waren inzwischen Asia Bibis Ehemann Ashiq Masih und ihre Kinder gezwungen,, ihr Haus im Bezirk Sheikupura zu verlassen aus Angst vor islamistischen Angriffen. Sie flüchteten sich an einen geheimen Orte. “Wir haben Angst. Wir erhielten zahlreiche Morddrohungen vor allem von islamischen Religionsführern. Vor unserem Haus fanden schon Proteste statt”, habe Masih aus dem geheimen Aufenthaltsort mitteilen lassen. (Quelle: Asianews/Giuseppe Nardi, Bild: Asianews – http://www.katholisches.info)

 

2 Responses to “Protest gegen Gnade für Christin”

  1. bazillus Says:

    Welche Perversion von aufgehetzten Muslimen, die selbst einen Freispruch nicht akzeptieren wollen. Welche Seelendunkelheit befällt die muslimischen Gelehrten, dass eine Zahl von immerhin 250 Menschen gegen die Freilassung eines Menschen demonstriet, der freigesprochen worden ist.

    Aber selbst wenn sie verurteilt werden würde, weil sie Jesus über Mohammed stellt, was ganz nebenbei aus christlicher Sicht der Wahrheit entspricht (Jeder Atheist, jeder Mensch, der gesunden Menschenverstand einsetzt, sieht folgendes ein: Ein Religionsführer wie Jesus, der keinen Mord begangen hat und von Nächstenliebe predigt, ist immer religiös und moralisch besser einzustufen als ein Religionsführer, der gegen mehr als die Hälfte der 10 Gebote verstoßen hat und zum Hass und zur Rache gegen Ungläubige aufruft.), wäre das noch nicht einmal in einem Rechtsstaat eine Ordnungswidrigkeit, die mit geringer Geldbuße belegt werden würde. Es würde unter die Meinungsfreiheit fallen und nicht bestaft werden dürfen. Es wäre Unrecht, hier eine Verurteilung auszusprechen.

    Wo bleiben die muslimischen Proteste es Herrn Erbakan, des Herrn Erdogan, des Herrn Mazyek, der Muslime hier in Deutschland, die sich doch so diskriminiert fühlen von uns Ungläubigen und trotzdem hier bleiben? Wo bleiben die Proteste der moderaten Muslime?

    Sie wären auch wirklich überfordert, denn sie müssten dann 24 Stunden am Tag gegen irgendwelche menschenrechtsverletzenden Maßnahmen ihrer Glaubensgeschwister in islamischen Ländern protestieren. Sie müssten Berufsprotestierer werden, um all das Gräuel, was islamische Gerichte, was islamische Terroristen, was islamische Menschen an Unrecht anderen Menschen angedeihen lassen. Sie kämen von Rechts wegen nämlich aus der Protestbewegung garnicht mehr heraus. Deshalb protestieren sie auch nicht.

    Oder aber sie demonstrieren nicht, weil sie im Grunde ihres Herzens genauso denken, wie die Unrechtagierenden muslimisichen Menschen, Gerichte und Politiker.

    • Frederik.B Says:

      Die 45 Jahre alte Asia Bibi

      Bereits am Mittwoch haben rund 250 Muslime gegen die mögliche Begnadigung demonstriert.

      Sind sie noch zu retten,demonstrieren gegen einen Gott den sie nicht bewältigen werden können in Ihrem Leib.
      Fürchten Sie nicht um ihr Leben,dass es nicht 250 trifft um der Gerechtigkeit Willen“ sondern das Doppelte an Schuldeslüge.


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