kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Habt ihr überhaupt Gewissen? 26. November 2010

Filed under: Koptenverfolgung — Knecht Christi @ 06:24

Wenn ich fairerweise meine Wut in Zaum halte, um objektiv und wahrheitsgemäß über die herzzerreißenden Ereignisse zu berichten, muss ich trotzdem die Frage loswerden: Wie können diese Minister, Gouverneure und Sicherheitsbehörden diese Gräueltaten mit ihrem Gewissen vereinbaren? Aber da sprang eine Antwort aus meiner Brust heraus: Wer hat dir gesagt, dass sie überhaupt wissen, was ein Gewissen ist? Sie können niemals Menschen wie wir sein, die durch den Glauben an Gott erbarmen mit dem schlimmsten Feind haben können.

Damit Sie sich im meine Lage versetzen können, übersetze ich Ihnen einige Nachrichten, die mir seit gestern den Schlaf raubten. Man kann sich kaum von den vielen Bildern, Videos und Berichten kaum retten. Viele dieser Meldungen sind nicht nur traurig, sondern auch furchtbar.

Der Gouverneur von Giza: Bei der gestrigen Pressekonferenz sagte Said Abd Alaziz wörtlich: „Als die Führung der koptischen Kirche nicht auf meine Anweisung reagierte, dass dieses Gebäude nicht in eine Kirche umgebaut werden darf, und als die Kopten unter Führung der zuständigen Priester mit den Bauarbeiten nicht aufhören wollten, musste ich dafür sorgen, dass das Gesetz nicht missachtet wird, damit später nicht passiert, was man bereuen kann. Die Sicherheitskräfte behandelten die Angelegenheit sehr vernünftig, obwohl sie von den Kopten zuerst provoziert wurden. Daher feuerten sie einige Tränengaskartuschen, um die Demonstranten zu vertreiben“ (Quelle: Masrawy.Com vom 24.11.2010 – von Ahmad Eldesoky).
= Auf den Videos und den vielen Bildern hat man gesehen, wie vernünftig die Soldaten und Polizisten mit der Krise umgingen. Wer kann auf diesem Planeten glauben, dass die Bürger damit anfingen, die Un-Sicherheitskräfte anzugreifen? Selbst die muslimischen Nachbarn, die von den verschiedenen TV-Sendern interviewt wurden, sagten: „Als es damit begonnen wurde, dieses Gebäude zu bauen, wusste jeder, dass das eine Kirche ist. Auch alle Behörden wussten das. Warum kommt man jetzt und greift die Menschen dermaßen brutal an“?

= Mustafa Alfeky, Vorsitzender des Komitees für auswärtigen Angelegenheiten bei Schura-Parlament: Am Mittwoch sprach er bei einer Pressekonferenz in der Uni von Ain Schams und war der Meinung, dass hinter den Ereignissen in Talibya ein „Spinnennetz“ und fremde Finger stecken, die die Fäden der Unruhen ziehen. Damit meinte er Israel und die Feinde Ägyptens, die nicht sehen wollen, dass die Ägypter in Frieden miteinander leben (Quelle Aljom Alsabaä – 24.11.2010 – Mohamed Albadawy und Mahmud Mohiie). Auf derselben Zeitung wurde berichtet, dass die israelischen Medien Öl ins Feuer gießen: „Sie behaupten, dass die Christen Ägyptens verfolgt und diskriminiert werden, und dass ihre Kirchen in Gefahr sind. Die Nachrichten über die Krise in Talibya sind in allen Medien Israels zu finden. Lügenhaft verbreiten die Juden, dass die Kopten keine Baugenehmigungen erhalten, wenn sie Kirchen bauen wollen. Zum Beispiel die jüdische Zeitung Jediot Ahronot und Chanel 2 verbreiteten, dass das ägyptische Regime die Kopten wegen ihres Christlichen Glaubens diskriminiert. Die Höhe war die Berichterstattung von Chanel 10, bei der behautet wurde, dass die Kopten öfters auf die Straßen gehen und gegen die Regierung demonstrieren, die sie drangsaliert und verfolgt“.
= Bis wann wird dieses Regime den anderen Ländern wie Zionisten und Amis, wie die Wahabbiten die Köpfe der Ägypter damit vergifteten, die Schuld für das eigene Verbrechen geben? Bis wann wird jeder als Lügner und Hetzer gebrandmarkt, der die Wahrheit sagt? Vom ganzen Herzen danke ich dem Staat Israel für die faire Berichterstattung, von der ich niemals gewusst hätte, wenn diese betrügerische Zeitung nicht darüber berichtet hätte. Leider kann ich nicht den ganzen Artikel übersetzen, weil er zu lang ist. Stimmt etwa nicht, was die israelischen Medien verbreitet haben? Lügen etwa die Bilder und die Videos, die ihre Kanäle und Webseiten gezeigt haben? Geschah das alles nicht? Nochmals danke an die Israelis.

Abd Alrahman Schahin, der Gesundheitsminister: Am Mittwoch veröffentlichte er folgenden Bericht: „Ein Toter und 36 Verletzte! Die Verletzungen sind entweder Brüche, Prellungen oder Schnittwunden. Alle wurden verarzt und genießen die beste ärztliche Versorgung“.
= Laut Augenzeugen und anhand der Berichte der muslimischen Journalisten entspricht dieser Bericht keineswegs der Wahrheit. Sowohl die Kopten als auch die fairen Moslems, die vor Ort waren, berichten über Leichen, die spurlos verschwanden. Was ist mit den Kopten, denen Arm oder Bein amputiert wurden? Wo bleiben die Kopten, die stundenlang die Schüsse im Leib hatten, ohne versorgt zu werden, während man sie mit Handschellen an den Betten fesselte? Wie kommt ihr auf 36 Verletzten, während alle internationalen Kanäle von über 200 Schwerverletzen berichteten? Habt ihr keine Herzen, damit ihr fühlen könnt, wie eine Mutter oder ein Vater den Verstand verlieren, wenn sie ihren Sohn in einem Augenblick verlieren?

Abd Almagid Mahmud, der Oberstaatsanwalt: 156 Kopten werden verhört und ihnen wird 14 Verbrachen zu Last gelegt; unter anderem: Versuchter Mord an zwei Majore und mehrere hochrangige Offiziere – Gewalt gegen die Staatsmacht – Zerstören des Staatsbesitzes … Wie die Schwerverbrecher müssen die jungen Kopten satte 15 Tage in Gewahrsam genommen werden, als ob sie die wahren Täter wären. Wie bei den Prozessen von Naag Hamady und Gergis Barumy wurde den christlichen Strafverteidigern strikt untersagt, ihre Mandanten zu begleiten. Daher demonstrierten sie vor dem Rathaus in Giza, wo sie von über 50 Soldaten der Sicherheitsgarde umzingelt wurden, damit sie nicht das Rathaus betreten. Eine koptische Rechtsanwältin namens Hoda Nasrallah wurde von Mariam Ragi von „Free Christian Voice“ angerufen. Diese sagte: „Wir wurden von vielen Soldaten und Polizisten umzingelt, sodass uns nicht einmal gelang, das Gericht  zu betreten. Während wir um 4:00 gegenüber dem Gericht standen, sahen wir, wie die LKW der Sicherheitsgarde die koptischen Jugendlichen abluden. Einige von ihnen waren verwundet. Wir durften nicht die Anklageschriften sehen. Wir hätten gern gewusst, ob sie unter Folter irgendetwas unterschrieben, ob sie von dem Gerichtsmediziner untersucht wurden, und wie man sie des Mordes bezichtigen kann!?! Was für Mord? Außerdem ist es gesetzwidrig, dass einem Rechtsanwalt verboten wird, den Angeklagten zu begleiten“.

Verstehen Sie mich jetzt ein wenig? Das ist bloß ein kleiner Teil von dem Mist, mit dem ich mich herumschlagen muss. Schade, dass ich allein arbeite. Denn ich hätte Ihnen gern die Videos ins Deutsche übersetzt. Suchen Sie trotzdem nach Videos auf Youtube über die Unruhen in Giza. Bestimmt werden Sie eine Menge Videos finden. Danke für Ihr Interesse!

 

4 Responses to “Habt ihr überhaupt Gewissen?”

  1. bazillus Says:

    Die Herren Politiker in Ägypten: Bei all dem geht es worum?
    Es geht um einen Kirchenbau. Ist ein Kirchenbau so sehr ein Dorn im Auge eines Politikers, dass er zu solchen Methoden greifen muss? Man wirft den Kopten Mord vor? Wer von den Sicherheitskräften ist ermordet worden? Welche Waffen hatten die Kopten? Wurden Waffen sichergestellt? Welche Waffen wurden benutzt? Nur die der Sicherheitskräfte?

    Nein! Es liegt daran, dass eine Kirche in einem muslimischen Land gebaut werden sollte. Das ist der Grund. Es existieren entsprechende Fatwen wie folgende und wie oh Wunder, auch eine eines ägyptischen „Gelehrten“:

    Kategorie: Fatawa (Rechtsgutachten) 06. November 2008, 04.28 Uhr
    Fatwa: Wie wird der Bau von Gebetshäusern von Nichtmuslimen in islamischen Ländern beurteilt?

    Rechtsgutachten Nr.: 19886 vom 22.07.2004

    Vom Rechtsgutachtergremium Ägyptens

    (Institut für Islamfragen, dh,06.11.2008)

    Frage: Wie beurteilt der Islam den Bau von nichtmuslimischen Gebetshäusern in islamischen Ländern?

    Antwort: „Imam Ahmad (bin Hanbal) und Abu Dawud überlieferten Ibn Abbas Aussprüche des Propheten Muhammad: ‚Es darf keine zwei [verschiedenen] Gebetsrichtungen in einem Land geben. Und ein Muslim zahlt keinen Tribut‘. Al-Shaukani bezeichnete in „nail al-autar“ die Überlieferer dieser Überlieferung als glaubwürdige Männer.“

    „Ibn Udai überlieferte von Umar Ibn al-Khattab [dem zweiten Kalifen nach Muhammad]: ‚Eine Kirche darf im Islam weder gebaut noch renoviert werden… Die Meinung der Shafiiten wird in ‚al-Iqna‘ (Kap. 2, S. 265-266) von al-Khatib erwähnt. Dort heisst es, dass die Schutzbefohlenen in einem Land, das von Muslimen eingenommen wurde, keine Kirche, keinen Gebetsraum oder ein Kloster bauen dürfen, z. B. in Kairo oder Bagdad. Dies gilt auch in Ländern [oder Regionen], deren Einwohner zum Islam übertraten, z. B. in Medina oder dem Jemen, weil Allahs Prophet sagte: ‚Keine Kirche darf im Islam gebaut werden‘. Das Bauen einer Kirche ist eine Überschreitung [des Erlaubten]. Deshalb ist dies in einem muslimischen Land nicht erlaubt. Falls Kirchen gebaut wurden, werden sie abgerissen. Es spielt keine Rolle, ob dies [das Verbot des Kirchenbaus] ihnen [den Christen] schon [von muslimischen Machthabern] erläutert wurde oder nicht.

    Das Gleiche gilt in Ländern, die mit Zwang von Muslimen erobert wurden, z. B. Ägypten und Isfahan [Iran], weil diese [Gebiete] von Muslimen durch Besatzung eingenommen wurden. Diese Gebiete dürfen nicht zu einer Kirche werden. Kirchen dürfen in ihnen nicht gebaut werden. Falls Kirchen dort verfallen, dürfen sie nicht wieder aufgebaut werden. Falls wir ein Land durch einen Friedensvertrag erobern, z. B. Jerusalem, der ihnen [den Christen] die Existenz in ihrem Land erlaubt, das uns ab jetzt gehört, wird ihnen das Erhalten und das Bauen von Kirchen gestattet. Falls der Friedensvertrag [mit den Christen] die Kirchen nicht erwähnt, dürfen Kirchen eher nicht gebaut werden. In diesem Fall werden die Kirchen abgerissen.“

    „Al-Qurtubi, der als Maliki [Vertreter der malikitischen Rechtsschule] gilt, äußerte sich in seiner Auslegung (Kap. 12, S. 70) unter Abschnitt fünf folgendermaßen: ‚Ibn Khuais Mindad sagte: Dieser [Koran-]Vers – ‚Und wenn Allah nicht die einen Menschen durch die anderen zurückgehalten hätte, so wären gewiß Klausen, Kirchen, Synagogen und Moscheen, in denen der Name Allahs des öfteren genannt wird, niedergerissen worden‘, (Sure 22, 40) – besagt, dass Kirchen und Gebetshäuser der Schutzbefohlenen nicht abgerissen werden dürfen. Sie [die Christen] dürfen jedoch keine [neuen] Kirchen erbauen. Sie dürfen die Größe [ihrer Kirchen] nicht erweitern oder sie erhöhen. Muslime dürfen Kirchen weder betreten noch in ihnen beten. Wenn sie [die Christen] den Bau [der Kirchen] verändern, werden sie abgerissen. Kirchen und Gebetshäuser, die sich in Haus des Krieges befinden, werden abgerissen. Sie [die Christen] dürfen diese [Kirchen zahlenmäßig] nicht vergrößern, weil dies als Demonstration der Gottlosigkeit gilt.“

    Quelle: http://www.al-eman.com/ask/ask3.asp?id=19886&hide1=2&Next=&select1=*&select2=*&rad1=&dbegin=&mbegin=&ybegin=&dend=&mend=&yend=&rad2=MOF&idser=&wordser=%C7%E1%DF%E4%C7%C6%D3

    Kategorie: Fatawa (Rechtsgutachten) 14. Juli 2009, 03.22 Uhr
    Fatwa zu der Frage, ob Kirchen unter muslimischer Herrschaft existieren dürfen

    Kirchen dürfen nicht gebaut oder restauriert werden

    Vom Rechtsgutachter Scheich Abdul-Lah bin Abdul-Rahman bin Djabrin (u. a. Rechtsgutachter im Vorstand des Gremiums für wissenschaftliche Forschung und Rechtsgutachten Saudi-Arabiens, Leiter mehrerer Moscheen in Saudi-Arabien, ein gelegentlicher Vorbeter in der Großen Moschee, Dozent für Islamwissenschaft an mehreren Universitäten und Moscheen Saudi-Arabiens u. a. m.)

    (Institut für Islamfragen, dh, 14.07.2009)

    Frage: Dürfen Kirchen in Ländern unter muslimischer Herrschaft gebaut oder wieder aufgebaut werden?

    Antwort: „Eine so genannte ‚Sauma’a‘ [eine Stätte für ein liturgisches Gebet] ist ein Gebäude, in dem nur ein Christ oder ein Jude beten kann. Falls dies zerstört wird, darf es nicht wieder erbaut werden. Man wird ihm [dem Juden oder Christen] sagen müssen: ‚Du darfst in deiner Wohnung beten. Du darfst dein Gebetshaus nicht wieder aufbauen oder es restaurieren. Lass die Finger davon.‘ Dasselbe gilt für Kirchen der Christen, in denen sie sich versammeln und beten. Wenn die Kirchen zerstört werden, dürfen sie nicht wieder aufgebaut oder restauriert werden, sondern sie werden restlos entfernt. Es sollen danach keine Spuren mehr vorhanden sein. Ebenso dürfen Christen in einem muslimischen Land keine neue Kirche erbauen. Dies gilt für Christen, die sich als Schutzbefohlene [in einem muslimischen Land] befinden.“

    „Da die Christen im Irak die Möglichkeit haben, dort zu leben, ohne erniedrigt zu werden und ohne, dass jemand sie zum Leben in einer erniedrigten Position zwingt, konnten sie Kirchen bauen. Infolgedessen wurde die Zahl der Kirchen im Irak größer sowie in Ägypten, in ‚Bilad ash-Shaam‘ (d. h. im Libanon), in Syrien, Jordanien, Israel usw. Genau so verhielt es sich in vielen islamischen Ländern, seien diese arabisch oder nicht arabisch. Dies ist ihnen [den Christen] in vielen Ländern gelungen, außer hier [in Saudi-Arabien], Allah sei Dank, und in allen Ländern, deren Einwohner noch stark sind und sich an die Lehren des Islam, bzw. zum Islam halten.“

    „Kurz gesagt: Christen dürfen keine Kirchen besitzen, d. h. sie dürfen in einem islamischen Land keine neuen Kirchen bauen bzw. in einem Land, das von Muslimen beherrscht wird. Dies gilt auch für Länder, die vorher [vor der islamischen Herrschaft] christlich waren. Christen dürfen ihre zerstörten Kirchen nicht restaurieren, selbst wenn diese Kirchen auf unrechte Weise zerstört wurden. Falls ein Muslim z. B. auf eine unrechte Weise eine Kirche oder ein ‚Sauma’a [eine Stätte für ein liturgisches Gebet] zerstört und die Christen diese wieder aufbauen wollen, wird ihnen dies nicht erlaubt. Man wird ihnen sagen: ‚Geht nach Hause und betet dort oder bekehrt euch zum Islam!‘ Kirchen dürfen laut der (o. g.) Überlieferung [Muhammad soll gesagt haben: ‚Eine Kirche darf im Islam weder gebaut noch restauriert werden‘] nicht [in einem muslimischen Land] existieren. Das ist richtig.“

    „Der Koranvers: ‚Und wenn Allah nicht die einen Menschen durch die anderen zurückgehalten hätte, so wären gewiss Einsiedlerklausen, Sauwami’u, Biya und Moscheen, in denen der Name Allahs des öfteren genannt wird, niedergerissen worden.‘ Sure 22,40 weist auf verschiedene Gebetshäuser, jedoch nicht auf Kirchen hin. So bedeutet ’Sawami’u’ ein Gebäude des Gebets für Juden und Christen, in denen nur eine Person betet. ‚Biya‘ meint ein Gebäude des Gebets, in dem ein Teil der Gebete verrichtet wird, es ähnelt einer Kirche. ‚Salauat‘ beschreibt Gebetsorte, an denen Juden beten wie bei ‚Sauami’u, oder in denen Christen beten wie in Kirchen.“

    Quelle: ibn-jebreen.com/book.php?cat=7&book=78&page=4479

    So, liebe Politiker, wer solche Gelehrte, die die korangemäße Behandlung von Christen und Juden in islamischen Ländern in die Jetztzeit transportieren, weiß, was in den Moscheen gepredigt wird und weiß, dass Muslime gegen den Kirchenbau aufgehetzt werden, wann, im Freitagsgebet.

    Das ist der Grund, warum die Kopten im eigenen Land nicht das tun dürfen, was Bestandteil der Religionsfreiheit ist.

    Herrschen in Ägypten diese Gelehrten oder Politiker, die sich den Inhalt dieser Fatwen zu eigen machen.

    Wenn also Kirchenbauer wie Terroristen behandelt werden, werden sie offensichtlich als Staatsfeinde angesehen. Als Staatsfeinde jedoch können sie nur dann angesehen werden, wenn die Vorschriften des Staates identisch ist mit dem Inhalt solcher Fatwen.

    Hier geht es nur um einen Kirchenbau. Würde eine Moschee gebaut, wären die Sicherheitskräfte und die befehligende Politkaste zuhause geblieben, ob sie genehmt wäre oder nicht. Da bin ich mir sicher.

    Gegrüßet seist du Maria, voll der Gnaden, der Herr ist mit Dir. Du bist gebenedeit unter den Frauen und gebenedeit ist die Frucht Deines Leibes, Jesu.
    Heilige Maria, Mutter Gottes, bitte für die Kopten, aber auch für die Sünder in Person dieser unweisen Gelehrten und unbarmherzigen Politiker, jetzt und in der Stunde unseres Todes. Amen.

    Liebe Muslime: Hier wird Maria nicht angebetet, wie der Koran behauptet, sondern um Fürsprache bei Gott angerufen.

  2. bazillus Says:

    Habe mir die Fatwa des ägyptischen Gelehrten nochmals angetan.

    Dabei fiel mir folgender Satz auf, den insbesondere toleranzromantische (Danke, Herr Stadler fur diesen Ausdruck) Gutmenschen hier in Europa sich hinter die Ohren schreiben müssten:

    Das Gleiche gilt in Ländern, die mit Zwang von Muslimen erobert wurden, z. B. Ägypten und Isfahan [Iran], weil diese [Gebiete] von Muslimen durch Besatzung eingenommen wurden. Diese Gebiete dürfen nicht zu einer Kirche werden. Kirchen dürfen in ihnen nicht gebaut werden.

    Also, hier sagt der Gelehrte einmal die Wahrheit: Kein Kirchenbau in Ländern, die mit Zwang von Muslimen erobert wurden, z. B. Ägypten und Iran. Das heißt, meine lieben Gutmenschen: Der Islam hat sich nicht ohne Gewalt verbreitet, wie die friedensbewegten Muslime hier gern immer erzählen: Diese beiden Länder waren auch nur Beispiele: Ganz Nordafrika und die Türkei wurden durch islamische Eroberung, für Gutmenschen nochmals: Mit Gewalt, einverleibt.

    Befasst Euch, Ihr Sozialromantiker bitte einmal nicht nur mit der Geschichtedes sog. Abendlandes, sondern auch mit der des Islam. Und da werdet ihr finden, dass durch den Islam die selben Gräueltaten verübt wurden wie im Abendland.

    Fazit: Nicht nur Europa ist Schuld, sondern auch der Islam hat Schuld auf sich geladen. Der Unterschied ist, meine lieben Gutmenschen:
    Der Zwang in Europa hörte irgendwann einmal auf. Der Zwang im Islam hört nie auf, wenn es um die „Schutzbefohlenen entmündigten Christen oder Juden geht. Und das ist halt der Grund, warum selbst politische Instanzen in solchen Ländern Unrecht begehen, noch heute seit der Eroberung durch den Islam über die Jahrtausende.

  3. Mich hat es eh gewundert, das die koptischen Christen ihre Kirche überhaupt schon so weit bauen konnten. Normalerweise dürfen doch keine neuen Kirchen im Haus des Islams errichtet werden. Ja, es ist sogar schwierig bestehende instandzuhalten. Ägypten will sich doch als ultraislamisches Land profilieren, da passt eine neue Kirche einfach nicht ins Bild. Von daher ist der ägyptische Staat jetzt nur konsequent islamisch vorgegangen, in dem er den Neubau der Kirche mit allen verfügbaren Mitteln unterbindet. Ich könnte mir sogar vorstellen, das alle Christen in Ägypten und Weltweit irgendwann in den Untergrund müssen. Richard Wurmbrands Buch: Gefoltert für Christus gewinnt jetzt wohl auch für die Christen im Nahen Osten an erschreckender Aktualität. Hier: http://bitflow.dyndns.org/german/RichardWurmbrand/Gefoltert_Fuer_Christus_2004.pdf kann es als PDF-Datei heruntergeladen werden.

    Ereignisse wie diese zeigen, dass die Bibel recht hat. Sie sagt ja voraus, das die Gemeinde Jesu leiden muss. Gerade jetzt werden wohl die Christen im Orient gewürdigt, für Jesus zu leiden. In Philipper 1,27-30 steht für die leidende Gemeinde:

    Wandelt nur würdig dem Evangelium Christi, auf daß, ob ich komme und sehe euch oder abwesend von euch höre, ihr steht in einem Geist und einer Seele und samt uns kämpfet für den Glauben des Evangeliums und euch in keinem Weg erschrecken lasset von den Widersachern, welches ist ein Anzeichen, ihnen der Verdammnis, euch aber der Seligkeit, und das von Gott. Denn euch ist gegeben, um Christi willen zu tun, daß ihr nicht allein an ihn glaubet sondern auch um seinetwillen leidet; und habet denselben Kampf, welchen ihr an mir gesehen habt und nun von mir höret.

    Die Gemeinde Jesu hat heute mit zwei großen Faktoren zu kämpfen. Im Westen ist es die Verführung, im Nahen Osten und Teilen Asiens ist es eher die Verfolgung. Überall wird aber die Luft für echte Christen immer dünner. Die Zeit der großen Kirchengebäude neigt sich immer mehr dem Ende zu. Wir sollten lernen uns versteckt zu versammeln, wie die Christen in den Katakomben im antiken Rom. Pfarrer Richard Wurmbrand beschreibt in seinen Schriften, wie die Christen hinter dem Eisernen Vorhang überlebt haben. Davon sollten wir lernen und uns schonmal Geistig darauf Vorbereiten und die friedlichen Zeit, die wir im Westen noch haben, nutzen.

    Es ist natürlich hart zu sehen und zu hören, was den ägyptischen Geschwistern passiert, andererseits stärkt diese Verfolgung aber auch die Kirche. Ohne diese Drangsal währe die koptische Kirche nicht das, was sie heute ist.

  4. Isley Constantine Says:

    Wo sind denn nun die ganzen Linken und die anderen Gutmenschen, die sich über das Geschehene aufregen und die Ägyptischen Sicherheitskräfte und die Regierung anklagen?
    Sind wohl nur Christen, mit denen darf man das schon machen?


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